Zwangsmaßnahme dringend nötig

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Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Mavros » Fr 8. Nov 2013, 10:17

"Die Deutung des Unangenehmen als Machenschaft der Außenwelt macht aus dem Unangenommenen etwas Unannehmbares."

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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Mavros » Fr 8. Nov 2013, 10:47

Mehr Prävention bei psychischer Gewalt sowie Körperverletzung im häuslichen Bereich, im Bereich des pseudoreligiösen oder politischen Sektierertums, und beim Machtmissbrauch in sozialen und Heilberufen durch Menschen mit Narzisstischer und Dissozialer Persönlichkeitsstörung, s. Soziopathie

1 Mill. Psychopathen geschätzt

http://faszinationmensch.com/2012/05/14 ... anerzogen/
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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Mavros » Fr 15. Nov 2013, 12:21

Dass eine Art psychischer Störung ansteckend oder auslösend für andere Störungen im Sozialumfeld sein kann, ist spätestens seit den Meldungen über psychische Gewalt in Gefängnissen der totalitären Staatssysteme, die durch das Auslösen von Psychosen ihre politische Gegner erfolgreich ausschalten, bekannt. Dieses Phänomen manifestiert sich auch in jeder Art kriegerischer, ausgrenzenden Ideologie, die in der Geschichte ganze Massen und Völker dahin raffte und auch heute für Leid und Not sorgt.

Ob mit Absicht und manipulativ, oder unbewusst herbeigeführt, mehr dazu hier, Privatbeziehungen und Gruppendynamik betreffend -

http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... _deux.html
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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon 5D-Cube » Fr 15. Nov 2013, 23:48

Natürlich bin ich für Zwangsmaßnahmen bei Fremdgefährdung. Unabhängig davon, ob jemand als "psychisch krank" betrachtet wird oder nicht.

Polizeigewahrsam http://www.landesrecht-hessen.de/gesetz ... para32.htm
Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr,

zur Not sogar Fesselung durch Polizeibeamte.
http://www.landesrecht-hessen.de/gesetz ... para59.htm


--------------------------------------------------------------------------------------------------
§ 59 HSOG
Eine Person, gegen die nach diesem Gesetz oder anderen Rechtsvorschriften unmittelbarer Zwang angewendet werden darf, darf gefesselt werden, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie

1. Polizeivollzugsbeamtinnen, Polizeivollzugsbeamte oder Dritte angreifen, Widerstand leisten oder Sachen beschädigen wird,

2. fliehen wird oder befreit werden soll oder

3. sich töten oder verletzen wird.
--------------------------------------------------------------------------------------------------


In der Psychiatrie wird oft schon wegen verbaler Beleidigungen gefesselt oder wegen unruhigem Verhalten oder um die Zwangsmedikation durchzusetzen.

Für Fremdgefährdung sind meiner Meinung nach Polizei und Justiz zuständig und nicht eine präventive medizinische Orakelei. Leute mit psychiatrischer Diagnose werden oft wegen Kleinigkeiten zwangseingewiesen, weswegen jemand ohne eine solche Diagnose nur auf die Wache mitgenommen würde, da werden dann die Personalien festgestellt, derjenige wird wieder freigelassen und kriegt ein Gerichtsverfahren. (wobei meistens keine Verurteilung zu einer Haftstrafe dabei rauskommt)
Leute mit psychiatrischer Diagnose kriegen aus solchem Anlass dann gleich mal 4 Wochen Zwangseinweisung und verlieren damit nicht nur ihr Recht auf Freiheit, sondern auch noch ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit, sind mit der Zwangseinweisung freigegeben zur Zwangsbehandlung.

Die Einordnung in eine der beiden Kategorien hat darüberhinaus keine Wissenschaftlichkeit. Ich kenne z.B. die Entlassungsbriefe und Berichte über mich von 2 Psychiatrien und einer psychosomatischen Klinik, die an meinen ambulanten Psychiater geschrieben wurden.
Dabei ist ein Muster zu erkennen: Psychologen und Psychiater, die selber meiner Subkultur angehören oder nahestehen, beschreiben mich als geistesgesunde Person, die halt immer wieder unter Depressionen leidet und manchmal einen leichten harmlosen hypomanischen Überschwang hat.

