Am Ende

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hotspot1932
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Am Ende

Beitragvon hotspot1932 » Fr 25. Jul 2014, 16:07

Liebes Forum,

Um es auf den Punkt zu bringen, bin ich am Ende. Ich nehme seit fast 33 Jahren Medikamente gegen Psychose und leide schlußendlich an einer Schizophrenie. Das ergebnis dieser Behandlung ist, dass es mir so mies wie noch nie geht und in diesem 33 Jahren ging es von ein paar Ausnahmen abgesehen ständig bergab.

Meine Ex-Lebenspartnerin hat mich "zum Päppeln" zu sich geholt und wir stellen fest: die letzten 33 Jahre Behandlung haben mich krank und abhängig gemacht. Wenn es so weitergeht bin ich in 5 oder 10 Jahren im Altenheim und warte wie ein Lemming auf den Tod.

Was verstehe ich unter "mies" gehen? Ich habe mehrere Medikamente, die mich willenlos machen und auch so benommen, dass ich keine wesentliche Entscheidung selbst treffen kann. Und hätte meine Ex-Lebenspartnerin (die mir näher ist, als das Wort vermuten läßt) nicht gesagt: "Mein Jung, du stirbst" wäre ich auch nicht aktiv geworden.

für mich stellt es sich derart dar, dass ich eine Alternative zu der "Schulmedizin" brauche, da ich sonst wirklich vor der Zeit untergehe und damit möchte ich mich nicht abfinden. Es ist für mich 5 vor 12, da ich schon 50 bin und die nächsten 30 Jahre möchte ich noch relativ fröhlich verbringen. Dazu kommt, dass ich eine hohe Motivation habe, weil an meiner "Ex-Lebenspartnerin" und mir zwei relativ kleine Kinder hängen, die ich gern groß werden sehen würde.

Meine Frage ist nicht "was kann ich tun?", sondern "gibt es im Forum jemand der solche einen Weg schon gegangen ist, bzw. dabei ist ihn zu gehen."

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fluuu
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Re: Am Ende

Beitragvon fluuu » Mo 28. Jul 2014, 13:11

Hallo,
da gibt es einige um nicht zu sagen alle die hier aktiv sind, sie haben es geschafft sich weitestgehend am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.
Darum ist hier relativ wenig los denn das ist kein Massenphänomen.
Du weißt inzwischen schon, dass "zum Päppeln" zur Freundin gehen war Dein größter Fehler, zurück an Mamas Brust raubt jedem erwachsenen
Menschen die selbstständige Lebensweise und macht ihn beim Betätscheln schwächer und schwächer...
Der Weg aus dieser Todeszone ist lang, ihn gibt es, es lohnt ihn in jeder Lebenslage einzuschlagen aber es bedeutet Überwindung hin zum
selbstständigen Lebensgefühl. So lange auf Dauer die Lösung heißt, ich lasse mich betreuen und bespaßen kann es nicht besser werden.
Erst wenn ich selbstständig innerlich etwas geschafft habe und mich überwunden haben ist der Weg zur Linderung eingeschlagen.
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Remedias
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Re: Am Ende

Beitragvon Remedias » So 28. Sep 2014, 17:40

Hi,

Du wirst wissen, dass du als Schizo einfach vulnerabler sprich empfindlicher gegenüber Reizüberflutung bist und eher zu kurzschlüssigem Denken neigst als andere Leute. Diese Empfindlichkeit kann man mit Neuroleptika blocken , man hat aber dann natürlich all die Probleme am Hals: psychische und physische Nebenwirkungen, die das Leben vermiesen und wirklich gefährlich sind.
Wenn du keine Neuroleptika nehmen willst, musst du die Vulnerabilität auf andere Weise blocken.
Gar nichts an sich arbeiten und einfach die Medis weglassen - das geht nach hinten los - denn du hast sie schließlich nicht zum Vergnügen genommen!

