bitte um eure erfahrungen und hilfe! vorsicht lang.

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wasser-frau
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bitte um eure erfahrungen und hilfe! vorsicht lang.

Beitragvon wasser-frau » Mi 12. Mär 2008, 00:22

hallo,
ich lese seit einiger zeit "leise" mit und hoffe auf eure konstruktiven
gedanken..
mein (ex) partner und ich waren noch nicht so lange zusammen, etwas über ein jahr, als ich aus beruflichen gründen für zwei monate
ins weit entfernte ausland musste. das stand bereits etwa 6 monate vor abreisedatum fest und er hatte sich schon recht früh dazu entschlossen, mich zu begleiten. wir sind nach etwa 9 beziehungs-monaten zusammengezogen und obwohl wir bereits vorher sehr viel zeit miteinander verbrachten, quasi schon 2 monate zusammen gewohnt hatten, wurde unsere beziehung durch die gemeinsame wohnung, die wir liebevoll zusammen einrichteten und renovierten noch schöner.dann kam der auslandaufenthalt. zu anfang waren wir etwas angespannt (nur wenig raum etc), hatten dann aber nach einer woche ein klärendes gutes gespräch und verbrachten ab dann eine wunderschöne, harmonische zeit zusammen. wir hatten bereits einige wochen übers heiraten - zunächst als scherz -gesprochen (gemeinsame kinder irgendwann in der zukunft waren bereits in deutschland als wunsch von uns beiden thematisiert worden) und am 25.12. beschlossen wird dann, im herbst 2008 zu heiraten. alles wunderschön.

einige tage später wollten wir beide während unseres aufenthaltes als touristische beschäftigung gemeinsam für einen tag und eine nacht in ein kloster reisen, um uns diesen kulturellen aspekt des dortigen lebens anzusehen, aber ich hatte so viel zu tun, dass er alleine reiste. am ersten tag bekam ich noch eine sehr ruhige liebevolle mail, in der er auch unsere hochzeit ansprach und mir erklärte,er wolle noch einen tag ranhängen. was soll ich sagen: als er nach 2 tagen und 2 nächten wiederkam , war er nicht mehr derselbe mensch, sondern mitten in einer akuten (schizophrenen ?)psychose. er nahm im kloster keine medikamente (clozapin) mehr, schlafentzug, 8 stunden pro tag meditieren und das, was ich "gehirnwäsche" nennen würde..

es wurde so schlimm, dass ich ihn einige tage späte ins krankenhaus (geschlossene) brachte - er hatte dem natürlich zugestimmt. dort blieb er dann 12 tage, in denen ich jeden tag mindestens 8 stunden bei ihm verbrachte, übersetzte und für ihn sorgte. ich muss dazu sagen, das er bereits vor einigen jahren - bevor wir uns kannten - eine psychose erlitten hatte und wir diesen aspekt seines lebens auch nie ausgeklammert hatten. wie ich jetzt weiss, ist es aber so, dass die realität nur kaum oder nicht durch literatur vorstellbar wird, zumindest mir nicht.


um es kurz zu machen: das konsulat hatte mir verboten, mit ihm zurückzufliegen, deshalb musste ein elternteil kommen um mit ihm zu fliegen. seine eltern haben ihn dann in deutschland angelogen (definitiv kein missverstänsnis) und ihm quasi gesagt, ich hätte einfach keine lust gehabt (!). sein vater ist ohnehin ziemlich autoritär und auch grausam. ich konnte erst eine woche später reisen und mir war klar, dass seine eltern ihn in zeit dieser gegen mich beeinflussen würden.

nun sind wir beide seit etwa 6 wochen wieder hier, er hat zwei tage nach unserem zusammentreffen in unserer wohnung unsere beziehung beendet und mich dann einige tage später rausgeworfen (das mit dem rausschmiss sieht er anders).

inzwischen konnte ich ihm die situation mit seinen eltern erklären. ich habe gewartet, bis er vor etwa 2 wochen auf mich zukam und einzelheiten über seinen zustand und die umstände im ausland wissen wollte. er konnte sich an viele dinge nicht mehr erinnern.

seitdem er weiss, wie alles tatsächlich war, können wir tatsächlich wieder ruhig und freundlich reden davor war er mir gegenüber sehr hart und aggressiv.
mittlerweile geht es ihm viel besser. allerdings denke ich, er wird noch einige zeit brauchen, um wieder "komplett" stabil zu sein und auch etwas abstand gewonnen zu haben.

