Menschen mit SVV-Syndrom (selbstverletzendem Verhalten)

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filou
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Beitragvon filou » Di 24. Apr 2007, 22:35

Niemand?! Wer kann einen Borderliner schon retten als der Betroffene selbst?

Das Filou
(Die Kunst ist einmal mehr aufzustehen,
als man umgeworfen wurde)

(Churchill)

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Stille
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Beitragvon Stille » Di 24. Apr 2007, 23:00

.. ich meinte die Welt ;-)
Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, daß sie nicht hinter dir her sind ;-)

TheCulebra
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Re: Menschen mit SVV-Syndrom (selbstverletzendem Verhalten)

Beitragvon TheCulebra » So 2. Jan 2011, 03:13

hallo
bin auch eine SVVlerin. mache das seit ich 11 bin und jetzt bin ich 22. es sind auch schon sehr viele narben und musste auch schon zum arzt weil es zu tief war. meine eltern wussten es aber man redete nicht drüber, was ich schade finde. mache es heute noch, da ich noch keinen 'ersatz' dafür habe. hab schon einiges ausprobiert aber hat alles nichts geholfen.

lg

cake
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Re: Menschen mit SVV-Syndrom (selbstverletzendem Verhalten)

Beitragvon cake » So 2. Jan 2011, 11:41

TheCulebra bist Du in Therapie?
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

http://angstfrei.plusbb.org/forum.php
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TheCulebra
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Re: Menschen mit SVV-Syndrom (selbstverletzendem Verhalten)

Beitragvon TheCulebra » So 2. Jan 2011, 13:42

ja bin bei einer psychiaterin.

lg

elmsfeuer
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Re: Menschen mit SVV-Syndrom (selbstverletzendem Verhalten)

Beitragvon elmsfeuer » So 2. Jan 2011, 16:23

Es ist ja schon ein sehr alter Thread, aber da er gerade wieder aktiv ist trau ich mich jetzt doch auch, hier zu posten.
Ich bin auch betroffen und selbst nach all den Jahren Therapie ist die Scham noch immer unendlich groß.
Aber mein größtes Problem mit Svv ist nach wie vor, dass ich nicht mitbekomme, wenn andere Anteile von uns sich verletzen (habe die Diagnose DIS, nur zum besseren Verständnis). Ich bekomme sonst mittlerweile einiges mit von den anderen Persönlichkeitsanteilen, aber wenn sich jemand von uns verletzen will, werde ich völlig weggedrückt und kann so nicht gegensteuern im Vorfeld.
Gerade bei Akut-Aufenthalten ist es die Hölle für mich, da ich oft die Erfahrung mache, dass das Personal nicht genügend mit meiner Störung umgehen kann und mir dann schlicht und ergreifend nicht geglaubt wird, dass ich es nicht mitbekomme. Ich kann nichtmal hinterher das "Werkzeug" (ich schreibe jetzt absichtlich nicht genau wer sich wie und womit verletzt, das Wort "Werkzeug" sollte nicht abwertend klingen) abgegeben, weil ich schlicht und ergreifend nicht weiß wo es versteckt ist. Ich selber tauche oft erst eine ganze Zeit nachdem sich jemand verletzt hat wieder auf und kann mich dann erst beim personal melden (im stationären Rahmen meine ich jetzt). das ist so
peinlich
, der Unglaube...."das gibts doch nicht dass Sie das nicht mitbekommen..." oder die Unterstellungen "das erzählen Sie doch nur, damit Sie nicht dazu stehen müssen...."
Ich selber habe mich früher auch verletzt, also jetzt bewusst, aber ich hab das für mich gut in den Griff bekommen und tue es seit Jahren nicht mehr.
Die beiden Anteile, die sich bei uns so heftig verletzen, sind leider bisher nicht erreichbar, bzw wollen oder können nicht kooperieren. Ich weiß nur, dass sie sich aus Gründen verletzen, die nicht unbedingt nur mit Druckabbau etc zu tun haben.
ich denke, dies hier näher auszuführen wäre zu heftig, obwohl ich mich gerne darüber austauschen würde.
Aber ich, wir, werden nicht aufhören, daran zu arbeiten, es besser in den Griff zu bekommen.
Mit der Scham und dem Unverständnis muss ich einfach leben. Ich habe vollstes Verständnis, dass nicht-betroffene und Laien damit schwer oder gar nicht umgehen können oder wollen.
Aber der ewige Kampf mit den sog. Fachleuten ist deprimierend, verletzend und zermürbend. Und das immer noch in den Köpfen rumspukt: SVV= Borderline, das kenne ich auch nur zu gut. Ist mir grad vor 2 Wochen wieder bei einer Ärztin passiert. Aber das ist ein anderes Thema.
Gruß elmsfeuer

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Remedias
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Re: Menschen mit SVV-Syndrom (selbstverletzendem Verhalten)

Beitragvon Remedias » So 2. Jan 2011, 16:54

Ich habe auch svV gezeigt in der Psychose/ schweren Depression , und bin eindeutig KEINE Borderlinerin.
liebe Grüße Remedias

elmsfeuer
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Re: Menschen mit SVV-Syndrom (selbstverletzendem Verhalten)

Beitragvon elmsfeuer » So 2. Jan 2011, 17:11

Ich hab in meiner langen Therapie- und Psychiatrie "Karriere" total viele leute kennengelernt die sich selber verletzen, und ganz ganz viele waren eindeutig keine Borderline-Menschen. Aber die meisten bekamen diesen Stempel erstmal pauschal aufgedrückt, obwohl es meiner Meinung nach offensichtlich war, dass da die anderen Symptome null passten. Ich hab SVV oft in Zusammenhang mit Früh-Traumatisierungen erlebt, so wie es bei mir auch Hintergrund ist.
gruß elmsfeuer


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