Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

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Ihor
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Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon Ihor » Mi 4. Okt 2017, 21:21

Hallo, das liebe Forum. Ich hoffe sehr, dass irgendjemand mir antwoertet. Danke im voraus.

Das ist im kurze meine Geschichte.

Ich leide unter Depressionen und Ängsten, auch ADHS, bin 56, verheirartet, der erwachener Sohn.Lebe in BRD 15 Jahre.
Ich befinde mich in der Behandlung in der Ambulanz von PKH, Bergstarasse, Süd-Hessen.Viele Jahre.
Das letze Mal ich hatte den enormen Streit mit meiner Ärztin. Ich habe ihr gezeigt die neue Bücher wie von P.Ansari
"Unglück auf Rezept" , auch war dabei das neue Buch von Peter Gözsche " Tödliche Psychopharmaka und organiesertes Verbrechen"
Sie war so wütend, dass die fast 30 Minuten mich angeschriehen, mit dem Schaum vor dem Mund .... Sie meint, ich sei nur unter Sucht leide, komme nur wegen der Pillen, und ich habe (so viele Jahre) alles nur vorgetäuscht. Also ich gehöre in die geschlossene Sucht-Abteilung. Was mich dort erwartet, ich habe schon genung recherchiert. Haldol ohne Ende und Hinvergetieren.
Kann sie mich begutachten und mit dem Zwang einzusperren? Ich habe die enorme Angst. Sie hat mir nichts verschrieben, und ich leide enorm unter Entzug. Ich weiss schon genug über die totale Menschenrecht-Verletzung in der Psychiatrie, der Fall von Mollath, oder so, weiss ich nicht, habe ich es richtig geschrieben, das ist nur die Spitze des Eisbergs. Können Sie mir etwas raten? Ich brauche doch die Hilfe, einfach den kündigen, meine den sachlichen Rat.

Ich habe an die Psychiatrie-Betroffene es geschrieben, aber keine Antwort bekommen. Welche rechtliche Grundlage es gibt überhaupt, um den Menschen einzusperren?

Das war alles. Ich bin echt sprachlos. Apropo ist von kurzem das Neue Buch von P.Lehmenn erschienen: das ist das Link.

https://www.amazon.de/Neue-Antidepressi ... 3925931686


Habe das gelesen, und ich bereue die Kohle nichts. Durch die Buchhandlung bestellt.

Ok, nochmal ich bin absolut verzweifelt und leide enorm unter Entzug-Erscheinungen.

LG euch allen.

Ihor.

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Laura
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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon Laura » Do 5. Okt 2017, 11:32

Hallo Ihor!

Ich steig bei Deinen Beschreibungen nicht ganz durch. Einerseits beklagst Du Dich, dass Deine Ärztin Dich für süchtig hält, andererseits sagst Du, dass sie Dir nichts verschreibt.

Also, ist es im Zuge der Behandlung bei Dir zu einer Art Medikamentenabhängigkeit gekommen und nun will Deine Ärztin dem entgegensteuern, indem sie Dir diese Medikamente nicht mehr verschreibt?

Keine Ahnung, wie ich Deine Situation einschätzen soll. Ich kann Dir nur sagen, dass die Psychiatrie für viele Betroffene erstmal gar nicht so schlimm ist, wie oftmals getan wird. Das kann sich aber ändern, wenn man öfter hinmuss und einem dann doch ein paar negative Dinge auffallen.

Was das Dingens angeht, seinen behandelnden Arzt zu kritisieren: Ist ein bisschen so als würde man seinem Chef oder Ober-Arbeitgeber die Meinung geigen. Kann zwar seine Berechtigung haben, wird aber als Majestätsbeleidigung aufgefasst.

