Absetzen von Antidepressiva

Hier hinein gehören alle Fragen und Beiträge zum Thema Psychopharmaka, medikamentöse Therapie, Dosierung, Kombinationstherapie, Unverträglichkeiten, Wechselwirkungen etc.
Benutzeravatar
Remedias
Beiträge: 4096
Registriert: Fr 22. Dez 2006, 17:46
Kontaktdaten:

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Remedias » Do 23. Nov 2017, 12:50

Es ist jedoch der psychische Konflikt der das Problem darstellt, das Gefühl das Leben zu bewältigen, genauso beim Dick werden,
bei Nebenwirkungen, bei Libidoverlust usw. Ein Mensch der im akuten Zustand Phsychopharmaka brauchte hat in erster Linie
psychische Probleme, also Konflikte mit dem Gefühl zum Dasein. Deshalb der Aufschrei und die Skandale wegen aller möglicher
äußerer Umstände aber den Konflikt liegt im Inneren. Wenn man das begreift sind die Medikamente als Hilfsmittel kein Problem,
weder das Einnehmen um seelische Stabilität zu erreichen noch das Absetzen wenn sie nicht nötig sind.
I

Du meinst also, meine Freundin hat gar keine QT-Verlängerung durch Quetiapin bekommen, da der Konflikt im Inneren liegt?
Da hat das EKG aber was anderes gezeigt..... [-(

l

Benutzeravatar
Remedias
Beiträge: 4096
Registriert: Fr 22. Dez 2006, 17:46
Kontaktdaten:

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Remedias » Do 23. Nov 2017, 12:56

Wenn man sich dann Studien ansieht mit gleichzeitigem Einsatz von Placebos, sollte man sich sowieso fragen, ob der Einsatz von Psychopharmaka wirklich immer notwendig ist.
Andererseits werden diese Studien ohnehin nur durchgeführt, um schwerwiegende Nebenwirkungen auszuschließen, die nicht mehr vertretbar wären, doch leider wird hierbei die Meßlatte ziemlich hoch angesetzt, da wird einiges in Kauf genommen.
Über den Sinn oder Unsinn der Medikamenteneinnahme könnte man ewig argumentieren, aber bei persönlichkeitsverändernden Substanzen hört der Spaß auf.
Zumal der Einsatz auf Hypothesen beruht wie der "Dopaminhypothese". Am lebenden Objekt ist es unmöglich, den Spiegel im Gehirn zu bestimmen. Ich meine, dass es der allgemein ruhigstellende Effekt von Psychopharmaka ist, der wirkt. Wenn ich abgeschossen bin, habe ich auch keine unerwünschten Gefühle - dann habe ich gar keine Gefühle mehr.
LERNEN tut der Patient nix , im Gegenteil, er ist immer weiter abgeschnitten von seinem Ich.
Wenn man das begreift sind die Medikamente als Hilfsmittel kein Problem,
weder das Einnehmen um seelische Stabilität zu erreichen noch das Absetzen wenn sie nicht nötig sind.
Fluuu wie siehst du das, meine Psychotherapeutin behandelt gar keine Patienten, die hohe Dosen AD oder NL nehmen, sie meint, sie kommt so an die Gefühle nicht ran.
Hast du Klienten, die hohe Dosen nehmen, und merkst du einen Unterschied in deiner Arbeit?
Als Medikamentenbefürworter bist du unter den Heilpraktikern auch eher eine Ausnahme, ich kenne nur Heilpraktiker, die Patienten helfen wollen, sie loszuwerden, auch mit Entgiften etc.

Gruß Remedias

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon fluuu » Fr 24. Nov 2017, 11:08

Wie gesagt, das Rumdoktern an oberflächlichen Wirkungen der Medikamente oder Nebenwirkungen sollen die Schulmediziner
machen, dafür gibt es ganz viele Apparate um das zu messen. Ich beschäftige mich mit den seelischen Empfindungen, das sind
die Gefühle die ein Mensch hat wenn er lebt, die finden im Inneren des Organismus statt und dafür gibt es keine Apparate zum
messen. Nur mein eigener Seelenhaushalt ist in der Lage das seelische Empfinden eines anderen Menschen nachzuvollziehen,
es wird Empathie genannt. So hat bei mir eine Medizin nur dann Sinn wenn sie auf dieses innere seelische Empfinden Einfluss hat
und da wissen wir alle, den stärksten Effekt hat das Plazebo. Also ist es nicht die Chemie in der Medizin die wirkt sondern die
im Kopf, im Stoffwechsel oder im Gefühlshaushalt. Die Gabe von außen ist wichtig als heilendes Element aber nicht der konkrete
Stoff mit seiner Wirkung oder Nebenwirkung. Alles wird im Kopf gesteuert, wenn etwas fehlt wird es von außen zugeführt aber
stets um Heilung zu bewirken und einem eventuellen Rückfall vorzubeugen.
Es ist richtig, für eine wirklich anspruchsvolle Psychotherapie die das Leben bewusst machen soll, sind Patienten mit akuter
Störung und hoher Medikamentendosis ungeeignet denn wer noch stark unter der Verwirrung der Psychose leidet kann sich auf
eine Selbstkritik der eigenen Persönlichkeit gegenüber nicht konzentrieren, dafür braucht es eine gewisse seelische Stabilität.
Ich kenne viele Patienten die Ihre Unfähigkeit im Leben stets auf die hohe Dosis der Medikamente schieben, mit den Schultern
zucken, traurig gucken aber sagen so ist es halt. Dann ist es so, ich kann darauf nur in Einzelfällen Einfluss nehmen.
Ich vermute, dass die Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten sehr willkommen sind denn dann ist nicht mehr
die eigene Lebensentwicklung Schuld am Scheitern sondern die Medikamente sorgen für das große Teil Übel im Leben.
Nur stagniert dann die Heilung denn wenn die Medizin selbst das größte Übel ist wird es eher immer Schlimmer.
Deshalb sollte Medizin als Kampf gegen die schmerzliche Erkrankung stets mit Hoffnung und positiv gesehen werden,
dann gibt es keine schwer Beeinträchtigten unter hoher Dosis NL, dann wirkt jedes NL heilsam und förderlich.
Jedoch es ist komplizierter und so wie es Selbst verletzendes Verhalten gibt als Symptom bei psychischen Störungen,
so gibt es auch negative Gefühle bei der Verwendung von Medizin und es bewirkt das Gegenteil, es wird zu Gift und
tötet im Körper ab. Jedoch Schuld ist nicht das Medikament sondern die Krankheit im Kopf.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Benutzeravatar
Remedias
Beiträge: 4096
Registriert: Fr 22. Dez 2006, 17:46
Kontaktdaten:

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Remedias » Fr 24. Nov 2017, 18:36

Es ist richtig, für eine wirklich anspruchsvolle Psychotherapie die das Leben bewusst machen soll, sind Patienten mit akuter
Störung und hoher Medikamentendosis ungeeignet denn wer noch stark unter der Verwirrung der Psychose leidet kann sich auf
eine Selbstkritik der eigenen Persönlichkeit gegenüber nicht konzentrieren, dafür braucht es eine gewisse seelische Stabilität.
ja. