Das Recht auf Psychose?

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Gella
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Beitragvon Gella » So 23. Mär 2008, 16:27

Hey X-Cat, wieviel Invega nimmst du? Ich nehme 9mg und es geht mir ganz gut, ausser dass ich ziemliche probleme mit dem schlafen habe. Ich wache nachts schweissgebadet auf usw. Ich war auch schonmal 3 Monate auf einer geschlossenen Station, man muss einfach sein Ding dort durchziehen und sich nicht unterkriegen lassen, würd ich sagen :) Nutze die Zeit die du in Therapie hast, irgendwann sehnst du dich eh zurück ins Krankenhaus :P (so war es bei mir zumindest immer).

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Molly
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Beitragvon Molly » So 23. Mär 2008, 17:40

Hey xcat!

Wenn Du aus der Klinik zurück bist, denk daran, was Fluuu geschrieben hat. Dasselbe hat mir auch immer geholfen. Den Tag strukturieren und unter Leute gehen und reden. Möglichst viel arbeiten, so dass man in der Nacht wenigstens müde ist.

LG,

Molly

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Xcat
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Beitragvon Xcat » Fr 28. Mär 2008, 20:24

Gella hat geschrieben:Hey X-Cat, wieviel Invega nimmst du? Ich nehme 9mg und es geht mir ganz gut, ausser dass ich ziemliche probleme mit dem schlafen habe. Ich wache nachts schweissgebadet auf usw. Ich war auch schonmal 3 Monate auf einer geschlossenen Station, man muss einfach sein Ding dort durchziehen und sich nicht unterkriegen lassen, würd ich sagen :) Nutze die Zeit die du in Therapie hast, irgendwann sehnst du dich eh zurück ins Krankenhaus :P (so war es bei mir zumindest immer).
Hi Gella,

bekomme auch 9 mg, und nächste Woche soll Invega für Taxilan abgesetzt werden, weil es mir eigentlich nix bringt. Mit Dominal Forte und zusätzlich Zolpidem hab ich nur wenig Schlafprobleme.

Die Ärzte wollen die Medis nicht mehr steigern, weil ich bei hoher Dosis ruckzuck extreme EPMS bekomme, und sie möchten dieses Risiko nicht mehr eingehen.

Ich halte es in der Klinik aber kaum noch aus, und wenns nur nach mir ginge, wäre ich schon längst abgehauen, aber es geht leider nicht nach mein Willen. :???:

Trotzdem vielen Dank für deine Anteilnahme.

LG Tom
„Ich möchte immer so sein, wie diesen Morgen: mich einfach nur normal fühlen!“ Xcat

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Beitragvon Xcat » Fr 28. Mär 2008, 20:27

Molly hat geschrieben:Hey xcat!

Wenn Du aus der Klinik zurück bist, denk daran, was Fluuu geschrieben hat. Dasselbe hat mir auch immer geholfen. Den Tag strukturieren und unter Leute gehen und reden. Möglichst viel arbeiten, so dass man in der Nacht wenigstens müde ist.

LG,

Molly
Danke Molly,

das ist wohl mein größtes Problem *seufz*
Ich weiß nicht wie ich das hinkriegen soll.
Aufgrund meiner Störung kann ich nicht unter Leute. :???:

LG Tom
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Beitragvon Remedias » Fr 28. Mär 2008, 20:49

Hallo Xcat,
schön , wieder von dir zu hören, hatte dich gerade vermisst ;-)
ich bin jetzt draußen in einer Tagesklinik, was mir besser gefällt als eine stationäre Unterbringung, ich bekomme die Therapien, schlafe aber zuhause im eigenen Bett. Gibt es die Möglichkeit vielleicht für dich auch?
liebe Grüße Remedias

Dani2
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Beitragvon Dani2 » Fr 28. Mär 2008, 21:13

Du hast die "transzendente Antenne" :wink:
Den Draht nach oben kann man nützen (!!!)
und sich darauf verlassen,
dann ist man nicht mehr allein.
Der einzige Grund warum es sich lohnt zu leben.
Vermutlich kann damit keiner etwas anfangen ohne den
passenden Rahmen für die Schubladen zu haben.
Es stammt aus dem Religionsunterricht.

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Beitragvon Xcat » Sa 29. Mär 2008, 17:16

Remedias hat geschrieben:Hallo Xcat,
schön , wieder von dir zu hören, hatte dich gerade vermisst ;-)
ich bin jetzt draußen in einer Tagesklinik, was mir besser gefällt als eine stationäre Unterbringung, ich bekomme die Therapien, schlafe aber zuhause im eigenen Bett. Gibt es die Möglichkeit vielleicht für dich auch?
liebe Grüße Remedias
Ja Remedias, ich war auch schon mal Monatelang in einer TK, und müsste im Anschluss an der stationäre Unterbringung auch Teilstationär aufgenommen werden können. Denn es gibt hier auch eine TK.

Der Vorteil ist dass der Einschnitt im normale Leben nicht so gravierend ist als auf Station zu sein, und ist eine feine Sache, weil man weiterhin tägliche Unterstützung bekommt.

Außerdem sind die Therapien enger gestrickt, weil ja generell so um 16 Uhr Feierabend ist. Auf Station ist oft gähnende Leere und fast pausenlose Langeweile. Da fangen sogar viele an zu rauchen, nur wegen der Abwechselung.

Diese Infos natürlich vor allem für die die keine Ahnung haben von stationäre und teilstationäre Behandlung in der Psychiatrie.

Am schlimmste ist die Geschlossene, wo eigentlich gar nichts passiert, außer dass man wie im Knast gehalten wird und keine Rechte mehr hat.

Freut mich dass du in ner TK bist und von der Geschlossene draußen bist, und vor allem dass es dir besser geht.

Mir geht es nicht wirklich besser. Alles fühlt sich quälend an, ich möchte am liebsten das Handtuch schmeißen, habe kaum noch Lust auf etwas, ziehe mich nur noch zurück, auch auf der Station. Ich kann das alles kaum noch ertragen und könnte in die Wände treten/schlagen so genervt bin ich. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Ab nächste Woche will man antriebsteigernde Präparate wie Abilify oder das aktuelle, Invega, die mich nur unruhig und aggressiv machten, für beruhigende absetzen, wie Taxilan. Mal schauen was daraus wird.

Remedias, ich wünsche dir alles Gute, und dass es dir noch besser geht. :-)

Vielen Dank für deine Liebe Worte.

LG Tom
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Beitragvon Xcat » Sa 29. Mär 2008, 17:17

Dani2 hat geschrieben:Du hast die "transzendente Antenne" :wink:
Den Draht nach oben kann man nützen (!!!)
Ja Dani,

diese "Antenne" habe ich ganz bestimmt... ;-)

Danke!

LG Tom
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Beitragvon Molly » So 30. Mär 2008, 12:37

Xcat hat geschrieben:
Molly hat geschrieben:Hey xcat!


Danke Molly,

das ist wohl mein größtes Problem *seufz*
Ich weiß nicht wie ich das hinkriegen soll.
Aufgrund meiner Störung kann ich nicht unter Leute. :???:

LG Tom

Hallo Tom!

Ich denke, Du kannst sehr wohl unter Leute. Du musst Dich nur zwingen. Früher hatte ich auch Probleme auf die Straße zu gehen, da ich mich immer beobachtet fühlte. Ich musste es aber tun, wegen der Kinder. Versuche einfach, der Allgemeinheit nicht aufzufallen, dann weißt Du, dass das Übrige "eingebildet" ist.
Das "eingebildet" ist in Anführungszeichen, weil für mich da sehr wohl eine Art von Realität vorhanden ist, die jedoch nicht in den Zusammenhang zwischen uns und unseren Mitmenschen hineinspielt.

LG,

Molly

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Beitragvon Xcat » Do 10. Apr 2008, 22:20

@all:

Ich durfte mich diese Woche endlich in eine Privatklinik verlegen lassen, wo alles ganz anders und meiner Meinung nach viel professioneller abläuft. In der Klinik wo ich vorher war, hat mich das Setting eher terrorisiert als es mir geholfen hätte.

Dort wurde ich immer passiv-aggressiver und hatte eine extreme innere Unruhe. Wenn ich mit Psychiater oder Psychologin darüber sprach, antwortete man mir es wäre beabsichtigt und gehöre zur Therapie. :shock:

Ich habe also noch deutlicher als zuvor erlebt wie man in der Psychiatrie viel falsches mit Patienten anstellen kann um sie fertig zu machen.

Hier wurde ich sofort anders angepackt, und zumindest dieser Terror ist endlich vorbei.

LG Tom
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Beitragvon Remedias » Fr 11. Apr 2008, 14:14

Hallo X-Cat,
es freut mich, dass es dir in der anderen Klinik besser geht. Solch eine extreme innere Unruhe habe ich in der Psychiaztrie übrigens auch entwickelt, ich lief nur ziellos durch die Gänge und habe gegen die Wände geschlagen; weiß der Kuckuck, was das zu bedeuten hatte, aber zur Therapie gehört es auf keinen Fall.
Dir noch alles Gute....
liebe Grüße Remedias

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Beitragvon Xcat » Fr 11. Apr 2008, 14:40

Hi Remedias,

genau so gings mir auch, mit ständig rumzulaufen, und in die Wände habe ich auch gelegentlich getreten oder geschlagen, wo es keiner mitbekommen konnte. Eher selten aber der Drang war oft sehr stark vorhanden.

Jetzt habe ich das nicht mehr, aber bekomme zusätzlich noch Atosil zur Beruhigung, also weiß man nicht genau welche Faktoren zu tragen gekommen sind. Aber ich tippe auf das Setting und das Ambiente der Klinik.

Danke für deine Antwort, und dir auch gute Besserung.

LG Tom
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Bin wieder zurück

Beitragvon Xcat » So 17. Aug 2008, 20:57

@all:

Für die die es interessiert, ich wurde vor ein paar Tagen endlich entlassen!!! Seit März vollstationär in der Klinik zu sein war eine sehr lange zeit, aber es musste wohl sein.

Naja geheilt bin ich jedoch nicht, bin ja chronisch krank, nur bin ich wohl nicht mehr gerade in Krisensituation.

LG Tom
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Beitragvon Remedias » So 17. Aug 2008, 23:53

Hallo, Xcat ich hatte dich schon vermisst und mich gefragt wo du steckst. Bist du noch in einer TK oder in einer Ambulanz?
Schön, dass es dir besser geht.
liebe Grüße Remedias

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Beitragvon Xcat » So 17. Aug 2008, 23:57

Hallo Remedias :)

Nein, werde jetzt nur noch ambulant betreut. Man wollte zwar dass ich in der PIA von 3 verschiedene Personen gleichzeitig behandelt wird, aber das ist mir to much, außerdem haben mir 6 Monate in der Klapse gereicht ;)

Habe das einiges erlebt, wie du aus meine einzelne Beiträge entnehmen kannst.

LG Tom
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