Viele Grüße

Laura
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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon fluuu » Do 5. Okt 2017, 13:47

Hallo,
hier taucht Ihor, der alte Bekannte wieder auf. In der Situation in der Du Dich jetzt befindest ist es keine fiktive Angst
eingesperrt zu werden sondern ganz real. Wenn Du Deine Ärztin so sehr verärgerst mit Deinen Büchern und Ansichten,
Du jedoch mit Tablettensucht von ihr abhängig bist, kann sie eine Zwangseinweisung veranlassen und Du wirst per
Polizei und richterlicher Verfügung in eine geschlossene Station der Psychiatrie überführt. Da nutzen alle
Menschenrechtsklagen und Medien trächtigen Geschichten über falsche Behandlung nichts, im Gegenteil,
um so mehr Du darauf pochst um so mehr wirst Du in Verwahrung genommen denn die Ärzte in der Psychiatrie
gehen von einem wahnhaften Patienten aus denn sie sind sich keiner Schuld bewusst außer, dass Fehler passieren
können wie überall wo Menschen arbeiten. Das ist jedoch eher selten und nicht die Regel. Aber dass Patienten
die eingewiesen werden einen Wahn haben und somit eine schwere psychische Störung die Behandlung braucht
ist eher die Regel. Wenn Du also Deine Tablettensucht mit Büchern vor Deiner Ärzten rechtfertigen willst und Du
sie somit für dumm und inkompetent erklärst, sie Dich daraufhin per Zwangseinweisung in die klinische Behandlung
schickt und Du eine Suchttherapie bekommst, ist nichts unrechtes dran, im Gegenteil, Du bekommst praktische Hilfe
in Deiner Not. Einem Suchtpatienten der in seiner Not und Hilflosigkeit versucht andere Menschen fertig zu machen
muss Einhalt geboten werden denn wenn die psychische Krankheit die Macht übernimmt erleben wir das Chaos
und da sind nur wenige Menschen mit der Fähigkeit versehen drin überleben zu können.
Deshalb ist die Möglichkeit einer Zwangseinweisung für den akut psychisch kranken Menschen notwendig.
Die Beurteilung so eines Zustandes wird kaum einem mehr geglaubt als wenn sie ein Arzt direkt äußert.
gruß fluuu

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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon Laura » Do 5. Okt 2017, 14:57

Hallo Ihor!

Wegen einer Art Medikamenten-Abhängigkeit und wenn man sich sonst noch gut im Griff hat, kommt man eigentlich nicht per Zwangseinweisung in die Klinik. Jedenfalls habe ich unter Mitpatienten, die einen Entzug von Benzos machen wollten, keine Zwangseingewiesenen angetroffen.

Ich habe mir nochmal Deine früheren Beiträge durchgelesen, Ihor. Ja, also möglicherweise bist Du an eine ganz seltsame Ärztin geraten und es gibt bei Dir in der Gegend nicht so viele andere niedergelassene Psychiater als Alternative. Vielleicht bist Du aber auch jemand, bei dem kein Psychopharmakon der Welt so richtig andocken will. Sowas gibt es schließlich auch.

Und was Du von fluuus destruktivem Geschreibsel halten kannst, kam ja schon bei einer früheren Gelegenheit heraus.

VG

Laura
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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon fluuu » Do 5. Okt 2017, 15:36

Na, na Laura, halte Dich im Zaum meinen fachlichen Beitrag als Geschreibsel zu bezeichnen, Du bist hier nicht
unter Deines Gleichen den armen kranken Würstchen. Ich weiß genau was und warum ich schreibe und vor allem
warum ich die Mitleidsschiene für unangebracht halte. Es gilt eine Störung zu besiegen, nicht sie einzulullen.
Eine Sucht ist destruktiv auf das Leben, egal welche, sie gilt es mit Härte zu überwinden oder in der ewigen
Betroffenheit zu zerfließen. Kranke Menschen brauchen Nachsicht und Schonung aber Menschen die gesund
werden wollen, welche mit starkem Leidensdruck und die Öffentlichkeit brauch vor allem Widerstandsfähigkeit,
die schon so häufig angesprochene Resilienz.
gruß fluuu

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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon Laura » Do 5. Okt 2017, 15:46

Na na, fluuu, halt Du Dich mal bitte im Zaum damit, Dich immer wieder als "Fachmann" zu bezeichnen. Bist doch selber ein gescheitertes kleines Würstchen...da hilft es auch nichts, dass Du hier immer wieder à la "Axt im Wald" querfeldein "therapieren" willst. Keine Ahnung, was bei Dir nicht geholfen hat, Deine "Selbstheilung" schon mal gewiss nicht...

