Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

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halloo300
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Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon halloo300 » Fr 8. Jun 2018, 16:10

Guten Tag

Ich nehme seit 2,5 - 3 Jahren Abilify 15mg und Invega 6mg. Nun werde ich versuchen Invega "auszuschleichen". Wenn man das ausschleichen nennen kann, da es Invega glaub nur in 3mg, 6mg und 9mg gibt und ich halt von 6mg gleich auf 3mg runter gehen muss.

Also ab morgen schon bekomme ich nur noch 3mg Invega, Abilify bleibt gleich.

Nun habe ich als erstes Angst, dass ich eine tardive Dyskinesie habe, welche bisher maskiert war und wenn ich Invega absetze oder reduziere eine TD sichtbar wird.
Habe auch Angst eine Absetzpsychose zu bekommen.

Es ist ja nur ein Medikament von zwei, das ich reduziere, kann da sonst noch viel passieren beim Reduzieren von 6mg auf 3mg?

Falke306
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Re: Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon Falke306 » Mo 11. Feb 2019, 15:26

Hallo, darf ich fragen warum du Invega absetzen willst,
ich denke wenn es an den Bewegungsstörungen liegt, die gehen doch meist wieder weg oder.

Mit freundlichen Grüßen
Falke

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Laura
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Re: Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon Laura » Di 12. Feb 2019, 14:36

Hallo Falke,

es ist zehn Monate her, dass der thread-Ersteller seinen Beitrag geschrieben hat und er hat seitdem auch keinen weiteren mehr gepostet (das kann man alles aus den Angaben lesen, die die Forensoftware über jeden User in jedem Beitrag mitliefert ...Registrierungsdatum usw.). Falls Hallooo nicht mehr antwortet, dann vermutlich nicht deswegen, weil er Deinen Beitrag uninteressant findet, sondern eher, weil er hier vielleicht gar nicht mehr mitliest.
Ich habe übrigens damals schon nicht auf den Beitrag geantwortet, weil ich Invega nie veschrieben bekommen habe und keinen Erfahrungsbericht diesbezüglich beitragen kann.

LG

Laura
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Re: Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon Falke306 » Mi 13. Feb 2019, 20:05

Hallo Laura,
ich hatte gesehen das der Beitrag älter ist, ich hatte wohl gehofft das er nochmal gelesen wird.
Die meisten Forenmitglieder sind selten aktiv wie es scheint.

Heute habe ich nach Invega gefragt, deswegen hatte es mich interessiert, ich kriege es nicht ist zu teuer.
Zuerst muss ich Risperdal nehmen und wenn ich das dann nicht vertrage, kann ich es als Depot kriegen, als Xeplion.

Darf ich fragen was du zur Zeit nimmst Laura ?

lg
Falke

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Laura
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Re: Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon Laura » Do 14. Feb 2019, 15:57

Hallo Falke,

ich nehme seit einigen Jahren nur bei Bedarf etwas ein, nachdem ich etwa 18 Jahre lang brav meine NL geschluckt habe. Seitdem habe ich keine Psychosen mehr im engeren Sinne, dafür Anflüge von psychotischen Gedanken, mit denen ich aber besser leben kann als jedes Jahr mindestens eine Psychose zu bekommen (egal wie hochdosiert ich herumlief und welche zusätzlichen Medis ich noch bekam) und in die Klinik zu müssen.

Das beste NL für mich war bisher Amisulprid/Solian und ich habe es über zehn Jahre lang eingenommen. Davon halte ich auch jetzt noch immer einen Vorrat zuhause, wenn es mit den Gedankenanflügen zu doll wird, dann nehme ich halt vielleicht mal bis zu drei Tage lang eine Tablette davon ein. Der Auslöser, Amisulprid - eher intuitiv - auszuschleichen, war der, dass ich anfing, Darmprobleme zu bekommen. Weder Psychiater noch Internisten wollten sich ernsthaft mit der Frage befassen, ob die vom Amisulprid kommen könnten nach so langer Zeit der Einnahme, sondern mir gleich eine Darmspiegelung zumuten. Also meine Verdauungsprobleme haben sich allmählich gebessert in dem Maße, wie ich von den Psychopharmaka wegkam. Dann gab es eine Phase, wo ich das Amisulprid doch wieder für ein Dreivierteljahr regelmäßig einnahm, weil eine Freundin sehr besorgt um mich war. In dieser Zeit verschlechterte sich meine Verdauung wieder und das Gedankenkarrussel wurde durch die erneute Einnahme so sehr nun auch nicht gemildert.

