wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Hier hinein gehören alle Informationen und Fragen zum Thema beruflicher und sozialer Wiedereingliederung nach und bei psychischer Erkrankung
submarine
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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon submarine » Di 23. Mär 2010, 13:04

jemanden mit falschen und schlechten Angewohnheiten die krank machen
zu etwas Anderem, Neuem und Besserem zu bewegen.
wieso glauben Leute in Helferberufen immer, man müsse den kranken Menschen zu etwas "bewegen" ? Krankheit ist bereits Bewegung. Wenn man einen Festkörper mit einem Bewegungsimpuls in eine andere Richtung zu bewegen versucht, bekommt man es mit seiner Masseträgheit zu tun, um das zu begreifen brauche ich keine "Macht der Vorurteile" etc. zu beschwören, weil das zunächst vor allem einfache Naturgesetze sind. Ich meine sogar, dass die Idee der Bewegung bereits in dem altgriechischen Wort für Krankheit steckt (Pathos, Leidenschaft, Bewegung...). Ich frage mich wieso man überhaupt versuchen muss, den Körper aus seiner Bahn zu drängen, in die das Leben ihn warf ? Welcher Helfer ist stärker als das Schicksal, und warum muss der Mensch Schicksal spielen ? Was spricht im Einzelfall dagegen, einem Kranken einfach nur Raum und Zeit zu schenken, um zu sich zu kommen ? Letzteres bezieht sich natürlich wieder auf mein Topic hier, also auf mich selbst... :mrgreen: Welcome back to topic. Hab` leider noch immer keine Antwort von der Rentenversicherung, sitze wie auf Kohlen. Wenn es eine Ablehnung sein sollte, muss ich mich auf einen langen Kampf vorbereiten. In dem Fall bin ich dann wirklich auf die Hilfe von Ärzten angewiesen, die möglicherweise wieder primär ihre eigene Ökonomie im Sinn haben, und ihr Selbstverständnis als "Beweger"... :roll: (erinnert irgendwie an den "unbewegten Beweger", den aristotelischen Gott, nein ? Ein Mensch ist doch immer selbst ein Bewegter, und liegt nicht eine gewisse Doppelmoral darin wenn ein Bewegter sich primär als "Beweger" versteht, als Beweger anderer Menschen, kranker zumal, also tendenziell wehrloser ?)
Ein psychisch krank gewesener Profi kennt alle Tricks und Ausreden, für die Einen ist es der Horror denn sie werden überführt
für mich hört sich das ein bisschen so an als wären psychisch Kranke Trickser und Betrüger, die man "überführen" könnte. Wenn derjenige das das so insinuiert, sich dabei gleichzeitig selber als ehemals Betroffener bezeichnet, überführt er doch zunächst nur sich selbst ? Denn wenn du in der deiner Zeit als Betroffener nicht selber Trickser und Betrüger gewesen wärst, woher solltest du dann "alle Tricks und Ausreden" kennen, das leuchtet mir nicht ein.
Ich z.B. kenne keine Tricks und Ausreden aus meiner eignen Betroffenheit, allenfalls das übliche Verbal-Arsenal von psychisch belastbaren Lügnern, die ihre eigene Verlogenheit reflexhaft auf andere übertragen und es für eine Art Naturrecht halten dabei über Leichen zu gehen, bzw. das gar nicht bemerken, weil sie z.B. von vornherein jeden psychisch Gehandikapten der auf seine Rechte pocht für einen Baron Münchhausen halten, der sich entweder am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen hat oder aber auf einer Kanonenkugel möglichst weit weg geschossen werden sollte, am besten ins geschlossene Behindi-Ghetto oder gleich nach Pfefferland bis er wieder normal wird und mit seinem Geschmarre aufhört.

Naja, wie auch immer. Solang ich keine Nachricht von der Versicherung erhalte, gibt es in diesem Fred für mich nicht viel zu erzählen. Ich glaube dass ich wirklich berechtigt bin, EU-Rente zu beanspruchen, aber Recht haben und Recht bekommen sind bekanntlich zwei paar Stiefel. Wenn der Deal wirklich derjenige sein muss, dass man nur leben darf indem man die Ärzte-Mafia, die Angestellten der "Eingliederungs"-Märkte und die Pharma-Kybernetik alimentiert, somit auf seine Rente verzichtet und dafür die Kranken- und Arbeitslosenversicherung anzapft (haben die denn etwa mehr Geld übrig als die Rentenversicherung und die Grundsicherungsämter, und ist das nicht so oder so letztenendes alles das Geld der Steuerzahler, Geld aus dem selben Topf also, alles in allem ?), dann muss ich das halt auch noch durchmachen. Auch wenn dabei mein letzter Lebensmut und die Überreste meiner Potenziale zerrieben und zersiebt werden, damit andere wie die Maden im Specke leben können und sich damit brüsten können, ja doch schließlich die "arbeitende Bevölkerung" zu sein, also gewissermaßen das Recht, auch wenn das so gar nicht in der Verfassung steht bzw. in der Verfassung im Prinzip eher das Gegenteil steht.

