Emotionsfokussierte Therapie

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Remedias
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Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon Remedias » Fr 25. Apr 2014, 15:35

weiß darüber jemand etwas Näheres?

Habe eigentlich nicht viel darüber im Netz gefunden:

http://www.emotions-fokussierte-therapi ... rapie.html

dabei wird auch mit Afirmationen gearbeitet.

Mizt freundlichen Grüßen Remedias

jumbo62
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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon jumbo62 » Fr 25. Apr 2014, 19:24

Hallo Remedias
da gibt es noch die Gesellschaft für Verhaltenstherapien, die bietet interessante Ausführungen zu dem Thema
http://www.dgvt-fortbildung.de/interakt ... -therapie/
Die Ausführung sind noch etwas detaillierter und konkreter
Aber evtl.hast Du den auch schon?! :D

Ich kenne zwei Menschen die so eine Therapie machen oder gemacht haben.
Sie wurde als außerordentlich intensiv und belastend beschrieben. Eine hat dabei sogar dissoziiert, so intensiv war das Erleben
Fatalerweise auf dem Weg nach Hause, die ist dann verschütt gegangen und der Therapeut hatte etwas Ärger

J

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Remedias
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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon Remedias » Sa 26. Apr 2014, 15:55

Danke für den link.
Mein Therapeut scheint so zu arbeiten, hat es allerdings nicht explizit gesagt.
Es scheint sozusagen " meine Therapie" zu sein, da sich in meinem Fall Psyche und Körper- Symptome sehr gemischt haben; ich habe ein Psychotrauma, das sich körperlich niedergeschlagen hat.

Mit freundlichen Grüßen Remedias

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fluuu
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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon fluuu » Mo 28. Apr 2014, 09:40

Therapienamen gibt es so viele wie Erfinder und Anwender, da verkauft jeder sein Produkt.
Emotion heißt Gefühl, würde sagen jede Psychotherapie beschäftigt sich betont mit dem
Umgang von Gefühlen sonst erfüllt sie keinen Sinn.
Natürlich sind auch kognitive Fähigkeiten wichtig aber sie werden selten in einer Psychotherapie
behandelt, dort geht es eher um die Gefühlswelt.
Grundlage jeder guten Therapie ist die Veränderung der Wahrnehmung von Gefühlen und ein
besserer Umgang mit ihnen, sowohl den Schlechten als auch den Guten.
Besonders erfolgreich ist eine Psychotherapie wenn es dem Patienten gelingt Fähigkeiten zu
erwerben, vom Therapeuten vermittelt, wie sich schlechte Gefühle in Gute umwandeln lassen.
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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon Remedias » Mo 28. Apr 2014, 19:23

Hallo Fluuu,

kognitive Verhaltenstherapie ist die einzige Therapie, die einem, wenn man mal eine Psychose hatte, überhaupt anempfohlen wird.
Mir geht es erst besser, seit ich nicht mehr auf all die Vorschriften und Empfehlungen ( keine tiefergehenden Psychotherapien, kein Reiki, keine Meditationen etc. ) höre.
Bin damals schon in der Klinik heimlich zum Qi gong gegangen....
Du hast Recht, alle Psychotherapien sollten natürlich mit Emotionen arbeiten.
Aber wenn ich merke, dass der Therapeut schon Angst vor meinen Emotionen hat und er ist ein Profi-
was empfinde ich dann erst als Patientin?
Genau - noch mehr Angst davor.
Auf diese Weise gelingt die Umwandlung von negativen in positive Emotionen nie!

freundliche Grüße Remedias

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fluuu
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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon fluuu » Di 29. Apr 2014, 11:18

Hallo Remedias,

das ist mir bekannt, ein Dilemma. Kenne Klientinnen hier in der Stadt mit Diagnose schizoaffektive Störung,
sie haben eine Odyssee von Therapeut zu Therapeut, vor Arzt zu Arzt hinter sich weil diese konfliktreiche
Störung die sehr schwierig ist in der therapeutischen Beziehung keiner behandeln möchte.
Das Problem bei diesen Klientinnen ist, sie jammern auf der eine Seite zum Herzerweichen und wenn
man lösende Vorschläge macht werden sie knall hart, widersprechen und lehnen aggressiv ab.
Da ist ein produktives Gespräch hin zu einer Lösung kaum möglich, es bleibt oft destruktiv.
Führe solche Kontakte aber bin hinterher auch fix und fertig und brauche Zeit zur Regeneration.

Deshalb sind die Maßnahmen zur Selbstheilung so wichtig und da steht der Ausgleich der Emotionen
an oberster Stelle. Dafür gibt es viele Übungen die man mit sich betreiben kann, ein unangenehmes
Gefühl ein Stück weit aushalten ohne es gleich mit irgendetwas betäuben zu wollen ist ein Anfang.
So kann man das automatische Verhalten bei bestimmten Gefühlen durch Übung ändern.

