Erfahrungsbericht als Angehöriger/ unklar wie weiter handeln

Luca
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Erfahrungsbericht als Angehöriger/ unklar wie weiter handeln

Beitragvon Luca » Do 12. Feb 2009, 10:35

Hallo,

meine Lebensgefährtin wurde letzten Donnerstag wegen eines Selbstmordversuches in die Psychiatrie eingewiesen. Sie lag mehrere Wochen auf Grund einer schweren körperlichen Krankheit im Krankenhaus (für mehr Lebensqualität und Lebensverlängerung, Heilung gibt es nicht), welches mehrere hundert Kilometer von unserem Wohnort entfernt ist. Ich war viel bei ihr. Dann musste ich für 3 Tage mal nach Hause um mich auch um unsere Tochter zu kümmern. Meine Freundin kam generell nicht mit der Situation klar, dass sie so lange im KH ist und hat immer drum gebeten, dass sie entlassen wird, aber es kam immer wieder irgendwas, was die Entlassung verzögerte. Nun hatte sie sich im KH mit einer Glasscherbe versucht die Pulsadern aufzuschneiden. Das wurde dort genäht und sie in die Psychiatrie eingewiesen. Die eigentliche hatte keine Betten frei und somit kam sie in eine andere. Dort wurde sie ans Bett gebunden und ruhig gestellt mit Medikamenten. Ich wurde von dem KH aus angerufen, dass sie verlegt wurde, aber mir wurde die Psychiatrie genannt, wo sie eigentlich hin sollte. Ich kämpfte mich erstmal durch um heraus zu finden, wohin sie gebracht wurde und das von hunderten Kilometern entfernt. Ich bekam es heraus aber am Telefon wollte man mir nichts sagen. Somit setzte ich mich ins Auto und fuhr wieder da hin. Aber ich durfte nicht zu ihr. Jeden Tag stand ich vor verschlossenen Türen und keiner hat mir etwas gesagt. Montag nahm ich mir einen Anwalt und mit dem ging es dann auf einmal. Ich durfte zu ihr rein. Sie lag da, an Armen und Beinen gefesselt. Selbst über den Verband der Schnittwunde drüber. Sie hatte bereits Druckstellen vom Liegen und Abdrücke von den Schnallen. Außerdem hatte sie einen Katheder damit sich nicht einmal jemand drum kümmern muss, wenn sie auf Toilette muss. Nicht wirklich ansprechbar von den ganzen Medikamenten. Sie lag halb nackt nur mit einem Bettbezug zugedeckt. Für mich war klar, dass ich sie da raus holen muss. Nach 15 min musste ich wieder gehen. Ich kämpfte mit dem Anwalt und gestern, also Mittwoch, hab ich sie raus bekommen dank einiger Vollmachten, die sie zu Hause beim Notar und im Schrank aufbewahrt hatte für den Notfall. Ich bekam sie in dem Zustand mit. Fuhr mit ihr ins Kh zurück, aber da ging kein Weg rein, dass sie da wieder hin geht. Somit fuhr ich mit ihr Nach Hause und brachte sie hier ins KH. Es war sehr spät als wir hier ankamen, aber die haben sich gleich um sie gekümmert.Mich hatten sie nach Hause geschickt mit dem Hinweis das sie sich melden, wenn es was gibt. Vorhin habe ich angerufen und mir wurde gesagt, dass sie noch untersucht wird. Ich kann 12.30 Uhr zu ihr. Die zwei KH kennen meine Freundin, da sie nicht zum ersten Mal dort ist. Die Psychatrie hat für mich fahrlässig gehandelt. Sie kannten keine Vorgeschichte von ihr und haben ihr Medikamente gegeben, die noch große Folgen mit sich bringen können (sie hat eine eingeschränkte Nierenfunktion). Sie haben ihr ihre eigentlichen Medikamente nicht gegeben. Das war nun mal so grob die letzte Woche. Ich möchte mal noch dazu sage, dass sie weder Eltern (sind 2004 gestorben) noch Geschwister hat. Sie leidet schon lange unter Depressionen und wahrscheinlich auch PTBS, welche aber darauf beruhen, dass ihre Eltern starben und sie mit ihrer bereits jahrelangen Krankheit nicht klar kommt.

