Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Dieses Forum beschäftigt sich speziell mit Nebenwirkungen bzw. unerwünschten Wirkungen von Medikamenten und nicht-medikamentösen Therapieverfahren (Einzel- und Gruppentherapie, körperorientierte Verfahren etc.), die in der Psychiatrie und Psychotherapie eingesetzt werden. Es sollen hier nur persönliche Erfahrungen wiedergegeben werden. Nutzen Sie den Raum für anschauliche Beschreibungen, denn das Thema Nebenwirkungen ist von besonderer Bedeutung.
cake
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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon cake » Fr 27. Sep 2013, 19:26

Nun wie erklär ich mir, dass das erste Medikament nicht gegriffen hat- sehr wohl aber das Zweite?
Ist da ein Placeboeffekt erkennbar?
Hat mir ja der Arzt in die Hand gegeben-Es war ein Psychiater.
Ich habe mich entschieden die Medies zu nehmen- aber das ist jedem das Seine- wie ich finde. :wink:
Da übe ich Toleranz.

Natürlich ist es wichtig nebenbei an sich zu arbeiten- deshalb geht man in die Therapie- denn man möchte aus diesem Zustand ja rauskommen.

Einen Krankheitsgewinn darin zu sehen- na ich weiß nicht recht. Für mich ist das eher unlogisch.

Ist es nicht auch eher so, dass je nachdem wie das Umfeld reagiert- die Krankheit länger oder kürzer gehen kann.
Für die meisten Menschen ist Zynismus negativ belegt, in Wirklichkeit ist aber das nur die Angst vor der eigenen Feindseligkeit sich selbst gegenüber
Feindseligkeit sehe ich hier nicht- das wäre negativ belegt.

Ich nenne es eher eine überzogene Darstellung.
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Mavros
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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon Mavros » Fr 27. Sep 2013, 20:52

Nun wie erklär ich mir, dass das erste Medikament nicht gegriffen hat- sehr wohl aber das Zweite?
Ist da ein Placeboeffekt erkennbar?
Hat mir ja der Arzt in die Hand gegeben-Es war ein Psychiater.
Dann würde ich doch das Problem der Medikation mit deinem Psychiater besprechen.
Natürlich ist es wichtig nebenbei an sich zu arbeiten- deshalb geht man in die Therapie- denn man möchte aus diesem Zustand ja rauskommen.

Einen Krankheitsgewinn darin zu sehen- na ich weiß nicht recht. Für mich ist das eher unlogisch.
Wahrscheinlich hast du den Zusammenhang nicht verstanden, da ging es um die im Text beschriebenen Verhaltensweisen. Der Text ist an und für sich logisch, zumindest mehr als einiges, was hier frei von der Leber, ohne dabei viel nachzudenken, von sich gegeben wird.
Für die meisten Menschen ist Zynismus negativ belegt, in Wirklichkeit ist aber das nur die Angst vor der eigenen Feindseligkeit sich selbst gegenüber
Feindseligkeit sehe ich hier nicht- das wäre negativ belegt.
Ich nenne es eher eine überzogene Darstellung.
Ja, in der Tat ist die Neigung dazu, Feindseligkeit negativ aufzufassen eine überzogene Reaktion. Feindseligkeit sowie Freundlichkeit, beides sind natürliche Facetten des konventionellen Erlebens. In der virtuellen Kommunikation erlebt man übrigens Spiegelbilder der eigenen verdrängten Seiten, und das verträgt nicht jeder, vor allem dann nicht, wenn Vorbelastungen vorhanden sind.
Ist es nicht auch eher so, dass je nachdem wie das Umfeld reagiert- die Krankheit länger oder kürzer gehen kann.
So lange man sich seinem Umfeld schutzlos ausgeliefert fühlt, wird sich kaum etwas ändern können. Ansonsten hat jeder Mensch die Möglichkeit, sich sein Umfeld selbst auszuwählen und zu gestalten. Die Suche nach dem Grießbrei und der Gute-Nacht-Geschichte beendet man am besten dann, wenn man sich den Brei selber kocht, und sich gelegentlich auch die passenden Bücher besorgt.

:wink: O:)

Freundliche Grüße.
"Die Deutung des Unangenehmen als Machenschaft der Außenwelt macht aus dem Unangenommenen etwas Unannehmbares."