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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon Franz Engels » Di 23. Mär 2010, 15:37

wieso glauben Leute in Helferberufen immer
nur manche Leute in Helferberufen glauben das.
Was spricht im Einzelfall dagegen, einem Kranken einfach nur Raum und Zeit zu schenken, um zu sich zu kommen ?
Nach meiner Erfahrung gar nichts. Ein wunderbarer Heilungsfaktor, von vielen Gesundheitspolitikern, Vertrauensärzten und Taggeldversicherungen völlig unterschätzt :-)
Denn wenn du in der deiner Zeit als Betroffener nicht selber Trickser und Betrüger gewesen wärst, woher solltest du dann "alle Tricks und Ausreden" kennen, das leuchtet mir nicht ein.
Ja, die Anmerkung finde ich berechtigt.
Wenn der Deal wirklich derjenige sein muss, dass man nur leben darf indem man die Ärzte-Mafia, die Angestellten der "Eingliederungs"-Märkte und die Pharma-Kybernetik alimentiert, somit auf seine Rente verzichtet und dafür die Kranken- und Arbeitslosenversicherung anzapft (haben die denn etwa mehr Geld übrig als die Rentenversicherung und die Grundsicherungsämter, und ist das nicht so oder so letztenendes alles das Geld der Steuerzahler, Geld aus dem selben Topf also, alles in allem ?), dann muss ich das halt auch noch durchmachen. Auch wenn dabei mein letzter Lebensmut und die Überreste meiner Potenziale zerrieben und zersiebt werden, damit andere wie die Maden im Specke leben können und sich damit brüsten können, ja doch schließlich die "arbeitende Bevölkerung" zu sein, also gewissermaßen das Recht, auch wenn das so gar nicht in der Verfassung steht bzw. in der Verfassung im Prinzip eher das Gegenteil steht.
Ich kenne die "Ärzte-Mafia" nicht und weiss nicht, ob es richtig ist, von einem "Deal" zu sprechen. Aber, klar, wenn und solange man abhängig ist, diktieren andere Leute die Regeln. Und wenn man abhängig von Systemen wird, sind Einzelfall-Lösungen systembedingt schwierig. Deshalb ist es m. E. gut, alles dran zu setzen, möglichst wieder unabhängig zu werden und alles zu nutzen, was einem dabei helfen/dazu nutzen kann. Manchmal ist das vielleicht ein Arzt, manchmal etwas ganz anderes. Bei der Wahl der Mittel ist jeder Mensch, solange er mündig ist, selber für sich verantwortlich. Er ist auch dafür verantwortlich, möglichst mündig zu bleiben oder es zu werden.

Abhängigkeit als Lebensziel ist deshalb aus meiner Sicht keine gute Sache. Nicht wegen der Anderen, sondern wegen einem selber! Ich glaube, das meint fluuu im Kern auch, soweit habe ich ihn verstanden.
Das Gegenteil ist nur die Rückseite derselben Medaille.

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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon sky » Di 23. Mär 2010, 19:01

hallo,
wieso glauben Leute in Helferberufen immer, man müsse den kranken Menschen zu etwas "bewegen" ? Krankheit ist bereits Bewegung. Wenn man einen Festkörper mit einem Bewegungsimpuls in eine andere Richtung zu bewegen versucht, bekommt man es mit seiner Masseträgheit zu tun, um das zu begreifen brauche ich keine "Macht der Vorurteile" etc. zu beschwören, weil das zunächst vor allem einfache Naturgesetze sind. Ich meine sogar, dass die Idee der Bewegung bereits in dem altgriechischen Wort für Krankheit steckt (Pathos, Leidenschaft, Bewegung...). Ich frage mich wieso man überhaupt versuchen muss, den Körper aus seiner Bahn zu drängen, in die das Leben ihn warf ?
ja, wieso sollte man einem menschen helfen, eine bahn zu verlassen ?
warum nicht einen depressiven, der auf den selbstmord zusteuert, sich eben mal umbringen lassen ?
warum einen krebskranken sterben lassen, obwohl es eine hilfereiche therapie gäbe ?
warum überhaupt helfen und heilen ?

deine frage ergibt für mich eigentlich nur dann einen sinn, wenn ich an den krankheitsgewinn denke, den es bei krankheiten meist auch gibt. die vorteile, die dadurch entstehen, daß man krank ist. wenn sich jemand damit begnügt, dann ergibt es wohl wirklich keinen sinn, daß sich etwas an der flugbahn eines kranken körpers ändern sollte.
Welcher Helfer ist stärker als das Schicksal, und warum muss der Mensch Schicksal spielen ?
wenn du an das schicksal glaubst, dann gehört der helfer doch genauso dazu wie die krankheit.

