Wäre Zwangseinweisung rechtens?

Zoe82
Beiträge: 10
Registriert: Mo 3. Mär 2008, 07:28

Wäre Zwangseinweisung rechtens?

Beitragvon Zoe82 » Mo 3. Mär 2008, 07:41

Hallö,

Im September07 habe ich jegliche Medikamente (5 verschiedene) abgesetz (obwohl ärzte das nicht wollten)... Jedenfalls ging es mir fast vier Monate danach viel besser als vorher... Ich war nicht mehr so beduselt, bewegte mich nicht mehr so steif und war generell offener... Zudem war meine allgemeine Stimmung fast vier Monate am Stück stabil und ohne Wellen (das habe ich schon Jahre nicht mehr geschafft)So sagte es auch mein Umfeld.
Jetzt ist es aber so, dass ich momentan in einer krise stecke und seit januar 4,5kg abgenommen habe... Nun ist mein BMI auf 17,0 was mich nicht sonderlich stört... Jedoch um das zu erreichen habe ich mit dem Essen nach wie vor Probleme und habe sogar Wassertabletten angewandt. meine Krise äussert sich auch in starken Deperessionen, das ich unfähig bin, zu schlafen, raus zu gehen und sonstiges... Ich habe suizidgedanken, jedoch keine Pläne...
Nun war ich letzten Donnerstag bei meiner Psychiaterin und diese meinte zu mir, sie hätte sich richtig erschreckt als sie mich sah... Und das es nun an der Zeit wäre in die Klinik zu gehen (sie wollte auch unbedingt, dass ich wieder AD´s nehme) um dort wieder aufgepäppelt zu werden und mit Medis wieder eingestellt zu werden.... Ich habe mich geweigert, da ich der Meinung bin, das auch so schaffen zu können... Auch dass ich wieder Medikamnte nehmen soll, wollte ich nicht. Sie jedoch meinte, sie lässt mir bis zum 12.3 zeit, wenn es dann nicht besser geht, dann lässt sie mich mit Hilfe meiner gesetzlichen Betreuerin auch ohne meinen Willen einweisen... Ich könnte mir aber in dieser Zeit gedanken machen und freiwillig in die Klinik gehen...
Und dann meinte sie noch, dass es jetzt noch nicht einmal mehr ausreichen würde wenn ich die AD´s nehme...

So nun meine Frage, darf sie rechtlich aus den oben genannten Gründen mich Zwangseinweisen lassen?

Wie könnte ich das verhindern, bzw. was kann ich sagen?

Wäre Euch für Eure unterstützung dankbar...

P.s. sollten die Zahlen (BMI Werte) nicht erwünscht sein, dann sagt mir bescheit und ich editiere sie...

Maulbeere
Beiträge: 97
Registriert: Fr 10. Aug 2007, 18:29

Beitragvon Maulbeere » Di 4. Mär 2008, 17:47

Hallo!

Medis sind in deinem Fall vollkommend kontraproduktiv!
Du solltest halt schauen (nicht nur um die Psychiaterin zufriedenzustellen) dass du wieder ein bißchen zunimmst!
Meinst du du schaffst das?
Wenn du wieder etwas mehr wiegst dann ist deine Stimmung auch wieder etwas besser!

Was deine Psychiaterin vorhat ist krimminell, aber ich fürchte sie darf das vom Gesetzt her!


was ich empfehlen könnte ist eine psychotherapeutische Klink. Da geht es oft etwas humaner zu, man ist einmal weg von seinem Umfeld, kann sich neu orientieren usw.
Prien am Chiemsee z.B. (Da kann man auch hin wenn man nicht so lange warten kann/will, allerdings ist man dann in einem Mehrbettzimmer)

Mach eine Vorsorgevollmacht gegen die Zwangseinweisung!
www.vo-vo.de/index2.htm

Alles Gute

Zoe82
Beiträge: 10
Registriert: Mo 3. Mär 2008, 07:28

Beitragvon Zoe82 » Di 4. Mär 2008, 19:07

hallö,

das mit den zunehmen werde ich nicht schaffen können...

Ich war schon mal in einer Psychotherapeutischen einrichtugn und es hat mir nichts gebracht und ich fand es auch nicht so schön... War sogar schon zweimal in so etwas...

Wieso meinst Du, das das Recht auf der seite meiner Psxchiaterin liegt?
ich dachte immer, man kann nur eingewiesen werden, wenn man selbst-oder Fremdgefährdent ist... Und bei mir ist es nicht Lebensgefährlich, nur weil ich einen so einen BMI habe... Auch meine Suizidgedanken sind noch nicht so schlimm, dass sie in Pläne umschlagen...
Ich kann mir nicht erklären wo sie die Gründe hernehmen will...