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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon 5D-Cube » Sa 28. Sep 2013, 16:04

@fluuu

ich bin nicht negativ. Ich singe im Chor, gehe Pilze sammeln (welche zum Essen :D , Rotfußröhrlinge und Maronenröhrlinge, keine Rauschpilze), koche gerne Leckeres, war vor ein paar Tagen im Baggersee, finde mein Studium interessant, obwohl es sehr anstrengend ist.

Weil man sich gegen Mißstände engagiert, heißt das nicht, dass man negativ ist.

Ich arbeite auch 1mal die Woche ehrenamtlich im Weltladen, engagiere mich für fair trade und gegen miserable Arbeitsbedingungen hierzulande und anderswo,

bin ich deswegen negativ ?? Generell werden Leute, die im Weltladen arbeiten, als sehr positive Menschen gesehen, Du kennst mich nicht persönlich und hättest Du mich nicht in diesem Forum kennengelernt, sondern z.B. als Kunde im Weltladen, oder im Schwimmbad, oder als Kommolitonin, würdest Du wahrscheinlich ganz anders von mir denken.

Aber Deiner Meinung nach haben ja Psychiatriepatienten kein Recht darauf, Psychiater, Psychotherapeuten, Pflegepersonal, Richter, etc. zu kritisieren, zumindest solange nicht, wie sie ihr Leiden nicht vollständig überwunden haben. Ich frage mich, woher bei DIR so eine Autoritätshörigkeit-befürwortende Haltung herkommt. Aber kann mir egal sein, Du bist ja nicht meine Psychotherapeutin und sollte ich an Dich geraten, dann schmeiße ich Dich halt nach der 2. Therapiestunde raus.
Wenn man Andere kritisiert, behauptet man damit NICHT, selber fehlerfrei zu sein, vielleicht musst DU da noch was kapieren.

(Es gab und gibt immernoch viele Leute, die finden Demokratie negativ. Wegen schonungslos geführter Parlamentsdebatten, das finden die negativ und würden lieber eine Monarchie haben. Dass im Parlament vertretene politische Meinung und persönliche Feindschaft was Verschiedenes sind, können die sich anscheinend nicht vorstellen.)
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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon 5D-Cube » Sa 28. Sep 2013, 16:54

ja, ich habe Ängste, anderen Personen machtlos ausgeliefert zu sein.

Paternalistisch-autoritären Eltern, die doch nur das Beste für einen wollen (das Problem ist seit dem 18. Geburtstag erledigt),

Mobbing-Klassenkameraden, und wenn man sich bei den Lehrern beschwert, dann streiten die einfach alles ab, ich kann (fast) nichts beweisen. Und weil ich so ein frecher und fauler Schüler war (konnte es mir ja aufgrund meiner zuverlässig guten oder mittleren Noten leisten), waren die Lehrer sowieso geneigt, die Schuld am Konflikt mir zu geben.

Vergewaltigung durch mehrere Personen (gegen einen kann ich mich wehren und weglaufen, hat schon mal geklappt)

Zwangsbetreuung, (da wäre eine Eltern-ähnliche Situation wieder da)

Zwangsweiser Konsum psychotroper/lähmender/behindernder Substanzen, injiziert durch eine Übermacht von Pflegern,

usw.

Natürlich ist mein Engagement auch davon getrieben. Aber ich habe es z.B. schon geschafft, eine andere Frau von ihrer Zwangsmedikation in ihrem Wohnheim für psychisch Kranke zu befreien. Sie kann unter Neuroleptika keine Freude am Leben empfinden, und sagt, ich habe ihr ihr schönes Leben wiedergegeben.

Ist so jemand negativ ?

Außerdem weise ich ja auch auf Alternativen hin. Ambulante Behandlung, Notfallpsychotherapiestunden einrichten, um schon mal sofort 5-6 Stunden haben zu kommen, bevor man auf der Warteliste ewig wartet, Soteria-Stationen ("Tripsitter-Psychiatrie")

Zitat von fluuu:
Es sind nicht nur illegale Drogen weil sie illegal sind verwerflich, alle Suchtmittel um durch
den Alltag zu kommen sind fragwürdig, auch Psychose kann zur Sucht werden denn man
muss die Realität nicht wahrnehmen und kann so schön irreal phantasieren.
Nur tragen alle diese Abhängigkeiten nicht zur selbstständigen Lebensbewältigung bei,
es ist Hilfe von außen nötig und das führt zu neuen Abhängigkeiten, eine
Abwärtsspirale der Unmündigkeit. Die klassischen Patienten auf Station in der Psychiatrie.


