Was habe ich für eine Diagnose?

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abe_tyler
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Registriert: Sa 29. Aug 2015, 14:58

Was habe ich für eine Diagnose?

Beitragvon abe_tyler » Sa 29. Aug 2015, 15:31

Hallo, ich hätte da mal eine Frage zu meiner Diagnose und hoffe ich bin hier richtig.

Ich fang einfach mal an...

Als 16 oder 17 war habe ich angefangen Cannabis zu konsumieren. Am Anfang war alles gut und schön doch dann fing ich an mich zu verändern. Ich wurde sozusagen aus meine homosexuelle Neigung aufmerksam oder anders ausgedrückt ich wurde zu schwul um schwul zu sein. Das ging soweit das ich mich hätte vergewaltigen lassen nur damit mich jemand in den Arsch fi***. Weiterhin begann ich über solche Phantasien zu sprechen ohne es zu merken. Am Anfang nur wenn ich gekifft hatte dann auch wenn eben nicht. Ich konnte mich irgendwann auch an die Abende mit Cannabiskonsum nicht mehr erinnern. Auf jeden Fall war ich verzweifelt und ging nicht mehr unter Leute - das ging soweit das ich meinen 1. Suizidversuch hatte, der mehr eine Art Hilfeschrei war. Ich habe ziemlich viele Zyprexa geschluckt.
Als ich davon aufwachte ging es mir wieder richtig gut und auch das Reden war weg. Auch die homosexuellen Gedanken waren weitesgehend verschwunden und traten nur noch in einem gesunden Maße auf. Einige Zeit später versuchte ich eine sexuelle Handlung mit einem schwulen (es war nur ein Kuss) und kam mir dabei irgendwie "vergewaltigt" vor. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll - es war auf jeden Fall ein sehr unangenehmes Gefühl.

Der nächste Zusammenbruch kam dann mit etwa 25. Ich lag auf meiner Couch zu Hause und fragte mich durch einen Brief von einer Freundin "Wer bin ich?" Das ging dann irgendwann soweit das ich mich ernsthaft fragte ob meine Mutter wirklich meine Mutter ist. Und dann kam der Knall. Ich "erinnerte" mich daran jemanden vergewaltigt und auch jemanden ermordet zu haben. Und das in sehr jungen Jahren. ich malte mir wirklcih schlimme Dinge aus was ich jemand anderen alles angetan haben könnte und was mir angetan wurde (Vergewaltigung, Missbrauch, Gewalt - alles im Kindesalter) Das ging soweit das ich irgendwann meinen 2. "echten" Suizidversuch hatte.

Heute weiß ich das vieles ein Fake war doch manches auch nicht. Zum Beispiel hatte ich eines Tages meinen Kontoauszug bildlich vor Augen und sah deutlich meine Kontonummer - die war dann auch richtig. Vorher wusste ich sowas nie. Und ich konnte mich an den Tag der Scheidung meiner Eltern erinnern, an dem mir meine Oma sagte ich solle nie vergessen wer ich bin.

Zu meinen Diagnosen: In der Klinik stellte man mir paranoide Schizzophrenie (ich höre aber keine Stimmen oder hab Hallus oder sowas) aufgrund dieser Wahnvorstellungen (wo ich weiß das nciht alle Wahn sein können) Mein Psychologe sagte mir ich hätte einen schuldhaften Wahn.

Ich denke das auch obwohl nicht alles Wahn ist. Ich denke es ist eine PTBS mit Wahneinflüssen wodurch auch immer ausgelöst. Ich denke das auch weil ich emotional faktisch tot bin. Ich zum Beispiel keine Liebe empfinden und spüre es auch nciht wenn mich jemand liebt. Das hat angefangen mit der Scheidung meiner Eltern oder irgendwann danach. Auch mit Glück tu ich mich schwer und das schönste was ich in letzter Zeit empfunden habe war Traurigkeit die mich zum heulen gebracht hat

Ich bekomme Abilfy die den Wahn unterdrücken oder anders ausgedrückt meine Phantasie einschränken.

Eine andere Frage die mich noch quält: Ich habe manchmal den Drang zu vergewaltigen oder anderen Menschen irgendwas anzutun - meist dann wenn ich die Medis nicht genommen habe. Es sind zwar Zwangsgedanken aber sie quälen mich trotzdem sehr. Was könnte das zu bedeuten haben?

Wie gesagt ich hoffe ich bin hier richtig und irgendwer kann mir helfen rauszufinden was meine Diagnose jetzt nun eigentlcih ist. Wer Fragen hat darf gerne Fragen.

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fluuu
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Re: Was habe ich für eine Diagnose?

Beitragvon fluuu » Fr 11. Sep 2015, 21:23

Soweit die Beschreibung der psychischen Störung, solche Psychosen kommen öfter vor aber Du hast völlig vergessen zu erwähnen was vor dem 16 Lebensjahr war,
die Ursachen für das Verhalten und die Flucht aus der Realität. Die Scheidung der Eltern allein kann es kaum sein, es muss etwas in Deiner Persönlichkeit geben
warum alle diese Betäubungen der seelischen Empfindungen so notwendig waren als Schutz und Abwehr noch negativerer Empfindungen.
Dann spielt die Diagnose letztendlich nur eine Nebenrolle, entscheidend ist die seelische Störung als Solche.
Was ist Deiner Meinung nach die posttraumatische Belastung? Konnte Sie aus Deinem Text nicht herauslesen. Kiffen ist eher gesund als das es Störungen verursacht,
außer bei einer Drogen initiierten Psychose und auch da sind die gestörten Strukturen im Gehirn schob veranlagt. Das hat Ursachen, die gilt es zu benennen.
gruß fluuu

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