letzte woche haben wir uns gesagt, dass wir uns vermissen und auch gerne miteinander schlafen würden (aber das aus distanz-gründen keine gute idee sei). aber er sagt auch, dass es im moment gut für ihn sei, getrennt zu sein. ich sehe das auch ein und brauche selbst meinen abstand, um das geschehene (zb die zeit in der psychatrie in der niemand wirklich englisch oder deutsch konnte und ich deshalb ALLES für ihn regeln musste, wir beide auch sexuell von patienten belästigt wurden, etc) zu verarbeiten und wieder zu mir selbst zu finden.

in der letzten zeit habe ich natürlich lange und intensiv immer wieder über die zukunft nachgedacht. ich bin mir bewusst, dass er immer wieder psychisch instabil werden könnte. aber ich liebe ihn und unsere beziehung hat sich so richtig angefühlt. ich habe mich dazu entschlossen, abzuwarten und die beziehung wiederaufzunehmen - wenn er das möchte.
ich möchte "uns" zurück, nicht jetzt sofort, aber dann, wenn es für uns beide wieder möglich ist und wir alles verdaut haben.

wir machen übrigens beide therapie (ich habe vor einigen wochen angefangen, er schon seit ende letzten jahres) und telefonieren mittlerweile 2 mal pro woche (wir rufen uns abwechselnd an).

ich bin schon ziemlich verletzt von dem verhalten seiner eltern, die sich ihm gegenüber wirklich total verantwortungslos verhalten haben und mich beschimpft und bewusst im stich gelassen haben.
aber auch von seinem verhalten in den letzten wochen, bevor er wusste, dass sie ihm nicht die wahrheit gesagt hatten. er hat mich für alles verantwortlich gemacht, mich dafür beschimpft ihn ins krankenhaus gebracht zu haben etc, ganz furchtbar.

im krankenhaus im ausland hatten wir übrigens noch immer ein sehr vertrauensvolles verhältnis. er hat fast geweint und gesagt, er würde mich "schrecklich vermissen", als wir uns dort verabschiedeten.
im krankenhaus hat er auch gesagt, dass er immer wieder zu mir zurückkehren würde, falls er sich mal für eine weile trennen sollte. allerdings hat er viele sachen gesagt, die auch widersprüchlich - und schmerzhaft - waren.

soll ich ihn einfach erstmal in ruhe lassen und darauf vertrauen, dass er zurückkommt, wenn er mich "wirklich liebt"? ich möchte immer noch mein leben mit ihm verbringen und weiß einfach nicht, wie ich seinen beziehungsabbruch einordnen soll.allerdings sind wir gerade wohl beide nicht in der lage, eine beziehung zu führen.ich denke, bei ihm ist es auch so, dass er wieder ein gefühl für "grenzen" entwickeln muss.

vielleicht erstmal besser keine derartigen gespräche über intensive gefühle, weil sie ihn überfordern könnten? aber wird er eher darüber reflektieren oder alles wegschieben?

danke fürs lesen, antwortet ihr mir?

lieben gruß
wasser-frau

PS: ach ja, ich werde 33, er wird ende des jahres 27
lieben gruß
die wasser-frau

Arno63
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Beitragvon Arno63 » Mi 12. Mär 2008, 10:11

Hallo Wasserfrau,
Das ist typisch für Psychosen ,das sie in ungewohnten Umweltbedingungen ausbrechen.Ich hoffe es geht ihm besser und er Kämfpt um Dich.
Ich würde ihn erst einmal nicht so oft besuchen er muß erst mal selbst rausfinden was er will.
Mir ging es mit meiner frau ähnlich sie hat mich jedenTag in der klink besucht da habe ich mich gut gefühlt. ich war mir sicher ich kann so weitermachen .Tabletten absetzten und so sie würde immer zu mir stehen.Doch beim ltzten mal konnte sie sich das nicht mehr angucken und ist weggefahren .Da hat es bei mir Klick gemacht und ich mußte mir überlegen was ich will.Muß dazu sagen hatte Schizzoaffektive Psychosen.
Ich wünsche euch alles gute ich hoffe er entscheidet sich für dich.obwohl es nicht immer einfach ist.Ich habe 8 Klinikaufenthalte gebraucht um meine Krankheit anzuerkennen und mit ihr zu Leben.
Liebe Grüße Arno

