Erfahrungen mit Seroquel ?

Dieses Forum beschäftigt sich speziell mit Nebenwirkungen bzw. unerwünschten Wirkungen von Medikamenten und nicht-medikamentösen Therapieverfahren (Einzel- und Gruppentherapie, körperorientierte Verfahren etc.), die in der Psychiatrie und Psychotherapie eingesetzt werden. Es sollen hier nur persönliche Erfahrungen wiedergegeben werden. Nutzen Sie den Raum für anschauliche Beschreibungen, denn das Thema Nebenwirkungen ist von besonderer Bedeutung.
hannah
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Beitragvon hannah » Mi 15. Nov 2006, 22:45

Hallo trish,

Die Tatsache, dass NL im Alter noch schlimmer sein können, ist schon lange bekannt. Ich beziehe mich jetzt auf Deinen Artikel über Seroquel bei Demenz-Kranken und Alzheimer-Patienten. Alle NL können im Alter gefährlich sein, das gefährlichste Medikament in dieser Altersgruppe ist aber Zyprexa. Da wurden bereits Todesfälle berichtet, die vor allem auf eine Dehydration zurückzuführen waren. Aber auch Verschlechterungen bei alten Menschen durch Dyskinesien. Es ist also eher nichts Neues, das NL bei alten Menschen ohne Indikation der Schizophrenie sehr gefährlich sein können. In diesem Artikel wurde denen Seroquel zur Beruhigung gegeben, das halte ich überhaupt für fahrlässig, weil als Beruhigungsmittel ist Seroquel absolut nicht indiziert.

lg

Psycho-Tom
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Beitragvon Psycho-Tom » Do 28. Dez 2006, 08:41

Hallo! Ich habe durch Zufall eure Seite gefunden und habe mich gleich angemeldet. Ich habe seit 5 Wochen Seroquel und Cymbalta bekommen. Vom Cymbalta zitter ich wie verrückt und das Seroquel nimmt die Unruhe weg. Bin so auf 400 - 600mg nach Bedarf. Es ist ätzend. Freßattacken ohne Ende-innerhalb 5 Wochen über 10kg zugenommen. Mein Psychiater sagt ich soll Sport treiben-wie denn mit Seroquel im Körper? Bin lethargisch,dauernd müde und antriebslos. Jetzt soll ich das Cymbalta runterfahren und dann endlich auch das Seroquel.Hoffe das alles gut geht und dann gibts wieder ein neues Präperat :mrgreen: So ist das mit Depressionen-alles andere als lustig. Schön,daß ich euch gefunden habe

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Do 28. Dez 2006, 16:56

hallo @trulla, was Du schreibst, vom Asexuellen kann ich nur bestätigen. es ist nicht nur so, dass ich Libidostörungen oder Orgasmusprobleme hätte, die ganze Sexualität erscheint wie etwas vom anderen Stern.
Ich habe erst Seroquel und dann Solian bekommen, dieser Effekt war gleich. Solian macht nur nicht so müde.
Gruß remedias

hannah
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Beitragvon hannah » Do 28. Dez 2006, 17:31

Ich kenne diese Probleme auch, aber in Anbetracht zu meiner allgemeinen Situation jetzt in Bezug zur Krankheit und den Medikamenten, waren diese sexuellen Beeinträchtigungen dann doch eher immer ein geringeres Problem.

Stupsi2k
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Beitragvon Stupsi2k » Sa 13. Jan 2007, 15:00

hi,
nehme seit 6 wochen seroquel.
bin bei 700mg, 200-200-0-300.

ist bereits mein 6. neuroleptikum in etwa 1. jahr. und nur darunter merke ich erstmalig eine wirkung: manchmal "befreit" mich das seroquel von meinen problemen, allerdings nur für ~30 Minuten. Wird also wohl noch weiter erhöht werden.

Nebenwirkungen (meist ca. 45 Minuten nach der Einnahme, dauert bis zu 2 Stunden an): Mundtrockenheit, trockene Nase (Rhinitis), leichte bis mittlere Sedierung / Benommenheit / Verwirrtheit.

Mit den Nebenwirkungen kann ich aber leben. Bin mir aber trotzdem unsicher, ob ein anderes Medikament weniger hätte.

MfG

Frosch
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Beitragvon Frosch » Do 8. Feb 2007, 18:49

Wie anderswo im Forum von mir empfohlen und selber
getestet, kann man die "bleiernde Müdigkeit"
durch Seroquel mit Sport und körperl. Bewegung
in den Griff bekommen.
Seit der Einnahme dieses Medikaments ist meine Libido
aber ziemlich lahmgelegt, fühle mich wie kastriert :evil:

raff01
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Re: Erfahrungen mit Seroquel ?

