Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

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Silent Pain
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Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon Silent Pain » Di 19. Feb 2013, 15:02

Hallo!

Habe ein großes Problem, ich habe endlich eine Therapeutin gefunden mit der ich mich gut verstehe und der ich auch vertraue. Trotzdem hat sie mir in der letzten Stunde gesagt das sie das Gefühl hat das ich mich nicht öffne und eigentlich nichts ändern möchte und dass das so nicht geht! Jetzt habe ich totale Panik, dass sie heute die Therapie abbricht. In 2 Stunden habe ich wieder einen Termin, den fünften von den fünf Probestunden! Sitze den ganzen Tag schon auf der Arbeit und schaffe GARNICHTS!

Kann mir jemand helfen wie ich mich heute oder generell besser verhalten kann? Mich öffnen kann? Hoffentlich hat jemand von euch in der kurzen Zeitspanne die Möglichkeit zu antworten....

Liebe Grüße

Mirjam
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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon Mirjam » Di 19. Feb 2013, 16:56

Hallo Silet Pain !

Vermutlich bist du schon aufm Weg oder stehst bei der Therapeute nervös vor der Tür.
wie ich mich heute oder generell besser verhalten kann? Mich öffnen kann?
"Sich besser verhalten", das find ich merkwürdig. Ich mein, du bist du und du bist nicht bei einem Vorstellungsgespräch, wo du dein Verhalten steuern solltest. In der Therapie sollte doch eigentlich ein Mensch so sein wie er ist. Wenn du dich nicht öffnen kannst, dann ist doch das schon mal das erste Problem, das du hast. Oder seh ich das falsch? Dann wäre es doch an der Therapeutin, dich dahin zu bewegen, dass du in der Lage dazu bist. Genausogut könntest hingehn und sagen, mit der und der Methode hast du vor zu arbeiten und mit den Handzetteln und nach 25 Stunden bist ok. Zuwas braucht man dann noch Therapeuten?

Ich hoffe, du hast es hinbekommen, dort so zu sein wie du bist. Angespannt? nervös? irritiert? Aber du bist wie du bist und nicht irgendeine Figur aus einem Lehrbuch.

Lieben Gruß
mirjam

Mirjam
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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon Mirjam » Mi 20. Feb 2013, 16:27

Hallo Silent Pain, wie erging es dir ?

Vielleicht hilft es dir, wenn du dir immer wieder sagst, dass das ein Ort ist, an dem du wirklich ALLES raus lassen darfst. Ein Ort, von dem nichts nach außen dringt. Und selbst bei einem Therapeuten bleibt das nur so weit wie es zu seinem Beruf gehört.
LG
Mirjam

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fluuu
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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon fluuu » Fr 22. Feb 2013, 19:43

Hallo,
ganz so einfach ist es nicht, auf Grund der großen Nachfrage nach Psychotherapeuten die über Krankenkasse abrechnen
ist eine gewisse Voraussetzung beim Klienten notwendig zu wissen was er in der Therapie erreichen möchte.
Private Therapeuten, Heilpraktiker und andere Dienstleister gibt es genug, jedoch sie sind privat zu bezahlen.
Man kann nicht in einer Psychotherapie bei einem Klienten mit der Übung beginnen wie man Wörter artikuliert bis er sich ausdrücken kann
während zehn andere Klienten warten denen das Problem bewusst ist und Begleitung oder Beratung zur Lösung brauchen.

Für eine Psychotherapie sollte in den probatorischen Sitzungen die Eignung und die vorausgesetzten Fähigkeiten abgeklärt werden.
Stellt sich heraus, dass der Umgang mit dem eigenen psychischen Problem diesem hohen Anspruch einer Psychotherapie
nicht gerecht wird, sind zunächst Sozialpädagogen mit Gruppenangeboten wie beim SpDi oder in Tagesstätten aufzusuchen
um den Umgang mit dem psychischen Problem in den Grundlagen zu erlernen, das bedeutet offenes und freies Artikulieren
über die Gefühle und die persönlichen seelischen Störungen um dann wieder beim Therapeuten vorzusprechen.

Eine Therapie ist kein Vorstellungsgespräch bei dem man seine Schokoladenseite zeigt, sie ist viel mehr, es geht um
die Sonnenseite aber vor allem geht es um den Schattenbereich, um das Problem, das Unvermögen und die Defizite.
Auf keinen Fall sollte eine Psychotherapie ein Trostpflaster oder Streicheleinheit für erlebte Kränkungen sein wie oft erwartet,
sondern ein Arbeitsbereich um die seelischen Störungen per therapeutischer Beziehung in einen lebbaren
Zustand umzuarbeiten. Den größten Teil der Bewältigung leistet der Klient für sich selbst und der Therapeut begleitet
und berät dabei, die Fähigkeit dazu erlernt der Klient in der Klinik bzw. von Sozialarbeiten in der Gruppe.