viele grüße, sky
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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon Franz Engels » Mi 24. Mär 2010, 08:04

wenn du an das schicksal glaubst, dann gehört der helfer doch genauso dazu wie die krankheit.
Stimmt, das ist gar nicht zu trennen.
Das Gegenteil ist nur die Rückseite derselben Medaille.

submarine
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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon submarine » Fr 26. Mär 2010, 15:44

wieso glauben Leute in Helferberufen immer
nur manche Leute in Helferberufen glauben das.
Letztlich eigentlich doch alle. Vielleicht "glauben" sie es nicht, oder nicht bewusst, aber sie praktizieren es, und wenn es nicht der Helfer selber ist der den Kranken bewegen will, dann gibt es ihm das Gesetz bzw. der Kostenträger so vor. Der Helfer könnte zwar auch mutig im legalen Windschatten fahren und seinen Schutzbefohlenen ohne eigene velozipedale Muskeltätigkeit vor sich hinschlingern und -mäandern lassen, aber das ist dann eben sein Ermessen, somit auch sein Risiko, und der Kranke ist den potenziellen Energien schutz- und rechtlos ausgeliefert. Das ist natürlich besonders für solche Kranken dramatisch, die nur gelernt haben dass man Menschen nicht vertrauen kann, bzw. für Kranke denen schon die gleichsam korporale Selbstkohärenz zum Fremdvertrauen fehlt.

Der Kranke muss IMMER entweder in der Form einer Behandlung bzw. Maßnahme zu etwas bewegt werden, oder dazu erpresst werden einen festen Vorsatz zu strampelsamer Selbstbewegung zu bekennen, am besten schriftlich (das Resultat solcher Erpressung zum Knebelvertrag soll dann ein mündiger Paralympics-Bahnrennfahrer sein, freiilich mit vom Sponsor bio-designten Kybernetikwaden oder wenigstens einem mit dem Stammhirn zusammengewachsenen aerodynamischen Markenhelm).
Selbst wenn einem unverhofften "Ja" eines Helfers einmal kein "...aber" folgen sollte, läuft es da drauf raus. Gesetzt, des Patienten selbstständig verbalisiertes Ansinnen wird überhaupt einmal umfänglich rezipiert und gewürdigt, und nicht, wie bei kommerziell arbeitenden Helfern, also beinahe allen Helfern üblich, schon beim Erstkontakt mit Retourkutschen, Bekenntniszwang, Gemeinplätzen, schematischer Rhetorik und Einschüchterungsgesten weggeblufft.