Deine Vollmacht texte sind ja ganz schön, nur habe ich vom Gesetz her schon eine betreuerin die zuständig für meine Gesundheit und Aufenthaltsbestimmungsrecht hat.... da kann ich ja nicht einfach jemanden anderes nehmen....
Die war übrigens auch heute da udn hat die gleiche Meinung wie die Psychiaterin... Sie geben mir Zeit bis nächste Woche Mittwpoch... Wenn sich dann nicht deutlich was gebessert hat, veranlassen sie die einweisung... Und ich bekomme echt panik.... Bin schon am überlegen ob ich nicht erst mal füpr ein paar tage dann untertauche... ich weiß das mit einem Aufenthalt in einer Klinik (egal welcher Art auch immer) es mir nur noch beschissener gehen wird.... Ich ertrage es einfach nicht unter so vielen Leuten zu sein, mit meheren leuten im zimmer zu schlafen und mir alles vorschreiben.... dann drehe ich erst recht durch... Ich will nichjt wieder in so eine Lage kommen, wo ich aus angst und verzweiflung wieder nur Mist baue... Eine Klinik würde die jetzige Siotuation nur verschärfen... Zudem brauche ich meine Freiheit und die wird mir damit mehr als nur genommen.... Ich bin keine marionette die man von aussen steuern kann...

Ich lasse mir Anfang nächster Woche Blut abnehmen, damit ich einen Beweis habe, dass ich in keinem Lebensbedrohlichen Zustand bin.... was anderes weiß ich sonst auch nicht...

Maulbeere
Beiträge: 97
Registriert: Fr 10. Aug 2007, 18:29

Beitragvon Maulbeere » Mi 5. Mär 2008, 11:53

Auweh ich kann mir gut vorstellen dass du in Panik bist wegen eve. Einweisung. Das wäre ich auch!

Schade , dass die psychoptherapeutische Einrichtung nichts gebracht hat.

Darf ich fragen was macht es für dich so schwirig zuzunehmen?

SuMu
Beiträge: 549
Registriert: Sa 14. Feb 2004, 11:11
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Beitragvon SuMu » Mi 5. Mär 2008, 12:53

Hi zoe
du hast doch nicht zum spass eine Betreuung und gehst zum Spass zum Psychiater, was willst du denn von denen?
viele Grüße
SuMu / http://psychomuell.de - http://blogzicke.de - http://su-mu.de/

Zoe82
Beiträge: 10
Registriert: Mo 3. Mär 2008, 07:28

Beitragvon Zoe82 » Mi 5. Mär 2008, 13:08

Ich gehe zu denen, weil sie mir helfen sollen mein Leben zu leben. Und mein Leben findet hier statt und nicht in der Klinik... Ich möchte einfach die Krise hier überstehen und nicht noch jedesmal gleich wieder eingesperrt zu werden und medikamente nehmen zu müssen... Die Psychiatrie ist eine heile Scheinwelt die nicht, aber auch gar nichts mit dem wirklichen Leben zu tun hat... Und durch solche Aufenthalte, finde ich mich immer weniger in der raelen welt zurecht...

Also zunehmen kann ich nicht, weil bei mir dadurch wieder in Bulimie umschlägt und das ertrage ich nicht... Ich bin jetzt so in etwas mit meiner Figur zufrieden und habe daher auch mein Essverhalten besser im Griff...

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Beitragvon fluuu » Mi 5. Mär 2008, 13:11

...also, Du hast eine Betreuung, warst mehrmals in psychiatrischer Behandlung, schläfst nicht, nimmst ab, dass Deine Therapeuten sich erschreckt, hast Suizidgedanken und hast alle Medikamente abgesetzt.
Da ist nichts, was psychische Krise begünstigt ausgelassen, was meinst Du wie Du das in dem Zustand alleine wieder in den grünen Bereich bekommst?
Ist doch eigentlich unmöglich. Wie könnte die Hilfe nun ausschauen?
Wenn es einen Dich kompromisslos liebenden Mensch gäbe der Dir alles verzeiht aber streng und schon lange Dein Vertrauter und Begleiter ist, könnte es eine Chance ohne Klinik geben, für denjenigen würdest Du Leben wollen, Dich Entwickel wollen, etwas Lernen wollen und Dich auf die Reihe kriegen.
Wenn es den nicht gibt übernimmt die Klinik diese Funktion, hält Dich fest.
Wer krasses in der Klinik erlebt hat, weil dort die Problematiken aufgebrochen sind und zum Vorschein kamen hat einen gewissen Widerstand.
Dann ist es jedoch doch besser sich zu Ergeben, bekloppt und verrückt zu sein in der Psychiatrie ist keine Schande und die Hilfe zuzulassen bis hin zu Medikamenten sogar klug. Lieber eine Zeit lang gesteuert ohne Schmerzen und Symptome als Tod, um dann später mit Therapie wieder an sich zu arbeiten.
Glaube mir oder lass es, habe schwerste Depressionen erlebt und immer ging es wieder weiter nach der Therapie in der Klinik bis heute mit einer langen anhaltenden Phase der Stabilität...

