Neuroleptika

leanabh gealaich
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Beitragvon leanabh gealaich » Di 22. Jul 2008, 22:11

Risperidon fand ich extrem schrecklich, das hat mich immer total umgehauen

Von Chlorpromazin hatte ich Hautausschlag und meine Leberwerte wurden total miserabel

Moomentan bin ich bei Haloperidol, das ist eigentlich ganz okay.

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Molly
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Beitragvon Molly » Di 22. Jul 2008, 23:47

Haldol (Dosis unbekannt- da im Krankenhaus eingenommen)
--- Extrapyramidale Störungen, Sitzunruhe, total verschwommenes Sehen, Körpersteifheit, trockener Mund, bleierne Müdigkeit, rotes Gesicht - das war aber schon 1991 und mir ging es mit dem Zeug so schlecht, dass ich wohl schon einiges von den Nebenwirkungen vergessen habe.

Impromen (15 Tropfen tgl.)
--- Ständige innerliche Aufregung, ständiger Wunsch, sich hinzulegen, Kognitive Einschränkungen - Symptome (Stimmen) gingen wegen der geringen Dosis aber nicht weg, da ich aber Angst hatte, was anderes auszuprobieren, habe ich es lieber weiter genommen und zeitweise auch ohne Wissen des Arztes abgesetzt.

Risperdal (1-4mg tgl. über vier Wochen, dann abgestzt)
--- Ständig schwindelig, leichter Tinnitus, verstopfte Nase, dadurch nächtliches Aufwachen wegen total ausgetrockneter Zunge.

Solian/Amisulprid (bis zu einer Dosis von 1200mg)
--- Am Anfang steife Bewegungen, kein Zyklus auch bei geringer Dosierung (erhöhter Prolaktinspiegel), Milchfluss unter hoher Dosierung, unter Stress leichte Blickkrämpfe und Stimmen, Kognitive Probleme (die Symptome ließen unter Dosisreduktion nach) ca. 10 kg in drei Jahren zugenommen, gute Wirksamkeit gegen Stimmen

Abilify (10mg) (+ 200mg Amisulprid)
--- zuerst (mit 400mg Amisulrid)erhöhter Blutdruck (98/168 am Abend), ab und zu Wortfindungsstörungen. Ansonsten bisher keine Nebenwirkungen. Besserung bei Antriebsschwäche, nahezu keine Stimmen mehr.

Molly

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Beitragvon Remedias » Mi 23. Jul 2008, 11:55

Solian beim Absetzen.
Ich bekam sofort eine Absetzpsychose.
Risperidon und Abilify konnte ich dagegen schonmal ausschleichen, ohne größere Probleme. Wurde allerdings beim Weglassen von Abilify hypomanisch.
Zyprexa hatte bei mir eine gute Wirkung, ist aber insofern gesundheitsschädlich, weil ich damit 30 Kilo zugenommen hatte. Theoretisch kann man auch Diabetes kriegen.
Ich fand unter dem Zunehm-Aspekt Zyprexa am schlimmsten, dann Solian.
liebe Grüße Remedias

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thread

Beitragvon Remedias » Mo 28. Jul 2008, 18:02

Hallo vision,
lies beispielsweise hier:
http://www.psychiatriegespraech.de/phpB ... php?t=3022
lG Remedias

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Beitragvon Xcat » So 17. Aug 2008, 22:31

Zyprexa: starke Gewichtszunahme
Risperdal: totalen Libidoverlust
Abilify: erhöhte Agressivität
Solian: EPS die nur durch Notarzt mit Gegenmittel geheilt werden konnte
Invega: totale Gedankenleere
Impromen: starke innere Unruhe
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Beitragvon Xcat » Mo 18. Aug 2008, 00:01

Stimmt Triangle,

Leponex hatte ich auch, und musste wegen Blutwerte abgesetzt werden.

LG Tom
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Beitragvon Xcat » Di 19. Aug 2008, 16:48

Oft haben NL schlimmere Auswirkungen als das Krankheitsbild selbst.

Ich denke da z.B. an nen Patienten der als Bipolar eingeliefert und diagnostiziert wurde, und nach zwei Lithium-Vergiftungen entstellt wieder als "stabil" entlassen wurde.

