Diathese-Streß-Modell u. anderes

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Gella
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Beitragvon Gella » Mi 12. Mär 2008, 19:13

Ich kann Dir nur 100% zustimmen, Psychiater und Therapeuten sind die ausgeburt des Bösen. Sie wollen zwar, dass man an sich Arbeitet, damit man wieder in die Gesellschaft passt, werfen einem gleichzeitig soviele Steine auf den Weg, dass man halt verrückt wird :) Ich bin 29 Jahre, habe noch nie eine Ausbildung begonnen, war noch nie wirklich Arbeiten und stehe jetzt hier mit meinen Problemen zwar nicht alleine da, aber mit mir wurden halt auch schon etliche "Wiedereingliederungen" probiert. Ich wehre mich auch in die Schublade "psychisch krank" gesteckt zu werden wo es nur geht, boykottiere die Werkstatt für psychisch kranke und behinderte, Tagesstätte usw. Ich will mein Leben halt irgendwie wieder in "normale" bahnen lenken, aber merke auch, dass mit meinem verkümmerten Charakter das ganze irgendwie sinnlos ist.

Jürgen77
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Wie kann ich mein Leben leben

Beitragvon Jürgen77 » Di 25. Mär 2008, 07:30

Hallo,

ich kann Eure Stellungnahmen gut verstehen. Es ist schwer mit der Krankheit sein Leben wie Gesunde zu leben. Die Ärzte tun sich leicht. Da wird gesagt:
Nehmen sie brav ihre Tabletten und suchen sie sich brav ihre Arbeit. Hauptsache der Patient macht keinen Stress. Und selbst von Freunden hörst Du manchmal wenn man das Thema Arbeit anspricht: So fit wie Du bist, musst Du doch irgendwas arbeiten. Aber über vernünftige Arbeit kann man nur mit Leuten reden, die sich auskennen (meistens selbst eingeschränkt Arbeitsfähige).

Viele Grüße

Jürgen

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Stille
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Beitragvon Stille » Di 25. Mär 2008, 18:52

Hallo,

also ich will niemanden seine schlechten Erfahrungen mit dein Ärzten und Psychologen absprechen. Aber ich glaube ihr macht es euch zu einfach. Jeder ist doch für sich selbst verantwortlich. Natürlich können äußere Umstände sehr hinderlich sein, sich entsprechend entwickeln zu können, aber sicher nicht alleinige Ursache. Da nützt es nichts gegen die Kinder der "Akademiker" zu lästern. Das ist sicher ein gesellschaftliches Thema über Chancengleichheit.

Fragt euch doch mal, was für einen Grund ein Psychiater haben sollte, euch von euren Zielen abzuhalten? Warum sollte er euch ermuntern ein Studium abzubrechen? Was hat er davon? Wäre es nicht ehr ein Erfolgserlebnis eines Therapeuten, einen Patienten auf seinen selbst gewählten und gewünschten Weg zu begleiten?

Da wo Menschen tätig sind, gibt es inkompetente Arschlöcher. Habt ihr nicht auch schon diesbezüglich Lehrer, Verkäufer, Versicherungsvertreter usw. erlebt?!

Ich will nichts schönreden. Ich möchte nur zum Denken anregen. Sollte man wirklich alles nur in eine Richtung betrachten?! Hilft es euch?! Wäre es vielleicht nicht genauso wichtig seine Augen auf die künftigen Möglichkeiten zu richten?!

In diesem Sinne
Stille
Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, daß sie nicht hinter dir her sind ;-)


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