Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

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Aileene
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Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon Aileene » Mo 8. Feb 2016, 15:18

Hallo,

erstmal etwas zu mir, sodass ihr auch ein bisschen Hintergrund- Info habt (Anliegen kommt dann danach):

also ich bin neu hier und bin 22 Jahre alt. Seit ich 15 Jahre alt bin, schlage ich mich nun mit Depressionen herum. Auch meine Soziale Phobie hat da schon leicht angefangen, sich zu entwickeln .... ist aber dann erst mit 16, ein Jahr später ca., richtig ausgebrochen. Mit Panikattacken. Also es hat alles quasi mit einem Knall angefangen, mit einer Panikattacke ... und dann nahm es seinen Lauf.

Jetzt momentan bzw. mittlerweile bin ich diagnostiziert mit:

- rezidivierende Depression (meiner Meinung nach gegenwärtig mittelschwer bis schwer)
- Angststörung
- Panikstörung
- Ess- Störung (Binge Eating)

Aber ich möchte auch noch "Borderline" abklären lassen. Denn, egal wie ich es drehe und wende .... ich komme immer wieder darauf, dass ich 7 von den 9 Diagnose- Kriterien erfülle. Obwohl nur 5 erfüllt werden müssen, um die Diagnose zu erhalten. Das wäre nämlich nochmal eine ganz anderes Kaliber.

_____________________________________________

Also jetzt zu meinem Anliegen. Ich habe schon mit 16 Jahren, direkt nach meinem Realschulabschluss, angefangen im Krankenhaus zu arbeiten. Ich war auch seither immer in der Pflege und im sozialen Bereich tätig. Aber meine Soziale Phobie hat mittlerweile extreme Ausmaße angenommen, trotz Therapie und Bemühen. Aber das reicht bei mir wohl nicht. Und dadurch kam auch immer wieder die Depression zurück und die Essstörung, ich habe wieder zugenommen und schon war das Rad in Gang gebracht. Und es ging rundherum. Musste auch, wegen Komplettzusammenbrüchen ein paar Mal Ausbildungen abbrechen. Also ich halte einfach keine Ausbildung, nervlich ---> gesundheitlich durch. Ich bin motiviert, wie es die Depression eben zulässt und auch etwas darüber hinaus, und strenge mich an. Das war schon immer so, aber was soll ich denn machen, wenn die Krankheiten sich davon wenig beeindrucken lassen???!!! Sie lassen sich auch seit 7 Jahren von Therapien und Medikamenten, wenn überhaupt, nur gering und für kurze Zeit beeindrucken. Es scheint, als wäre es chronisch. Auch Kliniken haben nur für 6 - 12 Monate, höchstens, gereicht. Und schwups .... da war ich auch schon wieder unten.

Jetzt habe ich erst kürzlich wieder eine Ausbildung abbrechen müssen, weil ich schon so weit war, dass ich auf insgesamt 8 Seiten meinen Suizid und meine komplette Beerdigung geplant hatte. Ins Detail. Ich war fast schon verrückt und richtig gefangen in dieser Planung. So markarber es auch klingen mag, es hat mir Spaß gemacht und hat mich erleichtert. Hatte Spaß daran ... weil ich generell gerne kreativ plane und meinen Grabstein bzw. Urnenanlage zu designen und den Spruch zu wählen und eine schöne Urne heraus zu suchen, war einfach schön. Die Vorstellung, wie schön es aussieht, wenn es fertig ist.

Ich wäre also lieber tot gewesen, als mich noch länger der Belastung auszusetzen. Das muss man sich mal geben. Natürlich musste ich die Notbremse ziehen. Also habe ich mich arbeitslos gemeldet und gleichzeitig einen Antrag auf Reha- Ausbildung gestellt. Und einen Antrag auf Begutachtung durch den ärztlichen Dienst (Psychiater in meinem Fall) der Abeitsagentur. Hatte ich schon. Und auch das Ergebnis (was diese Frau einfach mal geschrieben hat, nachdem sie mich innerhalb einer halben Stunden abgespeist hat, weil das bei denen anscheinend so läuft, dass den ganzen Tag Leute kommen, zur Begutachtung, und alle halbe Stunde kommt der Nächste dran.) Kein Wunder kam DAS dabei raus. Sie hat mich viele Dinge nicht gefragt, die sie, laut Beraterin, hätte fragen müssen, um mich richtig einschätzen zu können, und ging dann auch noch auf mein "Nicht- Krankaussehendes" Auftreten/Äußeres ein. Wtf???? Ihr Ernst?! ... Dachte ich mir nur so. Ich bin jemand, der immer ein Lächeln auf den Lippen hat, gegenüber anderen ... aber das ist eine Maske und das habe ich ihr auch gesagt. Und das steht auch in den Klinikberichten. Und außerdem werde ich, allein schon durch meine soziale Phobie, wohl kaum ratzig und ungepflegt in die Öffentlichkeit gehen. Natürlich habe ich mich zurecht gemacht.

Also hat sie einfach mal so beschlossen, stand in dem Bericht, dass ich Zeitarbeit durchaus machen kann (also Zeitarbeitsfirma) ... Ich brauche aber Beständigkeit und Sicherheit, sonst drehe ich ganz schnell wieder am Rad !!! ... 1. Fehler dieser Frau ...... 2. Fehler, in meinen Augen: Sie hat mich auf Vollzeit- fähig eingestuft, also kann ich, nach ihrem fadenscheinigen Ermessen, 8 Stunden am Tag arbeiten. 40- Stunden- Woche. Ehhhm .... NO?????!!! ... An was bitte macht die das fest?! .... Ich bin auch einfach nur eine Nummer, die abgearbeitet werden musste. Ich, als Mensch interessiere die meisten auf dem Arbeitsamt doch gar nicht. Was ich kann und was ich nicht kann, weiß ich ja wohl besser als die. War sowieso eine unsympathische Tante. Da hab ich ein Gespür für. Und lustlos und desinteressiert war sie auch noch.