Wenn man sich von der Psychiatrie weghält, so wie ich, verhindert man genau diesen Mechanismus, von der Psychiatrie abhängig zu werden. Wenn man keine Betreuung will, egal in welcher Situation man steckt (Obdachlosigkeit, berufliche Perspektivlosigkeit, etc....), baut man auch auf die eigene Eigenständigkeit.
(Alternativ kann man natürlich die eigene Familie einspannen, was viele Kranke machen, auch davor muss man sich natürlich hüten.)

Ja, das habe ich bemerkt, dass sich viele Mitpatienten von mir schon seit 15 Jahren in die Psychiatrie-Hängematte legen und langsam aber sicher verlernen, irgendwas eigenständig zu machen. ("Ich frag mal meinen Betreuer, ob er da....." und mit den Krankenschwestern genauso) Die Krankenschwestern wollten mir bei lauter Zeug helfen was ich selber kann, wahrscheinlich weil sie die Unselbständigkeit anderer Patienten gewohnt waren. (Und viele waren beleidigt!!!, wenn ich gesagt habe, zur Krankengymnastik gehe ich selber hin, Sie brauchen mich nicht über das Gelände zu begleiten. Und ähnliches.) Viele Patienten auf offenen Stationen haben freien Ausgang und gehen trotzdem fast nie raus, verstehe ich nicht. Bei mir dagegen hat es die Psychiaterin für krankhaft erklärt, dass ich die mir zugestandene 1 Stunde Ausgang einfach ignoriere und auf Station anrufe, ich bleib noch für 2 Stunden weg, nur 1 Stunde Ausgang am Tag und 23 Stunden am Tag auf Station lasse ich mir nicht gefallen. Und wenn das die Ärztin massiv ärgert, kann sie mich dafür rausschmeißen, bitteschön.

Zitat von fluuu:
Es sind nicht nur illegale Drogen weil sie illegal sind verwerflich


ach so, der Konsum von illegalen Drogen ist schon deshalb verwerflich, weil er illegal ist ??? Und falch parken wo es niemand stört, ist auch verwerflich ?? (etc.)
Und sich auf einer Demo gegen den Irak-Krieg vor das Zufahrtstor der Frankfurter US-Airbase setzen und dort kriegsstörende Sitzblockade machen ist auch verwerflich ?? (Verstoß gegen Demoauflagen, Ordnungswidrigkeit, die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat allerdings versucht die Demonstranten wegen Nötigung §240 StGB dranzukriegen)
Und wild Zelten im Wald (wildes Lagern, Ordnungswidrigkeit) ist auch verwerflich ? usw.
Desertion von amerikanischen Soldaten, weil sie es nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren können, was im Irak geschieht, ist auch verwerflich ? (Desertion ist Straftatbestand, bestens illegales Verhalten)
Und zwischenmännliche Sexualität (bis 1969 verboten, Straftat nach § 175 StGB) war also bis 1969 auch verwerflich, und seit 1969 nicht mehr ?

Normalerweise ist die Begründung für das Verbot eines bestimmten Verhaltens, dass dieses Verhalten verwerflich ist.
Nicht umgekehrt.

Na ja, bezüglich Kiffen ist der ehemalige bayerische Innenminister und Ministerpräsident Beckstein auch der Meinung, dass Kiffen schon deshalb verwerflich ist, weil es verboten ist
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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon 5D-Cube » Sa 28. Sep 2013, 17:15

Und ich kann wie Cake bestätigen, daß es sehr wohl eine Hilfe ist, Medikamente zu nehmen. Es ist wie bei einem Beinbruch. Da bekommst ja auch eine Schiene, und ne Krücke zum Einsatz... Warum sollte das nicht auch im psychischen Bereich möglich sein?
ja das stimmt. Wenn der Knochen gebrochen ist, wird er mit Metall repariert. Wenn er wieder nachgewachsen ist, dann kann man das Metall rausnehmen.
Manchmal kann man das Metall nicht rausnehmen und es muss lebenslang drinbleiben. Aber das ist ein besserer Zustand, als wenn man diese Hilfe überhaupt nicht hätte. Nebenwirkungen gibts da übrigens auch, wenn man Metall im Knochen hat, habe ich am eigenen Bein erfahren. Zum Glück konnte das Metall bei mir nach 3 Jahren wieder raus.
Das Problem Vieler ist, dass sie gar nicht steuern wollen. Psychose ist kein Lebenslänglich, es gibt genügend Stabilisierungs- und Entspannungsverfahren, die den Weg für weitere therapeutische Maßnahmen öffnen. Die Medikamenteneinnahme oder unpassende Therapiemaßnahmen verhindern diesen Weg.
Der erste Satz, empfinde ich als Unterstellung. - vielleicht können sie auch wirklich nicht? Weißt du das?