Beitragvon raff01 » Mi 16. Mai 2007, 19:16

hallo,
mich wundert es, dass dir seroquel
in dieser geringen dosis überhaupt hilft,
ich nehme täglich 900 mg und habe mal versucht
auf 750 mg am tag zu kommen aber schon stellten
sich nach 3 tagen wieder verstärkt angstzustände ein.
ich muss auch sagen, dass ich trotz allem immer wieder angstzustände bekomme, allerdings in abgeschwächter form, jedoch immer noch störend auf das allgemeingefühl. gegen die angstzustände nehme ich nach bedarf tavor, damit kann man es überbrücken.
ich bin wegen paranoider halozinöser schizophrenie auf erwerbsminderungsrente, bereits im dritten jahr nach meinen 8 monaten krankenhausaufenthalt 2004 und dass es mir mal wieder gut gehen könnte, diese möglichkeit ist jetzt nach dieser zeit wohl ausgeschlossen weil mein krankheitsverlauf als negativ-symptomatik bezeichnet wird ( auch auf grund der nebenwirkungen meiner medikamente ).
so werde ich damit leben müssen, stets eingeschränkt bzw. seelisch behindert und nicht mehr belastbar zu sein.
mir wurden bisher 50 % schwerbehinderung zugesprochen, welches sich wahrscheinlich in den nächsten jahren noch erhöhen wird da eine besserung nicht in aussicht ist.
dennoch ist seroquel ein gutes medikament.
bei zyprexa hatte ich schlimme nebenwirkungen in form von zuckungen und bei seroquel ist es die müdigkeit mit welcher man aber leben kann.
ein perfektes mittel ohne nebenwirkungen wird es wohl nicht geben, da sowieso jeder anders reagiert.

Kaxandra
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Beitragvon Kaxandra » Fr 3. Aug 2007, 20:44

Ich nehme Seroquel seit Oktober 2004, damals hatte ich meine Psychose und war in der geschlossenen Psyschatrie. Sie haben mich damals auf 1200 mg hochgefahren und in der ersten Woche habe ich 10kg zugenommen. Seroquel war ein hartes Los, ich dachte was ist das für ein Teufelszeug. Zuerst hatte ich Sterne vor den Augen, ich dachte sind das Drogen? Mein Puls viel ganz schnell ab, mein Kreislauf ging in den Keller. Ich musste mich unbedingt hinlegen. Aber ich hab mich wieder aufgerappelt, ich habs geschafft den ganzen Tag wach und aktiv zu sein. Selbst mit 1000 und dann 1200 mg. Der Wille ist alles, ich mein klar wusste ich das Zeug kann einen Elefanten betäuben. Aber ich hab mich halt nicht aufgegeben, Wille ist alles. Naja insgesamt nahm ich 40 kg zu und 20 kg hab ich wieder abgenommen. Morgens war ich oft zu spät, gerade als ich dann darum kämpfte wieder ausbildungsfähig zu sein, ich schlief die erste halbe Stunde oft einfach ein, die Augen vielen zu. Heute nehme ich nur noch 400 mg und geh arbeiten, zum Glück gibt es morgens Gleitzeit, da geht das noch, ich hab ja auch noch ne Stunde Arbeitsweg. Aber ich kann sagen meien Konzentration ist durch das Medikament besser geworden und ich hab nachts keine Schlaflosigkeit mehr. Ohne das Zeug würd ich nicht voran kommen. Ich hatte es auch mal ein halbes Jahr abgesetzt, das ging schon. Aber dann gab es wieder starke familäre Stressoren und ich habs schnell wieder angesetzt, bevor ich richtig in ne Psyschose gerutscht bin. Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin und in meiner eigenen Wohnung, werd ich versuchen wieder ohne zu leben. Nur hab ich Angst, dass ich abends nicht früh genug einschlafe, weil ohne das Zeug lieg ich bestimmt 2 Stunden im Bett und warte darauf gut schlafen zu können. Das Zeug ist heute mein Schlafmittel. Aber wenn ich nicht arbeiten muss, dann schlafe ich morgens wie ein Stein oft bis 12 und früher hab ich am Wochenende nachmittags mit der hohen Dosierung oft 4 Stunden zusätzlich geschlafen. Also teilweise 16 Stunden Schlaf am Tag. Aber mein Leben geht weiter, ich kann klar denken und mir geht es gut, ich kann wieder Dinge die früher gar nicht gingen. Ohne das Zeug war ich verloren, deshalb bin ich dankbar. Und wenn man was gegen das Hungergefühl tun will, Sport treiben und keine Endschuldigung finden, nach dem Motto: Das Medikament ist schuld, deshalb esse ich soviel. Man verbrennt schließlich noch die selbe Dosis an Kalorien wie früher oder sogar weniger wenn man soviel schläft.

Daniela99
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Nebenwirkung von Seroquel

Beitragvon Daniela99 » So 12. Aug 2007, 13:53

Hallo zusammen!