Ich bin jetzt gerade also in dieser Kacke drinne, wo ich Wischs nach Hause geschickt bekomme, die mich zwingen, mich da und da zu bewerben und wo ich zum Bewerbungsgespräch MUSS. Nur leider fängt da das Problem schon an. Ich bin zurzeit überhaupt nicht in der Lage, zu so einem Gespräch zu gehen. Ich bin völlig am Durchdrehen und am Suizidgedanken schieben, weil mir das zu viel Druck ist. Und weil ich am Donnerstag ein Gespräch bei einer Zeitarbeitsfirma habe. Ich drehe am Rädle ..... ohne Witz, es ist nicht mehr feierlich. Ich fühle mich gefangen und genötigt .... und ich fühle mich nicht verstanden und auch nicht wirklich ernst genommen.

Um wenigstens eine Chance auf eine Reha- Ausbildung zu bekommen, MUSS ich, so stand es auch im Bericht, noch eine Klinische Reha machen. Denn, meine "Therapiemöglichkeiten wurden noch nicht zur Genüge ausgeschöpft". Wo dann auch festgestellt werden kann, inwiefern ich Anspruch auf "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" habe. In einer Tagesklinik oder so. Also ...... warum muss ich mir eigentlich jetzt diesen unnötigen Stress machen, der mir im Moment einfach nur schadet und mein Leben gefährdet, wenn ich doch sowieso in der nächsten Zeit in eine Klinik soll ??!! .... Warum muss ich da unbedingt noch einen Job dazwischen quetschen, nur um dann nach einem Monat Arbeit wieder zu kündigen, weil die Klinik auf der Matte steht. Durch meine Soziale Phobie und deren Ausmaß habe ich mehr als nur Angst und Probleme, hinzugehen. Ich bin, schlichtweg, nicht in der Lage dazu. Es geht überhaupt nichts. Es ist ein Wunder, dass ich überhaupt noch ein einigermaßen akzeptables Gesicht habe. Denn ich kratze mir bei Stress und Anspannung und wenn es mir schlecht geht im Gesicht herum, bis es blutet. Auch am Rücken und an den Armen. Alles völlig vernarbt. Und das ist auch wieder extrem, gerade.

Ich habe in meinem Leben (mit 22) sicherlich schon an die 100 Bewerbungen, ohne Witz, geschrieben und war schon bei mindestens 30 Bewerbungsgesprächen. Und ich habe NIE auch nur eins davon abgesagt. Ich bin immer brav hingegangen usw. egal wie es mir ging. Aber es hat sich sehr sehr verschlimmert, sodass es jetzt eben an Grenzen stößt. Bzw. bin ich auch damals schon an Grenzen gestoßen .... aber jetzt sind die Grenzen einfach schneller und mit hartem "Aufprall" erreicht. Und ich habe immer wieder was gefunden. Aber ich habe nur Erfahrung im sozialen Bereich und bewerbe mich aber für Verkauf und Produktion. Ich habe durch die Erkrankung Lücken im Lebenslauf ... usw. ..... wie dem auch sei.

Ich habe am Mittwoch einen Arzttermin und werde mich, ich hoffe der Arzt versteht das auch (Allgemeinmediziner), krankschreiben lassen. Und dann werde bzw. sofort dann werde ich mich um den Klinikaufenthalt kümmern. Ich habe mich über die Wartezeiten diverser Kliniken informiert und die liegen zwischen 2 und 4 Wochen. Und so lange werde ich mich schon mal um meine, momentan leider nicht vorhandene, Gesundheit und um die Klinik kümmern. Auch, wenn mir diese Anrufe auch große Probleme bereiten. Und dieses aktive "drum kümmern". Ich kümmer mich größtenteils alleine, weil ich selbst strikt darauf bestehe, dass meine Eltern mich das allein machen lassen. Und ich fühle mich in diesem Bereich viel mehr in der Lage, etwas schaffen zu können. Aber so, mit Arbeitsamt- Vermittlungs- Zwang und diese "Drohungen" von wegen Sanktionen usw., kann ich nicht .... . Auch durch traumatische Erfahrungen mit Abwertung in der Kindheit (sehr viele Erfahrungen ... bis heute) KANN ich viele Dinge nicht, ohne dabei durchzudrehen. Es löst sofort eine Kette aus Verschlimmerungen aller Symptome aus. Bis hin zum Suizid bzw. zur Planung dessen.

Ich habe vor allem Probleme in der Praxis. Theorie war ich sogar Kursbeste. In allen Klausuren ( 6 Stück im ersten Block) lag ich zwischen 1,0 und 1,5. Ich glaube, dass ich durch eine rein theoretische Ausbildung gut kommen würde. Die Traumatischen Erfahrungen lösen die soziale Phobie aus und diese Erlebnisse waren nun mal Erlebnisse von Abwertung und Bewertung durch Kontrolle und Beobachtung (von meinem Vater). Und das war nun mal "Praxis", wenn man so will. Dadurch ist mein Gehirn in solchen Situationen einfach überhaupt nicht in der Lage, richtig zu arbeiten. Und prompt bringt mir alles, was ich eigentlich kann, nichts mehr, weil ich das Wissen, das ich habe, in meinem Gehirn nicht abrufen kann. Da ist alles durcheinander und ich vergesse alles usw. Es sieht dann für den Beobachter höchstwahrscheinlich aus, als hätte ich keine Ahnung von dem Beruf. Dabei habe ich über 5 Jahre Erfahrung und durchweg äußerst positive Zeugnisse von Arbeitgebern bekommen. Wie soll ich praktische Prüfungen bitteschön machen ???!!!!!

Morgen habe ich ein, für 5 Stunden (Yippiiiehhh) angesetztes, Psychologen- Gespräch beim Arbeitsamt und da bin ich mal gespannt, ob die Dame besser ist, als die Psychiaterin. Und was da überhaupt abgeht. Ich weiß nur, dass ich das da ansprechen werde, auch wenn es sich dabei eher um die Ausbildung dreht, als um den Zwischen- Job. Aber trotzdem. Ich hoffe, dass sie Verständnis hat. Und, dass sie mir irgendwie da weiter helfen kann. Und wenn es nur ist, dass sie etwas schreibt, ihren Kollegen oder so. Keine Ahnung.