gruß fluuu
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

SuMu
Beiträge: 549
Registriert: Sa 14. Feb 2004, 11:11
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Beitragvon SuMu » Mi 5. Mär 2008, 13:31

scheinbar können sie dir ambulant nicht helfen!
wenn dir eine station nicht gefällt,dann geh das nächste mal auf eine andere.
viele Grüße
SuMu / http://psychomuell.de - http://blogzicke.de - http://su-mu.de/

Zoe82
Beiträge: 10
Registriert: Mo 3. Mär 2008, 07:28

Beitragvon Zoe82 » Mi 5. Mär 2008, 13:35

Momentan weiß ich aber, dass ich in der Klinik erst wieder richtig abstürzen werde. Gerad beim Thema essen... Die werden mit meinem jetzigen BMI von 16,6 schon aufpassen wollen das ich esse.... Nur das wird nicht funktionieren (war fast in jeder Klinik so) das ichn das essen erst recht verweigert habe, da ich zu strake ängste und schamgefühle hatte um vor anderen was zu mir zu nehmen.... Und dfann machen die stress drohen... ich werde noch depressiver...ziehe mich ganz zurück... dann folgen sanktionen... Diesen ganzen stress will ich einfach nicht. Es muss einen weg geben wo ich es hier schaffe.... aNDERS IST ES EINFACH NICHT DENKBAR::: uND SOLLTEN DIE SICH AM mITTWOCH ENTSCHEIDEN DEN aMTSRICHTER ZU HOLNE; WERDE ICh halt für 1-2 Wochen in ein anderes Bundesland zu ner Freundin fahren und dort erst mal bleiben.... Denn solange mich der Richter nicht gesehen hat, darf er keine Unterbringung unterschreiben...

SuMu
Beiträge: 549
Registriert: Sa 14. Feb 2004, 11:11
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Beitragvon SuMu » Mi 5. Mär 2008, 13:38

weglaufen wird dir auch nicht helfen!
etwas mitarbeiten musst du schon und dann wird man auch dementsprechend in der klinik behandelt.

aber du musst wissen was du tust, du hast ja nicht umsonst einen betreuer!
viele Grüße
SuMu / http://psychomuell.de - http://blogzicke.de - http://su-mu.de/

Maulbeere
Beiträge: 97
Registriert: Fr 10. Aug 2007, 18:29

Beitragvon Maulbeere » Mi 5. Mär 2008, 17:06

Auch wenn ich denke, dass ein paar Kilos mehr dir nicht schaden, sondern im Gegenteil sicher gut tun, halte ich eine Klinkeinweisung mit Zwangsernährung als sehr kontraproduktiv! Denn das alleine löst ja schon ein Trauma aus und kann nicht gut für das Seelenheil sein!

Du fühlst dich also unwohl , wenn du etwas gegessen hast , sodass du es wieder loshaben willst.
Kannst du vielleicht nach einer Mahlzeit oder während einer Mahlzeit mit jemanden sprechen, der dir dann die Angst nimmt. Oder vielleicht schaffst du es nach dem Essen dich mit etwas abzulenken, oder dich belohnen mit einem guten Buch!
Also ich würde daran arbeiten etwas zuzunehmen!
Wenn du dein Gewicht halten kannst und nicht abnimmst, was ich sehr hoffe , dann ist das ja auch schon was, aber viel besser für deine Gesundheit wäre etwas mehr Gewicht!

Was auch immer du fühlst , du brachts keine Angst haben wenn du etwas gegessen hast, es tut dir gut!

Zwangsbetreuung , ob "gerechtfertigt" oder nicht , kann nicht helfen, das ist nur eine zusätzliche Einschüchterung, Bevormundung.

