Wer könnte mir weiterhelfen

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tigerlady
Beiträge: 1
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Wer könnte mir weiterhelfen

Beitragvon tigerlady » Mo 26. Nov 2007, 19:22

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal einen Rat an wen ich mich wenden kann, weil ich einfach nicht weiter weiß.

Meine Probleme sind erstmal körperliche Beschwerden von denen mir kein Arzt sagen kann woher sie kommen.
Z.B. habe ich fast jeden Tag Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, dann ständig regelartige Schmerzen im Unterleib und Asthma.

Dazu kommen Ängste vor allen möglichen SAchen, z.B. bekomme ich jeden Morgen einen Heulkrampf wenn ich zur Arbeit muss, da ich eine ziemlich fiese Kollegin habe die mir mein Berufsleben zur Hölle macht. Wenn ich zurück schimpfen will fange ich an zu stottern und mir fällt einfach nichts ein, dass ich erwiedern kann. Ich kann einfach nicht böse werden, außer über mich selber.

Ich war auch schon einmal wegen akuten Mobbings in einer früheren Firma in Therapie, aber dass hat mir irgendwie nicht weitergeholfen. Die Therapeutin sagte immer nur ich soll mal erzählen, aber irgenwann fiel mir einfach nichts mehr ein und ich hätte eher einen Rat gebraucht was ich gegen bestimmte Probleme tun kann.

Wäre dankbar für eure Hilfe?

LG

Johannes Neuerer
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Registriert: Sa 27. Okt 2007, 16:47

Beitragvon Johannes Neuerer » Mi 28. Nov 2007, 16:30

Hi!
Ich persönlich würde, wenn es um mich ginge, das machen:
Als erstes würde ich gucken, wo es die nächste Beratungsstelle für Mobbing-Opfer gibt.
Eine verhaltenstherapeutisch orientierte Therapie wäre auch eine Idee, nur sollte der Therapeut sich wirklich und ausgewiesenermaßen mit Mobbing gut auskennen, sonst hat das keinen Sinn. Er sollte also als Fachmann für Mobbing von Mobbing-Beratungsstellen oder -Selbsthilfegruppen oder Ärzten oder Kliniken empfohlen worden sein.
Notfalls würde ich versuchen, mir einfach, um Abstand zu gewinnen, in einer guten psychosomatischen Klinik eine Auszeit von ein paar Wochen nehmen und dann und dort das weitere Vorgehen planen und vorbereiten.
Alles Liebe
Johannes

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fluuu
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Beitragvon fluuu » Do 29. Nov 2007, 11:26

...genau, dass könnte ein erster praktischer Schritt sein.
Die Symptome die Du schilderst, auch die körperlichen, hatte ich vor der akuten Depression auch alle, kein Hausarzt kann das Heilen, die Psyche braucht eine Behandlung. Eine Pause machen und Abstand gewinnen kann der erste Schritt sein um Kräfte zu sammeln, ist aber keine Lösung. Beratungsstelle und Psychologe ist gut, bringt aber nur etwas, wenn der Leidensdruck so groß ist, dass Du wirklich bereit bist etwas an Dir zu verändern. Nicht Schuldige aus der Umwelt Beschreiben, sondern im Innersten etwas umstellen. Auch Mobbing ist eindeutig ein psychisches Symptom des Betroffenen, er strahlt Labilität und Unsicherheit aus, das mögen andere nicht die ihre Stärke brauchen für den Alltag, allerdings zu selbstsicher auftreten ist auch nicht so gut. Dieses Hinstehen für sich und ein gutes Selbstbewusstsein erlangen und trotzdem die Demut vor dem Leben beibehalten kann man lernen wenn man bereit ist von alten Mustern zu lassen. Man bekommt nicht vom Psychologen einen Rat und dann ist alles gut, sondern man schildert seine Situation um dabei selbst auf das eigene Fehlverhalten zu kommen und etwas anderes zu probieren. Ist das etwas nachvollziehbar? Arbeite seit über 20 Jahren mit meiner eigenen Betroffenheit.

gruß fluuu
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JetteNo1
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Beitragvon JetteNo1 » Mo 3. Dez 2007, 11:54

Hallo Tigerlady,

Meine Vermutung bei Deinem Krankheitsbild wäre eine larvierte Depression. Eine Depression, die vorrangig über körperliche Beschwerden zu Tage tritt.
Gib doch bei Google einfach mal den Begriff ein und schau, ob auch andere Symptome auf dich zutreffen.

Ich empfehle Dir auch, dies psychologisch abklären zu lassen, denn es gibt gute Behandlungsmethoden, falls die Vernutung so stimmt.

Alles Gute für Dich
Jette

William888
Beiträge: 1
Registriert: Sa 7. Feb 2015, 13:52

Re: Wer könnte mir weiterhelfen

Beitragvon William888 » Sa 7. Feb 2015, 13:54

hat doch bestätigt, was ich in etwa auch selber dachte, von wegen der verlassungsangst. aber, das dsa auch mit dem allein sein speziell zusammen hägt, hätte och moch gedacht.


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