Leute, die einer anderen Subkultur angehören, beschreiben mich als total daneben und schieben mich Richtung Psychose und Manie. (läuft barfuß rum, nachlässige Kleidung, widersetzt sich Anordnungen von Krankenschwestern, will eine andere Behandlung als der Arzt vorschlägt, verlässt die Klinik auf eigenen Wunsch und gegen ärztlichen Rat, die ist schwer gestört !!) Andere Ärzte fanden es gut, dass ich mich in meine Behandlung einbringe, andere betrachten es als Krankheitssymptom.
Als Psychologe/Psychiater kann man echt jeden Schwachsinn behaupten und es hört sich auch noch wissenschaftlich an. Und aufgrund solcher "Gutachten" fällt man dann in die eine oder andere Kategorie.

Ich kenne es aus dem Alltag, dass sich konservative und (links-)liberale Leute gegenseitig für geisteskrank erklären,
ebenso intolerante Atheisten vs. intolerante religiöse Leute.
Aber dass eine Diszipin die sich Wissenschaft nennt es ebenso macht,
zeigt, dass es eben keine Wissenschaft ist.
Ich betreibe eine Gruppe zum Thema Patientenverfügung auf facebook:http://www.facebook.com/pages/Vorlagen- ... 76?fref=ts
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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon 5D-Cube » Sa 16. Nov 2013, 01:13

aus einer Stellungnahme der Linkspartei: http://www.die-bpe.de/Wahl_2013/antworten/Dehm_I.pdf
Wie oben geschrieben hat DIE LINKE die Abschaffung der rechtlichen Diskriminierung über psychiatrische Sondergesetze in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Eine Fremdgefährdung kann durch Unterbringungsregelungen hinreichend ausgeschlossen werden. Dabei ist es unerheblich, ob eine psychische Erkrankung besteht. Eine medizinische (Zwangs-) Behandlung ist in diesen Fällen nicht erforderlich. Außerdem müssen alle Regelungen zur Zwangssterilisation gestrichen werden.

Unterstreichung von mir
ja, es muss die Möglichkeit geben, fremdgefährdende Personen einzusperren. Egal ob "psychisch krank" oder nicht.


das UN-Hochkommisariat für Menschenrechte über die UN-Behindertenrechtskonvention und daraus folgend über den Umgang mit "psychisch kranken" Straftätern:http://www2.ohchr.org/english/bodies/hr ... .10.48.pdf
47. Im Bereich des Strafrechts erfordert die Anerkennung der Rechtsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen die Abschaffung der Verteidigung auf der Grundlage der Negation strafrechtlicher Verantwortung aufgrund des Vorliegens einer psychischen oder geistigen Behinderung. Stattdessen müssen behinderungsunabhängige Maßstäbe für das subjektive Element von Straftaten mit der Berücksichtigung der Situation der einzelnen Beschuldigten angewandt werden. Wenn Untersuchungshaft vor oder während des Strafverfahrens in Übereinstimmung mit Artikel 13 des Übereinkommens erforderlich sein sollte, müssen die gesetzlichen Regelungen entsprechend angepasst werden.
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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Mavros » Sa 16. Nov 2013, 14:31