Eins steht fest .... ich werde es so machen, wie ich es mir vorgenommen habe. Und wenn der Arzt meinen sollte, er müsse mich nicht krankschreiben, dann werde ich trotzdem nicht hingehen. Auch, wenn es Sanktionen gibt. Dann verzichte ich auf das Geld. Da ich ja noch zu Hause lebe und Kindergeld von meinen Eltern überwiesen bekomme, brauch ich das Geld nicht zwingend, um zu überleben (meine Eltern unterstützen mich, so gut sie können). Außerdem habe ich noch genug Geld auf dem Konto, weil ich ja auch gutes Gehalt bekommen habe bei der letzten Stelle + keine Miete zahlen. Und ich werde darum kämpfen, dass ich Hilfen bekomme. Ich habe mich jetzt die ganzen Jahre seit ich 16 bin allein durchgekämpft, ohne besondere Hilfe vom Arbeitsamt und habe immer und immer wieder von vorne angefangen und bin immer wieder arbeiten gegangen. So oft ich auch unten war, bin ich direkt nach Klinikaufenthalten wieder an die Bewerbungen gesessen. Makellose, designte Bewerbungen usw. Mühe pur. Deshalb habe ich immer sehr schnell wieder etwas gefunden. Weil ich gut rüberkomme und gute Bewerbungen schreibe. Aber jetzt ist halt einfach, anscheinend, Ende im Gelände. Die werden ja wohl einer 22- Jährigen, seit Jahren psychisch kranken Person die Hilfe anbieten können, die sie braucht. Der Witz ist ja ..... ich bin sicherlich nicht die Einzige, die das Problem hat .... aber irgendwie stellen die sich beim Arbeitsamt so an, als wäre ich die erste Person, die in der Hinsicht nach Hilfe fragt/sucht. ***"Oh das weiß ich nicht, da müssen Sie sich dahin wenden!" ... Wendet man sich dann "dahin", kommt: "Oh das wissen wir auch nicht, dass müsste Ihre Beraterin ihnen sagen können!" ... Nur blöd, dass die Beraterin mich ja, mit den Worten (siehe ***) an die verwiesen hat, die mich quasi wieder zu der Beraterin schicken wollen. Also echt ... Sowieso nur Theater mit dem Arbeitsamt.

Was haltet ihr davon ???!!!! Also zum Einen von meiner Entscheidung, es so durchzuziehen, wie es für mich bzw. meine Gesundheit am Besten ist. Und das weiß ich immer noch am besten. Zum Anderen von der Sache mit dem Arbeitsamt .... schreibt einfach, was ihr von dem Ganzen denkt. Ich habe irgendwie auch Angst, dass einer von Euch denken könnte, dass ich irgendwie faul bin oder so. Aber, wenn man sich ansieht, was ich alles schon gemacht habe und gearbeitet habe, müsste man eigentlich darauf kommen, dass ich es nicht bin. Ich bin einfach nur, so scheint es, am Ende meiner Möglichkeiten, in der Hinsicht, angelangt. Nach 7 Jahren. Ich habe unter diesen Umständen meinen Abschluss, meinen Führerschein gemacht. Ich bin 16 damit geworden, ich bin 18. damit geworden. Und die meiste Zeit gearbeitet. Immer bis zu dem Punkt, wo es eskaliert ist. Und erst dann habe ich, gezwungenermaßen, den Gang zum Arbeitsamt gewagt.

Was würdet ihr mir raten? Gibt es auch andere Möglichkeiten, Unterstüzung in Sachen Ausbildung zu bekommen? Da muss es doch was geben. Es gibt doch auch etwas für behinderte Menschen, dann sollte es auch was für psychisch kranke Menschen (Jugendliche und junge Erwachsene) geben, die zwar krank sind aber "noch" nicht krank genug, um als seelisch behindert zu gelten.

Danke schonmal ... ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich in diesen Thread gehört, aber ich denke schon. Einen passenderen habe ich nicht entdeckt. Grüße ... Aileen

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Su Wang
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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon Su Wang » Di 9. Feb 2016, 16:33

Hallo Aileene,

Nein, ich hab's nicht durchgelesen. Für sowas (ge-)brauch' ich mein Vorleserprogramm. Da wird's durch die billige Stimme, die einem den Text dann vorliest, nochmal extra monoton.

Du wirst sicher auch nicht erwarten, daß jemand da nun auf einen jeden der von Dir aufgeführten Punkte eingeht.

Du fragst, was davon zu halten sei, wenn die Dich bei diesem bevorstehenden Gespräch am Mittwoch nun auch wieder keinen Dir passend erscheinenden Weg aufzeigen würden, und Du also Dich denen damit dann auch nicht länger zur Verfügung halten würdest ...

Deine Empfindungen sind zunächsteinmal völlig richtig: Vor den "Schalterfenstern" der staatlichen Job-Vermittluner - ... es sind ja "Büros", aber eben genausogut könnten sie die "Bittsteller" da auch an Schaltern abfertigen -, vor denen bist Du nur eine Nummer. Sie schauen, ob Du zu etwas passen könntest, was sie frei im Angebot hätten.

... und wer nicht paßt, wird passendgemacht mit irgendwelchen Maßnahmen und Ausbildungen dann.

"Ausbildung", dies ist im Prinzip auch der Kern der ganzen Sache jetzt:

Eine Soziale Phobie wird regelmäßig von den Schwierigkeiten ausgelöst, die jemand in seinem Job bemerkt, daß er welche hat oder schleichend bekommt jedenfalls. Der Rückzug ist im Grunde einer von allen Dingen, mit denen man nicht wirklich zurechtkommt. Das kann bereits mit der Wahl des Berufes und entsprechend falschen Vorstellungen von den eigenen Fähigkeiten zusammenhängen, diesen für ein Leben lang auszuüben dann. Hierbei ist noch nicht die immer brutaler werdende Ausbeutung der Arbeitskraft mit eingedacht, was manch einer auch ganz von selber sich dazu dann noch antut, weil er es sich eben dennoch beweisen will, daß er eben nicht schwächer oder weniger belastbar - ich such' jetzt nicht noch mal; ich meine, Du nanntest es "dümmer" (in diesem Sinne erwähnt wohl) - als seine Kollegen ist.

Völlig legitim, es so von sich zu denken; sich auch "Beweise" dafür solange immer wieder zu suggerieren, bis er es selber glaubt, aber vor allem: Bis er nachher endlich wirklich nicht mehr erkennt, woran es vielleicht noch liegen könnte.

Du beschreibst gute Leistungen, die Du in Deinen Jobs noch jedesmal erbracht hattest, solides Wissen, gute Noten ...

Was Du hingegen dabei übersiehst, ist, daß jegliche Ausbildung eben auch nur die theoretische Befähigung für einen Job oder was auch immer ist.