Sicherlich sieht ein Helfer selber aus seiner Perspektive was ganz anderes. Ich sehe es auch nicht, wenn an meinem Parka hinten Hundekacke dranklebt, wo ich doch ein derart höflicher und hilfsbereiter Mensch bin. Man muss es mir sagen, aber weil ich recht wichtig aussehe traut sich das nur selten einer, und die wenigen die sich doch trauen sind alles Verrückte. Das ist so ähnlich wie bei des Kaisers neuen Kleidern, aber da man auf Kinder nicht hört (außer man ist Märchenerzähler) und Kinderhirne in Erwachsenenkörpern als verrückt anzusehen sind, kann es von der Logik her gar keine nackten Kaiser geben, nur im Märchen halt.
Ich kenne die "Ärzte-Mafia" nicht
Ich kenne keine Hundekacke auf der Rückseite meines Parkas, ich glaube definitv nicht dass da so etwas klebt. Und falls es jemand beweisen will müsste er erst mal nachweisen dass er zurechnungsfähig sei, ferner beweisen dass dieser Parka überhaupt zu mir gehört und mir nicht vom Behauptenden persönlich in einer dunklen Gasse drübergezogen wurde, oder der Behauptende selber der hinterhältige Fäkalienbewerfer gewesen ist, und dass die Rückseite dieses Kleidungsstückes überhaupt generell und prinzipiell als Modell für die Parka-Ganzheit herangezogen werden kann, und es sich dabei nicht vielmehr um eine Art rückseitigen Einzelfall handelt.
Die Mafia beschützt Leute für Geld. Sagt sie. Außerdem ist sie ein großer Arbeitgeber. In gewissen Lebensräumen kann man nicht leben ohne mit der Mafia zusammenzuarbeiten. Die Mafia ist nur aus einer bestimmten Perspektive betrachtet kriminell, ähnlich wie die RAF, die Taliban, die Holocaustleugner, die Hamasradikalen usw. Oder, um es mit den Worten eines toten Bürgermeisters zu sagen, "Wer Jude ist, bestimme ich". Harte Worte, freilich. Wer will schon mit toten Bürgermeistern verglichen werden ? Da hat es der gesinnungsfreie Bäcker leichter, dieser Berufsstand ist zwar mit insgesamt früherem Aufstehen verknüpft, dafür ist er aber seltener unbegründeten, überzogenen und unzulässig pauschalisierenden Schmähungen ausgesetzt, außer die Brezen sind alt.
wenn und solange man abhängig ist, diktieren andere Leute die Regeln
wieso ? Kranke sind per se abhängig, das folgern wir aus der handelsüblichen Definition. Helfer hören auf das, was der Kranke will, denn was anderes ist kein Helfen. Da diktiert keiner die Regeln, sondern es gibt höchstens nichts anderes außer Fett und Filz, um es metaphorisch mit Beuys zu sagen. Das kann man aber eben nur bei den metaphorischen Tataren sagen, nicht bei den Deutschen, und außerdem sind Fett und Filz, kombiniert mit Zeit und Raum, die beste Reha für abgestürzte Bomberpiloten, auch und gerade wenn bzw. weil sie danach nie wieder fliegen werden. :shock:
Und wenn man abhängig von Systemen wird, sind Einzelfall-Lösungen systembedingt schwierig
das leuchtet ein und ist faktisch Fakt.
Deshalb ist es m. E. gut, alles dran zu setzen, möglichst wieder unabhängig zu werden
das kapier ich nicht. Nicht wirklich. Unabhängig werden heißt hier für mich: Gesund werden. Dieser Prozess wird von mir als organischer, gleichsam psychosomatischer verstanden. D.h. jeder Versuch diesen Vorgang irgendwelchen Vernunftsgründen zu unterwerfen, ist kontraproduktiv. Du kannst einer Pflanze nicht sagen wohin sie wachsen soll, und aus welchen Gründen, du kannst allenfalls das Licht an der gewünschten Stelle anbringen. Und gießen. Und warten. Nette Worte und rhythmisch-melodische Musik können helfen. Studien beweisen: Argumente beeinflussen das Wachstum der Pflanze so gut wie kaum, und wenn dann höchstens negativ. Sind wir nicht alle Pflänzchen ?
Abhängigkeit als Lebensziel ist deshalb aus meiner Sicht keine gute Sache.
entwurzele und vertopfe eine Pflanze, so wirst du sie auf immer gießen müssen. Es ist eine Unterstellung, genauer und schärfer gesagt sogar eine (projektiv-identifikatorische) Vision (also auch leider eine aus Sicht eines Parkatragenden rückwärtige Hundegeschichte), günstigstenfalls jedoch ein Mistverständnis, es sei der Pflanze Ziel, in einer immerwährenden Gießkannen-Abhängigkeit symbiotisch vegetieren zu wollen. Überhaupt Ziele. Wir unterscheiden Teleonomie und Teleologie und begreifen: Zu wenig und zuviel, ist aller Narren Ziel - NICHT ! Das "Ziel" wird a posteriori projektiert und steht wie ein Haus auf dem Grund des Seins. Der Narr ist eine Pflanze und blüht im Lichte seiner Existenz. Des Narren Wille ist sein Himmelreich. Derjenige der die Pflanzen danach kauft, welchen Ertrag ihre Früchte geben, betreibt Euthanasie. Und wenn es die Pflanze selber ist, die sich kauft, bleistiftsweise aus Schuldgefühlen. Die machen käuflich.

"Ich muss ein Ziel haben, ich muss ein Ziel haben". #-o

submarine
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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon submarine » Fr 26. Mär 2010, 16:38

deine frage ergibt für mich eigentlich nur dann einen sinn, wenn ich an den krankheitsgewinn denke, den es bei krankheiten meist auch gibt. die vorteile, die dadurch entstehen, daß man krank ist. wenn sich jemand damit begnügt, dann ergibt es wohl wirklich keinen sinn, daß sich etwas an der flugbahn eines kranken körpers ändern sollte.
die Flugbahn eines jeglichen Körpers ändert sich gesetzmäßig und ohne fremdes Zutun (nicht). Wenn jemand einen Körper vorsätzlich aus der Bahn drängt, fragt sich wem damit geholfen werden soll. Diese Frage ergibt sich aus der Logik. Es ist ein irrationaler Gaube bzw. eine existenzielle Hoffnung, dass ein Mensch einem anderen Menschen "helfen" würde, statt sich selbst zu helfen bzw. dem System, dessen Teil und Profiteur er ist, denn letzteres Handeln liegt in der Natur eines Lebewesens, ganz besonders des Menschen, jenes Lebewesens welches an Egoismus und Grausamkeit gegenüber seinen Artgenossen alle anderen Lebewesen weit in den Schatten stellt.