Wenn das ein wenig Erfolg hat kann auch der Gang zum Arzt, Therapeut oder irgendeiner anderen
sozialen Situation besser gelingen denn die Situation wird weniger von positiven oder negativen
Gefühlen überfrachtet oder das Gegenüber gar überrollt, die Gefühle sind auch bei den schwierigen
affektiven Themen besser unter Kontrolle.
Mal die Sau raus lassen und den Gefühlen freie Bahn geben ist ja völlig o.k. aber nicht gerade bei
Arzt oder Therapeut wo es um psychische Gesundheit geht, das passt besser im privaten Kreis.

So ist Emotionsfokussierte Therapie eine gute Sache, wie gesagt alle Psychotherapien befassen sich
mit der Gefühlswelt und den Veränderungen in dem Bereich aber ich plädiere mehr zur Selbstheilung
als zu einem Gegenüber der es mit einem macht. Als Gegenüber sind Menschen besser geeignet die
als Auftrag nicht diese therapeutische Beziehung haben. Erst wenn die Selbstheilung Fortschritte
gemacht hat ist es ratsam sich an ein professionelles Gegenüber zu wagen, denn dann bleiben
auch bei heiklen Themen die Gefühle eher ausgeglichen. Das trifft nicht auf alle betroffenen Menschen
so zu sondern auf welche mit schizoaffektive Störung und einem Chaos der Gefühle.
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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon Remedias » Di 29. Apr 2014, 18:07

Hallo Fluuu,

danke für deine Antwort als Therapeut.
Mal die Sau raus lassen und den Gefühlen freie Bahn geben ist ja völlig o.k. aber nicht gerade bei
Arzt oder Therapeut wo es um psychische Gesundheit geht, das passt besser im privaten Kreis.
Dazu bin ich auch nicht der Typ. Bin eher zurückhaltend ; werde deshalb auch oft unterschätzt :wink:

Mich interessiert: Wie würdest Du mit einer Patientin umgehen, die bei einer Erinnerung anfängt, zu weinen? Nicht tobt, nicht schreit oder jammert, einfach nur weint?

Mit freundlichen Grüßen Remedias

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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon fluuu » Mi 30. Apr 2014, 11:03

Hallo Remedias,

Weinen ist eine positive Gefühlsregung auf eine Erinnerung die schmerzlich ist wie bei einer Traumatisierung
und deutet auf ein Abfinden mit der Situation hin an der sich nichts ändern lässt.
Es ist ein Zeichen von Trauer und das ist ein positives Gefühl bei Schmerz und Verlust.
Mit Ritualen der Trauer lassen sich schwierige Situationen der Biografie behandeln und das führt dazu,
dass man mit diesen schmerzlichen Situationen umgehen kann ohne in Bedürftigkeit zu verfallen.
Ich als Mann weine in der Trauer selten, sie wird eher durch aggressivere Gefühle ausgedrückt aber
bei Frauen ist dieses Weinen häufig zu erleben und das ist gut so.
Auch Gefühle wie Wut, Zorn oder Ohnmacht können zum Weinen führen, es ist die Trauer darüber, dass
diese Gefühle nicht einfach raus gelassen werden weil es unangemessen, peinlich oder krankhaft sein könnte.
Weinen ist eher passiv im Gegensatz zu Aggression die eher aktiv ist, etwas verändern möchte aber
oft zu fatalen Konsequenzen führt. Etwas Beweinen ist eher ein Loslassen, ein sich abfinden damit,
dass es unwiederbringlich verloren ist. Das ist eine positive und lösende Gefühlsregung.
Deshalb gibt es viele Methoden in der Psychotherapie in denen die Gefühle nicht direkt verbal zum
Ausdruck kommen sondern indirekt durch nonverbalen Ausdruck. Die am häufigsten angewendeten sind
Gestalt- und Kunsttherapie. Auch Musik-, Theater-, Schrei-, Schreib- oder Antiaggressionstherapie
sind Therapieformen bei denen direkt Gefühle zum Ausdruck gebracht werden und zwar alle,
sowohl die Positiven als auch die Negativen.
Wie gesagt, jede gute Psychotherapie ist emotionsfukussiert, sie dient zum Ausdruck von Gefühlen
und ich bin der Ansicht je einfacher und animalischer dieser Ausdruck gestaltet ist, um so eher
können die ganz ursprünglichen Gefühle ohne mit dem Kopf gemachte Schnörkel zu brauchen,
zum Ausdruck gebracht werden. Gefühle sind ein ursächlicher Zustand zum Erhalt des Lebens,
sie sind keine moderne Erfindung des virtuellen Computerzeitalters, im Gegenteil, zuerst kommt
das innerlich wahrgenommene Gefühl und erst dann der Griff zum Handy um es mitzuteilen und
nicht umgekehrt. Wer das Handy fragt wie das Gefühl ist, hat den Kontakt zu sich verloren und
bekommt aller Wahrscheinlichkeit nach womöglich seelische Probleme.
Weinen ist ein Zeichen von noch im Prozess stecken das Erlebte zu verarbeiten.
gruß fluuu