Zoe82
Beiträge: 10
Registriert: Mo 3. Mär 2008, 07:28

Beitragvon Zoe82 » Mi 5. Mär 2008, 18:44

Hallö,

genau das denke ich auch...
So eine Zwangseinweisung löst viel mehr schlechtes aus, als das sie was gutes be^wirken würde... Jedenfalls bei mir... Durch diesen ganzen stress, habe ich jetzt nun seit tagen keinen richtigen Schlaf mehr gehabt. Wenns hoch kam, kam ich auf drei Stunden pro Tag, das aber mit unterbrechungen. Obwohl ich hierfür medis zum schlafen eingenommen habe... Also den Stress, den die bei mir dadurch bewirken, schadet mir mehr als alles andere...
Ein Klinikaufnethalt ist auch undenkbar, weil ich absolut niemanden für meine Katzen habe.... ich habe hier in der Nähe keine freunde und ein Katzenhotel kannn ich mir nicht leisten.... Wie sollte das überhaupt gehen.... Und allein lasse ich sie nicht.

Ich habe einfach echt absolute Panik langsam...
Heute habe ich mit meiner normalen Therapeutin ein Therapievertrag gemacht. Dort steht drin, dass ich nicht unter einem BMI von 14,5 kommen darf, sonst wird die Therapie unterbrochen. Auch dass ich regelmäßig mein Blut untersuche und wenn ich suizidabsichten habe, mich melde...
Das meiste davon werde ich auch einhalten. Was aber nicht sein wird, ist, dass ich wenn ich suizidabsichten oder Gedanken habe, dass ich dann jemanden rufe... das würde gleich bedeuten, dass ich in die Klinik muss.... Und bisher bin ich immer gut damit gefahren, im Internet darüber zu reden z.b. bei Kummernetz oder ähnlichem... das hat mir auch geholfen... Aber das sage ich natürlich nicht.
Jetzt will sie meine Psychiaterin anrufen und besprechen, ob man dann deren absichten entschärfen kann... Und ich hoffe es echt...
Klar im moment geht es mir mehr als Mist - auch körperlich... Aber das kann man ja durch Präperate und ähnlichem ausgleichen... Und bei der Stimmung, muss ich halt versuchen, dass sie zumindest, nicht noch tiefer wird. Ach, keine ahnung, fühl mich gerade so hin und her gerissen... Von aussen betrachtet, würde ich auch sagen, ich müsste in die Klinik um schlimmeres zu verhindern. Aber wie ich schon sagte... es wird aber mehr negative Sachen herauf befördern... habe das ja in einen der obigen Antworten schon mal beschrieben, was so ein Aufenthalt bewirkt.... Und gerade jetzt...
Nun stehe ich im regen und habe die chance in die Traufe zu gehen --- na toll....
Ich versuche ja auch schon so recht viel, das es besser wird...
Ich nehme mehr vitamine und mineralien zu mir, passe auf, das ich wenigstens etwas trinke, Versuche meine Stimmungen nicht ausarten (in form von suizidalen handlungen) zu lassen, z.b. durchs Internet und bei meiner Thera...,
Dann zwinge ich mich, meine Wohnung etwas mehr zu säubern, Und versuche einen besseren Schlaf zu bekommen, in dem ich entweder Truxal oder Doxylamin nehme (nur beides bringt gar nix - und tavor habe ich nur noch eine, die ich aber für den Notfall aufhebe)... Ansonsten will ich auch gar keine anderen Medikamenten versuche... Meine Schwester hat mich eben auch gewarnt, ich sollte auf keine Fall wieder welche nehmen, denn die würden alles nur wieder verschlimmern (sie kennt das von mir aus der vergangenheit).-...
Aber irgendwie, egal was ich auch anpacke, ich schwimme gegen einen strom...
Und mir gehen so langsam die Ideen aus...

Maulbeere
Beiträge: 97
Registriert: Fr 10. Aug 2007, 18:29

Beitragvon Maulbeere » Mi 5. Mär 2008, 19:57

Ja es ist gut, wenn du keine Selbstmordankündigungen machst!

