Therapierbar?

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Tari76
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Therapierbar?

Beitragvon Tari76 » Do 27. Okt 2011, 20:48

Hallo,

habe mal fragen zur Dissoziativen Störung:

1) Ist diese Krankheit eigentlich therapierbar?

2) Was passiert mit den Menschen, wenn sie irgendwann merken, was sie den Leuten angetan haben? Oder merken die das selber nie?

Bin dankbar für jede Antwort!

LG
Tari
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moni
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Re: Therapierbar?

Beitragvon moni » Fr 28. Okt 2011, 00:06

Hallo Tari76

Zu deiner ersten Frage: Grundsätzlich ja. Genügt dir eine so kurze Antwort, oder möchtest du mehr wissen? Wenn ja, was denn?
Zu deiner zweiten Frage: Ich verstehe nicht genau, worauf du hinauswillst. Leute, die anderen Schlimmes angetan haben, können ganz verschieden damit umgehen. Ja, eine Möglichkeit ist die totale Verdrängung, ein doppeltes Leben, zwei Gesichter - wie auch immer man es nennen will. Aber es ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Allerdings eine häufige.

LG moni
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fluuu
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Re: Therapierbar?

Beitragvon fluuu » Fr 4. Nov 2011, 18:59

...oder möchtest du mehr wissen? Wenn ja, was denn?
Das klingt lustig, sag mir was Du wissen willst und ich sage es Dir.

Dissoziative Störungen oder Konversionsstörungen gehören zum Bereich der
Neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen und lassen sich wie alle
Psychischen und Verhaltensstörungen behandeln und durch therapeutische Maßnahmen
im Verlauf positiv verbessern oder heilen.

Was sich bewusst werden eigener Verhaltensweisen der Persönlichkeit angeht kommt
es auf die Qualität der Therapie an und sie hängt von der Bereitschaft der beteiligten
Menschen ab zu Reflektieren und das innere Selbst zu beleuchten.
Fehlt diese Bereitschaft kann niemand etwas auf humanem Weg verändern und der
Betreffende bleibt in seiner Störung verhaftet.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

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Remedias
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Re: Therapierbar?

Beitragvon Remedias » Fr 4. Nov 2011, 19:20

hallo Tari,
Dissoziative Störungen sind relativ schwer zu therapieren. Meine wurden überhaupt noch nicht therapiert, obwohl ich Dissoziationen, Stupor, Depersonalisation und Derealisationserleben habe und den Verdacht auf dissoziative Identitätsstörung.
Mit dem Antun verstehe ich nicht so recht. Ich glaube, ich habe niemandem etwas angetan außer mir selbst. Das ist also nicht Teil der Störung; deshalb solltest du es näher erklären.

liebe grüße remedias

Tari76
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Re: Therapierbar?

Beitragvon Tari76 » Mi 16. Nov 2011, 12:55

Hallo ihr LIEBEN,

erstmal danke für die Antworten. Also folgendes: Mein jetztiger ex hat eine dissoziative Störung, laut Gutachten, ich gehe davon aus, dass es eine antizoziale Dissoziative Störung. Er hat mich nicht nur massiv belogen, sonder versucht mich massiv auf den Boden zuschmeissen und wieder und wieder reinzutreten. Ich bin da durch....und heute, zahle ich noch für die Lügen ab,(nie miete gezahlt, Konten leergeräumt, Wertsachen alles verkauft....ich muss eine Verhaltenstherapie machen, da ich kein Vertrauen mehr zu niemanden habe. Wir haben auch eine Tochter zusammen, er hat sie entführt, hat ihr ein Weizenglas Bier über den Kopf gegossen, sie vor fremden Leuten ausgelacht. Gesagt, dass sie nie wieder ihre Mutter sieht. Meine Tochter braucht aus dem Grund nun eine Verhaltenstherapie.
Nun steh ich vor Gericht wegen Umgang. Es wird gerade eine Psychologisches Gutachten erstellt. Mir ist wichtig, ob der Mensch, der gar keine Anstallten macht eine Therapie zu beginnen, überhaupt noch mal ein normales Leben führen kann. Er hat mir gedroht, dass er mich umbringt und sowas. Eigentlich will ich und auch meine Tochter meine Ruhe! Werde ich das eigentlich jemals bekommen. Die Krankheit verfolgt mich nun mehr als vier Jahre, nach der Trennung und heute werde ich noch Behörden Kk oder andere belästigt wegen dieser Krankheit.

Danke im vorraus

Tari


Da
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Klaus W
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Re: Therapierbar?

Beitragvon Klaus W » Do 17. Nov 2011, 13:32

Hallo Tari,

laß ihn seinen Irrtum leben, er führt sein Leben, das kannst Du nicht beeinflussen. Das ist doch im Grunde schon seine größte Strafe. Auch z.B. gerichtlich angeordnete Therapien, Therapie auf Zwang, ist alles wirkungslos. Egal wie man es meint, ob man überzeugen, sich vielleicht rächen oder gerne zum Umdenken bewegen würde, es führt nur zu neuer Verstrickung. Man wird das erhoffte Verständnis so nicht erhalten. Er wird seinen Fehler nie einsehen.

Es ist nicht gut für Dich, Dir über seinen Weg weiter Gedanken zu machen, das führt zu nichts. Wichtiger für Dich wäre vermutlich die Frage, wie kann es sein, daß Du Dir so einen Mann angetan hast, sprich, was ist da bei Dir.
Mit den richtigen Worten kann man alles sagen, mit den falschen Worten nichts.

Tari76
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Re: Therapierbar?

Beitragvon Tari76 » Sa 19. Nov 2011, 18:07

Hallo,

du glaubst gar nicht wie oft ich mir die Frage gestellt habe, ich bin aber zum Ergebniss gekommen, dass er erst später krank geworden ist, aber es hat im Umfeld auch niemand gemerkt, erst als es zu spät war. Deshalb befasse ich mich mit dieser Frage auch nicht.
Leider ist der Weg sehr wichtig für mich, weil doch immer noch Umgang haben will mit seiner Tochter die aber eine Panik hat vor ihm. Leider interessiert das das Gericht nicht.
Ich hab halt das Gefühl er hat ne Freiheitsschein. Egal was passiert, er darf, mir droht man. Ich versuch auch nur zu verstehen, was Menschen dazu bewegt. Er kann mir nicht mal vor Gericht in die AUgen sehen. Und fpür meine Tochter tut mir das alles total leid. Ich möchte nun endlich in Ruhe leben....


LG Tanja
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