LG Tom
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Beitragvon Remedias » Do 21. Aug 2008, 19:39

Hallo Rumpelstilzchen, meine Angst könnte also auch von Abilify kommen ?
Ich bin mir nicht sicher über gar nix mehr; immer wenn ich NL abgesetzt habe, waren die Folgen schlimm (Psychose, Hypomanie), aber auf der anderen Seite halte ich es vor Angst nicht mehr aus.
liebe Grüße Remedias

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Beitragvon Remedias » Do 21. Aug 2008, 23:02


Laut Lehrmeinung sollte man Neuroleptika immer schrittweise absetzen, nie schlagartig, damit sich Körper und Geist auch langsam anpassen können.
Hallo, Rumpelstilzchen, ich meinte auch "ausgeschlichen" aber es war trotzdem so. Als wäre beim Einnehmen ein Schalter in meinem Gehirn umgelegt worden, und jetzt komme ich ohne nicht mehr aus.
Die Seite "rebound" in Wikipedia existiert nicht mehr.
lieber Gruß Remedias

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Beitragvon Remedias » Fr 22. Aug 2008, 12:03

Ja, Rumpelstilzchen, ich glaube, dass mir so etwas passiert ist. Und jetzt (erst) habe ich wirklich eine Psychose. Die Frage ist nun, wie komme ich aus diesem Zustand wieder raus???
lieber Gruß Remedias :sad:

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Beitragvon Reh » Fr 22. Aug 2008, 21:52

Eine Bekannte von mir ist auch auf Abilify umgestiegen. Seitdem hat sie dauernd Angstzustände.

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Beitragvon Remedias » Sa 23. Aug 2008, 01:35

Eine Bekannte von mir ist auch auf Abilify umgestiegen. Seitdem hat sie dauernd Angstzustände.
Danke, Reh, genau das werde ich mit meinem Psychiater besprechen.

Hallo, Rumpelstilzchen, danke für deinen Tipp mit der ruhigen Umgebung.
Ich fürchte wenn man einmal sein Gehirn geschädigt hat, bleibt das für immer. :cry:
liebe Grüße Remedias

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Beitragvon Xcat » Sa 23. Aug 2008, 09:22

Ich fürchte wenn man einmal sein Gehirn geschädigt hat, bleibt das für immer. :cry:
Ach Remedias,

denk doch nicht so negativ. Es wird sich wohl eine Lösung finden. Ich hatte ja auf Abilify auch nicht so gut reagiert, und ohne gings mir sofort wieder besser.

LG Tom
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Beitragvon Laura » Sa 23. Aug 2008, 11:32

Hallo Remedias!

Es ist doch alles gehupft wie gesprungen. Es ist schon nicht so leicht zu akzeptieren, wenn man irgendwann gar nicht ohne Neuroleptika kann und dass das auch an der Wirkungsweise der Neuroleptika liegt. Aber ich bin der lebendige Beweis dafür, dass die Psychosen wiederkehren und immer schlimmer werden können ohne dass man je Neuroleptika bekommen hätte. Wie stark Du bist, um einen NL-Entzug auszuhalten, kannst nur Du wissen, aber wenn man das nicht aushält und doch wieder auf die Neuroleptika zurückgreift, bricht man sich damit auch keinen Zacken aus der Krone. Vielleicht ist Abilify tatsächlich nicht das richtige Medikament für Dich, da wärst Du bei Weitem nicht die Einzige, die dieses "Wundermittel" nicht verträgt, aber mit einem anderen doch ganz gut leben kann.

Liebe Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Beitragvon Remedias » Sa 23. Aug 2008, 11:40

Danke Tom und Laura, dass ihr mir geschrieben habt. Ich habe heute mal im Kopf nachgerechnet und bin mir fast sicher, dass die Angstzustände mit der Abilify-Einnahme zusammenfallen (bekomme es seit Juni letzten Jahres). Nur, die Frage ist, wie überzeuge ich einen Psychiater, der mir immer sagt, die Angst kommt von der Krankheit und nicht von der Medikation?(Er ist allerdings auch nicht gerade der Freund von abilify, hält es als NL für zu schwach.)
liebe Grüße Remedias


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