Augenprobleme seit Psychose bzw. deren Behandlung (Zyprexa?)

Dieses Forum beschäftigt sich speziell mit Nebenwirkungen bzw. unerwünschten Wirkungen von Medikamenten und nicht-medikamentösen Therapieverfahren (Einzel- und Gruppentherapie, körperorientierte Verfahren etc.), die in der Psychiatrie und Psychotherapie eingesetzt werden. Es sollen hier nur persönliche Erfahrungen wiedergegeben werden. Nutzen Sie den Raum für anschauliche Beschreibungen, denn das Thema Nebenwirkungen ist von besonderer Bedeutung.
Paradiesvogel
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Beitragvon Paradiesvogel » Mi 25. Nov 2009, 19:18

Hey Cobretti,

erstmal ein herzliches Willkommen hier...!

Deinem Beitrag entnehme ich, dass du auch "außer Gefecht gesetzt" wirst von den Blickkrämpfen. Du musst dich auch immer hinlegen? Ich bin´s immer noch nicht losgeworden; schiebe es auf die Medi. Darf ich fragen, was du für Medikamente zu dir nimmst?

Es ist bei mir eben auch vor allem in Stress-Situationen. Meist ist es ja körperlicher Stress (Sport!). Und wenn mein ein Sport-liebender Zeitgenosse ist, schränkt das schon wirklich ein, aber auch so sind Blickkrämpfe wegen ihrer Unberechenbarkeit nicht schön...

Ich werde vielleicht irgendwann (im kommenden Frühjahr) eine Medi-Umstellung machen. Leponex soll angeblich keine Augenprobleme verursachen (dafür macht es wieder andere Nebenwirkungen :???:

Alles Gute, Cobretti!

Cobretti
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Beitragvon Cobretti » Do 26. Nov 2009, 16:24

Hey Paradiesvogel!
Danke für die schnelle Antwort! Ich nehme Leponex, Fluctin und bei Bedarf Truxal. Vielleicht weißt du ja, ob es bei diesen Medikamenten diese Nebenwirkungen gibt (also die Blickkrämpfe)?

Cobretti

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Molly
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Beitragvon Molly » Do 26. Nov 2009, 20:15

1991 bekam ich in der Klinik Haldol. Die Dosis wurde mir nicht gesagt. Nach kurzer Zeit sah ich (ich bin sowieso kurzsichtig und trage eine Brille) alles nur noch verschwommen, als ob ich keine Brille aufhätte. In der Klinik fühle sich keiner bemüsigt, mich darauf aufmerksam zu machen, dass das vom Medikament kommt. Da ich damals in meiner ersten Psychose war und sowieso total verängstigt, traute ich mich auch nicht, dazu was zu sagen. Als ich zu Hause war setzte ich das Zeug nach kurzer Zeit wegen dieser und noch viel gemeineren Nebenwirkungen ab. Das einzig Positive an der Sache ist, dass die Nebenwirkungen nach Absetzen des Medikamentes ziemlich schnell folgenlos wieder abklingen.

Inzwischen nehme ich Amisulprid und kann mit Brille sehr klein Geschriebenes nicht mehr lesen. Ohne Brille geht das aber sehr wohl. Anscheinend hat sich da auch etwas verändert.

LG,
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Paradiesvogel
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Beitragvon Paradiesvogel » Do 26. Nov 2009, 22:23

hallo cobretti,

ich kenne die medikamente eigtl. alle nicht - habe aber mal im internet geschaut:

im grunde genommen dürftest du keine probeleme haben, leponex ist nämlich dafür bekannt, dass es keine extrapyramidalen störungen verursacht. die anderen medikamente haben es meines erachtens nicht als nebenwirkung.

ich nehme ja abilify. da ist es eigtl. auch selten der fall, dass blickkrämpfe auftreten.

könnte es an der krankheit liegen???

Cobretti
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Beitragvon Cobretti » Fr 27. Nov 2009, 10:07

An Paradiesvogel!

Ich glaube auch das es an der Krankheit liegt.

Cobretti

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Beitragvon Paradiesvogel » Fr 27. Nov 2009, 15:33

Ohje, meinste wirklich? Das hieße ja dann, dass man nichts weiter dagegen tun kann. Bei mir hilft ja auch Akineton nicht :cry:

Aber ich denke ich werde das Leponex trotzdem versuchen...

chris83
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Re: Augenprobleme seit Psychose bzw. deren Behandlung (Zyprexa?)

Beitragvon chris83 » So 22. Mai 2011, 23:23

Hallo Leute!

Ich hab zwar schon in einem anderen Thread gepostet, aber ich dachte mir ich poste hier noch mal. Mal schauen...

Ich nehme derzeit 50 mg Leponex am Abend und habe auch Probleme mit die Augen. Die meisten schreiben hier dass sie die Augen nach oben bewegen. Bei mir ist dass nicht der Fall. Ich weiß jetzt nicht mehr genau wer von euch das geschrieben hat, aber ich bleibe ebenfalls an einen Punkt mit die Augen hängen. Das ist echt nervig, denn wenn ich mit Leuten rede und die dann anstarre weil mein blick dort hängen bleibt, ist mir das total unangenehm und ich vermeide dann meistens den Augenkontakt.

Wie in dem anderen Thread geschrieben, muss das am Leponex liegen, da ich diese Nebenwirkung nicht hatte wie ich mal bei einem Freund übernachtet hatte, und welch Wunder ES war WEG!
Ich habe da gar nicht so drauf geachtet weil ich auf einer Feier war. Nur ist mir dann aufgefallen dass irgendwas anders war. Ich schaute viel mehr in der Gegend herum, und hatte diesen fixierten Blick geradeaus nicht.

Jetzt überleg ich was ich machen soll, denn ich brauch das Leponex eh gott sei dank nimmer so. Ich werde mal meinen Doc fragen.
Würde mich auf Antworten von euch freuen, und bin eigentlich "beruhigt" dass es anscheinend nicht nur mir so geht.

Lg Chris

Sonne
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Re: Augenprobleme seit Psychose bzw. deren Behandlung (Zyprexa?)

Beitragvon Sonne » So 19. Okt 2014, 17:04

Hallo,

deine Beiträge sind jetzt zwar schon einige Jahre her, aber ich hoffe Du bist hier trotzdem noch vertreten.

Ich habe auch Augenprobleme wie Du und zwar rollen sich so ca.2 x mal die Woche meine Pupillem nach oben für ein paar Stunden und ich habe Schwierigkeiten noch gerade aus zu schauen. Zyprexa habe ich vor mehr als 10 Jahren genommen und nun bin ich schon einige Jahre bei Clozapin gelandet. Bisher konnte mir kein Arzt helfen. Das Mittel gegen diese Nebenwirkungen Akinetion nehme ich auch, aber es hilft bei mir leider nicht so recht.

Bitte teile mir mit, ob Du Deine "Blickstarre" losgeworden bis und wenn ja, wie ? Danke!

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Remedias
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Re: Augenprobleme seit Psychose bzw. deren Behandlung (Zyprexa?)

Beitragvon Remedias » So 19. Okt 2014, 17:36

Hi, Sonne,
das sind Blickkrämpfe.

Wenn Akineton nicht wirkt, könnte ein Neurologe es auch mit einer Botulinumtoxin-Therapie (Botox) versuchen.


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