Den zweiten Satz Psychose ist kein lebenslänglich! Das sehe ich auch so. Es muß nicht sein. Es mag Stabilisierungsmaßnahmen und Entspannungsverfahren geben. - Das ist richtig. Aber ob Du deswegen eine Psychose ganz wegbekommst, ist auch fraglich. Die Medikamenteneinnahme verhindern diesen Weg.... Deine Meinung? -Worauf begründet sie sich?

Unpassende Therapiemaßnahmen verhindern diesen Weg. Was sind denn Deiner Meinung nach passende Therapiemaßnahmen?... Du kannst das doch nicht so pauschal sagen!... Jeder Mensch reagiert doch anders, weil jeder individuell und einzigartig ist, deshalb muß man vielleicht auch ausprobieren, was hilft. Das ist in der konservativen Medizin nicht anders!

Meine Meinung zu dem Thema.

Freundliche Grüße
Feuerchen
ja das hasse ich auch, die Unterstellung von Leuten, die jemanden kennen, der seine Depressionen vollständig überwunden hat. Ich würde eben nicht wollen oder der, den sie kennen hätte alles richtig gemacht und ich würde alles falsch machen

Ich hatte jahrelang Neurodermitis an den Armen, und da habe ich oft den Satz gehört "Meine Tochter kriegt an Weihnachten immer Ausschläge, wenn sie so viel Süßkram ißt..... wenn Du immer so viel Limo trinkst, brauchst Du dich über nichts zu wundern !" Es war dann immer schwierig, den Leuten klar zu machen, ich weiß zwar nicht, woran es liegt, dann hätte ich es ja nicht. Aber Süßkramverzicht hat bei mir keine Wirkung, das ist bereits ausprobiert. Das war denen immer schwierig klar zu machen.
Später habe ich dann rausgefunden, dass ich halt nur 2mal/Woche bei 30 Grad duschen darf und die restlichen Tage kalt duschen. Seitdem habe ich keine Neurodermitis mehr.
(Übrigens kann Neurodermitis an Weihnachten auch durch den Wintereinbruch bedingt sein. Die Haut muss sich oft erstmal an die Kälte gewöhnen, bei Leuten mit empfindlicher Haut. Müsste man mal im Hochsommer jede Menge Lebkuchen essen, um das auszuprobieren :D )
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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon Feuerchen » Sa 28. Sep 2013, 18:47

Liebe Mavros

Als erstes:

Laut Wikipedia ist Zynismus Zitat:

In der heutigen Umgangssprache bezeichnet Zynismus sowie das abgeleitete Adjektiv zynisch vor allem eine Haltung, Denk- und Handlungsweise, die durch beißenden Spott geprägt ist und dabei oft bewusst die Gefühle anderer Personen oder gesellschaftliche Konventionen missachtet.

Ich habe gesagt: Ich empfindeDeine Beiträge als zynisch.-

Durch diesen Satz habe ich das Gefühl fühlst Du Dich angegriffen. Und das möchte ich mal klar stellen, daß dem nicht so ist. Ich möchte Dich nicht angreifen, aber Du übersiehst eventuell auch wie Dein Geschriebenes auf andere wirken kann. Dabei möchte ich Dir nicht unterstellen, daß Dir so wie es Wikipedia sagt, bewußt ist. - Insofern habe ich auch das Wort etwas unglücklich getroffen.

Ich bin bei meiner Äußerung bei meinem Gefühl geblieben und habe nicht gesagt Du bist ein Zyniker! - Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied! - Ich hoffe Du verstehst, was ich damit sagen will.
Und wenn du denkst, daß das bei mir mit Feindseligkeit der eigenen Person gegenüber zu tun hat, dann irrst Du Dich!

Mich hat die Art gestört wie Du es geschrieben hast:

Zitat von Mavros:

Was tatsächlich eine Wirkung erzielt, ist die vermeintliche Sicherheit, die aus der Einstellung der Ärzte hervorgeht. Wenn der Arzt das Mittel verschreibt und sagt, dass dies helfen wird, stellt sich sicher für Manche ein ähnliches Gefühl ein wie wenn die Mama eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen hat.

