Ist mir noch zu helfen?

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Schwarzseher
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Registriert: Sa 10. Feb 2007, 18:37

Ist mir noch zu helfen?

Beitragvon Schwarzseher » Sa 10. Feb 2007, 19:29

Hallo ihr!

So... ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, es ist einfach zu viel und mir fehlen auch mittlerweile die Worte mein Problem zu beschreiben... und das Durchhaltevermögen.

Ich reiße es einfach mal ganz kurz an:

Vor ca. 7 Jahren begann meine Odyssee und als Einleitung poste ich mal einen Beitrag:
Geschrieben von Forgot am 21. September 2000 23:33:46:

Hi!
===
Ich bin 16 Jahre alt und habe ein mehr oder wenig kleines Problem.Und zwar ich kann etwas nicht vergessen.Ein Kumpel sagte mal auf der Straße:"guck aml, da ist deine Freundin" und zeigte dabei auf ein dickes schwarzes Mädschen, welches ich nich leiden kann.Schon seit 2 Monaten fast 2 Monaten kann ich das nicht vergessen.Ich kennke immer daran.Wenn ich aufwache, ist sofort dieser Gedanke da.Das macht mich verückt,weil wenn ich an meine Freundin denke, dann auch meistens an diese Situation denke.Der Gedanke lößt dann noch weitere Gedanken aus.Wenn ich irgendwelche für mich unangenehme Personen sehe, bringe ich das dan meistens mit in diesen Gedanken ein.Dieser Gedanke ist so ein blödes Gefühl.Mmeine Stimmung ist total am Nullpunkt, wenn ich alleine bin.Ich kann nur vergessen wenn ich stark abgelenkt werde oder bei meiner Freundin bin.Aber ich bin nicht immer von Menschen umgeben.In diesen Situation der Einsamkeit beschäftige ich mich manchmal sehr intensiv mit diesen Gedanken.Da kommt das richtig zu emotionalen Ausbrüchen.Ich heul da die ganze Zeit und lauf sogar manschmal im Raum hin und her und sage zu mir: "Ich hab doch garnichts gemacht" oder sag halt einfach irgendwas.Von meiner Sicht her, denke ich, daß ich eine psysische Störung hab.Vergessen ist mein größter Wunsch zur Zeit.Ich brauch unbedingt Hilfe. Allein werde ich nicht damit fertig.Ich wär sehr dankbar für Beitrage.Wenn jemand so´n ähnliches Problem hat, dann kann er/sie das hier ruhig mit hinschreiben.

Ich bedanke mich schonmal im voraus.
CU

Geschrieben von Forgot am 22. September 2000 14:19:49:

Als Antwort auf: Re: Kann etwas nicht vergessen geschrieben von K r i t am 22. September 2000 13:02:30:


Danke für die schnelle Antwort.