Und unter Resilienz verstehe ich immer noch die andere, frühere Bedeutung, dass da eine Seele nicht aus eigener Kraft stark wurde (übrigens solltest Du davon absehen, jede Aggression als Zeichen von Stärke zu deuten, bzw. von Dir aus so "anzubieten"), sondern dass da schon früh ein Ausgleich für eine seelische Verletzung von anderer Stelle kam.
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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon Ihor » Do 5. Okt 2017, 20:30

Warum, verdammt, ich sollte die Seite zwei Mal neu laden?
OK, aber, eigentlich, ich habe keine konkrtete Antwort auf meine Frage bekommen, meine Lieben.....
Ok, angenommen, ich sei süchtig. Aber genau, ich meine ausgerechnet diese Ärztin hat mir alles so viele Jahre verschrieben.
Und ich kann, oder, hm....ich bin absolut nicht imstande diesen giftigen Cocktail sofort abzusetzen.
Wiie man schon weiss, gibt es auch NL-bedingte Abhängigkeit, uber die enorme Qualen, um AD abzusetzen, ich werde hier nicht viel schreiben. Man sollte einfach Z.B. "Schöne neue Psychiatrie " von P.Lehmenn lesen. Und dann ich habe gefunden den alten Spiegel im Archive. December 1980, verdammt tausendmal. Die Titelseite lautet :"Der sanfte Mord". Dann ich habe zu hause auch der Moderne Psychiatrie-Kompendium von Benkett, Springer-Verlag, 2017. Und dort ich schaue dassselebe, wie im 1980. Und ich habe die Erfahrungen von Patienten über die Klinik, ich wiederhole das, nachgelesen. Das ist der blanke Horror! Ich brauche keinen S.King mehr zu lesen.

Und fluuu, spielst du hier den Troll, dann bei mir ist nicht zum Lachen zumute. Tja, bestimmt, die Konstruktion ist falsch, deutsch ist schwierig. lol... Ich als der russiche Jude verstehe sehr gut den Humor, aber nicht jetzt. Ich bin so tief ins Schlamassel oder ins Dreck geraten, ich sitze in der Patsche, sehr tief. Und , Laura, ich wollte einfach die rechtliche Grundlage wissen. Auf ADFD-Forum ich bin auf ewig gesperrt. P.Lehmann antwortete mir auch nicht ( er sollte in dem Kongress, nehme ich an, den Vortrag halten) Die Psychyatie-Betroffene auch nicht. Das ist die Sackgasse. Wie P.Lehmann selbst so einfach beschreibt, wie leicht er selbst in der geschlossener Psychiatrie landete, dann ihr könnt es auf Youtube selbst finden. Ich war schon auf so vielen Foren einfach gesperrt, dass ich keinen Schimmer habe, an wen ich mich wenden sollte. Tja, meine Lieben, ich bin sprachlos.
LG.

Igor.

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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon Ihor » Do 5. Okt 2017, 20:55

Ach, ich wollte noch hinzufügen, dass sie so wütend war, mit dem Schaum von dem Mund. Am ende ich habe ihr gesagt, dass die letze Studien schon genau nachgewiesen, dass NL die bestimmte Regionen von Gehirn schrumpfen lassen. Dann ich dachte, sie würde zerplatzen.Von Wut.
Als ich schon das Zimmer verlassen habe, sie schoss mir in den Rücken, ...." Vergessen Sie nicht meinen Vorschlag..." Und sie hat mir vorgeworfen, dass ich ALLES!!!! einfach vorgetäuscht hatte, nur um die Pillen zu bekommen. Genau diese Glückpillen haben mich in den totalen Wrack verwandelt, nebenbei gesagt. Sucht stammt von der Sehnsucht.....
Am ende Zitat von Spiegel und Link:
In einer jüngst veröffentlichten Studie hat der Wunstorfer Psychiater Asmus Finzen das Verzeichnis der Nebeneffekte auf den neuesten Stand gebracht. Der Katalog präsentiert die Psychodrogen als wahre Grusel-Medikamente -- mit Nebenwirkungen von einer Brutalität, wie sie so bedenkenlos allenfalls zur Tumor-Bekämpfung bei sonst todgeweihten Krebspatienten für zumutbar gehalten wird.
und weiter:

