Antipsychiatrische Aufruhr

Dieses Forum beschäftigt sich speziell mit Nebenwirkungen bzw. unerwünschten Wirkungen von Medikamenten und nicht-medikamentösen Therapieverfahren (Einzel- und Gruppentherapie, körperorientierte Verfahren etc.), die in der Psychiatrie und Psychotherapie eingesetzt werden. Es sollen hier nur persönliche Erfahrungen wiedergegeben werden. Nutzen Sie den Raum für anschauliche Beschreibungen, denn das Thema Nebenwirkungen ist von besonderer Bedeutung.
citta
Beiträge: 72
Registriert: Fr 7. Jan 2011, 16:54

Antipsychiatrische Aufruhr

Beitragvon citta » Di 18. Jan 2011, 14:40

Besuch beim Psychiater. Ich werde ihn erst mal reden lassen. Dann rede ich. Und ich werde sagen, mein Ziel sei es, bis April die Medikamente abgesetzt zu haben. Ich wisse gar nicht wo anfangen, die Medikamente seien eine Katastrophe für mich. Sie hätten mir meinen Körper gestohlen und meinen Geist behindert. Dass ich auf keinen Fall von Medikamenten abhängig sein wolle. Ich wisse zwar, dass der ärztliche Rat noch Monate der Einnahme empfehle, doch das sei mir wurscht. Ich wolle nicht erst total verfettet, geistig zerstört und apathisch verblödet daran denken, den restlos von der Droge versteiften Körper langsam von diesem Rattengift zu befreien. Ich wolle handeln, solange ich noch bei Bewusstsein sei. Und das sei jetzt. Nicht zuletzt hätte sich in dieser kurzen Zeit auch ein beträchtliches Mass an Aggression angesammelt, dass man sowas verschreibe! Habe man doch irgendwie Vertrauen in die Medizin, bewundere ein bisschen diese Forschung und käme dann zum Schluss, das seien Rosskuren, chemische Keulen, die mehr oder weniger präzis die Symptome betreffen vor allem aber den Rest des Körper durch Kollateralschäden in Mitleidenschaft zögen. Und nein, in meinem Fall, sei die Medizin kein Segen und sie wüssten ganz genau, dass das Medikament mit seinen Nebenwirkungen nicht ideal sei, aber dass sie halt nun mal nichts Besseres hätten. Nun, ich habe was Besseres. Non compliance, Aufstand gegen die Diktatur der Chemie (Indianergeheul).

Benutzeravatar
Remedias
Beiträge: 4096
Registriert: Fr 22. Dez 2006, 17:46
Kontaktdaten:

Re: Antipsychiatrische Aufruhr

Beitragvon Remedias » Di 18. Jan 2011, 15:54

Hallo, citta,
du sprichst mir ( ein wenig ) aus der Seele.
Ich habe Seroquel um die Hälfte reduziert und nur noch Stress mit meiner Psychiaterin.
Sie ist überzeugt davon, ich würde wieder psychotisch werden.
Dabei kann ich mit diesen hohen Dosen NL nicht gut leben.

Aber, liebe citta, bitte setz dich nicht unter Druck, dass es bis April sein muss. NL sind heimtückisch. Es gibt Reboundphänomene und Absetzpsychosen. Man kann nur gaaanz langsam ausschleichen und Tabletten teilen.


liebe Grüße Remedias

citta
Beiträge: 72
Registriert: Fr 7. Jan 2011, 16:54

Re: Antipsychiatrische Aufruhr

Beitragvon citta » Di 18. Jan 2011, 16:06

Neinein, danke Remedias, ich werde nicht unüberlegt handeln, ich musste nur meinem Ärger ein wenig Luft machen. Ich kann notfalls auch warten bis im Sommer, aber ich bin schon froh, wenn ich das Zeug abgesetzt haben werde.
Liebe Grüsse
Citta

Mirjam
Beiträge: 848
Registriert: Di 7. Dez 2010, 10:32

Re: Antipsychiatrische Aufruhr

Beitragvon Mirjam » Di 18. Jan 2011, 19:09

.... Man kann nur gaaanz langsam ausschleichen und Tabletten teilen.
Hallo Remedias !

Retard-Tabletten soll man aber nicht teilen!
LG
Mirjam

Benutzeravatar
Remedias
Beiträge: 4096
Registriert: Fr 22. Dez 2006, 17:46
Kontaktdaten:

Re: Antipsychiatrische Aufruhr

Beitragvon Remedias » Di 18. Jan 2011, 20:29

Hallo,
Mirjam, da hast du natürlich Recht, die darf man nicht teilen. :shock:

liebe Grüße Remedias


Zurück zu „Nebenwirkungen und unerwünschte Wirkungen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast