Augenprobleme seit Psychose bzw. deren Behandlung (Zyprexa?)

Dieses Forum beschäftigt sich speziell mit Nebenwirkungen bzw. unerwünschten Wirkungen von Medikamenten und nicht-medikamentösen Therapieverfahren (Einzel- und Gruppentherapie, körperorientierte Verfahren etc.), die in der Psychiatrie und Psychotherapie eingesetzt werden. Es sollen hier nur persönliche Erfahrungen wiedergegeben werden. Nutzen Sie den Raum für anschauliche Beschreibungen, denn das Thema Nebenwirkungen ist von besonderer Bedeutung.
Paradiesvogel
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Hi Igelchen

Beitragvon Paradiesvogel » So 5. Aug 2007, 10:02

@Hallo Herr Igel,

tja, also du hast wieder ein bisschen andere Nebenwirkungen als ich sie habe.... das mit dem wie sich dein Gehirn anfühlt, hab ich so noch nicht erlebt. Kannst du dagegen was machen?
Tunnelblick kenne ich auch nicht wirklich - ist da einfach dein SEhfeld eingeschränkt?
Aber die Verschwommenheit hab ich im Zusammenhang mit den Augenproblemen meist auch so´n bissl.
Es wär mal toll, wenn jemand ein Mittel fände, was definitiv gegen solche echt behindernden Nebenwirkungen fände!!
Ciao!

abracadabrix
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gar keine augen

Beitragvon abracadabrix » So 5. Aug 2007, 16:15

hallo ich binn erst 25, leide aber schon seid 7 Jahren an einer augenpsychose. ich habe nicht das gefühl das meine augen verkrampft oder unkonzentriert sind sondern das gefühl das ich einfach keine besitze. es wird ausgelöst durch eine extreme angst und schüchternheit und ein grosser mangel an selbstakzeptanz.
naja natürlich weiss ich das ich welche habe wenn ich in den spiegel schau und blind binn ich auch nicht doch es ist ein gefühl. mein blick ist leer und schwach. wenn ich vor einer roten ampel stehe fühle ich mich zu sehr in gedanken damit verbunden das die andern wissen das ich keine habe im bus metro und strasenbahn ist es genau so (paranoya). ich habe zur zeit auch das gefühl das ich es leuten in meiner umgebung nicht erzählen darf weil andere mich dann ausnutzen würden oder für verrückt erklähren denn in dieser gesellschaft darf mann nicht zu oft sagen das es einem schlecht geht. immer schöhn lächeln und nichts anmerken lassen. doch nach einer zeit wird man wirklich verrückt und unglücklich wenn man nirgends mit seinen problemen hinkann. ich verspüre auch eine grosse agression in mir womöglich wegen der verzweiflung selber hilflos zu sein. ich beneide auch jeden menschen zu sehr weil ich sehe das er augen hat und ich habe wie gesagt keine. im blick eines menschen kann man ziemlich genau sehen was der andere für ein gemutszustand hat meiner ist leer und schwach. es ist eine grosse schwäche die manchmal so überwältigend ist das ich mich nichtmal morgens trau nach drausen zu gehen um etwas zu unternehmen ich fühle mich in meiner situation sehr beschränkt und gefangen. ich nehme seid 3 jahren abilify 20mg und remergil 30mg ich hoffe das ich eines tages ungehemmt alles unternehmen kann worauf ich lust hätte wenn es im bereich des machbaren ist natürlich ohne mich für meine person zu schämen

Paradiesvogel
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Hallo!

Beitragvon Paradiesvogel » So 12. Aug 2007, 08:52

Hallo acabracadabrix,

schön dass du hier bist =)...
hast du denn wirklich keine enge Vertrauensperson, der du das mal alles sagen kannst? Dass du eventuell mal zum Arzt gehst, und es deinem Psychiater mal mitteilst?
Weil was du schilderst, klingt sehr schlimm und ich kann mir vieleicht ein bisschen vorstellen, wie das für dich ist, weil ja meine Augen auch nich immer so mitmachen - Augen sind elementar!
Du musst auch mal deine engsten Leute fragen, ob man wirklich deinen Augen alles so ansieht, ich weiß es ja nicht. Aber wenn die dir Mut machen und sagen, dass die Augen recht normal aussehen, würde dir das wieder SElbstverbrauen geben und du müsstest nciht Angst haben, man kann von deinen Augen alles ablesen!

Ich wünsch dir auch dass du irgendwann weniger Medi brauchst!