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Mi 12. Mär 2008, 11:48

Hallo Wasserfrau,

zunächst zu der Haltung der Eltern: sie sehen, daß du älter bist, als er, wegen dir ist er ins Ausland gegangen und dort ist er dann krank geworden. Fazit, diese Beziehung schadet unserem Sohn, typischer Elternwunsch ihr "krankes" Kind in Watte zu packen. Andererseits ist es für einen psychotischen Menschen schwer auszuhalten, wenn er "zwischen den Stühlen" sitzt, bzw. verschiedene Parteien ihn in unterschiedliche Richtungen zerren. Er wird sich, weil er Ambivalenzen schlecht aushält für die Partei entscheiden, die mehr "Macht" über ihn hat. Und das können durchaus die Eltern sein. Daher denke ich, daß du, wenn du ihn halten willst am klügsten so vorgehst, daß du mit den Eltern eine gemeinsame Haltung findest. Das wird nicht ohne gegenseitige Kompromisse gehen. Helfen kann dir dabei, wenn du versuchst, Verhaltensweisen der Eltern nicht persönlich zu nehmen, sondern ihre - wenn auch destruktive - Sorge verstehst und sie dort abholen kannst, wo sie stehen. Ohne daß du mit den Eltern irgendwie eine Klärung hinbekommst sehe ich auf Dauer wenig Chancen für eure Beziehung, denn ich glaube nicht, daß dein Freund es auf Dauer aushalten kann, wenn ihr in verschiedene Richtungen zieht.

Gruß, Helene
Jetzt und Hier

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Beitragvon wasser-frau » Mi 12. Mär 2008, 16:26

lieber arno und liebe helene,

herzlichen dank für eure gedanken.

ich bin gerade auf dem sprung und melde mich später oder morgen ausführlicher.

das möchte ich trotzdem kurz loswerden:
@helene
ich zerre nicht an ihm. ich habe ihm von dem verhalten seiner eltern lange gar nichts erzählt, um ihm den konflikt zu ersparen. er hörte erst von mir davon (und nur von einer situation, eben die, in der sie ihn angelogen haben, diese situation, die die eltern vergeigt haben wird möglicherweise für ihn kosten in höhe von etwa 3ooo Euro verursachen), als er insgesamt mal fragen stellte.
klar, elterliche sorgen in der situation kann ich voll verstehen.
aber die situation hier liegt nochmal anders.
Beispiel: aus dem asiatischen ausland habe ich seine eltern regelmäßg telefonisch (meine zeit 23 uhr nach einem langen anstrengenden tag mit langer fahrt, in deutschland 9 stunden früher) über seinen emotionalen und gesundheitszustand etc auf dem laufenden gehalten , weil ich dachte, die sterben vor angst um ihr kind.
ihm haben sie dann gesagt, ich hätte alle 20 minuten angerufen und sie telefonisch terrorisiert..
ich bin oft in dieser zeit auf die eltern offen zugegangen, aber die haben sachen gebracht, UNMÖGLICH. er kennt dieses verhalten von seinem vater aber schon..der beschimpft eigentlich jeden menschen, der in die nähe meines freundes kommt sowie seine eigene frau etc, schrecklich.seine mutter hat meinen freund einfach im stich gelassen..die eltern haben sich wiederholt einfach total verantwortungslos verhalten. sie sind auch - und das haben sie tatsächlich dann zu mir gesagt, nicht bereit, sich mit seiner krankheit auseinanderzusetzen. der vater ist ein über 70jähriger russe, in dessen kopf sind weder homosexualität noch psychische krankheiten etc
in irgendeiner weise anerkannt. die werten das eher als "strafe gottes", hinzu kommen einige von den eltern verursachte und von ihnen totgeschwiegene familiengeheimnisse, die jeden krank machen würden und die mein freund, der diese "geheimnisse" während seiner psychose intensiv thematisierte und ansprechen/lösen wollte, jetzt hoffentlich in seiner thera aufarbeitet. mit seinen eltern wird er das wahrscheinlich nicht tun können, das finde ich - ebenso wie die gesamtsituuation mit seinen eltern für ihn sehr, sehr schade.