Psychotherapie im besten Sinne bedeutet Arbeit verrichten an der Seele (Psyche) nicht nur für den Therapeuten
sondern auch für den Klienten, sie arbeiten gemeinsam an der Umwandlung einer Störung zur Ganzheit.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
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Lilith
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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon Lilith » Sa 23. Feb 2013, 10:08

Hallo Silent Pain,
habe deine Zeilen erst jetzt gelesen.
Wie ist den der Termin verlaufen?

Ich habe es doch richtig in Erinnerung
dass du noch nicht all zu lange zu der Therapeutin geht's?
Du bist doch noch in den Probesitzungen oder?

Denke es ist schon wichtig,
dass du vielleicht auch mal darauf schaust
was die Therapeutin sagte,
also meine damit in wie weit sie vielleicht recht hatte.
Du könntest dann ja zu ihr sagen,
dass sie z.B. recht hat,
dass du noch nicht so weit bist ihr zu 100% zu vertrauen,
dass es ungewohnt ist direkt alles auszusprechen.
Das du das vielleicht auch erst einmal lernen müsstest.

Klare Ziele in einer Therapie finden
auch das ist doch der Part der Probesitzungen
dachte ich immer.
Wie kommt sie denn darauf das du nichts ändern möchtest?
Wie hat sie das begründet?
Wieso kommt das bei ihr so an?
OK lese gerade das war deine fünfte Sitzung,
mh, wie ist sie gelaufen?

Es geht in der Therapie denke ich nicht darum
irgendetwas richtig oder falsch zu machen.
Es geht nicht darum da sozusagen eine gute Note
für gutes Verhalten zu bekommen.
Habt ihr den Ziele in den fünf Sitzungen
die du für dich erreichen möchtest erörtert?

Hör einfach mal hier auf und
warte ab was du zu berichten hast.

Grüße
Bin nur sporadisch hier, schau aber etwa zwei mal im Monat rein- geht aus Zeitgründen leider nicht anders.

"Coming back to where you started is not the same as never leaving."
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Silent Pain
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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon Silent Pain » Mo 25. Feb 2013, 14:39

Tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt melde. Wenn ich nicht auf der Arbeit bin liege ich nur im Bett und mache garnichts. Vernachlässige also auch mehrere Foren etc...

@ Mirjam

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"Sich besser verhalten", das find ich merkwürdig.
Naja ich gebe mir immer an allem selbst die Schuld :sad: Ist so eine Angewohnheit von mir...

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Hallo Silent Pain, wie erging es dir ?
Ich bin rein gegangen und habe sofort angefangen zu sprechen. Habe ihr gesagt das ich ja wirklich was ändern möchte und das ich nie gelernt habe über Probleme zu sprechen weil das bei mir in der "Familie" nicht üblich ist. Darauf ging sie dann sofort ein und so sprachen wir über Familienmitglieder und mein Verhältnis zu diesen. Ich sagte ihr das ich große Angst hatte das ich mit der Therapie aufhören müsse... Sie meinte darauf dass das übertrieben von mir sei. Das sie mich nur wachrütteln wollte mit ihren Worten.

@ fluuu

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Für eine Psychotherapie sollte in den probatorischen Sitzungen die Eignung und die vorausgesetzten Fähigkeiten abgeklärt werden.
Ja stimmt, dies war mein fünftes Treffen mit ihr. Also das letzte Treffen um sich "kennen zu lernen". Weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll. Jedenfalls geht morgen dann die "richtige" Therapie los. :)

@ Lilith

Oh schön wieder etwas von dir zu hören :) Habe ja das andere Thema irgendwie völlig vergessen :oops:

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Wie ist den der Termin verlaufen?
Habe ich weiter oben schon Mirjam beantwortet. Ich habe mich besser gefühlt danach. Sicherer irgendwie

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Du bist doch noch in den Probesitzungen oder?
Dies war die letzte Probesitzung. Morgen gehts dann "richtig" los...

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Wie kommt sie denn darauf das du nichts ändern möchtest? Wie hat sie das begründet?
Weil ich extrem in der Vergangenheit lebe. Oft nein sage oder anderer Meinung bin als sie. Und beim vorletzten Treffen hat sie dann mehr geredet als ich und ich war irgendwie abwesend. Jedenfalls sagte sie dann das ich mich mehr öffnen muss.

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Habt ihr den Ziele in den fünf Sitzungen die du für dich erreichen möchtest erörtert?
Die Ziele sind zu verstehen was mir ist, vielleicht den Auslöser zu finden für die erneute Depression. Ich kenne nämlich nur den Grund für meine Depression 2011. Kindheit aufarbeiten und lernen wie man die Anzeichen erkennt wieder depressiv zu werden um dies zu vermeiden. Aber direkt definiert irgendwie nicht. Wir haben nur in der ersten Sitzung kurz darüber gesprochen.

