Zwangsmaßnahmen ethisch bedenklich

LuckyLucke
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Was Du tun kannst

Beitragvon LuckyLucke » Do 6. Mär 2008, 15:03

Hi Sweety,

mein Tipp:

Für Schweiz http://www.Psychex.ch
für Deutschland: http://bpe-online.de/

In Deutschland braucht dein Freund auch einen Anwalt um wieder rauszukommen, den findest Du auf der Internetseite.
In beiden Fällen muss dein Freund eine Vollmacht unterschreiben und sie dem Anwalt zukommen lassen.

Falls er in absehbarer Zeit rauskommt organisiere für ihn über die betreffende Organisation einen nachbehandelnden Arzt/Psychiater. Die Wirkungen der Medikamente können auch längere zeit danach noch betrachtliche Schwierikeiten geben. Auch das Thema Angst etc. sollte besprochen werden.

Falls er nicht rauskommt bringe ihm bei, dass er freiwillig mitmacht und sich behandeln lässt. Dann wir er am wenigsten Misshandelt. Dies scheint mir aus erfahrung der einzige Weg um mit der Psychiatrie die Probleme zu lösen. es geht nur wenn er will. jeglicher andere Versuch wird sehr wahrscheinlich längerfristig scheitern.Auch wenn es äusserlich aussieht er habe sich gebessert.

Und wenn er nicht will: Plan eins wie oben.

Wie gesagt: sie können und dürfen "alles" in den geschlossenen Abteilungen. Auch ein Medikament unterjubeln. Der beste Trick dafür sind die ihm netterweise angebotenen Sirups oder Thees mit Tropfen drin. Er soll sie dankbar ablehnen und die nerven behalten. Am Abend werden sogenannte Schlaftabletten angeboten, auch die mit: "Danke, ich bin wohlig müde und werde jetzt selber versuchen zu schlafen" ablehnen.

LuckyLucke
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Beruhigungstabletten

Beitragvon LuckyLucke » Do 6. Mär 2008, 15:12

Ich habe oft Valium, Temesta und Seresta angetroffen. Es gibt aber noch viele andere.

Zudem gibt es auch sogenannte Neuroleptika die dämpfen (sie sagen dann nicht "beruhigen" sondern "dämpfen"). Das sind ganz fiese Gifte und sollte wenn möglich gemieden werden. es gibt nur im feiwilligen bereich ein paar wenige durchgeknallte Freaks die sie zum Spass einnehmen. Zyprexa, Solian, Abilify etc. und dann überdosiert bis zu orgastischen Grenze... lieber finger weg.

Falls er länger bleiben muss: Was Du tun kannst besorge für ihn Vitaminpräparate aus dem Bodybuildingshop, echt hochdosierte Dinger mit Vitamin B Komplexen etc. drin. Die passenden sind teuer aber geben ihm in Tagen die ausreichende Kraft um sich durchzusezten.
Ich weiss nicht, wahrscheinlich dürfte er die dort wo er jetzt ist nicht bekommen...

sweetgirl-lullu89
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danke

Beitragvon sweetgirl-lullu89 » Fr 7. Mär 2008, 09:18

ich danke euch beiden für eure ratschläge.. ich hoffe des geht alles gut.... habe echt angst um ihn... ich werd mein bestes geben..

danke

ganz liebe grüße

luiza

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arzt

Beitragvon sweetgirl-lullu89 » Fr 7. Mär 2008, 09:21

ich hab den arzt in der psychiatrie angeschrieben und halt nachgefragt wie man das da so handhabt... seine antwort...

Sie haben bei uns wegen der Behandlung eines Jungen angefragt, der an ADHD erkrankt ist. Ihre Frage mit welchen Medikamenten eine Behandlung erfolgen soll, läßt sich nicht so einfach beantworten. Es gibt inzwischen mehrere Möglichkeiten einer medikamentösen Behandlung, die aber auch mit anderen Behandlungsformen (z.B. Psychotherapie, Elternberatung etc) kombiniert werden soll. Zu einer guten Behandlung gehört zunächst auch eine umfangreiche Diagnostik. Eine solche Diagnostik kann in einer unserer Institutsambulanzen in Riedstadt, Heppenheim oder Höchst durchgeführt werden. Sofern Sie eine solche Diagnostik und Behandlung wünschen, können Sie sich gerne an die für Sie nächstgelegene Ambulanz wenden. Die Adressen und Telefonnummern erfahren Sie über unsere Internetseite (siehe unten).
....

was haltet ihr davon... ?

LuckyLucke
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Meine Meinung

Beitragvon LuckyLucke » Fr 7. Mär 2008, 10:19

Der Arzt schreibt von Institutambulanzen:

Falls diese dazu führen könnten, dass der Junge aus der Klinik kommt, "Zuhause" leben kann und das vorgesehene Programm mit "ambulanter", also Arzt und Therapiebesuchen in "Freiheit" Behandlung etc. durchführt währe es meineserachtens das beste.
Bevor sie Medikamente für ADHD verabreichen sollten sie eigentlich eine gute Diagnose machen (wie der Arzt schreibt) erst dann dürften sie Medis verabreichen, wenn er ruhig bleibt.
Informiere Dich bei den vom Arzt angegebenen Stellen. Das zeigt dein Interesse und macht den Arzt vorsichtiger. Zwei Telefonanrufe vorerst sollten genügen.

Üblich für die Behandlung ist Methylphenidat, also Ritalin oder ähnliches. Das wirkt auch gegen Süchte wie Tabak, Koffein etc.
Ist eine Art Aufputschmittel, das je nachdem Aufputschen oder Beruhigen tut.


Medis wie Atomoxetin oder ähnliche Antidepressivas würde ich meiden. Bei Atomoxetin gibt es keine Langzeitstudien. Antidepressiva finde ich allgemein nicht gut, weil sie nach meiner erfahrung heimtückische, trügerische zufriedenheiten ergeben und gar nicht so gut wirken (neue Studien) wie bislang angenommen.

Versuche deinen Freund zu Coachen.

Herzlich

Lucky


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