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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon Remedias » Mi 30. Apr 2014, 19:26

Hallo, Fluuu,
das hast du schön gesagt mit den Emotionen.

Seit ich kein Seroquel mehr nehme, sind alle Emotionen wieder voll spürbar - vorhanden waren sie immer; kein Medikament verändert meiner Meinung nach wirklich den Charakter; aber diese Unmittelbarkeit von Gefühlen war ich nicht mehr gewöhnt. Ich hatte vergessen, wie sich das anfühlt, ein Gefühl voll zu durchleben.

Daher empfinde ich es als hilfreich, einen Therapeuten zu haben, der mit mir "durch dieses Gefühl durchgeht." Ich durchlebe es , ich erlebe, wie ich ruhiger werde, ich erlebe, das ich im Hier und Heute bin , und dass das Gefühl zwar noch weh tut, dass es aber nicht wirklich schlimm und bedrohlich ist - denn es ist Vergangenheit.

Die ganze Zeit über - das kann durchaus eine Stunde sein - begleitet mich der EFT- Therapeut. Er lässt mich erst gehen, wenn es mir wieder gut geht.

Das habe ich vorher nicht so erfahren. Immer, wenn ich mich einem Gefühl nähern wollte, bekam ich dermaßen viele Beruhigungsmittel,
dass eine Verarbeitung gar nicht stattfinden konnte.

Auf diese Weise dachte ich aber auch, dass mein Schmerz was ganz Schlimmes ist - er musste doch furchtbar schlimm sein, sonst wäre doch diese ganze Maschinerie , mich vor meinen Gefühlen zu schützen, nicht notwendig?

auf diese Weise hat sich ein Monster aufgebaut. Ich dachte, etwas in mir ist furchtbar schlimm und gefährlich.

Jetzt weiß ich, dass dem nicht so ist. Ich bin eine ganz normale Frau mit ganz normalen, menschlichen Gefühlen.

Vielleicht rührt daher das Psychose- Thema, das soviele Psychotiker haben, nämlich das, dass sie ihrgendwie eine verderbliche Macht besäßen, die für andere Menschen tötlich ist.

Ich weiß nicht, ob ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt habe.

Mit freundlichen Grüßen Remedias

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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon fluuu » Fr 2. Mai 2014, 10:47

Hallo,
interessante Formulierung 'verderbliche Macht'.
Wahrscheinlich erzeugt jede negative Erfahrung so eine verderbliche Macht und im Kindesalter ist es auch prägend.
Diese destruktive Macht ist im Inneren gebildet durch traumatisierende Erfahrungen und bei einigen Menschen,
nicht bei allein, die meisten haben körperliche Symptome, drückt sich diese Macht durch eine Psychose aus.
Der direkte seelische Ausdruck einer Störung. Der Vorteil, es kann direkt psychisch behandelt werden und nicht
über Umwege von körperlicher Reparatur einzelner Organe. Es kommt direkt das Gefühlszentrum zum Ausdruck,
der Bereich der alle Lebensbelange positiv oder negativ beeinflusst, die entscheidende Macht des bewussten
Lebens und Empfindens.
Verderbliche Macht heißt ja auch, das Empfinden der Gefühle nicht auf die lange Bank schieben sondern in dem
Moment wahrnehmen in dem sie da sind. Spüren im Jetzt und Hier wie Du schon sagtest, es herrscht kein Mangel,
es kommen in jedem Moment neue Gefühle auf. Man kann Gefühle nicht konservieren und für später aufheben,
man kann sie nicht horten, sie sind leicht verderblich, jedoch kann man Verhaltensweisen lernen bei denen man
weiß, dass ganz bestimmte Gefühle aktiviert werden und dies dann gezielt einsetzten.
Den Orgasmus erreichen ist das landläufig bekannteste Verhalten um befriedigende Gefühle zu ermöglichen
und um die große Angst das innere Negative könnte einen auffressen beizulegen aber es gibt viele andere
Möglichkeiten gezielt Gefühle zu aktivieren, EFT ist eine Variante, ich habe über NLP die Selbstsuggestion gelernt,
von Reddemann die Imagination als Heilende Kraft oder Mental Healing um nur einiges zu nennen.
Wie gesagt, um bewusst Gefühle zu aktivieren, sie wahrzunehmen und einen positiven Umgang damit zu
ermöglichen gibt es viele Methoden. Besonders spannend ist das Erleben negativer Gefühle und das Umwandeln
in ausgeglichene und positive Empfindungen, das ist relativ schwierig und ein Prozess der ein Leben lang anhält.
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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon deinemudda » Di 6. Mai 2014, 18:39

