Absetzen von Antidepressiva

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mamschgerl
Beiträge: 1105
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Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon mamschgerl » Do 18. Jan 2018, 08:37

...ich glaube, die Mühe lohnt nicht, er nimmt deine ironische Schlußbemerkung noch ernst und glaubt tatsächlich, daß er dir durch therapeutische Winkelzüge geholfen hat. :silly:
Wie schon mal sonstwo erzählt, hat mein Bruder Asperger. Aber man muß nicht Asperger haben, um nicht Hinterlist oder Intrigen zu erkennen, da reicht es völlig, einfach nicht so gepolt zu sein. Wenn man mit Ehrlichkeit und Offenheit immer aneckt, beweist das doch nur, wie schwer es Menschen fällt, mit der Wahrheit umzugehen bzw wie gerne sie das doch gegen einen verwenden.
Wenn man selbst keinen Sinn für Ränkespiele entwickelt hat, weil sie im Grunde genommen das Leben unnötig erschweren und auch gegen die eigene Natur sprechen, wird man gerne ausgebootet, ausgenutzt und am Ende ins Abseits geschoben, man selbst erkennt ja solche Machenschaften erst, wenn es zu spät ist.
Mein Bruder merkt oft nicht, daß er ins Fettnäpfchen tritt, doch er schadet niemandem, er spricht aus, was er denkt. Er verfügt über einen ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn, ist hilfsbereit und selbstlos und für mich ist der Umgang mit ihm nach all den Erfahrungen mit Menschen eine Wohltat. Ich muß bei ihm nicht überlegen, ob er lügt oder etwas beabsichtigt, er ist einfach geradeheraus und authentisch, ich bin froh, ihn zum Bruder zu haben.
Schade nur, daß man in diesem Forum sehr vorsichtig sein muß, wenn man sich über Erfahrungen und Erlebnisse austauschen will, solange ein fluu sein Unwesen treibt.
Es stört mich, daß dieser Mensch alles gegen einen verwendet und dadurch verhindert, daß man sich angstlos mit anderen Betroffenen austauschen kann.
Im Übrigen verhindern Medis, daß man mit seinen Störungen umzugehen lernt, man erkennt sie ja nicht mehr, weil sie eben unterdrückt werden, so wie alle anderen persönlichen Eigenschaften auch. Wie das funktionieren soll, daß man unter diesem Einfluß klare Gedanken zu sich selbst fassen könnte, ist mir ein Rätsel. Zur Einnahme dann auch noch eine gesunde Einstellung zu finden, damit man die Wirkung dementsprechend beeinflussen kann ( eine Wirkung, die abzusehen niemand in der Lage ist ), ist so unrealistisch und von Anfang an völlig daneben. Es sind mal wieder genau diese Sprüche, die Pharmavertreter klopfen, um ihr Produkt an den Markt zu bringen. Wenn ich in der Lage bin, eine vernünftige Einstellung zu finden, dann doch wohl die, keine Medis zu nehmen, denn Medis nehmen einem jede Vernunft.
Liebe Grüße
mamschgerl

Tatjana123
Beiträge: 2
Registriert: Di 27. Feb 2018, 16:38

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Tatjana123 » Do 1. Mär 2018, 17:00

Liebe Community,

zu dem hier diskutierten Thema führen wir am Fachbereich Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Hamburg aktuell eine Online-Befragung durch, zu der wir Sie ganz herzlich einladen möchten.

Was ist das Ziel der Studie?
Wir möchten mit Ihrer Hilfe Erkenntnisse darüber gewinnen
- Welche Faktoren wichtig dafür sind, dass Psychopharmaka erfolgreich abgesetzt oder reduziert werden können
- Welche Schwierigkeiten im Absetz- oder Reduktionsprozess auftreten können und wie diese bewältigt werden können

Wer kann teilnehmen?
Eine Teilnahme an unserer Studie ist für alle möglich, die
- mindestens 18 Jahre alt sind
- und bereits Erfahrungen mit Absetz- oder Reduktionsversuchen von Antipsychotika oder Antidepressiva gesammelt haben
- oder darüber nachdenken, Antipsychotika oder Antidepressiva in den nächsten Wochen/Monaten abzusetzen oder zu reduzieren

Ablauf und Dauer
Die anonyme online-Befragung dauert ca. 20-30 Minuten. Die Teilnahme an der Befragung ist ab sofort möglich.
Über folgenden Link gelangen Sie zu unserer Umfrage: https://ww3.unipark.de/uc/psychopharmaka/

Wir würden uns sehr über Ihre Unterstützung freuen.
Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns unter folgender E-Mail: absetzstudie@web.de

Herzliche Grüße
Mariana Quazzola, Tatjana Witzgall, Meike Tögel


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