Es ist auch sehr schwierig sich ein umfassendes Bild über das Ausmaß der Situation zu verschaffen. Ich habe Informationen aus diesem Artikel bezogen, die in etwa vielen Berichten der Betroffenen und weiteren Ausführungen über diese Reform entsprechen: http://www.aerzteblatt.de/archiv/25936/ ... -geblieben. Die Diskriminierung hat eine lange Tradition, zu wenige finanzielle Mittel um eine kompetente Versorgung gewährleisten zu können kommen dazu, menschliches Versagen etc. Die Reformfähigkeit dieses Sektors ist von vielen Faktoren abhängig. Und im Grunde spiegelt sich hier nur eine allgemeine Ausrichtung der Gesellschaft wieder, es geht um eine Wirkungsweise der Machthierarchien und Neigung zur Gewalt, die sich nicht nur auf den einen Bereich beschränken. Das Personal, das empathielos und eigennützig agiert, der Arzt, der sich nicht im Griff hat, die Vorgehensweise der Staatsgewalt - ein allgemeines menschliches Problem.
Ja, das ist mutig, sowie die vom Trittin im Wahlkampf geplante Drosselung des Fleischkonsums, und da hat sich leider auch die Tatsache, die Manfred Spitzer so nebenbei verkündet, dass nämlich ein Politiker, der gegen den Medienkonsum im Kindergartenalter agieren würde, am nächsten Tag kein Politiker mehr wäre, im übertragenen Sinne bestätigt. Es geht um Umverteilung der Fördermittel, und das ist etwas, wovor sich nicht nur die Industrielobby, sondern auch der durchschnittliche Bürger fürchtet. Sein mehrheitliches Anliegen ist leider die Verfügbarkeit günstiger Konsummittel ohne Rücksicht auf das Wohlergehen anderer Leute, Verluste von ganzen Öko-Systemen, oder eben eine gerechte Umverteilung. Industrie, Gesundheitswesen und der klassische Konsument haben ein gemeinsames Interessenfeld. Der Anfang einer Reform wäre Prioritäten im Erziehungswesen zu setzen, in der Bildungspolitik, das hieße die bislang nicht involvierten Menschen erst gar nicht in das Wirkungsfeld, das durch die Variablen des Konsums und Profits ohne Rücksicht auf Menschlichkeit bestimmt wird, mit einzubeziehen bzw. andere Möglichkeiten aufzuzeigen. Ich hoffe auch, dass der Trend der Minderheit irgendwann allgemein durchsetzungsfähig sein wird.
http://www2.ohchr.org/english/bodies/hr ... .10.48.pdf
47. Im Bereich des Strafrechts erfordert die Anerkennung der Rechtsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen die Abschaffung der Verteidigung auf der Grundlage der Negation strafrechtlicher Verantwortung aufgrund des Vorliegens einer psychischen oder geistigen Behinderung. Stattdessen müssen behinderungsunabhängige Maßstäbe für das subjektive Element von Straftaten mit der Berücksichtigung der Situation der einzelnen Beschuldigten angewandt werden. Wenn Untersuchungshaft vor oder während des Strafverfahrens in Übereinstimmung mit Artikel 13 des Übereinkommens erforderlich sein sollte, müssen die gesetzlichen Regelungen entsprechend angepasst werden.
Ja, genau. Immerhin ist die Trennung nach Äthiologie in der Diagnostik nicht mehr maßgebend, und das Rechtswesen könnte folgen. Für das Ausmaß der Folgen einer kriminellen Tat ist nicht relevant, ob ein neurotisches oder psychotisches Leiden als Ursache gilt, eine pathologische Vorgehensweise das persönliche Leid durch Gewalt gegen andere zu kompensieren ist in beiden Fällen gegeben.
Für Fremdgefährdung sind meiner Meinung nach Polizei und Justiz zuständig und nicht eine präventive medizinische Orakelei.
Im Fall der häuslichen Gewalt, der psychischen Gewalt im Geschäfts- und Privatbereich, der "Bauernfängerei" im Bereich der Sektenbildung kommt aber Justiz nicht hinterher. Hier ist das Dilemma zwischen der Kontrolle durch den Staat und Verantwortung zutreffend beschrieben: http://www.psychotherapiepraxis.at/pt-b ... -strafbar/ Niemand braucht sich dabei nach astrologischen Orakeln richten, denn Diagnostik, wie sie oft angeprangert wird, dient im Wesentlichen überhaupt nicht einer Urteilsbildung, sondern ist eines der drei Faktoren, die Psychiatrie ausmachen: Prävention, Diagnostik, und Therapie der seelischen Leiden. Und das Glück oder Unglück der künftigen Generationen wird im Wesentlichen durch unsere Kindererziehung bestimmt, also im Grunde bestimmen wir auch selbst die Art, wie Minderheiten, hier psychisch Kranke, künftig behandelt werden.
Andere Ärzte fanden es gut, dass ich mich in meine Behandlung einbringe, andere betrachten es als Krankheitssymptom.
Als Psychologe/Psychiater kann man echt jeden Schwachsinn behaupten und es hört sich auch noch wissenschaftlich an.
Andererseits - was an der gegebenen Struktur mitwirkt, ist der immer größer werdender Zulauf der Menschen, die den Verlust der Autonomie zum Grund und auch zum weit verbreiteten Aspekt der Resonanz auf Psychotherapie machen. Dass nicht jeder Behandler auf diese Umstände mit einem Übermaß an für Patienten eindeutig wahrnehmbarer Ernsthaftigkeit oder einer genauen Differenziertheit reagiert und sie das Gefühl haben entmündigt zu sein, ist möglich. Ein konsequent autonomer Mensch wird immer überall in der Gesellschaft anecken, es ergibt sich also die Frage, ob eine Klinik für ihn der richtige Ort ist, an dem er seine Schwierigkeiten vortragen soll. So lange mein Verhalten keine Gefahr für mich selbst oder für andere darstellt, würde ich so viel lesen wie möglich um auch immer wieder meine Situation mit der der anderen zu vergleichen und mit der Zeit den nötigen Abstand zu den individuellen Problemen zu bekommen, die oft sehr verbreitet ist, man weiß es nur nicht wenn man die ganze Zeit ausschließlich mit sich selbst beschäftigt ist. Das meine ich allgemein und nicht auf dich bezogen. Ebenso sinnvoll ist, sich um einen direkten Kontakt mit erfahrenen Menschen zu bemühen, ob das nun Psychotherapeuten oder Menschen, die andere Berufsgruppen angehören, sind, und auf diese weise das Gefühl der Isolation und einen möglichen Hang zur Verzweiflung darüber konstruktiv angehen.