---- der Arzt lullt den Patienten ein...und dann ist der ganz beruhigt, und schläft wie ein Kind alles ok... So kommt es rüber! Das kommt bei mir schon wie Spott rüber!

Natürlich gibt es keine Sicherheit bei Medikamenten, Mavros, das hast Du richtig gesagt....Aber ich empfinde das so, daß Du den Patienten absprichst, für ihre eigene Genesung einzutreten und auch kritisch zu sein. Ich kann sehr wohl sagen,ob mir ein Medikament hilft, oder ob ich Nebenwirkungen habe, oder ob ein Medikament keine Wirkung zeigt! Das können auch Psychiatriepatienten feststellen, nicht nur Patienten mit körperlichen Beschwerden.

Zitat von Mavros:

Die Wirkung kann kaum den Placebo-Effekt übersteigen.

Weißt Du , jeder weiß, daß die Pharmaindustrie verdienen will und auch Medis auf den Markt bringt, die nicht immer das erreichen, was sie versprechen. Das sprech ich Dir gar nicht ab. Aber Deine Aussage, ist einfach wieder so allgemein formuliert. - Das ist der Grundton der mich daran so stört. - Alles ist schlecht oder alles ist gut. Tja...ist es eben nicht. Es gibt eben auch die besagten Grautöne... Medis helfen ein bischen, gar nicht, oder eben viel!
Die Wirkung der Psychopharmaka übersteigt kaum den Placebo - Effekt... ist wohl schwarz-Weiß-Denken!
Und zu Deiner Information... Da kann ich mitreden, denn ich informiere mich auch!


Zitat von Mavros:

Die Ursache der eigenen Verwirrung kann man in dem Fall definitiv nicht beim Kommunikationspartner suchen.

Wie soll ich nun diesen Satz denn wieder verstehen?... Ich bin nicht verwirrt. Oder denkst Du weil ich mal psychisch krank war, kann man meine Meinung nicht ernst nehmen?

Zitat von Feuerchen:
Aber ich frage mich, ob Du so eine Krankheit selber mal überstanden hast?
Ich wohl! Ich weiß wovon ich rede und lebe nicht nur in der Theorie.

Auch da scheinst Du dich angegriffen gefühlt zu haben. Tut mir leid.... für mich kamst Du sehr theoretisch rüber und nicht sehr einfühlsam.

Aber mit folgendem Zitat, hast Du es mir ja wieder zurückgegeben! - Also Ausgleich :razz:

Da kann man mit gutem Gewissen den Spieß umdrehen, wie es heißt. In Wirklichkeit ergibt sich aus einer psychischen Störung heraus eine ideologisch veränderte (verzerrte) Wahrnehmung

Tja, was so viel heißt bei Dir wie ich bin Plem-plem...

Zitat Mavros:

In der Psychotherapie könntest du lernen das zu verstehen. Anhand der Bekämpfung der Symptomatik hast du aber womöglich keinen Anreiz dazu, was nicht bedeutet, dass die Ursache deiner Störung durch das Einwirken von chemischen Substanzen aufgehoben ist

Na ja, Wie oben schon gesagt, ich versteh auch so, daß Du mich nicht als geeignetes Gegenüber ansiehst, weil ich Dir widersprochen habe. - Von welcher Symptomatik sprichst Du denn überhaupt. Und wofür fehlt mir der Anreiz? -Für Psychotherapie?


.....was nicht bedeutet, dass die Ursache Deiner Störung durch das Einwirken von chemischen Substanzen aufgehoben ist.

Das ist richtig...Durch chemische Substanzen..sprich Medis, ist nicht die Ursache beseitigt warum es zur psychischen Störung kam... ----- Die habe ich anders beseitigt!



Zitat:
Außerdem heißt es für Viele, um späteren Therapieresistenzen vorzubeugen, sich zunächst mit diesem Thema auseinander zu setzen -

http://www.pflegewiki.de/wiki/Krankheitsgewinn

Das ist auch wieder so was... :roll:

Ich hoffe, du siehst nicht in jedem Psychisch Kranken, daß er bloß seinen Krankheitsgewinn sieht.

Irgendwie finde ich das eine sehr negative Sichtweise...


Zitat:
das ist sicher eine gute Übung in der Ertragsamkeit und der Akzeptanz von Mehrdeutigkeiten.

Das ist richtig...Manchmal versteht man eben auch einen Text anders als er vom anderen gemeint ist. Dazu kann ich aber auch stehen.