Alles entscheidend ist, wie man darauf zugreifen kann. Dieses Erlernte, ganz besonders eben auch unter den Bedingungen, die der jeweilige Job mit sich bringt oder was ihn ausmacht, nachher existenzgewährleistend einsetzen können muß, wenn eben nicht schleichend sich all diese Dinge bemerkbar machen, sich derart ungünstig ergänzen und addieren sollen, daß irgendwann eben dieser Punkt kommt, wo man alles hinschmeißen nur noch kann.

Zu Deiner Flucht rechne bitte auch, was Dir da für "ausgestaltete" Suizidgedanken entstanden sind. Weiter, immer weiter weg von dem, dem man sich nicht länger gewachsen sieht. Dem man sich womöglich noch nie so wirklich gewachsen gesehen hatte.

... dem in der Tat auch derjenige nicht gewachsen ist, der nur die "erste Stufe" gut schafft. Vielleicht berauscht sogar sein könnte, wie leicht ihm alles Lernen da jetzt gefallen war. Und sich aber keine wirklichen Vorstellungen dann macht, daß die Anforderungen, die ihn im gewählten Job erwarten werden, von ihm eben nicht erfüllt werden können.

Solche Dinge solltest Du vielleicht mal besser "Durchspielen". Und dann im Nachgang jetzt vielleicht darüber erkennen (wollen), daß es sich genauso bei Dir immer verhalten haben könnte.

Ich denke also, Dein Plan, lieber Zeit abzuwarten und solange vom Ersparten oder Ersparten Deiner Eltern zu leben, könnte nicht aufgehen, nachdem darinnen keine Änderung vorgesehen ist; keine Idee, wie dieser Dir da im Wege liegende Fels vielleicht ein Stück weggerollt werden könnte.

Wie es genau gehen könnte, kann ich Dir freilich auch nicht sagen.

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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon Laura » Mi 10. Feb 2016, 11:01

Hallo Aileene!

Ich konnte Deinen Text auch nicht in ganzer Länge ganz aufmerksam lesen, habe aber um die Stelle herum, an der Du sagst, Du möchtest das jetzt "so" durchziehen und was wir davon halten, auch nicht herausfinden können, was genau Du jetzt auf welche Art und Weise durchziehen möchtest.

Du schreibst, Du würdest noch bei Deinen Eltern leben. Würden diese Verständnis dafür haben, wenn Du mal eine kräftige Pause von mindestens einem Jahr einlegst, um Dich mal dem täglich wütenden Leistungsdruck zu entziehen? Würden Deine Eltern Dich weiterfinanzieren, wenn Du mal aus gesundheitlichen Gründen nicht tagtäglich irgendwo auf der Matte stehen kannst? Denn falls Du vom Arbeitsamt Gelder beziehst, dann kann das Arbeitsamt Dich auch prima zu sonstwas verpflichten, solange Du in auch nur irgend einer Weise als erwerbsfähig giltst.

Bei sehr jungen Leuten denkt halt alle Welt, dass da noch viel Kraftpotenzial ist und ein junger Mensch sich nicht seine Chancen "verbauen" soll, ergo wird auf jüngere Leute auch mehr Druck ausgeübt und es werden ihnen weniger Verständnis und Schonung angeboten.

Also ich hatte das Glück, dass ich mich zwischen Studienabbruch und schulischer Ausbildung mal über ein Jahr lang bei meinen Eltern einnisten konnte und "nichts" zu machen brauchte (abgesehen von zwei VHS-Kursen, einem zweimonatigem Tagesstättenbesuch und ein bisschen Jobben, was alles auf meine eigene Motivation zurückzuführen war.) Einigermaßen erholt habe ich dann wenigstens die Ausbildung durchziehen und abschließen können. Insofern ist mein Lebenslauf bis zu meinem 30. Lebensjahr noch ganz ansehnlich geblieben, obwohl ich auch schon im Schulalter psychisch erkrankt bin.

Hilfreich für mich, um die Ausbildung durchzustehen, war aber auch, eine Sozialarbeiterin vom Betreuten Einzelwohnen zur Seite zu haben, bei der ich mich Woche für Woche über die Schwierigkeiten in der Ausbildung ausheulen konnte, und die mich immer wieder motiviert hat, doch weiterzumachen. Das letzte Ausbildungsjahr wiederum habe ich dann in einem Wohnheim für psychisch Kranke verbracht, um nicht ganz alleine wohnen zu müssen (siehe Decke auf den Kopf fallen lassen), aber auch nicht bei meinen (nervigen) Eltern. Es war mir außer der "Geselligkeit" eine Erleichterung, dass mir an Haushaltsarbeit dadurch viel abgenommen wurde und der Alltag in diesem Wohnheim war mir ein Ansporn, möglichst nicht mein ganzes Leben unter solchen Umständen verbringen zu müssen.

Was auch hilfreich war, war dass die Ausbildung rein theoretisch war, also wie ein Schulbesuch. Fremdsprachensekretärin an einer staatlichen Berufsfachschule. Normale Ausbildungsdauer 2 Jahre (bei mir wurden es dann doch drei, aber dafür ist mein Abschlusszeugnis brauchbar geworden) und was Fehlzeiten angeht, noch recht kulant gehandhabt, wobei mein damaliger Psychiater aber auch sehr wohlwollend in Bezug auf Krankschreibungen war.

Was Dich angeht, so würde ich Dir wirklich wünschen, dass Dir jemand eine lange Pause zugesteht und finanziert, denn im Moment resultieren Dein Eifer und Dein Pflichtbewusstsein nur in vielen Abbrüchen. Je mehr Misserfolge, desto schneller eilt die Resignation oder einfach die totale Erschöpfung herbei.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon fluuu » Fr 12. Feb 2016, 14:14

