Differentialdiagnosen / Komorbiditäten zu Dissozialer / narzisstischer Störung / Anpassungsst., Schizoprhenie o. ä.

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lalalu
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Differentialdiagnosen / Komorbiditäten zu Dissozialer / narzisstischer Störung / Anpassungsst., Schizoprhenie o. ä.

Beitragvon lalalu » So 16. Jun 2019, 23:07

Hallo, ich versuche bestimmte Verhaltensweisen näher einzuordnen, die wechselhaft, immer wieder kehrend in einer fiktiven Beispiel-Psyche zu finden sind.

Also Wechselhaft ist auch ein Kriterium.

Widersprüchlich
Vergesslich
Mal passiv aggressiv,
mal cholerisch explosiv / impulsiv
Wahrnehmungsverzerrend
Gefühlsstarrheit / Teilnahmslosigkeit / keine Einfühlung, keine Selbstfühlung / dissoziativ / starrer Blick
Manie oder Wut
keine Trauer, kein herzhaftes Lachen, selten entspannt beschwingt, kein Tanzen, gern Singen, - aber nur nachahmend (kein Herz-eigenes Singen)
Lachen nur bei echter Schadenfreude oder Witzen in kurzen, prägnanten H-Lauten (Hehehe, Hahaha, Hihihi u. ä.)
Wirken wie unter starkem Dauer-Strom innerlich, nach außen hin starr, wenn apathisch, jedoch auch bei Freude oder Wut keine großen Gemütsbewegungen / Abgeflachte Affekte, außer gelegentlich Wutimpulse, die jedoch größtenteils kontrolliert / milde ausfallen
Selbstgefährdend und Gefährdung anderer, wobei nicht erkennbar wird, ob absichtlich, jedoch mitunter mutet es an
/ Umsichtsarm / Rücksichtslos / wenig vorausschauendes Denken
daher auch oft verplant / unorganisiert - verlieren von viel Geld und Zeit
Süchte
Größenwahn
Bei Energie manisch oder rein hyperaktiv
besonders als Kind sehr Aufmerksamkeits-gestört und hyperaktiv
heute meistens erschöpft und träge
Verlust und passiv Aufgeben von Sozialkontakten
Hobby-Aufgabe, nur noch Facebook und Internet-Spiele
Suizidale Gedanken bei Verlassenwerden
Drohen, Erpressen / Nötigen
körperliche Impulse zur Gewalt, die kurz vor 12 in das Treten von Gegenständen oder Schlagen von Türen umgeleitet werden
jedoch aber ruppig gegenüber eigenem Kind bei Überforderung
Extreme Geldfokussierung
Provokativ, Tyrannisch, dezentes Stalking, Hintertürig
Verleumdend / Isolierend
Sich über andere erheben / geringes Selbstwertgefühl, dabei hohe Selbstbehauptung
Stark Antiautoritär / dissozial, bis auf Buhl-Phase, die so lange geht, bis Sicherheit empfunden wird
Ab Sicherheits-Empfinden von Personen (sich der Liebe sicher sein) wird sich im Wechsel dagegen aufgelehnt und sie danach wieder ersucht / Bindungsstörung / Nähe-Distanz-Problem
In der Love-Bombing-Phase permanent Bestätigung ersuchend
Generell sehr viel auf Bestätigung und Bewunderung bedacht
Lügt viel
Love-Bombing, Gaslighting (alle Punkte von Narzisstischer Störung)
Aggression und komatöser Bewusstseins-Zustand bei geringen Mengen Alkohol
Verantwortungsscheu
Boykottierend und Ergötzend daran - Kein Ertragen von Erfolgen anderer
Übergriffig / Grenzüberschreitend
Unterlassene Hilfeleistung bei Bitten
Schlafprobleme / Wimmern im Schlaf / kein oder seltenes Erinnern an Träume
Paranoid
Idealisieren / Entwerten
Kompromisslos
Reuelos
Schuldzuweisend
Konflikt- und Harmoniesuchend zugleich / begünstigen Krawalle, ersehnen sie teils
Dauerbeschallung TV, Musik, Hörspiele
Predigen viel Wasser, trinken viel Wein (Unterhalten sich öffentlich gern über einstudiertes Wissen, auf welches sie zu Hause furzen oder bei Schalterwechsel wieder meinen, soetwas nie gesagt zu haben)

Neuorologisch keine Untersuchungen, jedoch Total-Schadenunfälle, starker Alkohol- und Drogenkonsum in der Jugend, stark einseitig / ungesunde Ernährung, viele Unfälle als Kind und stark traumatische Kindheit können Frontallappen / Neuronen verändert haben.