Hallo,

solche Verfahren sind eine Typsache. Natürlich gilt überall, dass ein Therapeut mit Emotionen arbeitet, jedoch sollte man sich grundsätzlich fragen, ob so eine Therapie für einen geeignet ist.

Eine Verhaltenstherapie trainiert schlussendlich einfach ein Verhalten z.B. Emotionale Trainings haben jedoch eine gewaltige Bandbreite: Das kann einfach nur Emotionen in Gesichtern erkennen sein oder "konservativ" zeigen, wie sich wann jemand fühlt (was anzunehmen ist) in bestimmten Situationen. Es kann aber auch sein, dass Leute lernen zu meditieren - da letztlich ja sehr viele Emotionen durch Gedanken und nicht direkte Sinneseindrücke hervorgerufen werden.

Im Extremfall kann das aber auch bedeuten, dass man krass eigene Emotionen trainiert. Das kann gut laufen - "unbewusst" machen das Menschen öfters, z.B. wenn man in Erinnerungen, schönen Gedanken versinkt oder sich auf schönes Sachen konzentriert. Das hier kann jedoch auch extrem in die Hose gehen. Meditation kann kontrainduziert sein bei psychischen Belastungen, sprich verschlimmert statt verbessert. Andererseits eröffnet sich für die meisten Menschen ein ganz neuer Horizont, der starke Probleme machen kann: Die meisten Menschen leben mit der Illusion eine gute Menschenkenntnis zu besitzen und immer zu wissen, was für sie selbst das beste ist. Bei solchen Therpien merkt man schnell, dass das nicht stimmt, was stark am Ego, aber auch an Wahrnehmungs-, Denk- und Gefühlsmustern kratzt. Das kann damit auch arg in die Hose gehen, wobei man zusätzlich gebrandmarkt ist: Gewisse Dinge kann man zusätzlich mal mitbekommen haben, aber ein solches Training nicht. Da man anders mit vielem umgeht, kann das heißen, dass aufmerksamen Personen so auffallen könnte, dass man mal in Therapie war. Sprich: Es kann passieren, dass man sich so unabsichtlich brandmarkt. Das merkt nicht jeder, aber zumindest einige.

Für mich wäre so etwas wahrscheinlich nichts. Genau sagen, was das jetzt ist, kann ich nicht. Ich halte mich jedoch persönlich ein wenig von Therapieformen fern, die Emotionen bewusst in den Kern stellen, da ich weiß, dass soetwas langwierig ist, zu einer zeitweisen Verschlechterung der Lebenssituationen führen kann und einen einfach brandmarken kann. Ich hab' da lieber was einfaches, unkompliziertes, dass sich nicht mit vertiefenden Hypothesen über die menschliche Emotionen befasst. Letzteres kann immer falsch sein und gewisse Hypothesen beißen sich auch, obwohl sie als "fundiert" angenommen werden.


Liebe Grüße
deine mudda

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Re: Emotionsfokussierte Therapie

Beitragvon fluuu » Mi 7. Mai 2014, 10:19

Es ist richtig, dass jede methodische Anwendung die genaue Beurteilung und Beobachtung der Persönlichkeit bedarf,
denn alle Interventionen sind ganz individuell dem Bedürfnis des jeweiligen Menschen mit seinen Gefühlen anzupassen.
Das gilt besonders im Umgang mit Emotionen denn da kann die selbe Situation bei mehreren Menschen ganz
verschiedene Gefühlsregungen hervorrufen, das ist unbedingt zu beachten bei emotionsfokussierten Behandlungen.
So kann man auch die Qualität des Behandlers ermitteln, arbeitet er nach Schema F oder geht er individuell auf den Klienten ein.
Die individuelle Variante ist natürlich für den Therapeuten schwieriger, komplizierter und anspruchsvoller aber
in der Erledigung der Aufgaben wesentlich interessanter und spannender als das formale Vorgehen.
Um sich jedoch auf die Gefühle anderer Menschen einzulassen, womöglich auf vor allem negative Gefühle,
ist eine eigene relativ stabile seelische Festigung Voraussetzung will man nicht selbst ins Zweifeln kommen.
gruß fluuu

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