In den letzten Jahren schließlich wurde offenbar, daß die Neuroleptika-Therapie auf die Dauer nicht nur bleibende Herz- und Gefäßschäden, sondern überdies ein Krankheitsbild erzeugen kann, das mit dem "Parkinsonismus" identisch ist. Das unheilbare Leiden, benannt nach dem britischen Mediziner James Parkinson (1755 bis 1824), tritt unter anderem nach schweren Vergiftungen, Kopfverletzungen sowie Infektionen auf und beruht auf S.105 organischen Veränderungen in bestimmten Bereichen des Stammhirns.
Angesichts der Zustände in den westdeutschen Nervenkliniken, meint auch der Ulmer Psychiatrie-Professor Gerd Huber, sei "das Wort von der ''passiven Euthanasie'' leider nicht nur als eine S.124 pointierte Formulierung abzutun" -"jene geistige Mentalität" der Nazi-Psychiater, so Huber, "ist innerlich nicht überwunden".
Ich kann nicht dazu hinzufügen, alles nur noch schlimmer gewoerden, wie schreibt von heute genau erschienene Zeitschrift "Gehirn und Geist".


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14319191.html

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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon Laura » Do 5. Okt 2017, 20:57

Hallo Igor!

Zwangseinweisung ist nur bei offensichtlicher Selbst- oder Fremdgefährdung zulässig. Aber im Grauzonen-Bereich kann man eine Sucht möglicherweise auch zur Selbstgefährdung umdeklarieren. Was die berühmten Grauzonen angeht, da ist halt so einiges möglich. Was nun offiziell gültige Gesetzestexte angeht, so bin ich darin überfragt, Dir zu sagen, in welchem Buch oder auf welcher website Du Dich am besten schlau machen könntest. PsychKG ist da, glaube ich, ein prima Stichwort für Zwangseinweisungen.

Was Deine Ärztin angeht: Nun ja, es will sich mir noch kein ganzes Bild von ihr ergeben. Kann denn eine Ärztin tatsächlich solch eine Schreckschraube sein? Wenn sie Dir jahrelang Medikamente verschrieben hat - und immer wieder andere - dann kann sie Dir jetzt schlecht zum Vorwurf machen, dass Du von diesen Medikamenten abhängig geworden bist. Und wenn sie meinen sollte, dass Du gegen Deine Depressionen noch andere Dinge unternehmen solltest als Medis zu fressen, dann würde dem immer noch entgegenstehen, dass es Formen von chronischen Depressionen gibt, bei denen nichts so wirklich hilft; da sind die Depressionen einfach zu stark und das liegt nicht an der mangelnden Krankheitseinsicht und den mangelnden Bemühungen des Kranken.

VG

Laura
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Danke, Laura.

Beitragvon Ihor » Sa 7. Okt 2017, 18:09

Sehr gut, danke, Laura. Klar, ich habe selbst shon in den Büchern die Antwort gefunden.
Und zwar in Buch " Statt Psychiatie 2" und auch im Buch "Irren ist menschlich". Aber momentan ich leide enorm unter Entzug. Am Montag ich habe den Termin. Ich habe keinen Schimmer, was mich ewartet und mit wem sollte ich mich rechnen ? Das macht mir die Angst. Einige Medis ich habe als Ergänzungs-Mittel , meine Nahrungsergänzungs-Mittel in verscchiedenen Apotheken online bestellt. Klar, war Abzocke und Betrug auch, trotz Paypal, verdammt. Ich meine hier Kava-Kava-Tropfen, Geldmohnkraut-Lösung, homöopatische Cannabis-Lösung, sehr guter Ratgeber ist dafür wieder das Bich von J.Zehentbauer " Chemie für die Seele". Wer lesen kann, hat den Vorteil...lol...
Ich werde mich dann nach dem Besuch mit der Ärztin melden. "die Schreckschraube"-schön, das sollte ich mir hinter die Ohren schreiben.
Also, nochmal danke für die Teilnahme.
LG.