Gruß,
Mavros
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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon 5D-Cube » So 17. Nov 2013, 04:09

Mavros hat geschrieben:Ein konsequent autonomer Mensch wird immer überall in der Gesellschaft anecken
immer überall schon mal nicht.

Und Psychiatrie ist schon ein Extremfall. Dort genießt das Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung wirklich NULL Ansehen.

Z.B. somatische Stationen von Krankenhäusern sind ganz anders. Auf der Unfallchirurgie bin ich zur Krankengymnastik gegangen und zum Röntgen, etc., ansonsten konnte ich so sein wie ich bin und es gab keine ständigen Bevormundungsversuche. Die Kommunikation zwischen Krankenschwestern und Patienten war auf Augenhöhe. Ein wohltuender Kontrast zur Psychiatrie, diese somatische Station.

In der Psychiatrie hat eine intolerante Gesellschaft auch noch Pillen zur Verfügung, um die Leute so hinzukriegen, wie ihrer Vorstellung nach ein Mensch zu sein hat. Der Rest der Gesellschaft hat dafür nur kleinkarierte Hausordnungen, "pädogogische Richtlinien" auf Internaten, etc., aber keine Neuroleptika.

aber na ja, man braucht ja nicht hingehen, solange man noch Zelt & Schlafsack besitzt gibt es keinen Grund für Psychiatrieaufenthalt
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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Anne1553 » Sa 8. Feb 2014, 01:05

Hallo
Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie/Forensi sind niemals sinnvoll!
Da es meist nur darum geht den Patienten mit Medikamenten vollzustopfen und/oder
das bischen Freiheit die der Patient auf den geschlossen Stationen besitzt noch mehr einzuschränken!
Diese Zwangsmaßnahmen werden dazu missbraucht um macht auszuüben fals der Patient
eben mal nicht so funktioniert wie die ärzte das gern hätten! Und nicht wie behauptet nur zur
gefahrenabwehr! Selbst ein Häftling der JVA muss so etwas nicht erdulden! Im übrigen stellt sich
mir die frage ob die nicht viel zu schnell mit Diagnosen um sich werfen!
Lg Anne

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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Mavros » Di 11. Feb 2014, 22:29

