HILFE

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snörre111
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HILFE

Beitragvon snörre111 » Mi 20. Apr 2011, 10:46

Hallo, ich bin neu hier.

Weiß garnicht wie ich anfangen soll. Vorab:Ich habe Mitte nächsten Monat einen Termin bei einer Psychiaterin bei der ich vor Jahren mal war, aber lediglich ein EEG gemacht wurde, was, wenn ich mich erinnere nicht ganz normal war.

Hmmm....
Um schonmal die Lage zu beschreiben: Ich bin persönlich davon übverzeugt, dass ich bisher fehldiagnostiziert wurde. Ich glaube fest daran, dass ich ADS habe.
Als Kind hatte ich es vermutlich definitiv. In jedem meiner Zeugnisse in der Grundschule und dann später in der Hauptschule steht, dass ich feinmotorisch zurückgeblieben war, was anscheinend ein Anzeichen für ADS ist. Hyperaktiv war ich auch und der "Klassenclown". Impulsiv war ich enorm und anstrengend als Kind. Ich war enorm Jähzornig, habe als Kind regelmäßig mein Kinderzimmer zerlegt.
Das legte sich dann, als ich mit 16 anfing zu kiffen.
Ich bekam (wirklich nur deshalb) die Kurve indem ich das Abi nachmachte und mich durch das Kiffen auf Übungen, Hausaufgaben usw. konzentrieren konnte. Mit 20 dann hörte ich auf zu kiffen, weil ich in eine andere Stadt wollte zum Studieren.
Das ging zu 100% schief- ich war vollkommen mit dem Studium überfordert und zog mich absolutz zurück. Ich war schwer depressiv, was anscheinden auch mit ADS zusammen hängen könnte.
Ich begann Psychotherapie. Zuerst in der Stadt in der ich studierte, ca 25 Wochen a eine Sitzung pro Woche.
Dann ging es etwas besser und ich zog wieder nach hause um dort weiter zu studieren, aber auch hier kam ich nicht mit. Es war als ob eine Blockade im Kopf war. Ich konnte mich an fast nichts erinnern, war wie abwesend. Wenn ich fern sah, hätte man mich in diesem Moment fragen können, wasd da läuft- ich hätte keine Antwort gehabt. Am Abend wusste ich schon nicht mehr, wo ich den ganzen Tag über war...
Das war komisch, denn als kleines Kind fiel ich dadurch auf, dass ich ein Gedächtnis hatte wie ein Elefant.

Irgendwann hing mir die Depression zum Hals raus. Ich ging eben zu dieser Psychiaterin, aber irgendwie sagte die mir nicht zu. ich ging zu einem anderen Psychiater, der mir Citalopram verschreiben wollte, aber das wollte ich nicht, weil ich das in der ersten Psychotherapie bekam und nicht wirkte. Ich drängte auf ein Medikament gegen Schizophrenie... (Ich dachte ich sei Schizophren, zwar sagte mir nie ein Therapeut was ich wirklich hatte, aber ich wollte diese Medikamente mal versuchen) Jedenfalls musste ich ausdrücklich darauf drängen dass ich diese Medikamente mal bekommen könnte. Er gab mir Amisulprid mit der ausdrücklichen Bedingung höchsens 50mg am tag zu nehmen, da das auch gegen Depression hilft.
Ich nahm die erste Dosis und war schlagartig ruhiger. Ich hatte nichtmehr diese.... Hmmm... flatternenden Gedanken, viele Gedanken die sich abwechselten und über alles mögliche handelten. Ob wohl der Straßenkehrmann an dem ich vorbei laufe zufrieden mit seinem job ist und im nächsten Moment, ob er nicht besser kehren könnte, da liegt ja noch ein Blatt auf dem Gehweg.... eine Sekunde später, wie das Wetter morgen wird...........
Alles was vorher auf mich einprasselte was plötzlich weg.
Ich war einfach ruhig.
Klar konzentrieren konnte ich mich noch immer nicht... aber ich war nicht mehr so abgelent.
Das ist jetzt mehrere jahre her und ich habe , wenn es mirmal etwas depri ging dann auch mehr genommen vom Amisulprid. Aber auch mein Hausarzt ist daran schuld, dass ich jetzt mehr Amisluprid naHM- Er verschrieb mir nämlich 400mg tabletten mal. die konnte man nicht 1/8eln, sondern nur 1/4eln.
Jedenfalls nahm ich dann 200mg am Tag, was ansich so derart müde machte, dass ich nur noch schlafen wollte.
Ich schafte mit ach und krach meien Ausbildung, wurde aber nicht übernommen, weil ich 1. in meiner Impuklsivität meinen Ausbilder derart beschimpfte und2. fachlich ne Null war, weil ich mir nichts merken konnte.