Hallo,
habe den Text aufmerksam gelesen, ein wunderbarer Kabarettext, sehr unterhaltsam aber um das schwierige Thema
psychische Betroffenheit auf seriöse Art zu behandeln völlig ungeeignet.
Wäre ich Gutachter und würde diesen Text bekommen als Anhaltspunkt, ich würde sofort arbeiten schicken
denn ich würde mich von hinten bis vorne verscheißert fühlen.
Das ist nicht der Text eines seelisch beeinträchtigten Menschen, jemand der Schmerzen hat und einen Leidensdruck,
das ist der Text von jemanden der sich darüber lustig macht und wenn Du Dich mit diesen Symptomen in dieser
Art über Dich selber lustig machst, dann ist die Persönlichkeitsstörung zwar gewaltig aber da ist Arbeit die beste Therapie.
Die meisten psychisch behinderten Menschen gehen arbeiten, was sollen sie auch machen, zuhause rumsitzen ist
noch schlimmer und sich selbst beschäftigen können sie sich meist nicht. Wenn der Zug abgefahren ist selbstständig
etwas gegen die Krankheit zu unternehmen für die Gesundung, dann braucht man keine Zeit dafür und verbringt den
Tag am sinnvollsten mit einer Angestelltentätigkeit.
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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon Su Wang » Sa 13. Feb 2016, 10:17

Hallo,
habe den Text aufmerksam gelesen, ein wunderbarer Kabarettext, sehr unterhaltsam aber um das schwierige Thema
psychische Betroffenheit auf seriöse Art zu behandeln völlig ungeeignet.
Wäre ich Gutachter und würde diesen Text bekommen als Anhaltspunkt, ich würde sofort arbeiten schicken
denn ich würde mich von hinten bis vorne verscheißert fühlen.
Das ist nicht der Text eines seelisch beeinträchtigten Menschen, jemand der Schmerzen hat und einen Leidensdruck,
das ist der Text von jemanden der sich darüber lustig macht und wenn Du Dich mit diesen Symptomen in dieser
Art über Dich selber lustig machst, dann ist die Persönlichkeitsstörung zwar gewaltig aber da ist Arbeit die beste Therapie.
Die meisten psychisch behinderten Menschen gehen arbeiten, was sollen sie auch machen, zuhause rumsitzen ist
noch schlimmer und sich selbst beschäftigen können sie sich meist nicht. Wenn der Zug abgefahren ist selbstständig
etwas gegen die Krankheit zu unternehmen für die Gesundung, dann braucht man keine Zeit dafür und verbringt den
Tag am sinnvollsten mit einer Angestelltentätigkeit.
Diesen Beitrag finde ich nachgerade eine Unverfrorenheit.

Absolut "untalentiert", um es mildestmöglich auszudrücken. Noch dazu, wenn der Herr Gutachter, selbstberufener oder erträumter, was soviel wie dasselbe wäre, hier dann eine Persönlichkeitsstörung, gleich auch noch eine "gewaltige", diagnostizieren zu sollen meint.

So wird das Forum nicht punkten können, wenn arglose Neu-User gleich schon mal auf die Weise dann angestänkert werden.

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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon fluuu » Fr 19. Feb 2016, 13:48

Su Wang wenn ich mich an Dich Schreibwütige und Internetsüchtige wende sage ich Dir bescheid aber bei anderen Texten
halte Dich mit Deinen primitiven Geschwätz raus, Deine schwer kranke Sicht und Kommentare interessieren da nicht.
Ich weiß was ich tue, warum ich es tue und bin auf die Konsequenten gewappnet aber es versuchen Dir verständlich zu machen ist wahrscheinlich sinnlos deshalb versuche ich es hier nicht.
gruß fluuu

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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon Su Wang » So 21. Feb 2016, 03:20

Ich kann mich ja nichteinmal freuen, getroffen zu haben.

Aber mehr als einen solchen, Dich selber entlarvenden Kommentar hätt' ich mir nicht erhoffen können.

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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon mamschgerl » Di 24. Mai 2016, 09:08

uff....ich muss immer wieder staunen, über welche sachen ich hier falle, wenn ich die foren so durchstöbere.
am besten "gefällt" mir sowieso immer wieder der meister fluu, der online psychosolziale beratungen geben will. warum er sich hier herumdrückt, verstehe ich wirklich nicht. hat er so wenig hilfesuchende auf seiner homepage, dass er sich nach anderen opfern in diesen foren umschauen muss?
abgesehen von den antworten hier, in denen er auch noch darauf hinweisen möchte, das geschriebene habe einen therapeutischen ansatz, den man als schreib- und internetwütige nicht verstehen könne, wau, da erkenne ich mal richtig die kompetenz, die hinter der erwiderung steht.

aber um mal auf das thema einzugehen, auch wenn ich mich "jahre" zu spät einklinke, wollte ich nur zu den verfahrensweisen der ämter und beratungsstellen bemerken, dass man sich hier eine dicke haut wachsen lassen muss.
ziehen einen die eigenen päckchen, die man mit sich herumschleppt, schon so runter, sollte man sich nicht auch noch mit dem sinn oder besser unsinn der öffentlichen stellen und deren mitarbeitern, die oft von nichts eine ahnung haben und selbst restlos mit der konfrontation echter schicksale überfordert sind, aufladen.
hier jemanden zu haben, der einem hilft, den wust von ansatzpunkten und hemmnissen zu entwirren, damit man endlich mal anfangen kann, wäre wünschenswert.
besser wäre es, vom elternhaus abstand zu nehmen, und zwar schnell.
einerseits sich einmuscheln in der gewohnten umgebung, in der einem nichts passieren kann, man keine finanziellen verpflichtungen nachkommen muss aber andererseits sich über die kontrollsucht und den ausgeübten druck der eltern abzulästern, das finde ich extrem heuchlerisch.
wenn das hauptproblem angeblich dort liegt, verstehe ich nicht, wieso man dort bleibt?

und, bevor jemand sagt, dass ich leicht reden könnte, ja, das kann ich, denn genauso habe ich es gemacht, bevor ich endgültig mit 16 ausgezogen bin, ohne rücksicht auf verluste, denn nur so kann man mit den menschen und umständen, die einen in hilflosigkeit erstarren lassen, begegnen. man streift sie ab wie sch....
meine lehre habe ich nur geschafft, weil ich überleben wollte, ohne elterliche unterstützung, zu der das sozialamt diese auch noch verpflichtet. ( ich hätte nicht sagen können, dass ich es nicht will, das hätte niemanden interessiert, die eltern waren unterhaltspflichtig, punkt. )

vielleicht hilft es einfach, prioritäten zu setzen?
solange ich nur für mich selbst verantwortlich war, konnte ich auch so handeln, warum also hier nicht auch diese option wählen, aber bitte ohne die bemerkung, bis jetzt alleine gekämpft zu haben, denn das stimmt nicht.
alleine kämpft man erst, wenn kein zimmerchen mehr bei den eltern genutzt wird und man wirklich schauen muss, woher das geld zum überleben kommt. und eigeninitiative zeigt sich auch erst dann, wenn man eben öffentliche hilfe nur bis zu dem punkt annimmt, an dem man selbst weiterleben kann.

