Erfahrungen mit Johanniskraut bei depressiver Verstimmung

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pedro49
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Beitragvon pedro49 » Mo 26. Feb 2007, 21:02

Remedias schrieb: Weshalb bist Du auf ein typisches Neuroleptikum umgestiegen?
Hat das Vorteile?


Ich habe auf Decentan zurück gewechselt, weil ich in mehreren Jahren erfahren musste, das mit Solian meine Eigenregelung der Medikamentendosierung nicht funktionierte. Ich bin mehrfach hypomanisch und manisch und 2x psychotisch geworden, dabei war einmal ein stationärer Aufenthalt erforderlich. Da Solian in niederen Dosen eher gegen die Negativsymptomatik wirkt, bin ich einmal reingefallen: ich merkte eine Veränderung an mir und erhöhte die Dosis von 50 auf 200 mg täglich, der Psychiater meinte auch das wäre genug. 14 Tage später sind mir sozusagen die Sicherungen rausgeflogen.

Das hat mir dann gelangt, zudem habe ich Übergewicht und kann es mir nicht leisten, durch höhere Dosen von Solian noch zuzunehmen.

Da ich vor Solian Decentan genommen hatte und damit gut klar kam, bis auf die Negativsymptome, bin ich dahin zurück.

Bei dir sieht es wohl anders aus: du sagt, du bist immer depressiv und hattest noch nie eine manische Phase. Warst du auch noch nie psychotisch ? Warum dann ein Neuroleptikum und kein Antidepressivum ?

Wenn das so stimmt, dann würde ich dir zu einem Test mit JK raten, vielleicht kommst du ja damit klar.

Good luck !

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Di 27. Feb 2007, 13:49

Remedias schrieb: Weshalb bist Du auf ein typisches Neuroleptikum umgestiegen?
Hat das Vorteile?


Ich habe auf Decentan zurück gewechselt, weil ich in mehreren Jahren erfahren musste, das mit Solian meine Eigenregelung der Medikamentendosierung nicht funktionierte. Ich bin mehrfach hypomanisch und manisch und 2x psychotisch geworden, dabei war einmal ein stationärer Aufenthalt erforderlich. Da Solian in niederen Dosen eher gegen die Negativsymptomatik wirkt, bin ich einmal reingefallen: ich merkte eine Veränderung an mir und erhöhte die Dosis von 50 auf 200 mg täglich, der Psychiater meinte auch das wäre genug. 14 Tage später sind mir sozusagen die Sicherungen rausgeflogen.

Das hat mir dann gelangt, zudem habe ich Übergewicht und kann es mir nicht leisten, durch höhere Dosen von Solian noch zuzunehmen.

Da ich vor Solian Decentan genommen hatte und damit gut klar kam, bis auf die Negativsymptome, bin ich dahin zurück.

Bei dir sieht es wohl anders aus: du sagt, du bist immer depressiv und hattest noch nie eine manische Phase. Warst du auch noch nie psychotisch ? Warum dann ein Neuroleptikum und kein Antidepressivum ?

Wenn das so stimmt, dann würde ich dir zu einem Test mit JK raten, vielleicht kommst du ja damit klar.

Good luck !
Hallo @Pedro, ich habe eine schizoaffektive Psychose; aber ich bin mir unsicher, ob ich schon richtig psychotisch war; ich hatte ein einziges Mal Halluzinationen/ Körperwahrnehmungsstörungen und mir wurde extreme Reizoffenheit attestiert. Ich war 5 Monate in einer Tagesklinik.
Was mich wundert, ist, dass Du Solian in so niedriger Dosis genommen hast. Es wirkt erst ab 300 - 400 mg antipsychotisch,
in niedrigerer Dosierung wie Du schreibst gegen die Negativsymptome.
Das Du psychotisch wurdest, tut mir leid - was waren da Deine Symptome? Geht es Dir jetzt wieder besser?
Morgen habe ich einen Termin mit dem Psychiater, da spreche ich mal das Thema JK an.
Lieber @Pedro, ich drück Dir die Daumen, dass Du Decentan wieder gut verträgst. Beestimmt wirst Du abnehmen können, denn die atypischen Neuroleptika machen fett.
Alles Gute für Dich, ich freue mich, wenn Du mir zurückschreibst.
Liebe Grüße Remedias

pedro49
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Wirkung von Solian und JK

Beitragvon pedro49 » Di 27. Feb 2007, 18:01

Vielen Dank für deine guten Wünsche, remidias.

Nach deiner Symptombeschreibung hast du schon eine Psychose gehabt, von daher ist ein Neuroleptkum ok. Leider sind die Psychiater immer gern auf der sicheren Seite und dosieren zu hoch. Welche Dosis hast du den zuletzt genommen ? Als Erhaltungsdosis zur Vermeidung einer neuen Psychose reichen 200-300 mg. Wenn die Dosis zu hoch ist. merkst du das an einer Dämpfung, das Denken ist verlangsamt und man kommt sich blöd im Kopf vor, zudem ist das Schlafbedürfnis erhöht. Das ist was anderes als eine depressive Verstimmung, die sich durch Antriebsarmut (keine Lust zu gar nichts) und Rückzug von sozialen Kontakten auszeichnet.

Meins letzte Psychose ist einige Jahre her. Das Decentan vertrage ich gut, da ich auch davon nur eine niedrige Dosierung brauche und keine EPS auftreten. Zur Zeit geht es mir recht gut und ich kann meinen Interessen nachgehen und habe auch Lust dazu.

Lass von dir hören, wenn du beim Arzt warst.

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Remedias
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Beitragvon Remedias » Mi 28. Feb 2007, 12:50

Halllo @Pedro, ich war beim Arzt, aber er scheint JK eher für etwas Esoterisches zu halten; er meint, dass würde mir nicht helfen.
Bei schizoaffektiven Psychosen wären aber auch die Depressionen nicht dauerhaft, sondern immer ein Hin- und Her.
Na ja, kann man nichts machen. Ich will sowieso versuchen, ohne Medikamente auszukommen. :wink: .
Was Du über Solian sagst, kann ich nur bestätigen, mein Mann meint auch, ich hätte auf ihn die ganze Zeit autistisch gewirkt.
Schreib mal, wie Dir dein neues "altes" Neuroleptikum bekommt.
Wichtig ist, dass man keine EPS bekommt und keine Parkinsonsymptome.

Liebe Grüße Remedias

hannamarin
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Re: Erfahrungen mit Johanniskraut bei depressiver Verstimmung

Beitragvon hannamarin » Mo 5. Sep 2016, 18:05

I like information given in this theme! this post may help you to beat your depression!


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