Ich weiß nun noch nicht so recht, wie wir weiter gegen diese Psychiatrie vorgehen können. Erstmal hoffe ich, dass es meiner Freundin soweit gut geht, wenn die Medikamente aus ihrem Körper raus sind. Aber ich weiß auch nicht inwiefern sich das psychisch nun noch äußern wird. Könnt ihr mir da Tipps geben?

Luca

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Do 12. Feb 2009, 12:33

kvpm ist eine Unterorganisation von Scientology. Das sollte zur Vollständigkeit auch erwähnt werden.
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Corvina
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Re: Hilfe gegen die Psychiatrie!

Beitragvon Corvina » Do 12. Feb 2009, 18:46

Du bist hier im falschem Forum gelandet- den Menschen wird hier eher geschadet als geholfen .
:lol:

Lieber Luca,

in diesem Forum wird Menschen auch durchaus geholfen - kommt natürlich immer auf den Blickwinkel an.

Ich würde Dir empfehlen, Dich beim Bundesverband Psychiatriererfahrender e.V. nach einer Informationsmöglichkeit bei Dir vor Ort für Dein Anliegen zu erkundigen. Die werden Dir sicherlich sagen können, wer Dir in Eurer Situation weiterhelfen kann.
Kontakt findest Du hier (links unter "Kontakt" ist eine Telefonnumer für solche Auskünfte angegeben):
http://www.bpe-online.de/

Ich finde es ganz großartig, dass Du mit so viel Standhaftigkeit und Mut hinter Deiner Lebensgefährtin stehst! Für die kommende Zeit wünsche ich Euch viel Kraft und offene Türen, wo immer Ihr sie brauchen könnt.

Grüße
Corvina
Mal ist man das Denkmal, mal die Taube.

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Laura
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Beitragvon Laura » Mo 16. Feb 2009, 04:08

Hallo Katia!

Du scheinst wirklich nicht zu merken, wie Du hier auftrittst und mit Aggressionen und Beleidigungen nur so um Dich wirfst. Du sagst hier anderen, sie würden Dich verurteilen ohne Dich zu kennen, dabei bist Du diejenige, die andere drogenverseucht, sozialisationsgestört, dumm und unterschichtszugehörig nennt, ohne sie zu kennen. Das wird Deiner Krankheit geschuldet sein, aber gerade deswegen möchte ich Dich darauf hinweisen, dass wenn sich Dein Zustand nicht bessert, es bei Deinem Pädagogikstudium nur als Studium bleiben wird und Du nicht in diesem Bereich wirst arbeiten können. Dich in diesem wirren, verängstigten und aggressiven Zustand als Pädagogin arbeiten zu lassen, wäre, als würde man einen Taubblinden als Piloten einsetzen.

Ich wünsche Dir wirklich, dass Du jemanden findest, der Dir helfen kann. Von dieser kvpm scheinst Du nur zu lernen, Hass und Feindbilder zu zementieren. Wenn Du denkst, dass Du damit den großen Durchblick in der "bösen" Welt und der "bösen" Psychiatrie hast und wenn Du eventuell denkst, jeder X-Beliebige hätte es verdient, von Dir beleidigt zu werden, dann wirst Du Dich immer mehr ins Abseits manövrieren bis Dir irgendwann wirklich niemand mehr helfen kann.

Was Dir B48 anhand von Berichten versucht zu vermitteln, nämlich die Gefährlichkeit von Scientology und ihren verwandten Organisationen, kann ich Dir an einem Beispiel aus meiner eigenen Lebenserfahrung erklären. Ich kenne einen Betroffenen, der erstmal nur ein labiler junger Mann war und bei Scientology so gehirngewaschen und abserviert wurde, dass er dadurch erst wirklich psychisch erkrankte und heute von selbst immer wieder um Aufnahme in der Psychiatrie bittet, um Kraft tanken zu können. Im Vergleich zu dem, was er bei Scientology erlebt hat, erscheint ihm die Psychiatrie durchaus harmlos und hilfreich. So kann's auch gehen.