also, vorab die frage, ist man überhaupt schon soweit, alleine in der bösen welt klarzukommen?
denn nur dann sollte man auch diese wege beschreiten, die einen in die selbstständigkeit führen.
hat man aber noch angst vor der selbstbestimmung, muss man kläglich scheitern.

von dieser zeit meines lebens, mit dem alter des threadöffners, weiss ich leider noch viel zu viel und weiss daher genau, von was die rede ist, gerade eben mit psychischen problemen, die bei mir zwar andere waren, aber hier geht's ums prinzip.
daher, bist du bereit, dich auf null zu fahren, ohne jegliche unterstützung, sprich, ohne warmes bett und essen?
klingt hart, aber versuchs mal, dann weisst du, ob du dich sang- und klanglos ( ...vielleicht abschiedsbriefschriftlich festgehaltenen wunsch nach dem alterstypisch bis ins detail ausgefeiltem begräbnis ) verabschieden oder den wunsch nach einem eigenen leben ( egal, wie schwer und mies und grausam es auch sein wird ) wirklich duchsetzen willst?
anderen die schuld zu geben, dass man immer noch zuhause ohne perspektive rumhängt, ist zu einfach und ohne ein ziel anzugeben, auf hilfe durch aussen zu hoffen, vermessen, dann auch noch zu schauen, was man noch so findet, auf das die befindlichkeiten so passen könnten, ist der absolute hammer.

was willst du denn überhaupt?
welche krankheit gefällt dir denn am besten, such dir eine aus, damit du dich aus allem herausreden kannst, was in deinem leben schiefläuft.
borderline, psychose, wahnvorstellungen, ach da gibt's doch soviele, da findest du bestimmt was für dich.

wenn ich den ärztlichen krankheitsbild ratgeber zur hand nehme, habe ich bestimmt nach den symptomen die hälfte der darin beschriebenen krankheiten, man könnte dieses suchen nach einer krankheit auch hypochondrie nennen.

aber, wie gesagt, erst mal ein schritt nach dem anderen, oder?
wie wär's denn erstmal mit ernsthaftigkeit?

l.g. mamschgerl

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Laura
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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon Laura » Do 25. Aug 2016, 12:30

uff....ich muss immer wieder staunen, über welche sachen ich hier falle, wenn ich die foren so durchstöbere.
am besten "gefällt" mir sowieso immer wieder der meister fluu, der online psychosolziale beratungen geben will. warum er sich hier herumdrückt, verstehe ich wirklich nicht. hat er so wenig hilfesuchende auf seiner homepage, dass er sich nach anderen opfern in diesen foren umschauen muss?
abgesehen von den antworten hier, in denen er auch noch darauf hinweisen möchte, das geschriebene habe einen therapeutischen ansatz, den man als schreib- und internetwütige nicht verstehen könne, wau, da erkenne ich mal richtig die kompetenz, die hinter der erwiderung steht.

aber um mal auf das thema einzugehen, auch wenn ich mich "jahre" zu spät einklinke, wollte ich nur zu den verfahrensweisen der ämter und beratungsstellen bemerken, dass man sich hier eine dicke haut wachsen lassen muss.
ziehen einen die eigenen päckchen, die man mit sich herumschleppt, schon so runter, sollte man sich nicht auch noch mit dem sinn oder besser unsinn der öffentlichen stellen und deren mitarbeitern, die oft von nichts eine ahnung haben und selbst restlos mit der konfrontation echter schicksale überfordert sind, aufladen.
hier jemanden zu haben, der einem hilft, den wust von ansatzpunkten und hemmnissen zu entwirren, damit man endlich mal anfangen kann, wäre wünschenswert.
besser wäre es, vom elternhaus abstand zu nehmen, und zwar schnell.
einerseits sich einmuscheln in der gewohnten umgebung, in der einem nichts passieren kann, man keine finanziellen verpflichtungen nachkommen muss aber andererseits sich über die kontrollsucht und den ausgeübten druck der eltern abzulästern, das finde ich extrem heuchlerisch.
wenn das hauptproblem angeblich dort liegt, verstehe ich nicht, wieso man dort bleibt?

und, bevor jemand sagt, dass ich leicht reden könnte, ja, das kann ich, denn genauso habe ich es gemacht, bevor ich endgültig mit 16 ausgezogen bin, ohne rücksicht auf verluste, denn nur so kann man mit den menschen und umständen, die einen in hilflosigkeit erstarren lassen, begegnen. man streift sie ab wie sch....
meine lehre habe ich nur geschafft, weil ich überleben wollte, ohne elterliche unterstützung, zu der das sozialamt diese auch noch verpflichtet. ( ich hätte nicht sagen können, dass ich es nicht will, das hätte niemanden interessiert, die eltern waren unterhaltspflichtig, punkt. )

vielleicht hilft es einfach, prioritäten zu setzen?
solange ich nur für mich selbst verantwortlich war, konnte ich auch so handeln, warum also hier nicht auch diese option wählen, aber bitte ohne die bemerkung, bis jetzt alleine gekämpft zu haben, denn das stimmt nicht.
alleine kämpft man erst, wenn kein zimmerchen mehr bei den eltern genutzt wird und man wirklich schauen muss, woher das geld zum überleben kommt. und eigeninitiative zeigt sich auch erst dann, wenn man eben öffentliche hilfe nur bis zu dem punkt annimmt, an dem man selbst weiterleben kann.

also, vorab die frage, ist man überhaupt schon soweit, alleine in der bösen welt klarzukommen?
denn nur dann sollte man auch diese wege beschreiten, die einen in die selbstständigkeit führen.
hat man aber noch angst vor der selbstbestimmung, muss man kläglich scheitern.