Das Mädchen hat das nicht gehört.Als mein Kumpel das gesagt hat, hab ich nur "A..." zu ihm gesagt. Das schlimmste an diesen Gedanken ist, daß wenn ich an meine Freundin denke auch gleichzeitig an den anderen Gedanken denken muß. Jedenfalls bin ich dann nach hause gegangen und hab noch drüber nachgedacht. Ich dachte eigentlich nur hoffentlich vergesse ich das wieder. Genau das Gegenteil ist eingetreten. Jeden morgen ist das im Kopf. Ich bin noch nicht mal ne Minute wach und schon ist er da. Seit dem hab ich auch merkwürdige träume. Zweimal hab ich schon geträumt, daß ich fremdgegangn bin. Ich möchte einfach nur meine Freundin denken können, ohne an irgendwelche anderen Personen denken zu müssen. Ich hab mir schon aml überlegt, wie ich diesen Gedanken wieder los weren kann: 1. durch verdrängen (klappt aber nur teilweise) - 2. Das aller krasseste: Mich umbringen (Das ist so stumpfsinnig. Da hab ich schon angst vor mir selbst gekriegt.Keiner muß sich für so´n SCHEIß umbringen. Das hab ich aber schnell hinter mir gelassen.) - 3. Mit meiner Freundin schluß machen (Was ich aber niemals tun würde, weil ich sie liebe.
Ich hab mit meiner Freundin darüber geredet, als ich ihr die Lößungsmöglichkeiten ganannt hab, hat sie am ende auch geheult.Ich übrigens auch, weil ich sie auf keinen Fall verlieren möchte. Meinen Kumpel hab ich mal auf diese Bemerkung angesprochen, da ich hofft dann endlich meine innere Ruhe wieder zu bekommen. Er wußte nicht´s mehr davon. Am liebsten hätt ich ihn paar in die Fresse geschlagen (Entschuldigung für meine Wortwahl, bringt aber besser meine Gedanken rüber). Hat aber auch nicht funktioniert. Ich hatte es mal ne Zeitlang vergessen. Aber wir (ich, mein Bruder und mein Vater) fuhren dann zu einem 3 Tägigen Konzert. Mir war da so langweilig und ich hab meine Freundin wahnsinnig vermißt. Ab diesen Zeitpunkt ging es eigentlich nur noch Berg ab mit mir (seelisch).Ich hab dann an mir selbst gezweifelt, ob ich noch normal bin? Nochmal zur Entstehung des Gedankens. Ich war mal abends noch spät bei meiner Freundin. Wir sind dann zum Bus gegangen, der aber nich kam. Sie wollt mich nicht so spät nach hause lassen und sie hat gesagt, daß ich bei ihr schlafen könne, was ich auch tat. Morgens, als wir noch so vor uns hindösten hab ich sie angesehen und gedach, wie wunder schön sie doch ist. Aber aufeinmal hab ich mich an diese Situation erinnert und mir gedacht warum hat er das bloß gesagt. Ich konnte das nicht verstehen. Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen könnte um endlich zu vergessen. Vieleicht geht´s ja mit der Zeit weg. Man kanns nur hoffen. Oder eben ich geh zum Seelenklemptner (ich dachte, ich muß das nie ein meinen Leben tun). Wenn ich mal an nichts denke, gehts in meinen Kopf da war doch irgendwas und schwupps ist es wieder da. Da denk ich mir wieder ohh jetzt haste´s mal vergessen. Wahrscheinlich wühl ich das immer wieder auf.

Ich hoffe das ist etwas ausführlicher. Bin dankbar für jede Hilfe.

CU


Was ich das als schlimm empfunden habe, würde ich mir jetzt am liebsten zurück wünschen. Im Vergleich zu meiner jetzige Situation wäre das ein angenehmes Gefühl... Aber es war trotzdem sehr schlimm zu jener Zeit.

Mit meinen Problemen begann ich aus Verzweiflung an zu rauchen, zu trinken und zu kiffen, alles innerhalb eines halben Jahres... Wobei ich mehr gekifft hab, als zu trinken... Es hat mir auch zu der Zeit geholfen diesen Zustand zu ertragen, ich fühlte mich wieder lebendiger und mein leben machte mir wieder Spaß.

2001 bin ich dann wegen meiner Lehre nach Halle gezogen. Ich freute mich richtig auf diese Erfahrung. Dort wurde dann aber alles schlimmer, weil ich aus langeweile anfing mich zu bekiffen... Ich kam von der Arbeit Heim und das erste was ich machte, war einen Kopf zu rauchen... Das war mein einzigstes Ziel jeden gottverdammten Tag. Ich wollte einfach nichts mehr mitkriegen von meiner Umwelt... Ich war unfähig Kontakte zu knüpfen und wenn ich doch mal jemanden kennenlernte, wollte ich den Kontakt nicht halten... Langsam drehte ich dort durch, ich fing an mit mir selbst zu erzählen, ob laut oder in Kopf. Ich stand jeden Tag mind. 2 h vorm Spiegel und hab mit meinen Spiegelbild rumgealbert, halt fratzen gemacht usw. Dann bekamm ich noch einen Waschzwang, Kontrollzwang und ich musste mich andauerend auf der Straße umdrehen, obwohl ich nicht wollte. Beim Händewaschen hab ich jeden Finger einzeln gewaschen und wenn ich dann ausversehen einen Finger zuviel abgewaschen hab, musste ich alles noch 2 mal wiederholen. Also insgesammt 3 mal. Und wenn ich dann nochmal einen Finger abgewaschen hab, musste ich alles insgesamt 9 mal wiederholen usw... Aber inzwischen hab ich das unter Kontrolle. Ich war nicht in der Lage mich um meinen Haushalt zu kümmern oder um irgendwelche Behördengänge, genauso wenig konnte bzw. kann ich nicht mit Geld umgehen... Meine Wohnung war total verdreckt, manchmal hab Monate lang nicht einmal aufgeräumt. Spätestens da hätte ich einsehen sollen, dass ich noch nicht bereit bin ein eigenständiges Leben zu führen... Wenn ich in der Straßenbahn unterwegs auf Arbeit oder nach hause war, dachte ich, alle Leute würden mich und mein erbärmliches leben kennen. Ich schämte mich richtig, so als würden die mich alle kennen, wissen wo ich wohne und was ich den ganzen Tag mache... Am schlimmsten war es in meiner Nachbarschaft, sobald ich die Wohnung verlassen hab, war ich wie benebelt, so ähnlich wie besoffen sein... Naja egal, an so viel kann ich mich aus dieser Zeit nicht mehr erinnern... Es ist wie ausgelöscht. Gut, ich überspringe jetzt mal 2 Jahre:

