Homöopathie, Medis absetzen

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hotspot1932
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Homöopathie, Medis absetzen

Beitragvon hotspot1932 » Di 21. Mär 2006, 22:30

Hallo alle zusammen,

Zur Zeit versuche ich die Medikamente abzusetzen. Ich habe heute darüber im Netz gelesen und festgestellt, dass ich mir ein großes Vorhaben vorgenommen habe.

Meine Lebenssituation hat sich im Sommer 2005 erheblich verändert und verbessert. Seit dem Herbst bin ich zusätzlich in homöopathischer Behandlung und habe gute Veränderungen erreicht, die ich nicht mehr für möglich gehalten hatte.

Vor ca. 1 Monat habe ich beschlossen, dass ich es ohne, bzw. mit weniger Medikamenten versuche. Seit 3-4 Wochen nehme ich 600 mg Solian statt 800 mg. Nun wackel ich seit ein paar Tagen ein wenig und mache mir Sorgen. Zudem war das letzte homöopathische Mittel ganz anders als die davor.

Hier nun meine Frage: Hat jemand mit kontrolliertem Absetzen Erfahrungen, die mir vielleicht helfen können. Meine Homöopathin ist der Meinung, dass die Medis gar nichts machen (sie rät mir aber nicht zum absetzen), bzw. ist keine Hilfe beim Absetzen. Mein Nervenarzt ist mir auch keine Hilfe, da er der Meinung ist, dass ich das Zeug unbedingt nehmen muss.

Ich glaube, dass das Vulnerabilitäts-Streß-Model nur ein begrenzten Wahrheitsgehalt hat. Ich glaube, dass die Geschichte vom Dopamin in den Synapsen nur einen Teil der Zusammenhänge darstellt. Ich glaube, dass die ganzheitliche Betrachtung des Menschen (wie in der Homöopathie) Dinge möglich macht, die die Schulmedizin für unmöglich hält. Ich glaube, dass seelische Hintergründe mit zB. Familienaufstellungen aufzudecken und zu lösen sind. Ich glaube, dass die Psychiatrie nur einen geringen Ausschnitt betrachtet und mit den Medikamenten ein zwar lebensfähiges Gleichgewicht erstellt, allerdings zu hohen Kosten an Lebensqualität.

Nur: Wo kann ich mich in Sachen Absetzen austauschen und qualifizierte Antworten auf meine Fragen erhalten? (Was mache ich zB jetzt wo ich ein wenig wackelig bin? einfach aushalten und eine Psychose riskieren? Medis wieder hochsetzen? oder Was genau setzt das Absetzen der Medis an Gefühlen frei? ist es so, dass die Medis zusätzliche Rezeptoren in den Synapsen provozieren, das Absetzen diese freisetzt und somit das Psychoserisiko erhöht ist? Wie ist eine Verschlimmerung zu werten? Ist sie vorrübergehend und unbedenklich? Ist sie ernst zu nehmen und gefährlich?)

Kann mir da jemand weiterhelfen?

Liebe Grüße und besten Dank für evtl. Antworten

Hotspot

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Di 21. Mär 2006, 23:03

Hallo Hotspot,

wie kommt deine Homöopathin darauf, daß die Medikamente nichts machen? Find ich ziemlich gewagt, die Äußerung.

Es kann sein, daß du durch die veränderte homöopathische Medikation instabil wirst, aber es kann auch sein, daß es an der Reduzierung liegt. Ich würde versuchen, das zunächst mal mit der sanften Medizin abzufangen und wenn das nicht geht, wieder mit dem Medikament hochgehen. Ich habe aber auch genug Psychosen gehabt und muß mir das nicht nochmal geben.

Der Bundesverband der Psychiatrieerfahrenen (googel mal dazu) hat eine Pharmakaberatung. Dort findest du einen Ansprechpartner für deine Fragen.

Gruß, Helene
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danny
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Beitragvon danny » Fr 2. Jun 2006, 09:00

Hallo,

es ist sogar verboten, im Netz Anleitungen zur Medikation mit rezeptpflichtigen Substanzen zu geben. Das ist eine Sache die in die Arzt-Patienten-Beziehung gehört. Ich finde es absolut riskant, wenn Du ohne Übereinstimmung mit Deinem Arzt absetzt. Im Netz kann keiner Beurteilen, ob und inwiefern Du die Medikamente benötigst.

Auch wenn das jetzt hart klingt. Solltest Du wieder psychotisch werden, so wirst Du vll daraus gelernt haben, das Du die Medikamente doch brauchst und sie auch mit dem Gedanken nehmen, das sie Dir helfen. Wenn es klappt, dann ist es natürlich sehr schön - was wünschenswert für Dich ist. Vernünftiger fände ich die Übereinstimmung mit dem Arzt und eine Begleitung von ihm. Wenn Du ihm nicht vertraust, dann kannst Du auch einen anderen konsultieren. Die Einstellung auf Psychopharmaka ist schwierig. Mich würde es, glaube ich, an Stelle des Arztes ziemlich ärgern, wenn ein Patient absetzt und dann wieder abrutscht und dann die ganze Arbeit von vorne los geht.

Ich habe Depressionen und habe mit meinem Arzt (er war einverstanden) schon mehrfach abgesetzt - voller Überzeugung, das es klappt, weil ich stabil und "normal" war - der Mensch, den ich vor der Depri kannte. Nachdem ich jedes mal etwa zwei bis drei Wochen später aus heiterem Himmel ohne Anlass abgerutscht bin, habe ich mich damit abgefunden, die Medikamente weiter zu nehmen. Ich fühle mich nicht eingeschränkt oder in meinem Bewußtsein verändert. Wieso wollte ich absetzen? Find es eben nicht toll, das ich jeden Tag Tabletten nehmen muß. :roll: Gott sei Dank weiß ich von meinem Arzt, das er vorsichtig mit den Medikamenten umgeht und es lange lange ohne probiert. Er hat mich zum ersten Absetzversuch gebracht.

Liebe Grüße

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Riemann
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Beitragvon Riemann » Fr 28. Sep 2007, 14:10

Wie setzen sich die Homöopathischen Mittel zusammen
wasser, alkohol.
und wie wirken sie?
als placebo. :twisted:

sorry, das musste jetzt sein. aber abseits von zynismus, wenn homöopathie hilft, ist das eine feine sache, und damit letztendlich auch egal, warum es hilft.
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Allie
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Homöopathie

Beitragvon Allie » Mo 29. Okt 2007, 19:16

Hallo,

was für ein Mittel nimmst du? Ich habe mal gelesen (Ähnlichkeit macht stark - gutes Buch!), dass Anacardium helfen soll bei Psychosen und auch schon von Leuten gelesen, bei denen die Homöopathie gute Wirkungen zeigt.
Bin gespannt auf deine Erfahrungen!!!

Liebe Grüße,
Allie


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