von dieser zeit meines lebens, mit dem alter des threadöffners, weiss ich leider noch viel zu viel und weiss daher genau, von was die rede ist, gerade eben mit psychischen problemen, die bei mir zwar andere waren, aber hier geht's ums prinzip.
daher, bist du bereit, dich auf null zu fahren, ohne jegliche unterstützung, sprich, ohne warmes bett und essen?
klingt hart, aber versuchs mal, dann weisst du, ob du dich sang- und klanglos ( ...vielleicht abschiedsbriefschriftlich festgehaltenen wunsch nach dem alterstypisch bis ins detail ausgefeiltem begräbnis ) verabschieden oder den wunsch nach einem eigenen leben ( egal, wie schwer und mies und grausam es auch sein wird ) wirklich duchsetzen willst?
anderen die schuld zu geben, dass man immer noch zuhause ohne perspektive rumhängt, ist zu einfach und ohne ein ziel anzugeben, auf hilfe durch aussen zu hoffen, vermessen, dann auch noch zu schauen, was man noch so findet, auf das die befindlichkeiten so passen könnten, ist der absolute hammer.

was willst du denn überhaupt?
welche krankheit gefällt dir denn am besten, such dir eine aus, damit du dich aus allem herausreden kannst, was in deinem leben schiefläuft.
borderline, psychose, wahnvorstellungen, ach da gibt's doch soviele, da findest du bestimmt was für dich.

wenn ich den ärztlichen krankheitsbild ratgeber zur hand nehme, habe ich bestimmt nach den symptomen die hälfte der darin beschriebenen krankheiten, man könnte dieses suchen nach einer krankheit auch hypochondrie nennen.

aber, wie gesagt, erst mal ein schritt nach dem anderen, oder?
wie wär's denn erstmal mit ernsthaftigkeit?

l.g. mamschgerl
Servus mamschgerl!

Seltsame Blüten, die Dein überbordender Altruismus, Deine Unfähigkeit zum Mitleid mit Dir selbst und auch Deine Unfähigkeit, Leid abzugeben - zumindest sind das Deinen eigenen Worten zufolge Deine heute so schmerzhaften Symptome Deiner PTBS - so treiben. Aber dass Du aggressiv sein kannst, hast Du ja schließlich auch schon Dir festgestellt. Um solche Äußerungen von Dir, für die ich mal die Vollversion der Zitatfunktion genutzt habe, sollte sich aber doch lieber Deine Therapeutin kümmern. Ich habe schon längst ein ungutes Gefühl dabei, mich im Internet direkter zu geben, als ich im rl tatsächlich bin und Streiten macht mir wirklich zu schaffen. Vielleicht wäre es eine Therapiestunde wert, dass Du diesen thread ausdruckst und ihn mit Deiner Therapeutin analysierst. Ich selber bin in dieser Angelegenheit viel zu befangen, um auf Dich "einzugehen". Du hast hier jemanden angegriffen, der es nicht verdient hat und es lesen noch andere Leute mit, z. B. ich, denen Du Ähnliches an den Kopf klatschen könntest. Aber weil ich mich bei derlei Aussagen wie Du sie an Aileen gerichtet hast, schon regelrecht euthanasiefährdet sehe, kann ich da nicht so locker drüber stehen und möchte nicht einmal so tun als ob ich das könnte. Und selbst wenn Du das alles in einem akuten Suchtrausch geschrieben hast und wenn gerade dieses Sozialleistungsdingens-Thema immer wieder ein Zankapfel unter Betroffenen ist, sind Deine Worte in diesem thread immer noch ÄTZEND und zwar für Anwesende eingeschlossen, anstatt Anwesende ausgenommen.

Ich kann's mir ebenso wenig verkneifen, daran zu erinnern, dass Du als mittlerweile 51jährige mit all Deinen Suchtproblemen und als EU-Rentnerin, auch nicht gerade ein gutes Beispiel dafür bist, wie toll das ist und wie toll das erst später noch wird, wenn man denn als junger Mensch ganz unabhängig auf fremdfinanzierte Kost und Logis verzichtet, um noch unabhängiger zu werden!

Und das Sozialamt springt durchaus ein, um einem jungen Menschen wenistens eine schulische Ausbildung zu finanzieren (und sei es in Form eines Darlehens), wenn die Eltern zwar ebenso zahlfähig wie unterhaltspflichtig sind, aber unüberbrückbare Schwierigkeiten zu diesen bestehen. Vielleicht tut das Sozialamt das noch in zu wenigen Fällen, aber ein Bestandteil der Sozialgesetze ist es schon und einige wenige meiner Mitschülerinnen auf der Berufsfachschule mussten diese Hilfe auch in Anspruch nehmen. Ohne elterliche Gelder oder auch ohne spätere staatliche Unterstützung (in Form eines Wohnheimsplatzes) hätte ich meine Ausbildung nicht geschafft. Und ich wollte einen beruflichen Abschluss, um nicht als "ewige Studentin" zu enden, nachdem es mit den zunehmenden Psychose-Rückfällen und den Medikamenten immer schwieriger wurde, "unabhängig" zu sein und noch "unabhängiger" werden zu wollen.

VG

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

mamschgerl
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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon mamschgerl » Fr 26. Aug 2016, 08:28