Es werden jetzt vermutlich wieder haufenweise hilflose Beleidigungen und Beschuldigungen von Dir kommen oder so wirre Aussagen wie dass die Psychiatrie durch Tod heile, aber ein bisschen Narrenfreiheit muss man auch Dir zugestehen bevor man es endgültig aufgibt, Dir etwas vermitteln zu wollen. Weder als kvpm-Mitglied noch als Pädagogikstudentin bist Du die Kranke mit dem größten Durchblick. Du bist eine ganz besonders hilflose Kranke, die bisher noch nicht gemerkt hat, wie sie durch ihr aggressives Verhalten andere erst gegen sich aufbringt und Aggressionen bei zunächst Unbeteiligten hervorruft. Du dürftest selbst wissen, wie es sich anfühlt, diskriminiert zu werden, also fang Du auch nicht damit an, damit verbaust Du Dir nur selbst den Umgang mit anderen Menschen. Was Dir andere in der Vergangenheit angetan haben mögen, verleiht Dir noch lange nicht die Berechtigung, Deine Aggressionen querbeet unters Volk zu streuen.

Da ich selbst Betroffene bin, habe ich nicht das beste Nervenkostüm, um für Dich allzu viel Geduld aufzubringen, aber es liegt im Bereich des Möglichen, dass Du einen professionellen und stabilen Helfer findest, der Zugang zu Dir findet und Dir helfen kann. Dabei würde ein bisschen mehr Höflichkeit von Deiner Seite aber auch nicht schaden. Deine kvpm-Helfer mögen hilfreich in dem Sinne sein, dass sie Dir in allem recht geben und immer einer Meinung mit Dir sind. Wenn dies aber Deine Ängste vor Menschen nur verstärkt und somit auch Deine Aggressionen, dann wirst Du auf Dauer nur im Bereich der kvpm klarkommen und ansonsten immer wieder anecken. Wenn Du das Gefühl hast, dass Dir in diesem Forum nur geschadet wird, weil hier viele eben nicht Deiner Meinung sind, dann steht es Dir frei, Dich vor uns "bösen" Menschen zu schützen und dem Forum fernzubleiben. Bisher bist Du hier aber ganz schön aktiv gemessen daran, dass Du das Forum schädlich findest.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Nachtigall
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Beitragvon Nachtigall » Mo 16. Feb 2009, 19:11

Moin,
Mir fällt da grade ein Witz ein. Hoffe ich hab den hier noch nicht gepostet.

"Achtung, Auf der Autobahn A2 Richtung Dortmund kommt ihnen ein Falschfahrer entgegen!"
"Einer? Hunderte!"

LG Nachtigall
Alles wird gut

Corvina
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Beitragvon Corvina » Mo 16. Feb 2009, 20:31

Katia, Du wirst beleidigend und unfair, scherst alle über einen Kamm, drehst Dich im Kreis, gibst überhaupt nichts Konstruktives von Dir und bist nicht in der Lage eine sachliche, unemotionale Diskussion zu führen.

Was willst Du hier??? Gibts echt nichts anderes zum spielen für Dich?

Verteufel von mir aus die gesamte Psychiatrie, aber gestehe anderen doch das Recht zu sie zu nutzen. Man kann über Vor(ur)teile und Nachteile diskutieren, keine Frage. Aber so ausfallend und beleidigend zu werden, bringt nichts außer dass man Mühe hat Dich noch Ernst zu nehmen.

Dir scheint entgangen zu sein, dass die anfängliche hardcore-Antipsychiatriebewegung, durch ihre Abneigung pharmazeutische Hilfsmittel einzusetzen, Menschen mit schweren Erkrankungen elendiglich hat verrecken lassen. Ist das die bessere Welt von der Du träumst?

Ich halte es für sinnvoller an einer Optimierung der heutigen Psychiatrie zu arbeiten, als sie komplett zu verteufeln.

Aber was diskutier ich hier überhaupt... kommt ja doch nix bei rum außer Beleidigungen von Dir... macht echt keinen Spaß.

(ich glaub, ich hatte eben ein Rendevouz mit Leopold von Sacher-Masoch... doch ich werde ihm einen Korb geben...)
Mal ist man das Denkmal, mal die Taube.


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