Nun seit nem halben Jahr lese ich von ADS und mir kommt es so vor als ob das der SCHLÜSSEL zu allem ist.
Die Depressionen sind bei mri immer dann wenn meine Gedanken verrückt spielen- wie ein Maschinengewehr schießen die dann. zack,zack,zack..
In einer Phase in der ich konzentriert bin, kommen diese wilden Gedanken nicht auf.. Ich muss mich aber extrem anstrengen um üerhaupt etwas konzentriert zu sein.
Naja und gelesen habe ich mal, dass wenn man als kind ADHS hatte man im Erwachsenenalter auch solche Probleme hat.

hmmmm....

Achja... inzwischen versuche ich weniger Amisulprid zu nehmen. jetzt nehme ich nur noch 100mg am Tag, weshalb ich schon wesentlich "wacher" bin.


So und nun meine Fragen.
Wie könnte ich denn den Psychiater davon "überzeugen" dass ich auch das ADS habe. ich habe vor die Schulzeugnisse mit zu nehmen, in denen eben steht dass ich immer Feinmotorische Probleme hatte und habe und ausserdem derart schwierig war, dass man mir im "Verhalten" immer eine "6" gab. (Was anscheinend wirklich Zeichen für ADHS sind)
Ansonsten will ich ihm das eben auch sagen wies so ist bei mir...


Naja.... Achja und schreiben tue ich ebensoviel wie reden :D
Sorry, ich muss mcih immer versuchen zu bremsen nicht so viel zu schriben bzw. zu reden....

snörre111
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Re: HILFE

Beitragvon snörre111 » Mi 20. Apr 2011, 11:02

PS: Was wohl auch wichtig ist, dass mein Hausarzt mir ein Attest für die Ausbildung gab, wegen Arbeitszeitverlängerung bei der Prüfung aus dem eben auch Konzentrationsstörung hervor geht...

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Remedias
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Re: HILFE

Beitragvon Remedias » Mi 20. Apr 2011, 14:15

Hallo snöre,
ADS ist eine Reizüberflutung, das Amisulprid setzt die Reizschwelle höher; logisch dass dir das gut getan hat.
Aber Reizüberflutung kommt bei verschiedenen Störungen vor, auch bei Schizophrenie, doch du schreibst nix von Hallus und Wahnideen, deshalb wird das eher bei dir nicht zutreffen. In Richtung Psychose könnte es aber schon sein.
Du brauchst also ein Medikament für Reizoffenheit. So könntest du es deinem Psychiater erklären.

liebe Grüße Remedias

Triangel
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Re: HILFE

Beitragvon Triangel » Fr 22. Apr 2011, 21:17

[quote="snörre111"]
Um schonmal die Lage zu beschreiben: Ich bin persönlich davon übverzeugt, dass ich bisher fehldiagnostiziert wurde. Ich glaube fest daran, dass ich ADS habe.
...
Das legte sich dann, als ich mit 16 anfing zu kiffen.
Ich bekam (wirklich nur deshalb) die Kurve indem ich das Abi nachmachte und mich durch das Kiffen auf Übungen, Hausaufgaben usw. konzentrieren konnte. Mit 20 dann hörte ich auf zu kiffen, weil ich in eine andere Stadt wollte zum Studieren.
Das ging zu 100% schief- ich war vollkommen mit dem Studium überfordert und zog mich absolutz zurück. I
...
[/quote]

Naja, nicht dass ich Dir zum Cannabiskonsum raten dürfte und könnte... aber wenn Du nicht gerade psychotisch darauf wirst hast Du Deine Frage doch schon beantwortet ;-)
lg Triangel


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