chronische Schizophrenie, Wiedereingliederung?

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Calendula
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chronische Schizophrenie, Wiedereingliederung?

Beitragvon Calendula » Mo 1. Nov 2010, 20:08

Hallo zusammen,

ich möchte hier gerne von jemandem erzählen, wer seid vielen Jahren in der Psychiatrie ist. Zuletzt kam er im Maßregelvollzug in die Geschlossene, wo er seit nun drei Jahren ist.

Er leidet sehr unter der Situation, nicht selbstbestimmt leben zu können, ist aber andererseits auch überhaupt nicht dazu in der Lage. Er sieht bei sich keinerlei Probleme, er sei gesund, aber die Anderen krank, außerdem wolle man ihn vergiften.

Es ist klar, dass unter diesen Umständen jede Anhörung vor dem Richter scheitern muss. Er bekommt stets einen neuen Beschluss. Inzwischen wird immer um ein Jahr verlängert....

Weiß jemand hier einen Rat?

Welche Möglichkeiten gäbe es für ihn, Krankheitseinsicht kann man nicht erzwingen, und er hat sie nun mal nicht.
Habt ihr eine Meinung dazu?

Wisst ihr eine Alternative?

LG
Calendula

konrad20175
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Re: chronische Schizophrenie, Wiedereingliederung?

Beitragvon konrad20175 » So 13. Mär 2011, 16:18

Hallo Calendula

Da kenn ich auch einen

Ich habe alles mögliche versucht, alles schien er als gegen sich zu empfinden. Also angefühlt hat er sich wie einer auf LSD.

Verstanden hat er fast nichts, ich denke deswegen ist es so schwer an sie ranzukommen. es schien als ob ihn etwas davon abhielt zuzuhören. er hörte nur worte und dachte sich dazu gleich was man ihm damit sagen wollte. als ob jedes wort eine dissoziative assoziationsskaskade auslöste und davon abhielt richtig zuzuhören, emotional im moment zu sein.

und dass obschon ich einmal selber schizophren war, war ich nicht in der lage an den ranzukommen. da wurde mir klar welch schwierige aufgabe unsere psychiatrieärzte haben.

was man da machen kann? ich kann höchstens vorschläge geben. vielleicht ists am besten man lässte sie irgendwas machen woran sie erkennen wie unfähig sie sind mit der welt zu interagieren. etwas das ihnen zeigt dass sie völlig abgedreht sind?

marines pyhtoplankton in fruchstäfte reinschmuggeln

vitamin b12 überprüfen

wenn das ihn nicht auf den boden holt, abwarten so in ein paar jahren merkt ers dann schon.

als ich erkannt habe dass ich wirklich krank war haben alle um mich herum angefangen zu denken ich sei gesund;) haben mir simulieren und weiss nicht was alles anhängen wollen. einer hat mir sogar mal 10000CHF geboten dass ich mich umbringe und dadurch nicht mehr IV-Rente beziehe. jeglicher versuch ihnen zu erklären was mit mir war ging daneben. das war heftig so erniedrigt zu werden. zum glück wusste ich dass ich ja wirklich krank war und es hat mich nicht gestört, jedoch auch nicht dazu bewogen das geld entgegenzunehmen. Ich könnts eigentlich sehr gut gebrauchen.

Oh da kommt wir was wichtiges in den sinn das ich mir schon mal dazu vorher überlegt habe. leider zu spät da war der andere schon weider weg.

Das hauptproblem warum ich angst hatte zu erkennen/zuzugeben dass etwas mit mir nicht stimmte, war dass man bei der schizophrenie jeglicher eigenverantwortung entmündigt wird. Das wollte ich ja nicht ich wollte aus der klinik. so habe ich jeweils das abgestritten, ich wollte ja keine medis nehmen.

Was also wirklch helfen könnte:

Man macht klar dass im falle man psychotisch ist, nicht Medikamente nehmen muss, man nur zwangsweise behalten wird, wenn man selbst oder fremdgefährdend ist. Es gibt ansätze die auch ohne Medis gehen. auch darauf beharren ob ihm denn nichts ungewöhnliches an ihm auffalle.... oft hat man auch ein falsches bild der schizophrenie. so dass man sich nicht als solches fühlt weil man ja keine wirklicher bezugspunkt hat. eine diffferenzierung vermag vielleicht zu helfen indem man sich mit den einzelnen erscheinungen befasst anstatt mit dem stempel schizophrenie.

ich hoff es hilft was oder aber es weiss wer noch bessere vorschläge
Hier findet ihr meine Geschichte, wie ich meine Schizophrenie besiegte
Keine Angst vor Schizophrenie, Heilungsweg gefunden


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