Das stimmt, und deshalb wäre die richtige Schlussforderung Zwangsmaßnahmen nicht abzuschaffen, sondern sie anders zu gestalten. Ich hoffe, dass Prävention und Zwangstherapie in der Zukunft ausbaufähig sein werden, weil es zu viele Menschen gibt, die psychische Gewalt ausüben und damit andere schädigen. Z. B. sind Psychische Störungen eine Hinterlassenschaft des unsachgemäßen erzieherischen Wirkens in den ersten ca. 18 Lebensmonaten der Kinder, und diese Gewalt zieht wie von selbst weite Kreise im Leben vieler Betroffener.
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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Anne1553 » Di 11. Feb 2014, 22:55

Hallo Mavros
Wie kommst du bitte darauf das man in der Psychiatrie zwangsmaßnahmen braucht!?

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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Mavros » Di 11. Feb 2014, 23:35

Weil sich zu viele Menschen nicht von sich aus in Therapien begeben und durch den Wahn bedingt in ihrem Sozialumfeld einen Schaden einrichten. Ein Beispiel dafür dafür ist Narzisstische und Antisoziale Persönlichkeitsstörung. Wer verzerrt wahrnimmt, begreift einiges nicht. Maßregelvollzug ist nicht die einzige Zwangsmaßnahme, die Pflicht sich einer Therapie zu unterziehen würde in manchen Fällen genügen. Ich weiß nur nicht, wie das in der Gesellschaft durchzusetzen wäre. Man trifft i. d. R. immer wieder auf Menschen, die die Welt nicht gerade besser machen, und ist dagegen machtlos.
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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Anne1553 » Mi 12. Feb 2014, 01:49

Wenn du so willst nimmt man bei allen störungen verzerrt wahr!
Soweit die theorie! Aber wer giebt den Psichiatern das recht für zwangsmaßnahmen?
Der mensch ist wie er ist! Und für strafbares giebts die Haft und nicht die Psychiatrie!

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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Mavros » Mi 12. Feb 2014, 19:26

Vieles kann man aber strafrechtlich nicht verfolgen. Beispielsweise ist psychische Gewalt, die gegen sich selbst oder andere angewendet wird meistens schwer nachzuweisen bzw. ist gesetzlich nicht geregelt. Für mich ist das Maß für "Normalität" durch Gewaltbereitschaft bzw. die Höhe der Hemmschwelle bestimmt. Ansonsten ist jeder frei zu denken, was ihm nur beliebt.

Ein Beispiel: Zu einem Mädchen sagt die Mutter oder jemand anders während seines Wutanfalls "Du bist hässlich". Manche Menschen sind so konditioniert, dass sie mit einem solchen Satz ihr Leben lang zu kämpfen haben werden. Vor allem wenn negative Erfahrungen immer mehr an der Zahl werden, hat jede von ihnen im Laufe der Zeit ein immer größeres Gewicht. Nun hätte man aber z. B. die Mutter aufklären können, man hätte sie therapieren können damit sie erkennt, dass ihre Gewaltbereitschaft ihr selbst und dem Kind schadet. Und das ist nur ein mildes Beispiel, denn Kinder werden in ihren Familien auch körperlicher Gewalt ausgesetzt. Wenn sie erwachsen sind und beispielsweise SVV betreiben, kann man auch sagen, ja - die geliebten Personen haben ihnen gezeigt, dass Schmerzen eine emotionale Notwendigkeit sind.
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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Anne1553 » Mi 12. Feb 2014, 20:06

Wie sollte den zwang in der Psychiatrie aussehen?
Eltern die das Kind misshandeln müssen in den Knast und gut!
Im übrigen giebt es da diese un konvention die frau merkel unterschrieben
hatt wonach zwangspsychiatrie verboten ist!

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Re: Zwangsmaßnahme dringend nötig

Beitragvon Mavros » Mi 12. Feb 2014, 21:01

Anne1553 hat geschrieben:Eltern die das Kind misshandeln müssen in den Knast und gut!
Der Unterschied zur Psychotherapie ist, dass sie keine Straf- oder Einschüchterungsmaßnahme darstellt, sondern eine Unterstützung.
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