Aber es ging um folgendes Zitat:

Das Problem Vieler ist, dass sie gar nicht steuern wollen. Psychose ist kein Lebenslänglich, es gibt genügend Stabilisierungs- und Entspannungsverfahren, die den Weg für weitere therapeutische Maßnahmen öffnen. Die Medikamenteneinnahme oder unpassende Therapiemaßnahmen verhindern diesen Weg.

Weißt du...es gibt ein indianisches Sprichwort. Das besagt:
Urteile nicht über einen Menschen, bevor Du nicht eine Meile in seinen Mokassin gelaufen bist.

Vielleicht können sie nämlich wirklich nicht... und es wird einfach unterstellt: die wollen nicht! So was finde ich persönlich sehr fatal!

Freundliche Grüße
Feuerchen

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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon 5D-Cube » So 29. Sep 2013, 01:08

@fluu, Fortsetzung

außerdem habe ich hier im Forum auch schon von Krankenpflegern und Krankenschwestern erzählt, die schwer in Ordnung waren, von einem Klinikarzt, der mir wirklich engagiert helfen wollte und in meinem Sinne helfen wollte, also mir helfen das zu sein und zu erreichen, was ICH will

ich habe meinen ambulanten Arzt sehr gelobt

und ich kritisiere Gewalttätigkeit bei Personal UND bei Mitpatienten.

Eine Sozialarbeiterin in der Klinik ist auch klasse.
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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon Mavros » So 29. Sep 2013, 10:27

Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie


Zur Zeit sitzen tausende von Bürgern in deutschen psychiatrischen und forsensischen Einrichtungen und werden unter Androhung von körperlicher Gewalt oder mittels körperlicher Gewalt gezwungen, gegen ihren erklärten Willen süchtigmachende und persönlichkeitsverändernde Psychopharmaka wie Neuroleptika einzunehmen.


Es ist durch wissenschaftliche Studien erwiesen, dass Neuroleptika - über längere Zeiträume eingenommen - die Lebenserwartung um bis zu 32 Jahre verringern.


Die psychiatrischen "Diagnosen", auf Grund derer Insassen von Psychiatrie und Forensik gezwungen werden Psychodrogen zu konsumieren, basieren nicht etwa auf exakten wissenschaftlichen Tests - wie man sie z.B. bei der Diagnose von Herz- oder sichtbaren Krankheiten verwendet - sondern auf reiner Willkür. Deshalb sind auch Ferndiagnosen und Gefälligkeitsgutachten möglich. Es gibt keinen Beweis für die Existenz von psychiatrischen Krankheiten oder Störungen.


Das bedeutet, wenn ein Psychiater meint, Sie haben eine schizoide Störung, dann haben Sie sie. Er kann diese "Diagnose" nicht beweisen. Es gibt keinen Test. Er braucht keinen Beweis. Es reicht, dass er eine Autorität auf dem Gebiet ist. Aber nun haben Sie den "schwarzen Peter", denn wie wollen Sie beweisen, dass Sie keine "schizoide Störung" haben? Das ist nun Ihr Problem.


Es werden also Menschen in den Psychiatrien gefangen gehalten, weil sie als "gestört" diagnostiziert wurden. Sie können nicht beweisen, das sie nicht "gestört" sind, denn die Autorität darüber, ob jemand gestört ist, ist der Psychiater. Die Psychiater geben offen zu, dass sie nicht wissen, woher "geistige Störungen" stammen die Annahme, von entarteten Genen ist ebenso nur eine unbewiesene These. Die Psychiater selbst sprechen auch nicht von Heilung, sondern von Compliance(Anpassung) und von Kolabrierung (anpassen an ein Normalmass) wobei sie selbst nicht sagen können, was "normal" ist. Das erinnert an eine Geschichte von Franz Kafka, ist aber bittere Realität.

Wenn Sie nun "gestört" sind, müssen Sie auch „behandelt“ werden. Das bedeutet in der "modernen" Psychiatrie, Sie erhalten Psychopharmaka. Die Nebenwirkungen sind vielfältig: sie können nicht mehr klar denken, haben Probleme beim Sprechen (das heißt, sie lallen), Ihr sexuelles Empfinden ist futsch, Sie haben einen solchen Heißhunger, dass Sie innerhalb weniger Wochen ohne weiteres 20kg zunehmen können, Sie haben "keine Empfindungen mehr", Sie können sich nicht mehr wehren, Sie können beim Lesen das Geschriebene nicht mehr geistig aufnehmen, Sie können nicht mehr stillsitzen, Sie bekommen eine Diabetis-Erkrankung, Ihr Körper zittert unkontrolliert, Sie haben Suizidgedanken....und mindestens 1000 Menschen nehmen sich pro Jahr durch Psychopharmaka das Leben.