Falls du das Bedürfnis hast eine Selbstmord trotzdem anzukündigen kannst du das antipsychiatrische Beratungstelefon anrufen (jeden Mittwoch 16.00-19.00) Tel 03-97894436, oder mir eine PN schreiben, ich weiße dich bestimmt nicht ein

Zoe82
Beiträge: 10
Registriert: Mo 3. Mär 2008, 07:28

Beitragvon Zoe82 » Do 6. Mär 2008, 00:03

Hallöchen,

sowas wie Oa und andere jegliche Ernährungskurse habe ich alles schon hinter mir... Habe auch 3 jahre lang Ernährungslehere und Lebensmittelchemie gehabt... Also mein Wissen darüber ist sehr groß, nur umsetzen, dass schaffe ich nicht... Die Blockkade, nicht zu nehmen zu wollen ist zu groß... Ich ekelige mich ja jetzt noch/schon vor mich selbst und wenn ich dann wieder mehr habe, schlägt es wieder in Hass um und es fängt das SVV wieder an....
Ich denke, da wird auch keiner an mich rankommen... Der wille ist auch nicht dafür da... Nicht ein einziger Funke...
@Maulbeere : Lieben Dank für die Tipps und das Angebot

Zoe82
Beiträge: 10
Registriert: Mo 3. Mär 2008, 07:28

Beitragvon Zoe82 » Do 6. Mär 2008, 11:39

Hallöchen,

ich bin bereits in behandlung....
Und das abnehmen dient nicht dazu sich direkt umzubringen (das würde ich sicherlich anders machen...) sondern dazu sein Körperliches Ziel zu erreichen... sein Wunschgewicht. Klar viele kriegen dann die Kurve nicht mehr und es hat sie letztendlich besiegt... Jedoch ist sowas im Allgemeinen nicht geplant... Ich habe auch Wunschvorstellungen von meinem gewicht... Jedoch will ich nicht so weit runter gehen, dass ich nicht mehr in der Lage bin aufzustehen... Was nützt mir dann das Dünnsein??!!
Deine Worte verletzen ganz schön... meinst du ich oder andere die erbrechen machen das aus reinem Spaß und zur Fraude???? es ist eine verdammte Sucht, die man auch mit Alkohol oder ähnlichem vergelichen könnte.... Nur wir haben es da schwerer... Alkoholiker oder Drogensüchtige haben die Möglichkeit sich von ihrem Suchtstoff ganz oder teilweise zu distanzieren... Das geht bei Esssgestörten nicht... Denn ein mensch braucht Essen um zu leben.... So sind wir tag täglich mit "unserem" suchtstoff konfrontiert... das macht es oft fast unmöglich dran vorbei zu kommen...
Einen Fressanfall kann man vergleichen mit niesen... man merkt wie es kommt, oft schafft man es durch die komischten Sachen es zu unterdrücken, aber irgendwie oder irgendwo kommt es doch raus... der druck ist zu stark... dein Körper schreit auch die seele.... das ganze ist wirklich nicht nur aus Lust oder Freude...
Und es mit der dritten welt zu vergleichen ist schon hammer hart... Dann könntest du es auch gegen Übergewichte sagen... Die essen auch über ihr Maaß... (was bei manchem aber auch eher sellisch bedingt und süchtig ist)...
Ich denke du solltest dich veilleicht besser über das warum einer Esstörung informieren, bevor du dich so ablässt...
Es ist nicht so, dass ich nie was gegen die Esstörung gemacht hätte... Ich habe sie seit über 10 jahren, war schon in extra Kliniken dafür, habe ernährungberatungen, 3 mal Therapie und veiles andere gemacht... bei mir ist sie chronifieziert und daher auch nicht so leicht anzugehen... Von den ärzten bekam ich schon gesagt, dass ich wahrscheinlich nie symptomfrei leben werde... das habe ich erst nicht akzeptiert, habe mich gewehrt und noch mehr gekämpft (habe auch extra dafür medis gehabt) jedoch machte dieser Widerstand alles nur noch heftiger... drückte mich in meinem selbstwert noch tiefer...
ich weiß nicht was du willst... Du bist absolut verletzend mit deiner aussage... keiner hat diese oder ähnliche erlrankungen aus spaß... oder macht es dir freude, dass di psychisch erkrankt bist??? machen dich irgendwelche leute (wildfremde) an, dass du das extra machst oder das du deshalb ekelhaft oder ähnliches bist?
Du müsstest selbst wissen, wie erschwerend es ist, dass die gesellschaft eine psychische Erkrankung bagatellisiert und abwertet... Das man nicht für voll genommen und moralisch runter geputz wird...

Was ich auch nicht verstehe, dass die leute immer nur meinen, das wenn eine Essgestörte zunimmt, alles wieder o.k. ist... Was eine Zunahme bei diesen personen auslöst, kannst du dir gar nicht vorstellen...


Zurück zu „Sind Zwangsmassnahmen in der Psychiatrie entbehrlich oder unverzichtbar?“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast