Süddeutsche Zeitung Magazin / Ratten und Wölfe jagten mich

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wurzel
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Süddeutsche Zeitung Magazin / Ratten und Wölfe jagten mich

Beitragvon wurzel » Di 1. Apr 2008, 20:05

Hallo an alle Psychose-interessierten!

im SZ-Magazin von letztem Wochenende ist ein interessantes Interview über eine Psychologin, die nach einer Psychose, die 10 Jahre andauerte Psychologie studierte..

Ihr Name ist Arnhild Lauveng, außerdem hat sie ein autobiografisches Buch verfasst, das soeben erschienen ist.
Bisher hatte ich kein Bedürfnis mir ein Buch dieser Art zu kaufen, hab es mir dann doch bestellt, da die Autorin eine sehr interessante Geschichte zu erzählen hat.

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Di 15. Apr 2008, 17:21

Habe den Artikel auch jetzt gelesen und finde ihn sehr hoffnungsvoll. Von Psychosen kann man geheilt werden, wenn man den dahinter stehenden Mechanismus versteht. Sehr eindrucksvoll, das Buch möchte ich auch gerne lesen.
liebe Grüße Remedias

Jürgen77
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Interessant

Beitragvon Jürgen77 » Mi 16. Apr 2008, 18:29

Hallo Leute,

das klingt ja sehr interessant was Ihr da schreibt. Da wird man aber einen cleveren Psychologen brauchen, der einem hilft Licht ins Dunkel zu bringen. Wäre eine tolle Sache, wenn man mit gezielten Theraphien die Krankheit loswerden würde.

Viele Grüße

Jürgen

Jenny Doe
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Beitragvon Jenny Doe » Mi 16. Apr 2008, 18:32

Der Text ist auch im Internet:

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/426392

Gruß
Jenny
Forum für induzierte falsche Erinnerungen, Falschanschuldigungen und Fehldiagnose DIS http://www.induzierte-erinnerungen.de

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mikesch
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Beitragvon mikesch » Do 17. Apr 2008, 07:39

Hi,

danke für den Hinweis ! Interessant, vor allem die Letzte Frage/Antwort, warum ausgerechnet in den Entwicklungsländern die Prognose ein bisschen besser zu sein scheint. Stichwort, familiäre Eingebundenheit, Gebrauchtwerden.....

gruß mikesch

PS: Netten Avatar hast Du da Jenny, ich glaub ich besorg mir auch mal einen :)

Jürgen77
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Buch von A. Lauveng

Beitragvon Jürgen77 » So 4. Mai 2008, 23:43

Hallo miteinander,

also ich habe das Buch von A. Lauveng gelesen und finde es recht interessant. Allerdings hätte ich gehofft, daß sie noch näher beschreibt wie sie es geschafft hat ganz ohne Medikamente ohne Rückfälle ein normales Leben zu Leben.

Viele Grüße

Jürgen

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mo 12. Mai 2008, 13:53

Da stellt sich natürlich die Frage, ob sie wirklich schizophren war. Dinge, die sie in ihrem Artikel beschreibt, erscheinen mir mehr dissoziativ. Die Diagnosen werden teilweise sehr schnell vergeben und wenn man sich dann damit abfindet, bleibt sie auch bestehen.
liebe Grüße Remedias

Lia
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SCHIZOPHRENIE-GENESUNG IST MOEGLICH

Beitragvon Lia » Mi 21. Mai 2008, 14:05

Auch ich habe das Buch von Arnhild Lauveng gelesen, ungefaehr 5 Monaten her, aber wie (Entschuldigung: ich bin Hollaenderin, aber wohne schon seit 36 Jahr in Italien und meine Kenntnis von deutscher Sprache ist noch so excellent, daher gehe ich weiter in englische Sprache) 'ex-delirious paranoid schziphrenic person' (I was it before 1999 for over three and a half years) I can't find myself back so much in the story of Arnhild. Before, during and after my illness I was already able to do all the things on my one. I didn't need 'ergotherapy'.
You can read about my complete recovery (through psychotherapy) of the european WHO-site under http://www.euro.who.int/mentalhealth/topics/200801415_1 (= Lia's story). Also the commentary of dr. Matt Muijen is interesting over there, with some of the key-factors that helped my recovery. After the ask for it I wrote - since June 2006 - my autobiographic story
that maybe will be publicated in Italy through a writing competition. Surely it will be publicated in Holland within the and of 2008. Since half 2002 I don't take psychofarmokon any more.
Recovery is possible, not for all persons but for a lot!
Lia

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mi 21. Mai 2008, 18:39

Hallo @lia, dein link funzt leider nicht (ich hoffe, du verstehst das, weil ich leider nicht weiß, wie man das auf Englisch sagt)
lieber Gruß Remedias

Lia
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Mein link on WHO-site

Beitragvon Lia » Mi 21. Mai 2008, 18:54

Ich wiederhole es hier wieder. Maybe I mistaked before. Sorry.