Aber ich versteh schon was du meinst, und ich seh das Problem auch. Es ist eben die Frage was das geringere (und das ökonmischere) Übel ist. Einen Krankheitsgewinn gibt es ja auch, und gerade auch dann, wenn man sich "behandeln" lässt. Was ist denn eine dauerhafte Psycho-Frührente in der Regel anderes, als der Krankheitsgewinn dafür dass man sich kaputtbehandeln ließ ? Ich kenne solche Leute persönlich, und ich denke dass mir dieser Weg auch offengestanden hätte. Ich hätte nur mehr kooperieren müssen, also weniger krank/misstrauisch sein müssen, dann wär ich schon längst drogenabhängiger und bewegungsunfähiger EU-Rentner. Das ist eigentlich doppelt paradox und jetzt werde ich dafür bestraft dass ich das einzig sinnvolle und wirtschaftliche getan hab, nämlich den Ärzten den Vogel gezeigt.
wenn du an das schicksal glaubst, dann gehört der helfer doch genauso dazu wie die krankheit.
das Bild des Schicksals hier hat nichts mit Glauben zu tun, das ist eine Verwechslung. Ich "glaube" an kein Schicksal. Was ich geschrieben habe ist im Sinnzusammenhang zu verstehen (Bewegungsenergie, Leben etc.), aber man muss sich nun mal immer irgendwelcher sprachlicher Bilder bedienen um sich zu verbalisieren, man kann die Bilder aber austauschen, sie folgen alle derselben Logik, egal ob griechischer Mythos, Gott oder Thermodynamik, deswegen benütz ich diese verschiedenen Sprachbilder ja auch alle so kunterbunt und querbeet.
Um mal bei dem Bild des Schicksals zu bleiben, vielleicht sagte das Orakel ja auch dass ich zuerst die Welt und mich selbst beklagen muss, ferner ein paar Nymphen in den Wald jagen, wie einst Narziss, und sich hernach ein Doktor in meinen Weg stellt und ich diesen Ersatzdaddy schicksalhaft schlachten muss, wie seinerzeit Ödipus, oder so. Ich weiß ja auch nicht was mein "Schicksal" ist, aber es geht ja darum dass der Helfer gewissermaßen sagt, er wüsste es, obwohl er ebenso wenig das Orakel ist.
Zuletzt geändert von submarine am Fr 26. Mär 2010, 17:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon submarine » Fr 26. Mär 2010, 16:52

Hmm, interessant wäre, sich anzusehen, warum die "Beweger" nur allzu oft "Getriebene" sind. Wir dürfen nicht vergessen, sie sind Teil eines Systems, das sie zu bestimmten Handlungen zwingt oder diese auch ganz einfach belohnt. Aber Du sprichst ja selbst die Ökonomie an. Nur - es ist nicht unbedingt immer ihre eigene.
nö nö. Die Ökomomie des Systems ist ja mein Hauptargument (z.B. für den Fall eines Prozesses gegen die Rentenversicherung etc.). Der Witz ist doch, dass die Medizin alles andere als volkswirtschaftlich ökonomisch ist, und das weiß ja auch jeder weil es offensichtlich ist.

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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon Franz Engels » Fr 26. Mär 2010, 17:59

wenn es nicht der Helfer selber ist der den Kranken bewegen will, dann gibt es ihm das Gesetz bzw. der Kostenträger so vor
Das ist im Gesundheitswesen tatsächlich ein grosses Problem und immer aufs Neue ein Grund für Therapeuten, sich den weiteren Verbleib im System gut zu überlegen.
das kapier ich nicht. Nicht wirklich. Unabhängig werden heißt hier für mich: Gesund werden.
Ich habe es allgemeiner gemeint. Aber wenn Krankheit der Grund für die Abhängigkeit ist, habe ich es so gemeint. Im Gesamtkontext dann also: Probieren, so gut es geht, gesund und damit wieder unabhängig zu werden.
Es ist eine Unterstellung, genauer und schärfer gesagt sogar eine (projektiv-identifikatorische) Vision (also auch leider eine aus Sicht eines Parkatragenden rückwärtige Hundegeschichte), günstigstenfalls jedoch ein Mistverständnis, es sei der Pflanze Ziel, in einer immerwährenden Gießkannen-Abhängigkeit symbiotisch vegetieren zu wollen.
Missverständnis! Ich habe nicht gesagt, dass es das Ziel von irgend jemandem sei und nur ganz generell gemeint, dass "Abhängigkeit als Lebensziel" m. E. keine gute Sache ist. Ob und bei wem das so ist, muss jeder selber für sich klären.

NB: Wenn es typische Therapeuten gibt, muss es ja auch typische Patienten geben.
Was also klebt Ihrer Meinung nach am Parka eines typischen Patienten? Was sieht ein Therapeut vermutlich besser als der Patient selber?
Das Gegenteil ist nur die Rückseite derselben Medaille.