leider scheint es nicht möglich zu sein, die eltern "abzuholen", ich habe es versucht.deshalb versuche ich nun mich in diesem punkt zurückzuziehen, damit er wenn es ihm wieder gut geht, selbst beurteilen kann.

danke und einen wunderbaren tag euch beiden.

ich muss rennen,
bis später,
lieben gruß
die wasser-frau

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Mi 12. Mär 2008, 23:38

Hallo wasser-frau,

oh je, das klingt wirklich verfahren und ich denke, du kannst gar nichts anderes mehr tun, als abzuwarten, bis dein Freund selber wieder in der Lage ist, zu beurteilen, wie die Dinge sind.

Mit "zerren" meinte ich eigentlich auch nur, daß da verschiedene Welten oder Sichtweisen sind, und dies ist eine Situation, die psychotische Menschen schlecht aushalten können. Sie erleben es wie wenn sie hin- und hergezerrt werden. Auch Ambivalenzen sind für psychotische Menschen schwerer auszuhalten, wir (ich spreche aus eigener Erfahrung) neigen gerne zu entweder ganz schwarz, oder ganz weiß und vergessen dabei mitunter, daß etwas sowohl gut als auch böse sein kann.

Mir war beim Lesen deines Berichtes aufgefallen, daß dein Freund durch seine Eltern in eine Zwickmühle geraten ist. Aber so wie du die Eltern beschreibst, kannst du ihm eigentlich am besten helfen, wenn du klar und eindeutig "bei dir", also bei deiner Haltung bleibst und auf seine Urteilskraft vertraust. Schade, ich hatte für euch gehofft, daß es einen Weg mit den Eltern geben könnte.

Ich wollte dir auch noch sagen, daß ich es super finde, wie du dich um deinen Freund gekümmert hast und es ist auch toll, daß du ihn nicht fallen lässt, auch wenn es gerade schwierig ist. Ich wünsche euch beiden, daß ihr euch wiederfindet.

Meditation - und wenn sie dann noch über Stunden geht - ist hochgradig psychoseanstossend. Ich hab mal eine Weile Zazen gesessen, bin ich auch psychotisch von geworden. Alles, was das Innenleben anregt ist schwierig, auch Therapieformen, die so arbeiten würde ich meiden. Wärend etwa eine kreative Arbeit, bei der es um Farbe (Töne), Formen (Rhythmen), Materialien (Instrumente), Komposition...geht, durch den Arbeitsprozess Distanz zum Innenleben herstellen kann und es damit objektivierbarer machen kann. So ein Werk sollte dann auch nicht auf seine möglichen psychischen Bedeutungen (da ist ja was ganz Schwarzes) abgeklopft werden, sondern es sollten Farben, Formen, Materialien, Komposition...besprochen werden.

So, jetzt fall ich ins Bett, gute Nacht, Helene
Gruß, Helene
Jetzt und Hier

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Beitragvon wasser-frau » Fr 14. Mär 2008, 16:21

lieber arno,

herzlichen dank für deine antwort.

es ist bestimmt sehr schwierig, seine krankheit zu akzeptieren. toll, das du es geschafft hast.

je mehr ich mich mit psychosen auseinandersetze, desto mehr sehe ich aber auch, dass es kulturen und zeiten gibt, in denen menschen mit psychosen kostbare funktionen innerhalb der gesellschaft ausfüll(t)en und die deshalb sehr geachtet sind/waren.

nein, er kämpft nicht um mich. muss er auch (noch?) nicht, ich bin da. ich denke, du hast recht, er muss erstmal wieder zu sich selbst finden. wie lange dauert das wohl etwa, 4-6 monate?
lieben gruß
die wasser-frau

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Beitragvon Arno63 » Sa 15. Mär 2008, 08:01