Ich musste dann erstmal einen Psychiater finden, der bereit war, mich als Patientin mitzutragen, obwohl es an mir nicht viel Geld zu verdienen gibt. Denn auch ohne Psychosen bin ich immer noch krank und schwach und brauche nach den gesetzlichen Regelungen nun mal einen Arzt, der mir das per Gutachten attestiert. Mein jetziger Psychiater ist echt nett und cool, da hätte ich gerne öfter und längere Termine bei ihm, aber eben weil er ein sehr guter Psychiater ist, ist seine Praxis hoffnungslos überlaufen. Ich kann von Glück reden, dass ich alle drei Monate einen Kurztermin bei ihm haben kann und er bereit ist, mir ein Gutachten auszustellen, wenn ich eins brauche.

Mein Sozialarbeiter vom Betreuten Wohnen kennt mich schon seit 17 Jahren und kann mich wesentlich besser einschätzen. Als mein Fürsprecher kann er nach der Gesetzeslage aber nur sehr eingeschränkt auftreten.

Viele Grüße

Laura
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Re: Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon Falke306 » Do 14. Feb 2019, 19:56

Hallo Laura,
danke für deine lange Antwort.
Es ist schön das du die Medikamente nur noch bei Bedarf brauchst, aber ich denke bei mir geht das leider nicht,
es scheint dann alles immer schlimmer zu werden und Stimmen kommen auch zurück, nur minimal aber es stört.
Solian fand ich auch ganz gut, aber es war wahrscheinlich etwas zu schwach für mich.
Auch gut das dein Psychiater so gut mit zieht und Gutachten schreibt, obwohl er nicht viel verdient.

Ich kenne das, wenn die Beschwerden auf keinen Fall irgendetwas mit dem NL zu tun haben sollen,
es werden einem Krankheiten angedichtet die man untersuchen lassen soll, aber das NL hat nichts damit zu tun.
Die Tabletten haben 0 Kilokalorien ist auch beliebt, als ob jeder Psychopharmaka Patient gerne dick ist,
ich bin zwar jetzt nicht übertrieben dick, habe vielleicht 6 KG zu viel, aber ich habe das in der Klinik auch schon anders gesehen.

lg
Falke

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Re: Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon Laura » Mo 25. Feb 2019, 16:00

Muss inwzischen was ergänzen. Ich will mir jetzt Quetiapin neu verschreiben lassen, um endlich wieder schlafen zu können. Seit ein paar Jahren kann ich einige Eigentümlichkeiten bei mir wohl am ehesten den Wechseljahren zuschreiben, in denen ich mich befinde, so z. B. massive Schlafstörungen, wie ich sie in diesen Wochen erlebe.
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Re: Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon Falke306 » Mo 25. Feb 2019, 16:19

Hallo Laura,
zum schlafen ist Seroquel perfekt, für mich halb Schlafmittel halb Neuroleptika,
es ist bestimmt auch besser als ein normales Schlafmittel, weil die ja auch abhängig machen können.
mfg
Falke

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Re: Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon Laura » Di 26. Feb 2019, 17:28

Ich finde, dass Quetiapin fiese Nebenwirkungen hat, insbesondere beim Aufwachen. Ich will es jetzt aber doch mal für eine gewisse Zeit nehmen, weil das mit dem Schlafmangel ja nicht so weitergehen kann. Immerhin kommt der Schlaf nach der Einnahme von Quetiapin ja garantiert und für mindestens sechs Stunden am Stück. Ich hatte von dem Zeugs auch noch einen Vorrat da, aber nun habe ich mal auf das MHD geguckt. Ist noch von 2016, inzwischen erzielen diese ollen Kamellen kaum noch Wirkung. Ab in die Tonne damit bei der nächsten Apotheke.
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Re: Was kann beim Absetzen/ Reduzieren von Invega passieren?

Beitragvon mamschgerl » Di 26. Feb 2019, 19:41

...wie gesagt, ich habe es nur einmal genommen, auch wegen meiner Schlafstörungen, aber für mich war das eben ein solcher Horrortrip, daß ich mich nicht mal mehr darüber nachzudenken traue, irgendwas zum Einschlafen zu nehmen. Mir fällt gerade ein, daß ich in meiner Jugendzeit, als ich mit Drogen herumexperimentiert habe, ein Schlafmittel genommen hatte, das mich so ausgeknockt hat, daß ich fast zwei Tage nicht mehr richtig zu mir gekommen bin. Der Typ, der mir das gegeben hat, nahm es aber zum Aufputschen und konnte es gar nicht fassen, daß ich so neben der Spur war...naja, soviel dazu, wie ein jeder anders auf das selbe Mittelchen reagiert...aber ich möchte auch jetzt gar nicht wissen, was der noch so eingeschmissen hat...ich glaube, seitdem habe ich auch solche Aversionen gegen Pillen...
L.G. mamschgerl


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