Meine Freundin nimmt seit Jahren Seroquel ein und seitdem sie die Dosis auf 400 verringert hat klagt sie unter stärksten NW. Die Medis sollen gegen ihre Psychose sein aber verursachen diese nach der Einnahme. Nach der Einnahme (immer abds.) nach ca. 15 Minuten fühlt sie sich vollkommeen kraftlos. sie kann kaum noch gehen noch ihre Arme bewegen. Es setzt eine Tachykardie ein mit Angstgefühlen und Atembeschwerden. Ihre Umgebung nimmt sie als unheimlich wahr, vor der Einnahme sind absolut keine Symptome vorhanden.Die Psychose zeigt sich erst nach ! der Einnahme. Hinzu kommt unter der Wirkung ein leichter Verfolgungswahn. Seit einiger Zeit hört sie manchmal Stimmen, nur für wenige Augenblicke, aber ausreichend um in Panik zu geraten, sie lebt alleine. Sie hat nie Stimmen gehört dass fing erst mit der Reduktion der Tabletten an und dann NUR nach der abendlichen Einnahme so 15 Minuten später.

Seroquel ist gegen eine Psychose? Bei ihr wird dadurch eine ausgelöst. Vorher nahm sie ca. 700 mg und ist sofort dadurch eingeschlafen. seitdem sie weniger nimmt schläft sie auch ein, aber nicht mehr so schnell wie früher und von daher bekommt sie die "Nebenwirkungen" mit.

Hat jemand auch so wahnsinnig starke NW mit Angst und Panik verbunden? Logisch, wenn ich mich von jetzt auf gleich nicht mehr bewegen könnte und Herzrasen hätte und eventuell Stimmen hören würde wäre ich auch in Panik.

Danke für die Antwort:)

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justus jonas
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Beitragvon justus jonas » Sa 5. Apr 2008, 14:39

Ziemlich alter Thread hier....

Ich bekomme seit letzter Woche 100mg Seroquel täglich. Ich soll das abends gegen 20 Uhr nehmen.
ich kann mir nicht vorstellen, wie man 700mg davon verkraften soll, ehrlich gesagt.
Ich werde davon sehr sehr müde und kraftlos und schlafe wie ein Stein und auch viel länger als gewohnt.
Meine Psychiaterin hat mich aber vorgewarnt und meinte daß das medikament anfangs sehr müde macht.

ich hab allerdings auch keine psychose sondern burn out mit rezessiven depressionen und einer angststörung.
von daher, ist es nicht sooo hoch dosiert.

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justus jonas
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Beitragvon justus jonas » Sa 5. Apr 2008, 15:53

wie bekommt man die müdigkeit in den griff? ich bin nach 100mg schon immer total geplättet und hab keine kraft mehr.

ich nehme das erst seit montag... aber in der tat ich hab abends immer solchen appetit, trotz der müdigkeit, daß ich geneigt bin den halben kühlschrank leerzuessen...

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Sucamedica
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Beitragvon Sucamedica » Sa 5. Apr 2008, 23:04

Ich habe eine Dysthymie, rezidivierende Depression und eine Persönlichkeitsstörung mit paranoidem Anteil und bekomme zur Nacht auch 300 mg Seroquel. Es macht mich schön müde, so dass ich gut schlafen kann, hilft mir aber auch ein wenig gegen die Paranoia. Zuvor hatte ich zum Schlafen Trimipramin, in der Klinik wurde ich aber auf Seroquel umgestellt weil ich so stark zugenommen hatte. Inzwische bin ich dabei, mein Gewicht zu reduzieren und unter Trevilor (das Antidepressivum, welches ich am Tage nehem) und Seroquel geht das einigermaßen.

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justus jonas
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Beitragvon justus jonas » So 6. Apr 2008, 00:02

300mg ? für mich jetzt grad unvorstellbar, ich bekomme, wie gesagt 100 mg und bin schon total am ende.
Ich hoffe man gewöhnt sich an das medikament, so daß es sich nicht immer so betäubend anfühlt.

Ansonsten geht es mir grad echt schlecht, weil ich überhaupt nicht weiß wie ich mit reduziertem gehalt (nach sechs Wochen) oder gar 10eur pro tag die ich bezahlen soll, hinkommen soll.

das erhöht meine sorge grad ins unermessliche.

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Sucamedica
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Beitragvon Sucamedica » So 6. Apr 2008, 21:32

Ja, ich nehme 300 mg Seroquel zur Nacht und das ist auch gut so. Das Präparat wurde in der Klinik eingeschlichen, während das Trimipramin ausgeschlichen wurde und der Wechsel war sehr gut denn ich habe kaum noch Probleme mit dem Restless Legs Syndrom wie zuvor. Ja und das Abnehmen geht nun einigermaßen.

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sero

Beitragvon SilentMike » Di 8. Apr 2008, 23:03

nehm seit 2 jahren minimum 600 mg seroquel am tag.. ohne 300 am abend kann ich nimma schlafen.. nebenwirkung? oder gings auch sonst nicht? ka....


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