Ich freue mich über jede Idee.

LG

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Re: Differentialdiagnosen / Komorbiditäten zu Dissozialer / narzisstischer Störung / Anpassungsst., Schizoprhenie o. ä.

Beitragvon Laura » Mo 17. Jun 2019, 12:26

Hallo lalalu!

Ist das eine Flucht nach vorne, dass Du sogleich so schlecht von Dir redest und das auch noch im halben Fachjargon?

Du beschreibst einen großen Sack voller negativer Verhaltensweisen an Dir, die geradezu nach einem Benimmlehrer rufen!

Aber Deine Ängste und Sehnsüchte hast Du sicher auch, oder? Der eine wird dadurch weich und defensiv, der andere halt eher hart und offensiv.

LG

Laura
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Re: Differentialdiagnosen / Komorbiditäten zu Dissozialer / narzisstischer Störung / Anpassungsst., Schizoprhenie o. ä.

Beitragvon Laura » So 21. Jul 2019, 18:54

Hallo lalalu!

Erst bei erneutem Lesen ist mir aufgefallen, dass Du von einer fiktiven Psyche redest und nicht etwa von Dir selbst. Es hat mich auch keiner darauf aufmerksam gemacht, dass ich Dich falsch verstanden hatte. Tut mir leid, wenn ich Dir zu nahe getreten bin.

Wenn mir danach zumute ist, über erfundene Persönlichkeiten zu reden, dann ziehe ich dafür fiktive Geschichten heran, also insbesondere Romane und Filme. Und ich muss immer wieder aufpassen, dass mich selbst fiktive Geschichten nicht zu sehr in ihren Bann ziehen können.

Zu dieser "fiktiven Psyche", wie Du sie oben anhand von Psychiatrievokabular beschrieben hast, kann ich nichts sagen. Sofern da auch Machtgier mit hineinspielt, dann ist bei dieser "fiktiven Psyche" natürlich Vorsicht geboten.

Laura
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Re: Differentialdiagnosen / Komorbiditäten zu Dissozialer / narzisstischer Störung / Anpassungsst., Schizoprhenie o. ä.

Beitragvon mamschgerl » Mo 22. Jul 2019, 14:36

Hallo lalalu.
Sorry, aber ich finde diese Beschreibung einer "fiktiven Psyche" als a bisserl zu differenziert, als daß es sich um eine solche handeln könnte.
Kindheitserlebnisse, Verhalten in Beziehungen, Begründungen für Klammern und Wegstoßen eventueller Bezugspersonen, Verhalten gegenüber des eigenen Kindes etc etc.
Für eine Darstellung einer fiktiven Psyche ist da entweder Wahres mit Erdachtem vermischt worden oder Wahres mit eigenen Erklärungsversuchen beschrieben, zumindest schwingt für mich zu viel eigenes darin mit und ich bezweifle daher, daß es sich um die Beschreibung einer "fiktiven Psyche" handelt.
Wenn ich von mir selbst ausgehen, also meine geballte Ladung an Diagnosen beschreiben würde, kämen auch solche seitenlangen Beschreibungen zustande...
Diese Auflistung der Symptome näher einordnen zu wollen, kann daher von der Unsicherheit kommen, gestellte Diagnosen mit der eigenen Selbstwahrnehmung in Einklang zu bringen, vielleicht auch, um sich selbst besser zu verstehen oder um sich gewisse Verhaltensweisen erklären zu können.
Wie gesagt, diese Auflistung der Symptome passend zu den Diagnosen einzuordnen, ist nicht weiter schwierig, dazu muß man nur die ICD Liste googlen und diese Arbeit kann man sich schon selbst machen.
Oder wolltest du vielleicht etwas ganz anderes in Erfahrung bringen?
Grüße
mamschgerl


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