Hallo Wasserfrau
Wie lange das ganze Dauert kann ich nicht sagen.Einmal wollte ich eine <<psychose zu hause auskurrieren ,das hat ein halbes Jahr gedauert ehe ich wieder richtig im Kopf war. Aber im Krankenhaus hatte es auch mal nur 14 Tage gedauert muß sagen da stand ich unter druck wollte meinen Meister zuende bringen.Naja jedenfalls giebt es Hoffnung denn in meiner nichtpsychotischen Zeit habe ich 2 arbeits stellen angenommen 2 Töchter gezeugt Haus gebaut und Meister gemacht.Aber ich habe mir immer zu viel vorgenommen und gearbeitet.Und nun bin ich verberentet arbeite zwar immer noch was aber was nicht ist ,ist nicht.Ich hoffe dein Freund kommt wieder auf die Beine Zeit spielt bei geistigen Krankheiten keine Rolle.Man kann nicht sagen wie bei einem Bruch in8 Wochen kannst du wieder laufen.Die hauptsache ist er akzeptiert die Krankheit.Das ist bei mir erst nach 8 Psychosen eingetreten.Der arzt meinte das es meist so ist.
Liebe Grüße Arno

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Beitragvon Arno63 » Sa 15. Mär 2008, 08:08

Da bin ich noch mal,
In unserer Kultur wird diese Krankheit nicht so geachtet .Viele haben angst vor den Kranken (ob sie gewalttätig sind?)Alles wird real betrachtet Geld Zahlen Geschäfte da ist für spinner kein Platz.Aber dennoch wenn man nach all den Krankheiten priurietäten setzt und einen Mittelpunkt zu sich findet kann man wieder viel Erreichen.
Tschüß Arno

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Beitragvon wasser-frau » Di 18. Mär 2008, 14:48

hallo deepnight,

ja, er hat auch zazen gesessen 2x4 stunden zwei tage lang. beim ersten mal hatte er noch schmerzen etc, beim zweiten mal dann das gefühl erleuchtet zu sein.
lieben gruß
die wasser-frau

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Beitragvon wasser-frau » Di 18. Mär 2008, 14:53

hallo triangel,

du hast vollkommen recht. das ist auch mein eindruck von seinen eltern.
leider spaltet er gerade seine gefühle für mich ab und weiss - glaube ich - gar nicht so recht, was er will.
er hat sich meiner meinung nach auch noch nicht richtig von seinen eltern gelöst.obwohl er ambivalente gefühle für seinen vater hat, war er bisher nicht in der lage konsequenzen zu ziehen. seine mutter sieht er glaube ich noch total unkritisch..
klar, es wäre sehr schmerzhaft für ihn.
lieben gruß
die wasser-frau

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Beitragvon wasser-frau » Di 18. Mär 2008, 14:57

hallo arno,

er akzeptiert die krankheit nicht, denke ich.
er ging vor einigen wochen immer noch davon aus, dass er nie wieder eine psychose haben wird - und wurde allein beim anschneiden des themas ziemlich aggressiv.
wie hat sich denn deine frau verhalten? waren deine gefühle ihr gegenüber immer positiv? oder hast du auch teilweise versucht, sie wegzuschieben, um dich freier zu fühlen, weil sie dir möglicherweise gespiegelt hat, dass es etwas gibt, das du konfrontieren solltest?
konntest du dich später noch an dein verhalten und deine gefühle erinnern?
könntest du mir sagen, was der unterschied zwischen psychoaffektiven und schizophrenen psychosen ist - ich habe nach definitionen/beschreibungen gesucht, aber wurde nicht schlau?
lieben gruß
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Beitragvon wasser-frau » Di 18. Mär 2008, 16:59

liebe triangel,

danke für deine antwort.

er kennt noch andere dinge und hat viele interessen.

das mit der "altersrechnung" und auch das, was du zur "selbst/krankheitseinsicht" sagst, stimmt natürlich. dies ist seine zweite psychose und nach den heutigen gesprächen (siehe strang in Zu allen Fragen der Psychiatrie und Psychotherapie) denke ich, er ist noch drin :sad:
oder zumindest noch nicht so weit wieder "draußen", wie ich gehofft hatte (wir haben seit 6 wochen nur telefonischen kontakt). ich kann mir auch nur eine beziehung vorstellen, wenn er offensiv und einsichtig mit seiner krankheit umgeht und bereit ist, sich mit seinen frühwarnsymptomen etc auseinanderzusetzen.

vielleicht bin ich etwas unrealistisch, aber ich hoffe darauf, das seine bereits gewonnen erkenntnisse aus der ersten psychose, diese erneute situation (vergleichsmöglichkeit, mögliche parallelen etc) und seine therapie mit der er sehr zufrieden zu sein scheint, ihn weiter bringt - und das nicht viele jahre dauert.
lieben gruß
die wasser-frau


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