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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon cake » Fr 26. Mär 2010, 21:42

"Abhängigkeit als Lebensziel" m. E. keine gute Sache ist. Ob und bei wem das so ist, muss jeder selber für sich klären.
Es gibt nicht die absolute Freiheit- alles tun zu dürfen, alles machen zu dürfen und alles erwarten zu dürfen.
Exakt :cool:
ergibt sich aus der Logik
Welcher Logik?
Der rationellen oder emotionellen? :-k
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon sky » Sa 27. Mär 2010, 16:07

Es ist ein irrationaler Gaube bzw. eine existenzielle Hoffnung, dass ein Mensch einem anderen Menschen "helfen" würde, statt sich selbst zu helfen bzw. dem System,
kann man nun herumdefinieren.
natürlich verbindet ein helfer auch einen nutzen für sich damit. ja und ? was ist daran schlimm ?
deswegen kann er doch trotzdem einem anderen menschen helfen.
Ich weiß ja auch nicht was mein "Schicksal" ist, aber es geht ja darum dass der Helfer gewissermaßen sagt, er wüsste es, obwohl er ebenso wenig das Orakel ist.
dir geht es um die helfer, die das sagen ?
alle sagen es mmn nicht.
von der eigenen meinung überzeugt zu sein, finde ich erstmal noch nicht schlimm. und wenn du mal genauer bei denen helfern, die du meinst, nachfragen würdest, dann denke ich, daß dir jeder sagen würde, daß er auch nicht weiß, was dein schicksal ist, aber er einfach nach besten wissen und gewissen handelt.

du kannst auch morgens milch einkaufen, weil du es für angebracht hältst und dabei durch deine bloße existenz schon einfluß auf andere menschen nehmen. müßte deinem maßstab nach dann genauso anmaßend sein wie die helfer.
Die Ökomomie des Systems ist ja mein Hauptargument
jetzt inzwischen ?
dir geht es nur um die ökonomie ?
kann mich täuschen, klang für mich nur eher nach einer persönlichen abrechnung mit den helfern, die dir auf die füße getreten sind.

dachte, der ausgangspunkt wäre dies gewesen :
wieso glauben Leute in Helferberufen immer, man müsse den kranken Menschen zu etwas "bewegen" ? Krankheit ist bereits Bewegung. [...] Ich frage mich wieso man überhaupt versuchen muss, den Körper aus seiner Bahn zu drängen, in die das Leben ihn warf ?
grob übersetzt für mich, das unverständnis, wieso sich andere anmaßen zu meinen, jemandem helfen zu können.

nebenbei die frage, glaubst du wirklich, daß ein mensch einen körper aus der lebensbahn werfen kann, in der er sich bewegt ?
mit dem schicksal im hintergrund, wohl kaum.
ist wohl vor allem eine frage des eigenen weltbildes.

viele grüße, sky
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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon Telephium » Sa 27. Mär 2010, 16:34

Mich macht es wütend wenn sich jemand mit so viel Leidenschaft ganz bewusst in die Sackgasse
manövriert und dann Hilfe braucht um da wieder raus zu kommen obwohl alle intellektuellen
Fähigkeiten da sind dieses Spiel zu durchschauen und sich danach zu verhalten ohne die Sackgasse
zu brauchen.
Die Realitäten in der Gesellschaft sind hart und grausam, immer und trotzdem ist es möglich in ihr
mit Gelassenheit und Eigenverantwortung zu leben, es braucht nur ein wenig intellektuelle oder
emotionale Übung die Gegenwart auszuhalten und die unausweichlichen Schmerzen anzunehmen.
@all
Das war übrigens "mein Schuh" :cool:

@Fluu

Ich denke, es ist Deine Wut und Du würdest solche Gedanken und Gefühle wie ich sie habe, als "Sackgasse" sehen und vielleicht meinen Du bräuchtest Hilfe um da raus zu kommen.

Für mich ist meine gedankliche "Nichtanpassung" an gesellschaftliche Gegebenheiten keine Sackgasse, sondern eine Quelle von Kreativität, wofür ich paradoxerweise von Leuten, die angepasst leben, Anerkennung bekommen habe..

Ich brauche keine Hilfe um irgendwo rauszukommen.

Ich habe mein Begrenzungen in diesen "harten Realitäten" akzeptiert und kann gut damit leben, ohne Schmerzen dabei zu haben, auch wenn ich manches was um mich herum passiert nicht gut heisse.

Du scheinst da andere Ansprüche als ich zu haben.

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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon Telephium » Sa 27. Mär 2010, 16:53

@Submarine

Die Geldgeber von "Helfern" - Ärzten, Therapeuten usw. - sind in Deutschland die Krankenkassen oder in anderen Ländern die Steuerzahler. Es gibt Regelwerke, die vorgeben und definieren, wie behandelt werden soll und welche Ziele verfolgt werden müssen.

Wenn Du diese Ziele durchschaust (was Du ja tust), dann weisst Du "wo Du hinbewegt werden sollst"...

Hier kannst Du schaun, ob Du da auch hinwillst und eventuell alles dafür tun, was in Deiner Macht steht, da nicht hinzukommen und das machst Du doch schon.