Als ich mit der Lehre fertig war, bin ich gleich wieder zurück in meinen Heimatort gezogen. Ich hab mir vorgenommen ein Jahr lang zur Selbstfindung und zur Erholung arbeitslos zu machen.... Aber im Endeffekt hab ich mich doppelt so weit von mir selbst entfernt... Seit 2002 hatte ich eine Freundin und gegen Ende meiner Lehre verliebte ich mich in ein anderes Mädchen... Ich brachte es nicht fertig mich von meiner damaligen Freundin zu trennen, unbewusst hab ich versucht sie zum schlussmachen zu bewegen. Das ganze ging ca. 1 Jahr... Nachdem Schluss war, bin ich richtig aufgelebt. Ich war offener wie nie zu vor, kommunikativ war ich für mein Empfinden am Höhepunkt. Ich konnte, ganze Gruppen unterhalten, und jeden so manipulieren wie ich wollte. In dieser Phase hab ich dann auch 3 mal Cristal gezogen und dazu gekifft... ich glaub all diese emotional belastenden Dinge haben dann das Fass zu überlaufen gebracht. in den letzen 2 Tagen meines alten Lebens war ich so glücklich wie nie zu vor, ich mochte alles und jeden, hatte keine Vorurteile mehr usw. Ich dachte, dass ich endlich alles Schlechte hinter mir gelassen hab. Aber am Ende des letzen Tages beschlich mich so ein komisches Gefühl, als wäre ich grad nur im Auge des Sturms. Und es war so eine Weltuntergansstimmung... Ich hatte was geraucht und ich hab mich einfach nur werkwürdig gefühlt. Ich konnte keinen mehr in meiner Gegenwart ertragen und wollte nur noch meine Ruhe haben. Da bin ich runter zu meinen Bruder ins Zimmer und er machte da so eigenartige Dinge. Er stellte alles im Zimmer anders hin z.b. hat er ein paar Stäbe am Tischrand parallel zu einander hingelegt und stellte die Fernbedienungen aufrecht an die andere Seite des Tischs uvm. Er meinte er will die Reaktionen der anderen darauf testen. Dann fing er an zu erzählen er habe sich mit seiner Schizophrenie abgefunden. Er schaute einen da immer so eindringlich in die Augen und versucht einen dann irgendwelchen unnachvollziehbaren unsinn zu erklären. Da bekam ich Angst um meinen Bruder, weil er da wirklich immer so ein Blödsinn redet, wenn er bekifft ist. Man kann das einfach nicht nachvollziehen und wenn man nachfragt, weil man was nicht verstanden hat, was eigentlich immer der Fall ist, beginnt er mit was völlig andrem. Auf einmal ging es mir richtig schlecht... Meine Hände sahen so komisch aus und die Bewegungen, die sie machten kamen mir fremd vor. Aber nicht fremdgesteuert. Irgendwie ist das wohl ein Filter in meinen Kopf kaputt geganen, der einen die eigenen Bewegungen auch als die eigenen vorkommen lässt. Ich sagte dann nur noch zu den andren, dass sie mich, wenn ich mich absofort komisch verhalte, einweisen sollen. Irgendwann bin ich dann nach hause gegangen, weil ich dachte, das schlaf mir jetzt helfen würde. Nachts bin ich dann immer total verwirrt aufgewacht und wusste ein paar minuten nicht wo ich bin... 2 wochen lang hab ich pro nacht vielleicht 3 stunden geschlafen... Die ersten beiden Tage hab ich noch gekifft, aber als ich am zweiten dann Verfolgungswahn bekam, hab ich aufgehört. Ich dachte wirklich, dass mich die Chinesen aus dem Chinarestaurant, in dem ich mir kurz zuvor krabbenchips geholt habe, töten wollen... und ich dachte das esses sei vergiftet. Ich hatte auch keinen Bezug mehr zu meinen Freunden, sie waren mir richtig fremd und sahen merkwürdig aus. Genauso merkwürdig wirkte auch meine Umgebung auf mich. Ich glaube, dass man das Derealisation und/oder Depersonalisation nennt. Solche akuten Phasen hatte ich schon mehrfach in meinen Leben, das erste mal mit 8, dann mit 12, mit 15, dann wieder mit 16 und ab da an immer mal wieder... Die Phasen in meiner Kindheit, in den es mir grundlos richtig beschissen ging, hielten immer so einen Monat an, verschanden dann aber wieder völlig... Die ersten wochen kamen immer alle paar stunden schübe, in denen ich mir richtig verloren und einsam vorkam, totale verzweiflung, das Gefühl jeden moment zu verrecken und mein Nacken fühlte sich immer nass an...