hallo laura,
schade, daß du das von mir geschriebene so auffasst, ich muss dich irgendwo und irgendwann tief getroffen haben oder eine seite von dir angesprochen, die dich so reagieren lässt.
würdest du meinen beitrag wirklich lesen, würdest du auch erkennen können, warum ich manches so hart ausdrücke.
auch ich bin mit 14 jahren ( zum 2. mal ) vor der entscheidung gestanden, schreibe ich einen abschiedsbrief oder nicht?
auch ich hatte mit problemen der fehlenden unterstützung zu kämpfen und niemanden, der, weder vom arbeitsamt noch vom sozialamt noch von sonstwo, meine hand genommen und mich zu einem besseren leben hätte führen können.
so wie die schreiberin, hatte ich einiges immer wieder versucht, um auf die eigenen beine zu kommen und einige von diesen wegen führten mich in nicht so tolle ecken der menschlichen gesellschaft. einiges von dieser zeit hätte schon genügt, um aufzugeben.
wenn ich sage, daß ich mitleide, dann stimmt das auch. aber die schreiberin übersieht etwas wesentliches.
die ernsthaftigkeit, tatsächlich einen selbstbestimmten weg zu gehen.
die ist doch wohl voraussetzung, daß man zu einer betreuten wohngruppe mit menschen, die einen wirklich unterstützen können oder eben solchen einrichtungen, wie du sie kennengelernt hast, gehen kann.
du selbst gibst an, dich so von deinen eltern losgelöst zu haben und, auch wenn es nicht wirklich gut in deinem leben läuft, so doch wenigstens behaupten zu können, daß es deine entscheidung war und deiner anstrengung zu verdanken ist, daß du nun in deiner wohnung leben kannst.
vielleicht könnstest du einfach nur sehen, was ich mit meinem schreiben beabsichtige? manchmal, und da rede ich aus eigener erfahrung ( wie du genau weißt ), hilft ein vorschlaghammer, um zu begreifen, was man eigentlich tut oder sagt.
mir hilft das und das hat nichts mit streiten zu tun, im gegenteil.
würde ich streiten wollen, würde man das sofort erkennen, so aber schreibe ich, weil ich anteil nehme und auf den kern eingehe einzig mit der absicht, nur darauf aufmerksam zu machen.
wie jemand seinen weg findet, spielt dabei eine sekundäre rolle, hauptsache, man findet ihn.
wo der weg dann hinführt, ist auch wieder eine ganz andere sache und mein weg ist nicht der allgemeingültige, daher finde ich es sehr befremdlich, wenn du hier auf mir herumhackst, nur weil mich mein weg irgendwann dahin gebracht hat, wo ich jetzt bin. ( immerhin habe ich mich ab meinem 16ten lebensjahr alleine durchgeschlagen, ohne psychologen, ohne betreute wohngruppen, ohne soziale einrichtungsangebote etc und weiß genau, wovon ich rede )
aber wie auch immer, meine absicht war lediglich, darauf hinzuweisen, ersteinmal überhaupt einen eigenen weg abseits der elterlichen fürsorge, die einen doch so nervt ( siehe deine worte ) zu gehen, weil genau das etwas ungemein stärkendes hat. die unterstützungsformen, die es heutzutage gibt, sind wunderbar und die sollte sie natürlich nutzen, um genau dahin zu kommen, wohin sie will. eltern ( auch die guten ) können selten diese unterstützung geben, da sie meistens nicht konsequent genug sind ( siehe auch mich selbst ) mehr nicht.
und noch eins, ich habe nichts gegen kritik, solange sie konstruktiv ist und vor allem, ehrlich gemeint ist.
aber ich weiß im moment nicht, was du an mir zu kritisieren hast und gehe weiterhin davon aus, dir irgendwo in diesem forum mal auf die füsse getreten zu sein.
ansonsten liebe grüße
mamschgerl

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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon fluuu » Fr 26. Aug 2016, 10:14

Ich habe nichts gegen Kritik so lange sie nicht meine Schwächen und Unfähigkeiten berührt die mir unangenehm sind,
so lange sich die Kritik gegen die von mir selbst angesagten Symptome richtet die negative Gefühle erzeugen ist alles in Ordnung.
Ich bin ein schwer kranker Mensch, das betone ich immer wieder und die Welt hat darauf gefälligst Rücksicht zu nehmen.
Ich gebe immer wieder die Ursachen meiner Störung zum Besten wofür andere Menschen die Schuld tragen und verlange
endlich Gerechtigkeit und Bestrafung der Bösen. Ich bin gut, die Welt ist schlecht, begreift das endlich.
(so oder so ähnlich klingt der Text vieler Betroffener die sich im Kreis ihrer eigenen Bedürftigkeit drehen und da nicht raus kommen)
gruß fluuu

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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon mamschgerl » Fr 26. Aug 2016, 12:56

wirklich nett. sollte sich das gegen meinen beitrag richten, muss ich auch hier entgegenen, daß ich nichts gegen kritik habe und wenn jemandem meine nase nicht passt, auch gut.
die welt ist so, wie sie ist, für den einen gut und für den anderen nicht, ich weiß um meine ansichten und warum ich diese habe, die sind eben nun mal auch so, wie sie sind.
ich glaube nicht daran, daß jemand die weisheit gelöffelt hat oder vollkommen objektiv die dinge betrachten kann, da wird immer persönliches mitklingen, dafür sind wir menschen: unvollkommen, fehlbar, verletzlich, dumm.
man nenne mir einen, der wirklich aus fehlern lernen bzw. das für sich umsetzen kann.
nur kann man nicht das wesen an sich kritisieren, man kann nur worte oder taten bemängeln, die einem selbst unangenehm aufstoßen, weil sie selbstzerstörerisch oder andere verletzend sind. da liegt es wohl auf der hand, daß da etwas nicht stimmen kann und das kann man ja dann auch ansprechen, oder nicht?
wer aufmerksam meine beiträge liest, kann auch sehen, daß ich sehr wohl mit kritik umgehen und sie annehmen kann, sollte ich mich so ausgedrückt haben, daß es andere eben für kritikwürdig erachten.
und ich handele auch nach einem grundsatz : was du nicht willst, was man dir tu', das füg' auch keinem and'ren zu.
und genauso reagiere ich auch auf reaktionen, die mich begründet zurechtweisen.
grantig werde ich nur auf erwiderungen, die meine persönlichkeit angreifen, das sollte sehr genau unterschieden werden, bevor man eine solche ( meiner meinung nach billige ) retourkutsche vom stapel lässt.
aber verwundert bin ich da nicht wirklich...
mamschgerl

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Re: Am Ende angekommen?! Kampf um Hilfen für Ausbildung! Job- vermittlung ist mir zu viel Druck!!!

Beitragvon mamschgerl » Fr 2. Sep 2016, 07:24

hallo aileen,
nachdem auf deinen beitrag hin einige gute tipps und ratschläge gegeben wurden und mein beitrag mit einem persönlichen angriff honoriert wurde, wäre es doch zumindest wünschenswert, daß du dich dazu äußerst.
nachdem hier gemüter hochkochten und beleidigungen stattgefunden haben ( ich habe im akuten suchtrausch geschrieben und dergleichen ) wäre es das mindeste, zumindest allgemein gefasst etwas dazu zu sagen.
so wirkt es, als ob du erschrocken wärst über die reaktionen, die dein beitrag hervorgerufen hat und du dich jetzt nicht mehr traust, dich zu melden.
wenn es so ist, so finde ich das schade, denn du hast hier einen anonymen status, der dir zumindest soviel sicherheit geben kann, daß dir im grunde genommen niemand wirklich zu nahe kommen kann. papier ist geduldig.
daher, liebe aileen, wäre zumindest ein wink, daß du die beiträge wenigstens registriert hast und die schreiberlinge sich die mühe nicht umsonst gemacht haben, ein netter zug.
l.g. mamschgerl


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