Borderline: trotzem Führerschein??

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Stacheldraht
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Borderline: trotzem Führerschein??

Beitragvon Stacheldraht » Fr 7. Sep 2007, 12:55

Hi!
Habt ihr Erfahrungen mit dem Autoführerschein bei der Diagnose Borderline?
Tabletten nehme ich keine. Es ist angeblich ziemlich schwierig, den Führerschein unter diesen Umständen zu bekommen, doch auch unmöglich??
Weiß aber nicht, ob das in Deutschland anders ist.

Lg
Stachel

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Stacheldraht
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Beitragvon Stacheldraht » So 16. Sep 2007, 12:22

Hi!

Naja ich weiß nicht, ob das in Deutschland anders ist. Jedenfalls ist es verdammt schwer mit meiner Diagnose den Führerschein zu bekommen, auch wenn man schon ewig symptomfrei ist.

Lg

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mi 19. Sep 2007, 18:22

In Deutschland wird nicht nach Persönlichkeitsstörungen gefragt.
Liebe Grüße remedias

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Stacheldraht
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Beitragvon Stacheldraht » Mi 19. Sep 2007, 22:42

Cool, dann mach ich den Führerschein einfach in Deutschland, weil ich bin sowieso fast an der Grenze :lol:

Lg

Mar.kus
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Beitragvon Mar.kus » Do 20. Sep 2007, 15:06

In Deutschland wird nicht nach Persönlichkeitsstörungen gefragt.
Abgesehen davon: Was würde eine Diagnose diesbezüglich aussagen? Wo doch gerade die Persönlichkeitesstörung als Krankheitsbild so umstritten ist, weil sie immer vom Durchschnitt der jeweiligen ethnischen Gruppe ausgeht und vor allem auch von der Ansicht des Arztes abhängig ist. Da gebe ich schon lange nichts mehr drauf! :D

Unabhängig davon habe ich mir kürzlich aber ebenfalls Gedanken darüber gemacht, ob ich meinen Führerschein behalten darf, wenn offiziell festgestellt wird, dass ich Autist bin. (Autismus ist übrigens keine Krankheit, wie ich inzwischen erfahren habe). Ein Fachbuch brachte dahingehend Aufklärung: Autisten dürfen den Führerschein machen und es gibt wohl auch keine Einschränkungen dabei. Nur machen viele Autisten keinen Führerschein, weil sie sich das Steuern eines Fahrzeugs nicht zutrauen. :roll:

Doch zurück zur Borderline-Persönlichkeit, der ich auch mal einige Zeit lang zugerechnet wurde. Auf dieser Website werden Einschränkungen physischer und psychischer Art ganz gut differenziert:

-> Eignung und bedingte Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen

Borderline/Persönlichkeitsstörung scheint demnach kein Hinderungsgrund zur Erlangung einer Fahrerlaubnis zu sein.
lg, Markus

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Stacheldraht
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Beitragvon Stacheldraht » Do 20. Sep 2007, 17:50

Meine Freundin hat Borderline und der Maxl vom Amt sagte, mit der Diagnose kann sie den Führerschein vergessen, dann hat sie ihm den Wisch von der Psych hingehalten wo steht, dass die Ärzte keine Bedenken haben, dann meinte er, na guuut, ausnahmsweise, aber sie soll bei Aggression nicht gegen den nächsten Baum fahren :???:

@Markus
Ich wohne mit Autisten zusammen auf einem Hof. Sie können nicht sprechen und sind teilweise sehr aggressiv. Einer verbiss sich einmal in meinen Kopf. Mir wurde gesagt, dass er vor ein paar Jahren sogar noch in der Sonderschule war und normal reden konnte!! Kennst du einen guten Link über Autismus?

Lg

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Stacheldraht
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Beitragvon Stacheldraht » Do 20. Sep 2007, 17:51

Übrigens danke für den Link!

Mar.kus
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Beitragvon Mar.kus » Do 20. Sep 2007, 20:45

...und der Maxl vom Amt sagte...
Davon würde ich mich nicht beirren lassen. Bei Funktionsträgern spielen oft persönliche Einstellungen mit und nicht immer halten sich die Leute (besonders wenn sie nicht genau Bescheid wissen) an die Vorgaben.