Nun hat ein mutiger Menschenrechtsanwalt sich vorgenommen, die Frage, ob Psychiater ihren Patienten gegen Ihren Willen Psychopharmaka verabreichen dürfen und ob Gerichte den Psychiatriepatienten vorschreiben dürfen, dass sie nur dann freigelassen werden, wenn Sie sich verpflichten, weiterhin Psychopharmaka zu nehmen, vor das Bundesverfassunggericht zu bringen.


Und nachdem Sie nun gelesen haben, was es mit psychiatrischen "Diagnosen" auf sich hat, geht es auch um IHRE MENSCHENRECHTE, weil es wirklich JEDEN treffen kann.


Bitte helfen Sie uns, ein Rechtsstreit kostet Zeit, Nerven und Geld. Diese Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht kann für viele Menschen einen großen Unterschied bewirken. Mit einer kleinen (oder auch gern größeren) Spende auf das unten genannte Konto 1275444, BLZ 58560103 bei der Volksbank Trier.
Igelin,
ich vermute, das hier ist eure Seite?

http://igelin.blog.de/2011/10/01/versuc ... -11950164/

Ich habe über sie in diesem Forum berichtet, da ich sie vor einiger Zeit selbst im web entdeckt habe. Krass. Wünsche viel Erfolg.

Liebe Grüße
Mavros
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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon Mavros » So 29. Sep 2013, 10:44

http://igelin.blog.de/2013/09/28/organ- ... -16470506/

Zu diesem Thema habe ich vor einiger Zeit eine Linksammlung zusammen erstellt:

http://www.youtube.com/watch?v=PYis3d_ytQA

http://www.youtube.com/watch?v=ll8OusoMJvc

http://www.impfkritik.de/upload/pdf/Org ... pende1.pdf

http://www.youtube.com/watch?v=61Rp9YiAKsA


(Ich muss die Links allerdings teilen, da ich in einem Beitrag nur 5 senden kann.)

Im neuen Spenderausweis soll es eine Option "Nicht-Spenden" geben. Ob das auch in dem bisherigen Ausweis so ist, weiß ich nicht, ich habe mir ihn nie besorgt. Das Ankreuzen dieser Option hat zur Folge, dass beispielsweise in Deutschland im Sterbefall, wenn dieser Ausweis vorliegt, keine Organe entnommen werden dürfen. Diese Regelung ist aber in anderen europäischen Ländern nicht einheitlich gegeben, was man mittels der Links oder unter dem Thema im web erfahren kann. In manchen Ländern wird eine solche Erklärung berücksichtigt, wo anders, ich denke in Spanien, Italien und Österreich, ebenso in osteuropäischen Ländern, gelten andere Gesetze. Dort ist eine unfreiwillige Organentnahme möglich. Das soll künftig auch für Deutschland gelten für den Fall, dass kein Spenderausweis vorliegt, und die Option des Mitspracherechts für Angehörige soll abgeschafft werden. Das alles ist in Planung, ich hoffe zumindest, dass der Öffentlichkeit bisher ein solcher Beschluss nicht entgangen ist, und zu hoffen wäre auch, dass das Vorhaben nicht realisiert wird.

Liebe Grüße
Mavros
Zuletzt geändert von Mavros am So 29. Sep 2013, 22:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon Feuerchen » So 29. Sep 2013, 17:31

:mrgreen: :wink:

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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon Mavros » So 29. Sep 2013, 22:59

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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon cake » Mo 30. Sep 2013, 07:36

Schade, dass Igelin hier nicht mehr mitliest:


Letzte Anmeldung: Do. 19. Aug, 2010 1:54
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon fluuu » Mo 30. Sep 2013, 10:22

@fluuu

ich bin nicht negativ.
Um so besser, gebe es auf, mach was Du willst, für mein Gefühl sind Deine Äußerungen hier im Forum in erster Linie Nörgeln an der Psychiatrie und der Welt,
letztlich wahrscheinlich ein Nörgeln an Dir selbst und Deinem Gefühlszustand ohne, dass es Dir bewusst ist.
Du hast Recht, habe Autoritätshörigkeit denn fühle mich selber als Autorität mir gegenüber, spreche jetzt ein Machtwort und beende den Dialog. Tschüß.
gruß fluuu