Paradiesvogel

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Remedias
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Beitragvon Remedias » So 12. Aug 2007, 16:58

Hallo, was ihr beschreibt, klingt für mich mehr nach Nebenwirkungen der Medikamente als nach der eigentlichen Krankheit. Ich habe meinen arzt über Augenprobleme unter Abilify befragt und er hat zu mir gesagt, dies gäbe es nicht (überzeugt hat er mich freilich nicht...)
liebe Grüße Remedias

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Beitragvon Paradiesvogel » So 12. Aug 2007, 17:39

@remidias

...würde ich dir zustimmen, aber sowas will keiner hören und die Betroffenen werden als doof hingestellt.
Meiner hat auch bei Zyprexa gesagt, da ist nix Schlimmes mit den Augen nur mal gaaaanz unwahrschienlich dass es das gibt. Und nach der Umstellung auf abilify war es echt besser geworden, also sag noch mal einer, die Medi hat damit nix zu tun.... ciao

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Beitragvon Flora » So 12. Aug 2007, 21:58

Hallo Paradiesvogel, hallo Remedias,

also ich glaube auch dass es die Nebenwirkungen der Medikamente sind. Habe auch Sehprobleme, aber mehr in Richtung Wahrnehmungsstörung. Sehe Räume länger, Böden schief, gerade Sachen krumm und so. Dann Zitter ich ja wie blöd, wenn ich Sport treibe. Aber mein Psych meint, Abilify hat mit dem Zittern nichts zu tun. Das andere habe ich ihm nicht erzählt.

Das mit den Lichtreflexionen kenne ich nur bei Migräneanfällen in Zusammenhang mit anschließendem Flimmern vor den Augen. Konzentrieren kann ich mich dann auch nicht. Da hilft auch nur noch hinlegen und Augen zu. Vielleicht ist das eine Form der Migräne, die durch das Abilify ausgelöst wird. Echt Mist.

Bis dahin
Flora
Liebe Grüße

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Beitragvon Remedias » Mo 13. Aug 2007, 11:55

Hallo Paradiesvogel, hallo Remedias,

also ich glaube auch dass es die Nebenwirkungen der Medikamente sind. Habe auch Sehprobleme, aber mehr in Richtung Wahrnehmungsstörung. Sehe Räume länger, Böden schief, gerade Sachen krumm und so.

Bis dahin
Flora
Hallo @Florchen, genau das gleiche habe ich auch! Machte mir schon Sorgen, es liegt an der Krankheit, aber in Wirklichkeit wohl am Abilify... :roll:
Liebe Grüße Remedias

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Beitragvon Flora » Mo 13. Aug 2007, 16:18

Hallo Remedias,

hoffentlich ist das so. Und hoffentlich ist es nicht doch die Krankheit. Der Psych würde sicher sagen, dass es nicht am Abilify liegt. Habe den nächsten Termin erst Mitte September und überlege, ihm vielleicht doch davon zu erzählen.

Viele liebe Grüße
Florchen

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Beitragvon Paradiesvogel » Do 16. Aug 2007, 17:16

@hallo ihr alle!

na, ich würde es auf jeden Fall sagen, wenn du einigermaßen ein gutes Verhältnis zu ihm hast!! Dann kann er dir eventuell doch helfen....
Musst du mal überlegen, wie es für dich besser ist.

Auf jeden Fall schon schlimm, dass alles immer auf die Krankheit geschoben wird und die Medi ist einfach TOLL *ironisch*

Hm, bis demnächst ihr Guten =)

Paradiesvogel

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Beitragvon Paradiesvogel » Sa 25. Aug 2007, 17:06

Hallo

Und was is´, wenn ich dir jetzt sage, dass ich in meinen schlimmsten Zeiten mal 30mg hatte, als es mir echt übel ging (fragt sich nur, ob wegen dem Zeug oder wegen der Psychose.... )

Crass, oder? Und wenn du die Ärzte mal ansprichst, dann meinen sie immer, das das super untypisch ist, wenn man sowas hat mit den Augen bei Neuroleptika. Toll, ich "treff" hier aber immer mehr Leute, die Ähnliches berichten - nämlich, dass sich die Mittel auch auf die Augen schlagen können.

Ciao und liebe Grüße

Der Vogel mit den Vogelbeeren

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Moin Moin

Beitragvon mac von oben » Mo 24. Mär 2008, 15:36

Hallo zusammen!

Hab mal ein bischen gegoogelt da ich seit nicht all zu langer zeit auch diese Sehprobleme hab. Und da bin ich zufällig hierher gelangt ;)

Ich nehme seit ca 4 Jahren Zyprexa und seit ca 3 wochen nehme ich Licht extremer wahr. Auch vom PC Bildschirm, das äussert sich so: nach ca einer Stunde fangen die Schwindelgefühle an, beim Text lesen geht die Konzentration (die sowiso schon nich mehr so gut is) noch mehr flöten, müdigkeit & kopfschmerzen setzen ein und was ich ein bischen beängstigend finde: meine Augen wurden rot (kleine Äderchen sind geplatzt) ich sah aus wie auf Droge. Nun muss ich mir erstmal ein neuen Arzt suchen, da der alte in Rente gegangen ist....
Bisher hat Zyprexa alles geregelt *lach*
Aber nun denk ich hat mein Körper kein bock mehr auf die Pillen, aber ich habe auch keine Lust das wenn ich umsteige alles andere wiederkommt (panikatakken, halluzinationen, "schwerelosigkeit" (beim laufen quasi vom boden abheben, kp ob das einer von euch kennt das gefühl), "somatisierungsstörung" ( gefühl in Gliedmaßen verlieren wenn man aus dem Augenwinkel drauf guckt) und die anderen "kleinigkeiten)
Auf der anderen Seite hab ich kein bock das das so weiter geht wie´s jetzt ist, ich kann kaum noch raus, muss mich immer irgendwie ablenken damit mir nich schwindelig wird und licht ist grad besonders doof! Früher hatte ich immer ein komisches Gefühl mitten in der Nacht raus zu gehen wenn alles dunkel und kein mucks zu hören ist aber heute ist das das angenehmste :D

Antwort währ nett ;)

Gruß

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Na!