____________

Beim letzten Treffen habe ich zum ersten mal kaum über meinen Exfreund gesprochen und war darüber dann im Nachhinein auch sehr stolz. Hatte vorher immer das Gefühl alles würde sich um ihn drehen und ich komme nicht von der Stelle. Naja das ist auch immer noch so aber ich versuche in der Therapie nicht mehr viel über ihn zu sprechen... Ob das richtig ist oder nicht weiß ich nicht... :-k

Morgen ist es ja wieder soweit. Ich bin schon ganz gespannt!!! Hoffentlich kann ich wieder flüssig reden und stottere nicht so rum bzw. beschäftige mich mit aus dem Fenster schauen...

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Lilith
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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon Lilith » Mi 27. Feb 2013, 11:41

Hallo Silent Pain,
erst einmal möchte ich sagen
du musst dich nicht entschuldigen
wenn du erst später antwortest
oder gar ein Thema vergisst.
Wir sind alle Menschen und da
ist das eben so.

Erst einmal möchte ich dich fragen
wie denn nun die nächste Stunde war?

Das du mehr in der Vergangenheit lebst
nun das ist sicher nicht so sehr von Vorteil wenn
man ja eigentlich in eine neue Zukunft blicken mag.
Du beschreibst das du eher verneinst oder
eben auf deiner Meinung bleibst,
vielleicht würde es dir ja helfen,
wenn du das was die Therapeutin sagst
nicht gleich verneinst
sondern vielleicht auch Kernaussagen aufschreibst,
(ich habe das immer nach den Stunden gemacht)
und dann kannst du dir das in Ruhe noch mal anschauen und
vielleicht erkennen das es nicht ganz falsch sein könnte?

Es kann auch helfen wenn man Aussagen erst einmal
aus der ferne betrachtet, auch die eigenen!
Wenn man z.B. sagen würde,
was würde ich jemanden raten der dieses oder jenes sagt,
vielleicht könntest du die Aussagen die du verneinen würdest
dann auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten,
denn oft geht es in der Therapie auch darum einen anderen
Blickwinkel zu bekommen.
Da kann es helfen wenn man von seiner vorgefertigten Meinung
auch mal abrücken kann.
Warum fällt dir das so schwer?
Ich meine ich verstehe, Dinge die man Jahrelang gelebt hat,
die man gehört hat, Reaktionsabläufe die man verinnerlicht hat
sind schwer zu durchbrechen oder umzuschreiben,
dass braucht auch etwas Zeit,
jedoch sollte man sich die Chance geben
dies auch zu ermöglichen,
in dem man auch mal andere Meinungen anhört
und schaut was für einen da doch auch stimmig sein kann.

Ziele sind immer schwer zu finden fand ich damals,
das Ziel zu schauen wann eine Depression Anfängt,
ist sicher auch gut,
aber ich finde es kann auch wichtig sein zu schauen,
wie man dann darauf reagieren kann, frühzeitig.

Ziele gliedern sich auch oft erst während der Therapie heraus und
sie sind auch veränderbar.
Ziele die am Anfang einer Therapie logisch und nachvollziehbar sind
passen dann vielleicht in der Mitte der Therapie nicht mehr und
können verändert und angepasst werden.

Dein Ex Freund beschäftigt dich also noch sehr?
Vielleicht solltest du genau das auch in der Therapie ansprechen,
dass du das vielleicht als zu "viel" empfindest.

Das stottern und keine klaren Sätze bilden können
das kennen sicher einige,
oder auch der Gedanke:
"Was soll ich jetzt sagen"
"Ich weiß nicht wie ich anfangen soll" und die Hoffnung dabei
dass die Therapeutin einem einen kleinen Anfangsstupser gibt,
das kennen sicher auch einige,
damit bist du nicht allein denke ich,
es geht ja nicht darum dort
als guter Redner herauszugehen.

Mir hat auch immer der Satz geholfen,
gerade auch z.B. ganz allgemein wenn man sich mit Menschen unterhält und
dann kommen die gefürchteten Schweigeminuten
wo keiner etwas sagt,
dann dachte ich mir oft,
"nicht nur ich finde das jetzt unangenehm"
damit war die Situation weniger angespannt für mich,
vielleicht findest du ja auch Sätze die dir helfen können.

Hoffe die Therapiestunde war etwas besser und
die Therapeutin und du ihr schafft einen gemeinsamen Weg
für dich zu ebnen.