Eine Absegnung dafür wirst Du dafür glaube ich von der Mehrzahl der Leute um Dich herum nicht bekommen, das ist der Preis... ich wünsche Dir, dass Du damit gut leben kannst.

@Herr Engel
.....dass "Abhängigkeit als Lebensziel" m. E. keine gute Sache ist.


M.E. ist jeder immer irgendwie von irgendwas abhängig im Leben.

Sei es der Arbeitgeber, seien es Ärzte, Zahnärzte :cry: , Behörden, der Staat, Gesellschaftliche Systeme, Kleiderordnungen usw.

Von daher finde ich es eher sinnvoll zu trainieren in Abhängigkeit zu leben und damit klar zu kommen, als ständig dagegen anzukämpfen.

Grade auch wenn Menschen alt werden - in Pflegeheimen usw. eine ist eine Akzeptanz der eigenen Abhängigkeit von anderen überlebenswichtig.

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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon submarine » Sa 27. Mär 2010, 17:20

das kapier ich nicht. Nicht wirklich. Unabhängig werden heißt hier für mich: Gesund werden.
Ich habe es allgemeiner gemeint. Aber wenn Krankheit der Grund für die Abhängigkeit ist, habe ich es so gemeint. Im Gesamtkontext dann also: Probieren, so gut es geht, gesund und damit wieder unabhängig zu werden.
naja, für mich hört sich das halt belehrend, schulmeisternd, letztlich doch wieder "bewegen wollend" bzw. "anderen Menschen Ziele vorgeben wollend" an.
Beim Bild der Pflanze bleibend, denke ich, dass das Lebewesen ein inneres Programm von haus aus hat. Inwieweit bzw. ob sich das Pflanzenwesen programmgemäß entwickelt ist nicht von Vorsätzen, Bekenntnissen, Zielvorgaben, moralisierenden oder belehrenden Ermahnungen abhängig, sondern von der Versorgung mit Licht und Nährstoffen. Der Rest ist Raum und Zeit. Es gibt keine Indizien dafür, dass man das Programm des Wesens ändern oder gar bekämpfen müsse. IMO müsste der Schwerpunkt darauf liegen, optimierte Bedingungen zum programmgemäßen Regenerieren und Entfalten zu schaffen und sich ansonsten im Hintergrund zu halten.

Simpler ausgedrückt: Es bedarf keines Vorsatzes oder "Probierens so gut es geht", gesund und damit unabhängig zu werden, weil sich das naturgemäß und programmgemäß selbsttätig ergibt, soweit die Bedingungen es zulassen. Jeder Vorsatz und jede Mahnung versucht der Entwicklung vorzugreifen, was bei Menschen mit Schuldgefühlen (also mir, denn Verallgemeinerungen bringen mir hier nichts, es geht mir nicht um eine akademische Diskussion sondern um meine persönliche Lebenskrise) automatisch zur Entwicklungsbremse wird, zur Retraumatisierung, zur durch Bekenntniszwang erzwungenen erneuten Identitätsspaltung
Missverständnis! Ich habe nicht gesagt, dass es das Ziel von irgend jemandem sei und nur ganz generell gemeint, dass "Abhängigkeit als Lebensziel" m. E. keine gute Sache ist. Ob und bei wem das so ist, muss jeder selber für sich klären.
najut, es soll ja derzeit bei jungen Menschen Mode sein, bei Umfragen Hartz IV als Traumberuf anzugeben... Man könnte aber auch auf diejenigen Eltern hinweisen (also meine), die ihre Kinder schon im zarten Alter ermahnen sich Gedanken zu machen was sie mal werden wollen und dabei hartnäckig ausblenden, und leugnen, dass das betreffende Kind bereits psychisch behindert ist... und dass sie als Eltern das möglicherweise selbst herbeigeführt oder zumindest nicht verhindert haben... und dass das Kind selber aus Schuldgefühlen seinen Eltern dabei noch hilft... und das das alles möglicherweise nicht passiert wäre, wenn sich damals der Kinderarzt nicht als Orakel gegenüber den Eltern des Kindes aufgespielt hätte... Womit sich der Kreis des Schicksals irgendwie schließt, und man sich fragt, ob nun das Orakel bzw. der Arzt ein Teil des Schicksalks sei, oder ob nicht doch eher der Orakelspruch als selbsterfüllende Prophezeiung das Schicksal überhaupt erst erzeugt hat. Se tacuisses...
NB: Wenn es typische Therapeuten gibt, muss es ja auch typische Patienten geben.
Was also klebt Ihrer Meinung nach am Parka eines typischen Patienten? Was sieht ein Therapeut vermutlich besser als der Patient selber?
Weiß ich nicht. Bestimmt sieht er einiges besser, anderes weniger gut. Vier Augen sehen mehr als zwei, aber in einem Teamwork bringt das nur dann was, wenn beide am selben Strang ziehen. Das sehe ich als das Problem.
Um einen "typischen" Arzt, Therapeuten oder Patienten geht es mir hier wie gesagt gar nicht, sondern um die Aufarbeitung und die richtigen Konsequenzen aus meiner persönlichen Erfahrung im Hinblick auf meine derzeitige Lebenssituation.