Jeder Mensch hat jetzt seinen eigenen Weg; Fluuu hat anderes geholfen als mir, schon weil wir unterschiedliche Charaktere sind und auch verschiedene Krankheiten haben.

was ich machen würde:
1. Schritt Information. Lies , was es an Alternativen gibt. Es gibt Psychotherapien und Programme wie das Metakognitive Training.
Es gibt Realitätskontrolle. Schreibe den BPE an und lass dir die Infomappe schicken, sie haben gute Infos zur Krisenbewältigung auch ohne Medikamente.
Es gibt aber keine alternativen Pflanzenmittel oder homeöpathischen Tropfen, die du nehmen kannst - nur Arbeit, Lesen und Lernen!

2. Schleich die Medikamente aus. Das ist eine Kunst für sich. Manchmal schafft man es auch nur mit einem anderen Medikament als Hilfe - ich stehe dazu. Wenn du 33 Jahre lang Neuroleptika nimmst, kannst du bis zu 3 Jahren mit dem Ausschleichen brauchen.
Such dir einen kompetenten Arzt, der dir hilft - oder sonstoge Beratung. ( das ist nicht so einfach wie es klingt, die meisten Ärzte sind zu schnell und halten dann Absetzsymptome für einen Rückfall :roll: )

ich selbst nehme seit Februar diesen Jahres keinerlei neuroleptische Medikation mehr und mir geht es ziemlich gut.
Wenn du spezielle Fragen dazu hast, frag ruhig.

Mit freundlichen Grüßen Remedias

Llllleona 5x.2
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Re: Am Ende

Beitragvon Llllleona 5x.2 » So 10. Sep 2017, 20:26

Hallo!

Bin nicht schizophren, bin aber beeinträchtigt genug, dass ich überhaupt nicht zufrieden bin mit meiner Situation.
Was mir bisher geholfen hat:

- Psychotherapie, Psychotherapie, Psychotherapie. Ja, schon ziemlich lange, aber meine Probleme haben mich auch nicht über Nacht überrascht, es gibt auch genug Vorgeschichte dazu.
- Betreutes Wohnen. Teilbetreut. Soll heißen, in der eigenen Wohnung, Ausmaß ist an den Bedarf angepasst (kenne auch andere Menschen, die bei der Organisation sind, die haben anderes Ausmaß, aber sind auch anders beeinträchtigt)
- betreutes Arbeiten: Beschäftigungstherapie bzw. Tagesstruktur;

So muss ich außer Haus, womit ich mir sehr schwer tu. Bin in der Arbeit zwangsweise mit Menschen zusammen, womit ich mir sehr schwer tu, aber was mir auch gut tut und was ich auch brauch.
Manchmal ist mein Glas halbvoll,
manchmal ist mein Glas halbleer,
manchmal ist das Leben toll,
manchmal ist das Leben so besch*** wie ein verschissenes Katzenkisterl...

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fluuu
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Re: Am Ende

Beitragvon fluuu » Fr 15. Sep 2017, 10:23

Ob das wiederholte Posten der selben Nachricht eine Botschaft enthält?
Vielleicht hypermanisch, das kommt bei allen Menschen in allen Kulturen vor.
Nur ist in der virtuellen Welt in der zur Kommunikation nur Text zur Verfügung steht,
ohne Sprachkenntnisse eine Verständigung unmöglich.
Bei persönlichem Kontakt können Menschen untereinander nonverbal kommunizieren
völlig ohne Sprachgewandtheit und sich wunderbar verstehen. Hier nicht.
gruß fluuu

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Re: Am Ende

Beitragvon Remedias » Fr 15. Sep 2017, 14:29

OT
Hi, Fluuu,
das posting ist SPAM und enthält lediglich die Botschaft, dass Du etwas kaufen sollst. :wink:
Wäre das Forum moderiert, wird so etwas sofort gelöscht, so kann man es nur melden.