Igor.

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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon fluuu » Sa 7. Okt 2017, 20:58

Wer hier im Forum der 'Antipsychiatrie' ein Sprachrohr gibt hat nichts weiter zu erwarten.
Sie gibt zwar tolle Argumente gegen Ärzte/Therapeuten, Psychopharmaka und die psychische Erkrankung algemein
aber auf die negativen Gefühle, sie sind es die seelischen Schmerzen hervorbringen und hauptsächlich
von innen kommen, hört man bei der 'Antipsychiatrie' eher wenig.
Der Mensch entwickelt sich viel mehr von innen als das er von außen geformt wird wie jedes Lebewesen auf der Erde.
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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon mamschgerl » Sa 7. Okt 2017, 22:27

Jemand, der selbst nach eigenen Worten durch das Erlebte, Gesehene und das ganze Drumherum geprägt wurde, behauptet, der Mensch forme sich von innen?
Tierkinder wie Menschenkinder werden geformt, sie lernen durch das, was sie umgibt und was man ihnen vorlebt und beibringt. Der eine hat Glück und wächst in einem stabilen und wohlwollenden Umfeld auf, der andere nicht.
Jeder reagiert anders und macht was anderes aus dem Ganzen, vorherbestimmen lässt sich wenig.
Es ist jedoch fast nicht möglich, sich selbst zu finden, wenn man Pillen einwerfen muss.
Hier geht es auch nicht um Antipsychiatrie, ganz im Gegenteil. Hier wird versucht, kompetente und verantwortungsvolle Therapeuten zu finden, um mit ihrer Hilfe wieder ein seelisches Gleichgewicht zu erlangen, wenn möglich, ohne Medikamente. Es geht ausschließlich um Psychiatrie, und zwar um eine, die den Menschen bewusst mit seinen Symptomen umgehen lässt und diese nicht mit Pillen zu unterdrücken versucht.
Wer einmal abhängig war, weiß, daß es immer schwerer wird, sich der Realität seiner Erkrankung und des Lebens zu stellen, je länger man Drogen nutzt.
Das alles hier dreht sich um verantwortungsbewusste Psychiatrie, nicht um die kontrollierende, manipulative und jegliche Selbstbestimmung versagende Therapieform, die dir so vorschwebt.
Klar, daß du hier wieder rumkrakeelen musst, wenn sich Betroffene über Alternativen zu deiner ach so geliebten und menschenverachtenden Psychotherapieform unterhalten, wobei du dich als allerletzter dazu äußern dürftest, da du weder die entsprechende Ausbildung genossen hast, noch dazu bereit bist, einzusehen, daß du unter starken Problemen leidest, womit du dich dann wenigstens als Betroffener zu Wort melden könntest.
Ich verstehe auch deinen Ärger nicht so wirklich, das Forum hier gehört dir nicht und so, wie du dich hier auslässt, darf sich jeder hier auslassen, also reg dich auf deiner Internetplattform auf und geh deinen Besuchern dort auf die Nerven...ach so, geht ja nicht, sonst spenden die am Ende ja nix... :mrgreen:

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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon fluuu » Mo 9. Okt 2017, 10:46