submarine
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Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon submarine » Sa 27. Mär 2010, 18:08

Die Ökomomie des Systems ist ja mein Hauptargument
jetzt inzwischen ?
dir geht es nur um die ökonomie ?
kann mich täuschen, klang für mich nur eher nach einer persönlichen abrechnung mit den helfern, die dir auf die füße getreten sind.
eine Abrechnung könnte aus strategischen Gründen nötig werden, wenn ich um mein Recht (meine EU-Rente) streiten muss. Die Ökonomie aus Sicht des Gemeinwesens war von Anfang an eine tragende Säule meiner Argumentation. Ohne dieses Argument geht es nicht, die Frage ist ob es mit diesem Argument geht, und ob ich die gerichtlich notwendigen Gutachten beeinflussen kann in dem ich den Spieß der Erpressung umdrehe, so dass die Beweislast bei den "Helfern" liegt, bzw. so dass ich diese Möglichkeit als eine Art taktischer Drohkulisse dafür verwenden kann, die Helfer dazu zu bewegen mir tatsächlich zu helfen. Denn wenn das nicht geht, bleibt nur "Vertrauen", also wie gesagt Sklavenmarkt, oder Suiziddrohung, das hatte ich auch bereits abgehandelt.
dachte, der ausgangspunkt wäre dies gewesen :
wieso glauben Leute in Helferberufen immer, man müsse den kranken Menschen zu etwas "bewegen" ? Krankheit ist bereits Bewegung. [...] Ich frage mich wieso man überhaupt versuchen muss, den Körper aus seiner Bahn zu drängen, in die das Leben ihn warf ?
grob übersetzt für mich, das unverständnis, wieso sich andere anmaßen zu meinen, jemandem helfen zu können.
ähm, der Ausgangspunkt war das Eröffnungspost. Ob irgendwer, irgendwo, irgendwann, irgendwem evtl. "helfen" kann, ist nicht wirklich Ausgangspunkt bzw. Topic. Ich hatte schon mehrfach in diesem Fred darauf hinzuweisen versucht, dass die Diskussion ihren Grund, ihr Maß und ihren Sinn verliert wenn man einzelne Gedankenfragmente verallgemeinernd interpretiert und dann über solche aus dem thematischen und pesönlichen Bezug herausgebrochene Fraktale diskutiert.
Es geht also eher darum, was "Hilfe" in meinem Fall tatsächlich wäre. Da ich wie gesagt die Ärzteschaft als Mafia sehe, bin ich fast sicher dass mir diese Mafia helfen könnte (zur Rente zu kommen), fürchte jedoch dass sie das nur tun würde wenn es ihr selber nützt, oder sie eben vor größéren Flurschäden schützt.
nebenbei die frage, glaubst du wirklich, daß ein mensch einen körper aus der lebensbahn werfen kann, in der er sich bewegt ?
na, eben nicht. Das ist es ja. Das ganze "Gehelfe" ist für die Füße, jedenfalls in meinem Fall, deswegen schreib ich das hier ja alles.

submarine
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Registriert: Di 19. Jan 2010, 23:34

Re: wie sabotiere ich Eingliederung in den Sklavenmarkt ?

Beitragvon submarine » Sa 27. Mär 2010, 18:19

Hier kannst Du schaun, ob Du da auch hinwillst und eventuell alles dafür tun, was in Deiner Macht steht, da nicht hinzukommen und das machst Du doch schon.

Eine Absegnung dafür wirst Du dafür glaube ich von der Mehrzahl der Leute um Dich herum nicht bekommen, das ist der Preis... ich wünsche Dir, dass Du damit gut leben kannst.
da hast du sicherlich recht, die meisten Leute schauen einen schief an bzw. widersprechen leidenschaftlich, aber man durchschaut die Bigotterie und schaut genau so schief zurück. Denn wer über Andere urteilt, muss es anscheinend nötig haben. :D
Von daher finde ich es eher sinnvoll zu trainieren in Abhängigkeit zu leben und damit klar zu kommen, als ständig dagegen anzukämpfen.
Hmja. das wäre mal ein hervorragender Gedanke in dem Sinnzusammenhang dieses Topics:

Trainieren, in Abhängigkeit zu leben... und sich seinen Teil dabei denken... weniger gegen die Abhängigkeit kämpfen, als vielmehr für eigene Freiräume in Abhängigkeit (von wem oder was auch immer). Das könnte ein Weg sein, bzw. erscheint als die einzige Alternative zu einem Krieg bei dem es vielleicht nur Verlierer geben würde.


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