Das Wort heißt "hypomanisch" , nicht "hypermanisch".

liebe Grüße Remedias
Zuletzt geändert von Remedias am Fr 15. Sep 2017, 16:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Am Ende

Beitragvon Laura » Fr 15. Sep 2017, 15:40

Manchmal schläft sogar fluuus eigener Zen-Meister ein, wenn er eine Unterrichtsstunde mit fluuu abhält. Wie soll fluuu denn da Konzentration lernen? fluu meinte ja mal, dass er Schläge auf den Kopf nötig hätte (jedenfalls gebe ich das jetzt mal so ungefähr sinngemäß wieder, denn was fluuu anderen empfiehlt, empfiehlt sich doch auch für ihn selbst), um konzentriert meditieren zu können! So eine harte Schulung braucht's, um in einer Fußgängerzone wohnen zu können und über den Konsumwahn der Mitbürger nur geringschätziges Mitleid erübrigen zu können. Aber wenn selbst der abgebrühteste Zen-Meister 'nen fluuu als Schüler braucht, um mal gut einschlafen zu können, was wollen wir uns da noch Sorgen machen, ob wir auch wirklich krank genug sind, um fluuus therapeutischen Bemühungen nicht würdig zu sein?
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Re: Am Ende

Beitragvon Remedias » Fr 15. Sep 2017, 16:28

OT
Nur ist in der virtuellen Welt in der zur Kommunikation nur Text zur Verfügung steht,
ohne Sprachkenntnisse eine Verständigung unmöglich.
.
Ich finde es auch unhöflich, hier Vietnamesisch zu schreiben.

liebe Grüße Remedias

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Re: Am Ende

Beitragvon Laura » Fr 15. Sep 2017, 17:08

Joa, den Weg zum Bahnhof kann einem ein Linguist vermutlich immer noch besser erklären als ein Therapeut.
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Re: Am Ende

Beitragvon fluuu » So 17. Sep 2017, 13:07

Ja, den Weg zum Bahnhof kann auch ein Kindergartenkind ansagen, der Therapeut ist mehr zum Aufzeigen des Weges
zum Selbst, zum bewusst werden der Persönlichkeit geeignet. Ein klein wenig längerer Weg als bis zum Bahnhof.
Jedoch wer sich bei psychischen Problemen von einem Linguist helfen lassen will, kein Problem, jeder Mensch kann
ein seelischer Gewinn sein, auch man selbst. Ein Vietnamese ist auf jeden Fall ein Gewinn für Mitteleuropa,
ich habe viele von ihnen in Berlin getroffen und der bedeutendste gegenwärtige Zen-Buddhistische Lehrer,
Thich Nhat Hanh, ist ein Vietnamese. Vietnamesen sind bei mir stets willkommen.

Google-Übersetzer macht es möglich auch Vietnamesisch zu übersetzen und das Ergebnis ist ernüchternd,
es geht Herrn Tien in den Punkten nur um Buchhaltung und Steuern so weit ich das mitbekommen habe.
Entweder er ist völlig verwirrt oder einfach nur im falschen Forum.
gruß fluuu

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Re: Am Ende

Beitragvon Remedias » So 17. Sep 2017, 14:53


Google-Übersetzer macht es möglich auch Vietnamesisch zu übersetzen und das Ergebnis ist ernüchternd,
es geht Herrn Tien in den Punkten nur um Buchhaltung und Steuern so weit ich das mitbekommen habe.
Entweder er ist völlig verwirrt oder einfach nur im falschen Forum.
Fluuu, er ist nicht verwirrt, das ist SPAM, es ist nicht mal gesagt, dass Herr Tien eine reelle Person ist, er kann auch ein bot sein ( sehr wahrscheinlich) . Wenn du bei deiner mail in den Spamordner guckst, findest du solche mails in Hülle und Fülle.
Ich habe ihn schon gemeldet, leider wurde er noch nicht gelöscht.