Grüße
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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon Silent Pain » Mi 13. Mär 2013, 09:15

Also die nächsten Stunden waren besser, ich konnte offener reden und sie hat auch keine komischen oder pampigen Antworten gegeben.
Nun ist aber erst mal 3 Wochen Pause wegen den Osterferien :cry:

Ja die Sache mit meinem Exfreund ist ein großes Thema da es ja immer noch "Pause" und nicht "Schluss" ist. Erst vorgestern sagte er mir endlich, dass er nur noch sehr geringe Hoffnung hat. Allerdings stirbt Hoffnung zuletzt (Seine Aussage)
Ich rede viel darüber in der Therapie

Zum Glück gibt es dieses Schweigen zur Zeit nicht mehr in den Stunden. Ich finde immer etwas über das ich reden mag. Zwar ergibt es keinen großen Zusammenhang aber es sind Dinge die mir wichtig sind. Zum Beispiel habe ich gestern zuerst über meinen Vater gesprochen, dann plötzlich über meine Cousine und dann war ich wieder beim Thema Exfreund um sofort zum Thema Internetbekanntschaft zu kommen. Komisch irgndwie das ich keinen roten Faden halten kann. Aber die Therapeutin meinte es wäre ok, denn ich entscheide worüber ich reden möchte. Mhm... :-k

Ich weiß selbst nicht wieso es mir so schwer fällt von meiner Meinung abzuweichen. Wahrscheinlich weil ich schon als Kind selber sehen musste wie ich klar komme und mir viele Menschen (teilweise auch absichtlich) mit ihren Meinungen die ich angenommen habe geschadet haben...

Momentan liege ich auch noch krank im Bett. Viel zu viel Zeit zum Nachdenken, ich weiß garnicht wie ich mich ablenken soll :sad:
Der dämliche Schnee den ganzen Tag hilft da auch nicht wirklich, schlägt richtig aufs Gemüt. Schade, dass nicht endlich Frühling ist...

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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon fluuu » Fr 15. Mär 2013, 14:28

Du klingst nicht zufrieden aber das macht nichts, die meisten Menschen sind die meiste Zeit unzufrieden.
Nur selten kommt es vor, dass sich alle genau so verhalten wie Du es möchtest und die Dinge so laufen
wie Du es wünschst und wenn es dann mal so ist besteht sofort die Gefahr mit so viel Glück nicht
umgehen zu können.
Eine sich bildende Unzufriedenheit wegen zu viel des Guten, wegen zuviel guter Gefühle,
ist fast noch unangenehmer als eine Unzufriedenheit wegen schlechter Gefühle,
denn ein schlechtes Gefühl haben wegen guter Erlebnisse verwirrt.
Immer ein wenig im Defizit sein und hoffen, dass es besser wirt ist eigentlich der real am besten
zu lebende und auszuhaltende Zustand.
So lassen sich "Pausen" aktiv überbrücken ohne ins Psychotische flüchten zu müssen was
intensive Betreuung und Behandlung nach sich ziehen würde.
gruß fluuu

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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon Silent Pain » Sa 16. Mär 2013, 18:44

stimmt, ich bin nicht zufrieden. schon seid november 2010 nicht, bis jetzt. außnahme juni - oktober 2012 da war ich sogar sehr zufrieden....
mich würde es auch nicht stören wenn ich eine unheilbare krankheit hätte oder einen unfall oder sonstiges...

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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon fluuu » Fr 22. Mär 2013, 12:24

Oft ist es jenes Gefühl geliebt zu sein und selber zu Lieben das Zufriedenheit vorgaukelt.
Wenn es jemand anderes ist macht es oft abhängig, der Verlust ist schmerzlich und
deshalb sollte der erste Schritt die positiv praktizierte Eigenliebe sein, sie schafft Ausgeglichenheit
und Zufriedenheit und sich erst dann Anderen zuwenden.
So lange Liebe von außen einziges Heilmittel für Zufriedenheit ist macht es unfrei.
gruß fluuu

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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon Silent Pain » Fr 22. Mär 2013, 15:35

Problem an der Sache: Ich habe mich noch nie selber geliebt! Keine Ahnung wie das geht...

Außerdem bin ich ja nicht nur wegen meinem Ex so...

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Re: Kann mich in Therapie nicht "öffnen"

Beitragvon fluuu » Fr 29. Mär 2013, 12:52

Ich habe mich noch nie selber geliebt! Keine Ahnung wie das geht...
Das ist schade, im ideellen Sinn, weniger im Praktischen, ist die Eigenliebe die Grundlage der unabhängigen Existenz.
Sich selber annehmen wie man ist mit allen Macken, Fehlern und Behinderungen oder gar Krankheit wenn es sein muss.
Das ist das erste Gefühl und erst dann setzt Heilung, Veränderung oder Beziehungen mit Anderen ein.
gruß fluuu

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