Ich weiß, es sind die Ansichten der konservativen Kreise die gerne Macht über Andere haben, meist nicht über sich selbst,
sie sind eine große Mehrheit auf der Welt und legen Wert darauf andere Menschen von außen zu formen.
Jedoch die Biologie, der Ursprung des Lebens zeigt, dass das Leben aus der Verschmelzung zweier Zellen entsteht
und in dieser Vereinigung ist grundlegend alles angelegt was es zum Leben braucht, es wächst von innen.
Jedoch ist der Mensch in seiner geistig manipulierenden Kraft so stark, dass es ihm gelingt diese natürliche Form
des Wachstums in bestimmte Richtungen zu lenken und das natürliche Wachstum geht verloren und wird durch
gezielten Einfluss von außen ersetzt. Bei Menschen mit seelischen Störungen eindeutig zu ihrem Nachteil.
Lernen schön und gut aber wenn dabei soziale Inkompetenz gelernt wird kann es sich zu einer psychischen Krankheit entwickeln.
Das ist die Situation bevor es in die Psychiatrie geht, wenn sich diese Erziehung in eine Flucht vor der Realität (Psychose)
gipfelt, dann ist der Ruf nach Hilfe in der Psychiatrie laut denn der Leidensdruck ist enorm aber kaum klingen die Symptome ab,
wird eine Kritik benannt als ob die Psychiatrie Schuld an den Symptomen hätte. Eine enorme Verwirrung der Realität.
Manchmal ist eine Störung der Gene bei der Verschmelzung der Zellen Grundlage aber zum Ausbruch kommt diese Anomalie
erst wenn das Umfeld von außen geschaffen ist um diese Störung zur Blüte zu treiben. So bleibt die psychische Krankheit
ein sozialer Konflikt der von außen einwirkenden Menschen. Jemand der von inner wächst hat diese Störung viel weniger zu
befürchten, jemand der in sich ruhen kann erfährt durch soziale Attacken kaum negative Gefühle.
Jemand der sich von der eigenen Ärztin bedroht fühlt obwohl er ihr viele Jahre vertraut hat, hat ein echtes inneres Problem.
Wenn er dann versucht dieses innere Problem mit Argumenten der Antipsychiatrie zu beheben durch massive Vorwürfe auf
Ärzte/Therapeuten, Medikamente und Psychiatrie verschlimmert seinen inneren Zustand des Leids enorm und das Schwierige,
er kann es selber nicht wahrnehmen. Der fundamentalistische Glaube, dass der große Apparat Psychiatrie, Pharmazie und Sozialdienste
Schuld an seinen schlechten Gefühlen im gegenwärtigen Leben sind, hat sich tief eingefurcht und daraus gibt es dann kaum
ein Entrinnen. Der Hass wird immer größer, das Leben immer schlechter und der Spielraum selber etwas zu tun schrumpft
auf fast nicht mehr vorhanden zusammen. So würde ich die Mehrheit der Menschen einstufen die schon mal einen
psychiatrischen Konflikt hatten und der Threaderöffner gehört dazu. Völlig unreflektiertes Schimpfen auf alles und jeden
mit dem Versuch so das Leid abzuschütteln und erreicht wird immer mehr Verstrickung in den negativen Gefühlen.
gruß fluuu

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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon mamschgerl » Mo 9. Okt 2017, 14:12