Und Laura bezieht sich in ihrem posting auf einen gängigen Therapeutenwitz......manchmal ist das süß, fluuu, wie du alles wortwörtlich nimmst und völlig ironiefrei denkst, das weckt in mir voll den Mutterinstinkt..... :wink:

liebe Grüße Remi

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Re: Am Ende

Beitragvon fluuu » So 17. Sep 2017, 15:18

Wir sind hier im Forum für Psychiatrie und Psychotherapie,
da ist jede menschliche Regung von Bedeutung denn alles im Netzt kommt letztendlich vom Menschen
auch Spam, Robot, Werbung oder Viren.
Den Admin anrufen und verlangen 'mach mal weg' ist für die Gesundung der Psyche ein sehr
ungünstiges Verhalten denn wer das im Alltag versucht ist hochgradig abhängig.
Was Spam im Internet ist, sind die negativen Gefühle für die Psyche, wer zum Arzt sagt
'mach mal weg' hat verloren und quält sich ein Leben lang.
Auch Spam im Forum lässt sich psychologisch gesehen sehr gut therapeutisch nutzen.
gruß fluuu

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Re: Am Ende

Beitragvon mamschgerl » So 17. Sep 2017, 18:41

Hallo remedias,
Hallo Laura
Liebe Grüße euch beiden
mamschgerl
Zuletzt geändert von mamschgerl am Mo 18. Sep 2017, 05:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Am Ende

Beitragvon Remedias » Mo 18. Sep 2017, 16:30

Wir sind hier im Forum für Psychiatrie und Psychotherapie,
da ist jede menschliche Regung von Bedeutung denn alles im Netzt kommt letztendlich vom Menschen
auch Spam, Robot, Werbung oder Viren.
Den Admin anrufen und verlangen 'mach mal weg' ist für die Gesundung der Psyche ein sehr
ungünstiges Verhalten denn wer das im Alltag versucht ist hochgradig abhängig.
Was Spam im Internet ist, sind die negativen Gefühle für die Psyche, wer zum Arzt sagt
'mach mal weg' hat verloren und quält sich ein Leben lang.
Auch Spam im Forum lässt sich psychologisch gesehen sehr gut therapeutisch nutzen.
Ich kenne mittlerweile
- das fliegende Spagettimonster als Religions- Parodie
- die PARTEI als Partei- Parodie....

kann es sein, dass du dich an einer Psychiatrie- und Psychotherapie-Parodie versuchst? :lol:

Ich nehme stark an, dass du aus therapeutischen Gründen den Spam- Filter deines mailaccounts desaktiviert hast und dich lieber durch ca. 300 mails liest, bevor du findest, was wichtig ist.....

aber wie gesagt, für deine Psychotherapie- Parodie Daumen hoch, fast wäre ich drauf reingefallen..... :mrgreen:

liebe Grüße Remedias (You made my day)


PS: Dir liebe Grüße zurück, mamschgerl :)

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Laura
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Re: Am Ende

Beitragvon Laura » Mi 20. Sep 2017, 14:00

Wir sind hier im Forum für Psychiatrie und Psychotherapie,
da ist jede menschliche Regung von Bedeutung denn alles im Netzt kommt letztendlich vom Menschen
auch Spam, Robot, Werbung oder Viren.
Den Admin anrufen und verlangen 'mach mal weg' ist für die Gesundung der Psyche ein sehr
ungünstiges Verhalten denn wer das im Alltag versucht ist hochgradig abhängig.
Was Spam im Internet ist, sind die negativen Gefühle für die Psyche, wer zum Arzt sagt
'mach mal weg' hat verloren und quält sich ein Leben lang.
Auch Spam im Forum lässt sich psychologisch gesehen sehr gut therapeutisch nutzen.
Okay, fluuu, Spam ist therapeutisch nutzbar..... wie alles andere auf der Welt ja irgendwie auch..
Schönen Tach noch und therapier mal ruhig weiter, wenn's Dir psychologisch gesehen auch nur irgendwas nützt!
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


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