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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon Mavros » Do 3. Okt 2013, 11:07

Negative Elemente in der interpersonellen Kommunikation beziehen sich aus der tiefenpsychologischen Sicht auf biographische Erfahrungswerte. Situationen, aus denen innere Konflikte entstanden sind, werden auf gegenwärtiges Geschehen übertragen und dort, wo unter anderen Umständen Kommunikation stattfinden würde, offenbaren sich oft signifikante seelische Abgründe, die auf ein harmloses gegenwärtiges Geschehen projiziert werden. Folglich wird also ein Außenstehender mit einem Selbstgespräch konfrontiert.

Außerdem kommt es auf Kommunikationsseiten immer wieder zu dem Phänomen, dass sie als Kompensation der Angststörungen benutzt werden in dem Sinne, dass eine Umformung des Realitätserlebens stattfindet und der Blickwinkel immer weiter verengt und reduziert wird. Die Bedrohlichkeit der "äußeren Welt" wird bekämpft, indem man auf ein kleines Spektrum, das einer vermeintlichen Selbstkontrolle unterliegt, fokussiert.

Darunter leidet in erster Reihe die eigene Gesprächsfähigkeit, und gegen das sich daraus entwickelte Entfremdungsgefühl reagiert man im Zuge der Gruppendynamik in einer Gemeinschaft der Betroffenen gewöhnlich in der Art, dass neutrale Aussagen aufgebrachte, hysterische oder dann auch destruktive bis beleidigende Reaktionen hervorrufen, die dann durch Einzelne oder auch gemeinschaftlich vorgetragen, ihr subjektives Weltbild verteidigen sollen.

Letztendlich kann man diesen Umstand als eine der Ursachen für menschenleere Foren sehen. Menschen, die für ihre soziale Fähigkeiten ein Übungsfeld im web suchen, werden solche Seiten meiden, Austauschwillige werden sie verlassen.

Dazu will ich anmerken, dass ich auf keine Kommentare meiner Beiträge mehr reagieren werde. Wer sich an einer Diskussion beteiligen will, kann dies gerne tun, indem er einen eigenen Beitrag zum Thema leistet und dabei keine persönliche Auseinandersetzungen kreiert. Ich sage es mal etwas drastisch ausgedrückt, ich koche schon mal gerne den Babybrei, aber nur weil er bekömmlich und gesund ist, und ich koche ihn ausschließlich für mich selbst.

Wenn der psychische Zustand sich bessern soll, helfen keine Pillen und kein Forum, sondern schlicht die Psychotherapie - eine Auseinandersetzung mit eigenen Denkweisen, die für alle individuellen psychischen Nöte ursächlich sind, und deren Folgen in manchen Fällen ohne Hilfe von Außen nicht für den Einzelnen und auch für sein Umfeld nicht behebbar und auch nicht akzeptabel sind.
"Die Deutung des Unangenehmen als Machenschaft der Außenwelt macht aus dem Unangenommenen etwas Unannehmbares."

Dr. med. Michael Depner - seele-und-gesundheit.de

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Remedias
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Re: Eine Chance für die Menschenrechte in der Psychiatrie

Beitragvon Remedias » Do 3. Okt 2013, 12:32

Hallo an alle,

lese gerade das Buch "Normal" des Psychiaters Allen Frances und möchte ein wenig klugscheißen :wink:
Er schreibt:
"Es gibt hundert Wege zur Psychose"
der remedias- Weg ist, die Medikamente abzusetzen, weil ihr Weg die Bewältigung einer Neurose war, ;
( habe aber auch 8 Jahre für diese erkenntnis gebraucht)
das heißt, ich brauche andere Lösungen der Konfliktbewältigung, als mich in die Katatonie zu flüchten....
der feuerchen- Weg ist vielleicht wirklich eine Veränderung der Neurotransmitter ( was bei remedias wiederum die geringere rolle spielt: ....) und deshalb profitiert feuerchen total gut von Medikamenten....
Jeder Kranke hier hat seinen eigenen Weg zur Psychose.
Jeder denkt aber auch, dass sein Weg der einzige war/ist.
Daher die Diskussion.
Eigentlich wäre es Aufgabe der Psychiater oder Psychologen, die Ursache der Psychose mitrauszufinden,
das tun sie aber in den seltensten Fällen. Erst wenn man die Ursache kennt, kann man ursächlich behandeln.

liebe Grüße Remedias


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