Seit 2005 quält mich ein Zustand, den ich nich wirklich beschreiben kann... Ich sage immer, dass sich alles dickflüssig anfühlt. Mir kommt es so vor, als würde mein Verstand degenerieren, als würde ich mit jedem Tag dümmer werden. Ein jahr lang war ich nicht mehr fähig ein vernünftiges Gespräch mit jemanden zu führen. Wortfindungstörungen und so weiter plagen mich immer noch. Jedenfalls denke ich, dass ich mich früher besser ausdrücken konnte, als jetzt. Und mich ausführlich mit irgendeinem Thema auseinander zu setzten fällt mir immer noch schwer. Als könne ich nicht mehr so komplex denken wie damals... Ich hab mich sehr viel mit dem Universum usw beschäftigt und bin zu erkenntnissen gekommen, zu denen ich heute nicht mehr kommen könnte. Mein Gedächtnis funktioniert auch nicht mehr so, ich bin übelst vergesslich geworden. Manchmal weiß ich nicht mal mehr was ich den letzten tag gemacht hab. und an noch weiter zurückliegende Tage kann ich mich ohne Hilfe nicht erinnern...

Irgendwann hab ich selbst eingewiesen, bin aber nur einen Tag geblieben aus Angst, dass man mich dort kaputt machen will. Diagostiziert hat man ja auch eine Paranoide Episode, durch Drogen induziert... Gleich am ersten Tag haben die mich gefragt ob ich nich an einer Studie teilnehmen möchte, bei der gewisse Gehirnfunktionen von Patienten mit einer Schizophrenie, die beim Lösen von leichten Aufgaben ablaufen, mittels CT aufgezeichnet werden sollen... Ich lag dort eineinhalb stunden drin, weil ja auch noch was zufällig kaputt war am gerät. Ich bildete mir ein die Magnetfelder würden mein Gehirn kaputt machen, aber ich wollte nich auffällig wirken, in dem ich abbrech. So hab ich wenigstens versucht die ergebnisse zu verfälschen. Man sollte nämlich nicht, an irgendwelche anderen sachen denken und nichts bewegen. Ich hab mir dann irgendwelche gebilde vorgestellt und die in meinen Gedanken immer wieder verändert... Im Nachhinein betrachtet, würde ich sagen, dass das wohl auch ein leichter anfall von verfolgunswahn war. Aber man kann doch nicht mit einem Menschen solche Tests machen, der grad in einer akuten phase steckt. Ich hab mich dort mit den anderen patienten unterhalten und bei keinem wurde solch ein test durchgeführt, obwohl alle dort, laut schwester schizophren waren und genauso gut für diesen test geeignet waren wie ich... egal.. ich bekam angst und hab den arzt gesagt, dass ich heim will und ich nicht glaube, dass man mir hier helfen könne, und vor allem nicht mit Medikamenten...