Beitragvon Paradiesvogel » Di 25. Mär 2008, 18:37

Hi,

das klingt ja nich so schön bei dir =( Aber mich wundert, dass du Zyprexa so lange vertragen hast - und jetzt auf einmal nicht, komisch. Hat sich sonst was geändert? Oder ist alles beim Alten?

Ich habe es sowohl bei Zyprexa als auch abilify mit den Augen als problematisch empfunden.

Die Konzentration ist dann auch bei mir immer ganz schlecht, wenn ich das hab´. Aber nicht jeden Tag - jetzt war es mal ganz schön lange nicht, das war mal erholsam =)
Es hilft dann immer hinlegen und Augen zu. Dann gehts weg. Außerdem ist es seit ich Akineton nehme auch insgesamt etwas weniger geworden. Wenigstens was =)

Jo, das wars von mir soweit,

bis denne,

eure gefiederte Freundin

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Lichtreflexe!!

Beitragvon Zücho » So 13. Sep 2009, 15:39

Hallo, lieber Paradiesvogel.

Endlich hab ich jemanden gefunden, der genau die gleichen Symptome hat wie ich. Es fängt damit an, dass einem der ein oder andere Lichtreflex auffällt, und dann guckt man nur noch von einem Lichtpünktchen zum anderen.

Ich hab schon geglaubt, ich wär der einzige Mensch auf der Welt, der auf dämliche Lichtreflexe gucken muss!!!
Bin überglücklich über euren Thread!!

Jetzt werd ich mal zu meiner Ärztin gehen und mir Akineton verschreiben lassen, dann, wenn das nicht hilft, lass ich das Risperdal absetzen, denn ich habe diese Beschwerden so stark, seitdem ich das Medikament nehme. Unter Abilify hatte ich sie ein bisschen. Aber jetzt, das geht gar nicht.

Kamen die Lichtreflexe früher eher abends, fangen sie nun schon mittags oder gar morgens an und bleiben, genau wie du es schreibst, bis zum Einschlafen. Und das an aufeinanderfolgenden Tagen.

Mein Freund hat heute im Internet danach recherchiert für mich, weil ich die totale Panik gekriegt habe und geglaubt habe, ich muss damit leben. Und ich kann doch so nicht arbeiten.

Bist du jetzt mit Deiner Ausbildung fertig?

Ich mach auch ne doofe Reha Ausbildung als technische Zeichnerin, hab auch Angst vor einem Studium, welches aber mein Traum wäre. Mathe soll es sein bei mir.

Hatte meine Psychose 2006, bin mittlerweile wieder im Rennen, bis auf das mit den Lichtreflexen.

Oh, ich bin so glücklich über Euren Thread!!!

Alle haben mir gesagt, das seien Stresssymptome und ich müsse mich mehr entspannen. Aber das half ja nix, außerdem kann ich ja nicht drei mal täglich Muskelentspannung machen, muss ja auch arbeiten.

So, ich hoffe, Du schreibst mal zurück, der Thread ist ja schon etwas älter. Wär toll zu hören, wie es Dir jetzt geht. Es tut gut zu wissen, dass ich nicht allein damit bin.

Liebe Grüße

Paradiesvogel
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Hallo Zücho!

Beitragvon Paradiesvogel » Fr 25. Sep 2009, 22:21

Ich habe deine Zeilen hier eben erst gelesen, hatte das nicht mitbekommen ;)

Ist ja nun nicht mehr schlimm, dank pn.

LG von dem paradiesvogeltierchen

PS: freu mich von dir zu lesen; ach noch eine Frage: hast du nur das mit den Lichtpunkten oder richtig auch dass die Augen an die Decke hochwandern und du nicht mehr nach unten sehen kannst?

Cobretti
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Blickstarre

Beitragvon Cobretti » Mi 25. Nov 2009, 17:29

Hi!
Ich bin neu hier. Ich bin über google zu diesem Thread gekommen. Ich habe auch so eine Blickstarre, wie sie hier viele beschrieben haben. Dann bleibt mein Blick an den verschiedensten Sachen hängen oder haften, besonders an den Spiegelungen in den Augen anderer Menschen. Meistens treten diese Blickkrämpfe nach dem Sport oder unter Stress auf; meistens abends. Dann hilft eigentlich nur noch Schlaf. Ich bin froh, dass ich nicht der Einzige bin der unter diesem Phänomen leidet. Ich werde auch mal Akineton ausprobieren. Falls jemand noch was anderes weiß was man dagegen machen kann; ich warte auf eine Antwort!

Euer Cobretti


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