Kreativität + Schizophrenie

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Jonas
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Kreativität + Schizophrenie

Beitragvon Jonas » Do 17. Aug 2006, 06:16

Diese Woche auf nano – dem Wissenschaftsmagazin auf 3SAT und allen 3. Programmen:

"Kreative Menschen haben schizophrene Merkmale

Zahl der sexuellen Partner erhöht sich dabei, je kreativer ein Mensch zu sein scheint

Kreative Menschen wie Künstler und Dichter teilen bestimmte Persönlichkeitsmerkmale mit schizophrenen Patienten. Gleichzeitig hätten kreative Menschen im Schnitt fast doppelt so viele Sexpartner wie andere, stellt die Studie der Universität Newcastle fest. Einige der Eigenschaften, die mit der Veranlagung für Schizophrenie einhergehen, steigerten offensichtlich die sexuelle Attraktivität und damit den Fortpflanzungserfolg, schließen die Forscher um Daniel Nettle.

Das könne möglicherweise erklären, warum erbliche Veranlagungen für Schizophrenie trotz der offenkundigen Nachteile dieser Störung nicht im Laufe der Evolution verschwunden sind ..."

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www. ... index.html
http://www.eigener-planet.de/

Miss Mudderkomplex
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zum Beitrag : Kreativität und Schizophrenie

Beitragvon Miss Mudderkomplex » Mi 4. Apr 2007, 01:20

Klingt interessant.
Allerdings wirft der kurze Abriß zu diesem Thema auf der angegebenen 3sat-Website eher mehr Fragen auf, als er beantwortet; und das entsprechende Schriftstück von David Nettle ist auf der weiterführenden Seite erst nach einer Registrierung abrufbar.

Welche ( angeblich erblichen ) Eigenschaften sind es denn nun, die "Kreative" mit "Schizophrenen" teilen und die die sexuelle Attraktivität steigern sollen ?

Zweifelhaft finde ich auch die Ergebnisse der Studie.

Zunächst einmal :
Nach welchen Kriterien wurde die Kreativitätseinschätzung der Studienteilnehmer vorgenommen ?

Außerdem:
Bei den Studienteilnehmern, die der "Auswahl von Künstlern und Dichtern" ( siehe Artikel auf der Website ) angehörten, erklärt sich die hohe Zahl der sexuellen Partner womöglich einfach dadurch, daß sie als anerkannte, bekannte und vielleicht sogar berühmte Persönlichkeiten deutlich mehr dementsprechende Angebote erhalten als Personen, die sich nicht im Rampenlicht sonnen.....( dies gilt insbesondere für Bühnenkünstler, jedoch könnte ich mir gut vorstellen, daß auch ein ( angesagter ) Bildhauer nach der erfolgreichen Vernissage ein, zwei Bewunderinnen abstaubt...genauso haben bekannte Schriftsteller/innen sicherlich auch "Fans" und darunter womöglich Groupies...)

Nur mal soviel zur kritischen Auseinandersetzung mit sogenannten wissenschaftlichen Erkenntnissen bzw. wissenschaftlichen Studien auf insbesondere diesem Sektor, die vielleicht auf falschen Rückschlüssen oder gar auf falschen Vorwegnahmen basieren.....


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