Monate vergingen und ich fühlte mich langsam besser. Ich hab mich dann auch wieder bereit gefühlt einer regelmäßigen Beschäftigung nachzugehen... Ich wollte auf einer Fachoberschule mein Fachabi machen und alles schien gut zu laufen, doch dann nach einer Tasse starken Kaffes, wurde mir wieder so komisch. Es kem mir so vor als hätte mein Gehirn kurz ausgesetzt und meine Hände sahen auch wieder so komisch aus... Mein kopf fühlte sich so an, als würde die hälfte fehlen... Bin darauf hin zu einem Psychiater gegangen, der mir dann Seroquel verschrieben hat. War dann auch ca 2. monate, auf das drängen meines Psychiaters hin, in einer Tagesklinik. Dort wurde die Dosis dann schrittweise auf 300 milligramm erhöht... Am Ende, weil ich mich nicht so gefügt habe, hat man mich aus der Tagesklinik entlassen. Ich war mit der Vorgehensweise der Psychiaterin nicht einverstanden, da man von ihr wie ein idiot behandelt wurde. Ich erählte ihr, dass ich manchmal das Gefühl habe, die Gadanken anderer lesen zu können... Darauf hin schaute sie mich mit ein wenig zusammengekniffenen augen an und fragte mit ihrem bulgarischen akzent: "Können sie meine Gedanken lesen?" ... Ich: "Wollen sie mich verarschen, so brauchen sie nicht mit mir zu reden!"... Das hat die dann trotzdem noch ein paar mal versucht. Ich hab auch versucht den ärzten beizubringen, dass das Seroquel extreme Nebenwirkungen hervorruft. Manchmal beim Einschlafen hörte ich auf einmal Stimmen und mein Kopf spielte absolut verrückt. Was nur in dieser Itensität auftrat, wenn ich seroquel genommen habe... Letztendlich hatte ich angst vor diesem Medikament und hab es weihnachten einfach abgesetzt... Ich weiß, dass man das nicht machen sollte, aber ich hab es nicht mehr ertragen. Lieber wollte ich wieder so klar kommen...
Bis jetzt ging es wieder aufwärts, bin auch wieder aus mir rausgekommen und ich konnte wieder richtig gut kommunizieren und bneflügelnde gespräche führen... Wahrscheinlich werde ich immer, sobald es mir besser geht, übermütig... Hab mich nämlich letzten Samstag zu ner Bahn Koks hinreißen lassen, die dann wieder so komische gefühle in mir verhorgerufen hat. Dann ging es wieder... 2 Tage später hab ich mit nem kumpel was unternommen und hatte die nacht nur 4 stunden geschlafen... Am abend ging es auf einmal wieder los, dass mein Kopf kurz aussetzte und ich mich wieder komisch fühlte... Seitdem gehts mir wieder schlechter und ich hab angst durchzudrehen...

Ich entschuldige mich für meine so unstrukturierte und verworrene Schreibweise. Es gäbe noch so viel, was dazu gehört, aber ich hab keinen nerv mehr dazu.

So, jetzt ein paar fragen:

Sollte ich lieber weiter die Medikamente nehmen? Wäre es besser mich stationär behandeln zu lassen oder doch ambulant?
Gibt es alternativen zur medikamentösen behandlung?

Ich brauche jeden erdenklichen Ratschlag, der mir aus meiner Situation raushelfen könnte... Bitte, ich hab bald keine Kraft mehr.

Danke schonmal im voraus...
Aus der Trübnis kam eine Stimme und sagte: "Lächle und sei froh, es könnte noch schlimmer kommen". Ich lächelte und war froh... und es kam schlimmer.

lucia22
Beiträge: 9
Registriert: Sa 20. Jan 2007, 17:40

wenn du dir helfen lässt

Beitragvon lucia22 » So 11. Feb 2007, 17:09

hallo,
vielleicht liesst du das hier ja und es hilft dir weiter. Ich würde dir vorschlagen, dich noch einmal einzuweisen und das Krankenhaus erst zu verlassen wenn es die Ärzte empfehlen. Dein Misstrauen ihnen und den Medikamenten gegenüber hängt mit der Schizophrenie zusammen. Sie können dir aber helfen wenn du mit ihnen zusammenarbeitest, das heisst Medikamente nehmen, den Ärzten sagen, wie sie deiner Meinung nach wirken. Und wenn sie dir die Medikamente trotzdem weiter geben kann es sehr gut sein, dass deine Ansicht, die Stimmen kommen von den Medikamenten so wie du es beschrieben hast falsch ist. Ich hatte auch noch Stimmen und Haluzinationen eine Zeit lang in der Klinik obwohl ich Medikamente nahm. Man muss die Medikamente eine Zeit lang nehmen, bis sie Wirkung zeigen. Und dann natürlich weiternehmen. Die Ärzte können dir nicht weiterhelfen, wenn du freiwillig die Klinik verläßt. Ich wünsche dir das es dir bald wieder besser geht.


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