Bei dem Thema, ob der Mensch schon im Mutterleib der Mensch ist, der er im Erwachsenenalter sein wird oder erst in der prägenden, frühen Kindheit dazu gemacht wird, scheiden sich viele Geister. Restlos bewiesen ist da gar nichts und so bringt es auch nichts, darüber zu streiten.
Nur, das 'in sich selbst ruhen' muß erstmal erlernt werden, wie viele andere Möglichkeiten im Umgang mit sich selbst oder mit anderen, d.h. also, diese Eigenschaften sind nicht angeboren.
Jedes Kind muß also Anhaltspunkte, Vorbilder und Anschauungsunterricht erhalten, sonst ist ein soziales Miteinander unmöglich.
Wenn man es schafft, aus dem ungünstigen, gewaltbereiten und mißbräuchlichen kindlichen Umfeld als ein Mensch hervorzugehen, der trotzdem auch die andere Seite der Medaille wahrnehmen und sich diese aneignen kann, hat man schon verdammt viel erreicht, aber auch das mußte man erlernen.
Welchen Weg man wählt, bleibt bis zu einem gewissen Anteil, dem verflixten Unterbewusstsein, freie Entscheidung. Verbaut einem das Unterbewusstsein den gewollten Weg, kommt es zwangsläufig zu psychischen Störungen. Das Unterbewusstsein aber wurde schließlich geprägt und lässt sich gewiß nicht so einfach abschütteln oder beeinflussen, wenn man zu dem Zeitpunkt, zu dem es sich prägen ließ, noch gar nicht in der Lage war, gut von böse zu unterscheiden, geschweige denn solche mentale Fertigkeiten besaß, in sich ruhen zu können.
Alles, was danach kommt, sind bewusste Erlebnisse, bewusste Erfahrungen und um etwas daraus zu lernen oder für sich ins positive umkehren zu können, muß das negativ geprägte Unterbewusstsein erstmal zustimmen.
Man kann durch Training viele, gerade unvernetzte Teile des Gehirns in Schwung bringen, Verknüpfungen neu erschaffen, doch das funktioniert nur, wenn diese Verbindungen vorhanden sind oder schon mal in Betrieb waren, egal, wie lange oder wie kurz das auch gewesen sein mag. Waren sie nie da, lassen sie sich auch nicht herzaubern.
So also kann man sein Gehirn nur zu völlig neuen, anderen, für das Leben und den sozialen Umgang relevante Verbindungen knüpfen, doch das macht das Leben auch aus, auch ohne psychische Störungen.
Aber, wie gesagt, lass ein Kind völlig einsam in einem dunklen Zimmer ohne Ansprache oder sonstigen äußerlichen Reizen aufwachsen, so wird man feststellen, daß sich nichts von dem, was angeblich von Geburt auf vorhanden sein sollte, zeigen wird.
Alle Empfindungen basieren auf Erlebtem. Das, was angeboren ist, ist die Art, wie wir damit umgehen können, nicht wollen.
Die Psychiatrie hat nicht die Antwort auf alle Fragen und ist nicht der Weisheit letzter Schluss, das zu glauben, entbehrt jeglichem Sinn für die Realität, nicht anders herum.
Psychiatrische Anwendungsformen können helfen, aber auch genausogut schaden, das abzustreiten oder zu verleugnen, hieße, den Ärzten den Status Halbgötter in weiß zu verleihen und genau das ist es, was fehlenden Realitätssinn ausmacht.
Die komplette Kontrolle Menschen in die Hand zu geben, die selbst nur experimentieren und spekulieren, bedeutet, sich selbst aufzugeben, seinen eigenen Sinnen nicht mehr zu vertrauen, weil ihnen das abgesprochen wird.

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Re: Ich habe die enorme Angst, gegen meinen Willen eingesperrt zu sein

Beitragvon Ihor » Mi 11. Okt 2017, 13:01

Tja, das ist alles fehl am Platz. Ich leide immens unter Entzug-Problematik. Momentan ich habe schon die bescheuerte Medis, die lange Zeit , eigentlich, verboten sollten werden.... Ich meine NL in der ersten Reihe. Bessser mit den Stimmen und Halluzionatioen zu leben, als diese chemische Zwangjacke zu schlucken, die den Menschen in Zombie verwandeln. Eine meine Bekanntin, die alte deutsche Frau, sie hat den Selbstmord begangen, trotz den Depo-NL-Spritzen, der andere mein Freund war von Krebs von Lungen gestorben, er rauchte enorm viel, weil ansonsten er war absolut daneben "dank" NL. Meiner Ärztin ich sagte alles, was ich über diese menschenverachtene Psychiatrie denke, iins Gesicht. Und sie sagte, ich schaffe es niemals ohne Psycho-Pillen("Drogen") zu leben, aber momentan wegen der Sucht ich gehöre der geschlossener Abteilung. Ich antwortete ihr, niemals, besser ich würde abkratzen, und dass ich schon die Patienten-Vorausverfügung gemacht, und wenn sie versuchen würde , mich mit dem Zwang einzusperren, dann sie bekommt mit dem Gericht zu tun. Sie war fassungslos. Diese Hexe im weissem Kittel.
Das was.


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