It is:
http://www.euro.who.int/mentalhealth/topics/20080415_1

Rechts oben kan man dort auch fuer die deutsche Sprache wahlen.
Schuess, Lia

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Mi 21. Mai 2008, 18:58

Ich lese das Buch gerade und finde sehr gut beschrieben, daß Symptome eine Verhaltensmöglichkeit der Person sind, wenn sie keine anderen Möglichkeiten sieht/hat. Und was ich auch wichtig finde ist ihre Aussage, daß nur der Betroffene selber (und nicht sein Therapeut) bestimmt, wann und wie er ein Symptom deutet und wann er es aufgeben kann.

Ein spannendes Buch, daß sich "richtig" anfühlt.

Gruß, Helene
Jetzt und Hier

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Remedias
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Re: Mein link on WHO-site

Beitragvon Remedias » Mi 21. Mai 2008, 19:12

Lia hat geschrieben:Ich wiederhole es hier wieder. Maybe I mistaked before. Sorry.

It is:
http://www.euro.who.int/mentalhealth/topics/20080415_1

Rechts oben kan man dort auch fuer die deutsche Sprache wahlen.
Schuess, Lia
Danke, @Lia, für deine Geschichte. Sie macht viel Mut. Ich wünsche dir, dass es dir weiterhin gut geht.
Deine Geschichte zeigt auch, dass Symptome Ausdruck von Gefühlen und Persönlichkeit sind.
liebe Grüße Remedias

Lia
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zu Remedias

Beitragvon Lia » Mi 21. Mai 2008, 19:43

Jawohl, auch in meine autobiographische Geschichte, die ich binnen Ende 2008 in Holland ausgeben wird, ist das Teil ueber mein ganze Delirium gerade eine 'phenomenologische' Erklaerung aller schizofrene Fantasien!
Und so wirken auch mein Psychiater und meine Psychotherapeute hier schon lange Jahren mit andere 'schizophrene' Leute, die auch genesen (aber nicht darueber geschreben haben).
Die Psychotherapie ist/war meist psychoanalytisch und teils 'cognitiev' und weiter kommt dabei auch die jahrenlange Erfahrung meiner Psychotherapeute, die wichtig ist.
freundliche Gruesse, Lia

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mikesch
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Beitragvon mikesch » Mi 21. Mai 2008, 20:46

Hi Lia,

your story raises hope for so many of us. I ask myself why doctors in many cases disadvise persons concerned from beginning a psychotherapy. Although you told that your strong (and good) relationship to your husband and son had the main part in your recovery, the psychotherapy gave you important information about the roots of your disease.
I hope for myself that i sometime will be able to discontinue taking these drugs...and to build up a strong relationship, family and so on.....

Thx for your Story...

regards, mikesch
"Ihr nennt mich Spinner, aber in meinem Kopf sind die Bilder"

Lia
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Antwort an Mikesch und anderen

Beitragvon Lia » Do 22. Mai 2008, 08:41

"your story raises hope for so many of us. I ask myself why doctors in many cases disadvise persons concerned from beginning a psychotherapy. Although you told that your strong (and good) relationship to your husband and son had the main part in your recovery, the psychotherapy gave you important information about the roots of your disease.
I hope for myself that i sometime will be able to discontinue taking these drugs...and to build up a strong relationship, family and so on.....
Thx for your Story...
regards, mikesch"

Warum doktoren oft nicht empfehlen Psychotherapy an zu fangen? In die ganze Welt sind die Psychiater, Psychologen, usw. darueber noch ganz nicht in Einverstaendnis. Es gibt gar keine Einstimmigkeit ueber die Ursachen und auch nicht ueber die Genesungsmoeglichkeit davon. Vielen glauben dass Schizofrenie genetisch ist, also schon selbst bevor Geburt in DNA anwesend; vielen machen selbst TAC vons Gehirn und sprechen ueber Disfunktionierung davon. Es soll noch viele, sehr viele Zeit vorbeigehen bevor darueber Einstimmigkeit sein wird..., leider!

Ich selbst bin leider zu viele besetzt, mit meine Familie, mit Hilfe hier und in Niederland an schizofrene Leute, mit andere Taetigkeiten (lesen, sport, leben, Freunde, usw.) um viele hier anwesend zu sein und erklaeren zu koennen.
Aber mein Psychiater, dr. Tibaldi, und meine Psychotherapeute, dr. Palazzi haben hier schon selbst viele schizofrene Leute gehilfen zu genesen. Aber auch in Italien gescheht dass wirklich nicht ueberall!
Viele gute Wuenschen an allen hier,
Lia


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