So hat ein Bankberater mal Probleme damit gehabt, meinem Lebensgefährten und mir ein Gemeinschaftskonto zu eröffnen. Seiner Aussage nach ginge das nicht, da wir nicht verheiratet wären. "Sehr lustig", meinte ich "wir dürfen hierzulande noch nicht heiraten!" (ist inzwischen schon ein paar Jahre her). - Später ging ich wieder hin und wandte mich direkt an eine Kollegin jenes Homophobikers. Wenig später hatten wir das gemeinsame Konto.
Ich wohne mit Autisten zusammen auf einem Hof. Sie können nicht sprechen und sind teilweise sehr aggressiv.
Autist ist nicht gleich Autist; da gibt es eine breite Variation (autistisches Spektrum).
Kennst du einen guten Link über Autismus?
Ich habe mich einfach mal im Internet mit den Suchbegriffen "Autismus" und "Asperger-Syndrom" umgeschaut. Beim Aspies-Forum blieb ich schließlich hängen, weil es dort ganz lustig ist. Auf der verlinkten Website findest Du auch zahlreiche Artikel zu diesem Thema.

Wenn es Dich näher interessiert, würde ich Dir das Buch Ein guter Tag ist ein Tag mit Wirsing empfehlen. Die Autorin ist selbst Autistin und hat alle möglichen Facetten des Autismus - speziell des Asperger-Autismus - zusammengetragen. Dem Titel nach meint man gar nicht, dass es sich um ein Fachbuch handelt.
lg, Markus

Nolan
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Beitragvon Nolan » Fr 21. Sep 2007, 20:09

Hallo,

braucht man bei euch eine Stellungnahme eines Psychiaters um einen Führerschein machen zu können? Ich kann mir das kaum vorstellen. Warum gehst Du nicht in eine Fahrschule, nimmst Stunden und machst die Prüfung? Klingt jetzt lapidar, aber ich bin echt überrascht.

Bei uns muss man halt einen Sehtest machen. Aber selbst wenn jemand fragen sollte, warum musst Du das mit der Borderlinestörung erzählen? Ist das verpflichtend? Ich mein, man muss ja anderen nicht alles auf die Nase binden.

Ich denke, es gibt im Rahmen jeder psychischen Erkrankung Phasen, wo man nicht fahrtüchtig ist. Dies kann durch Medis bedingt sein (z.B. bei Bedarfsmedikation), oder eben auch, dass es einem seelisch akut einfach gerade sehr schlecht geht. Dann muss man manchmal einfach sagen, ok, ich fahre heut nicht. Mit Selbstverantworung ist das alles machbar.

Ich finde es unverschämt, wenn es wirklich so sein sollte, dass einem aufgrund einer Persönlichkeitsstörung der Führerschein verweigert wird.

Viele Grüße
Nolan
Der Tod, den die Menschen fürchten, ist die Trennung der Seele vom Körper. Den Tod aber, den die Menschen nicht fürchten, ist die Trennung von Gott.
Aurelius Augustinus

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mi 26. Sep 2007, 11:00

Als ich in der Klinik war, musste ich unterschreiben, dass ich während dieser Zeit kein Auto fahre; gilt aber nur da. Und wenn ich auf ein neues Medikament umgestellt oder die Dosis angepasst wird, würde ich den Wagen auch stehen lassen, obwohl das nicht einmal verlangt wird.
Liebe Grüße Remedias

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Beitragvon Stacheldraht » Mi 3. Okt 2007, 00:57

Interessant was ihr da schreibt!!
Vielleicht ist es in Österreich wirklich anders. Angeblich braucht man schon ein psych. Attest. Das Prob ist, dass mein jetziger Wohnort eine betreute Einrichtung ist. Und das lässt sich halt nicht verschweigen.
Ein Teil von meinen Freundin, die ich in Psychs kennengelernt habe, haben den Führerschein, manche nicht und die meisten werden ihn auch nie bekommen.
Moped darf ich schon machen.

Achja Mar.kus werd mich dann umschaun. Bin daran sehr interessiert :)

Lg

leanabh gealaich
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Beitragvon leanabh gealaich » Mo 21. Jul 2008, 23:07

Also als ich meinen Führerschein gemacht habe, hat niemand gefragt, ob ich eine psychische Erkrankung habe... Deshalb bin ich der Meinung "Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß"...

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Beitragvon paine 22 » Di 22. Jul 2008, 12:16

und wenn man eine dissoziative persönlichkeitsstörung hat?

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Beitragvon leanabh gealaich » Di 22. Jul 2008, 15:24

Dann ist man entweder ein Menschenfreund und stellt seine eigene Lust auf Mobilität zurück oder man pfeift drauf und macht trotzdem Führerschein... (Auch wenn man dann ´schauen sollte, dass die wichtigsten Innenpersonen auch mal n paar Fahrstunden kriegen. Haha. )

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Hy

Beitragvon Eugenie21 » Di 22. Jul 2008, 19:21

Hallo habe meinen Führerschein seit 3 Jahren also nicht lange her in Deutschland musst du nur nen seh test machen und erste Hilfe kurs mehr nicht und es wird keiner fragen ob du irgend was hast es machen so vile nen Führesrchein musst ebent nur bestehen :D


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