Alpträume nach exzessiven Cannabiskonsums

Hier hinein gehören spezifische Beiträge zu Suchterkrankungen sowie durch Suchtmittelkonsum hervorgerufenen psychischen Störungen
Alex99
Beiträge: 2
Registriert: Di 6. Okt 2009, 21:14

Alpträume nach exzessiven Cannabiskonsums

Beitragvon Alex99 » Di 6. Okt 2009, 21:50

Hallo erst einmal. Ich bin neu hier und hoffe auf einige Ratschläge.

Mit etwa 14 Jahren habe ich angefangen zu kiffen und mit 15 habe ich bereits täglich konsumiert. Das habe ich weitere 7 Jahre, bis vor 2 Jahren, getan. Unter anderem habe ich c.a. 1-2 mal im Jahr chemische Drogen (XTC, Amphetamine, Kokain) und Psylocibin-Pilze konsumiert. Habe dann meinen Konsum von Drogen bis auf Zigharetten, nach einem Hollandurlaub komplett eingestellt. Obwohl es "nur" um THC-Konsum ging, habe ich einige Entzugserscheinungen über 2 Monate lang durchgemacht, wovon einige 2 Jahre später immer noch zu spüren sind. Es war schon zu Konsumzeiten so, dass ich c.a. 6 Stunden nach dem letzten Konsum keinen Apettit mehr entwickeln konnte und ich ohne zu kiffen nicht mehr einschlafen konnte.
In der ersten Woche ohne Gras, hab ich am Tag höchstens eine Mahlzeit zu mir nehmen können. In den ersten 4 Wochen fand ich in der Nacht nur c.a. 2 Stunden schlaf. Spürte aber auch Keine Müdigkeit am Tag. Mindestens einmal am Tag überkam mich ein depressives Loch, wo ich mich von den Außenwelt und meiner Lebensgefährtin abschottete. Nach c.a. 30 Minuten schwenkte meine Laune von einem Momemt zum Anderen wieder komplett um. Nach den ersten 4 Wochen fiel es mir schwer meine Augen überhaupt noch aufzuhalten... ich war dennoch erfreut darüber wieder eine Müdigkeit zu spüren ohne Drogen konsumieren zu müssen. Ich schlief ständig ein, sobald ich mich länger als 10 Minuten irgendwo hingesetzt habe.

Nun nach 2 Jahren überfallen mich weiterhin noch starke Stimmungschwanken. Vorallem machen mir des öfteren Vorstellungen in meinem Kopf Probleme. Meistens auf meine Frau bezogen. Bildlich muss ich mir in meinem Kopf vorstellen wie meine Frau mich mit einem Anderen betrügt oder wie ihr jemand gewalt antut... Nach diesen Gedanken brauche ich c.a. 5-10 minuten um meine Gefühle wieder in realistische Richtungen zu bringen und von Eifersucht, Trauer oder Wut ablassen zu können, wenn sie nicht wieder von vorne beginnen.

Das größte Problem stellen aber immer noch meine Nächte da. Ich schlafe zwar und an den Wochenenden auch sehr lange (c.a. 8-10 std), aber immer schlecht. Jede Nacht habe ich Alpträume und wach mehrmals auf. Es sind meistens Träume die keinerlei Sinn ergeben, aber meist von Wut und Streit erfüllt sind... bestimmte Elemente vom Tag fließen auch mit ein. Wenn ich aufwache, hab ich meist Schwierigkeiten den Traum und meine Gefühle in Einklang zu bringen, sodass ich c.a. 1-2 mal in der Nacht aufsteh und mich hinsetze um mich zu beruhigen. Am Tag merk ich die Auswirkungen meines schlechten Schlafs durch ständige Müdigkeit.

Nun frage ich mich des Öfteren ob mit mir alles in Ordnung ist. Ob dass die Folgen von jahrelangem täglichen Mariuana-konsums sind. Was es sein könnte?

Desweiten möchte ich zu einem Psychater gehen, der aber auch Ehrfahrung hat und mich nicht gleich in die Kiste "Ehemaliger Kiffer = Shizo" steckt. Vielleicht kann mir jemand einen im Raum München (am besten Landkreis Fürstenfeldbruck) empfehlen kann.

Würde mich sehr über eure Hilfe freuen.

Alex99
Beiträge: 2
Registriert: Di 6. Okt 2009, 21:14

Beitragvon Alex99 » Fr 9. Okt 2009, 14:21

Nicht direkt... Vor dem 14ten Lebensjahr war ich ein ausgesprochener Fantasy-Fanatiker. Habe Bücher verschlungen und diverse Rollenspiele gespielt. Ich hatte im Allgemeinen zu dieser Zeit Probleme mit der Realität... Man größter Wunsch war es in eine dieser Fantasywelten einzutauchen, was mich oft sehr depressiv werden lies. Da kam das Gras gerade Recht um den ganzen drum herum zu entfliehen... Aber diese Gewaltbilder hatte ich nicht vor Augen.


Zurück zu „Sucht und Abhängigkeit (ICD-10:F1)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast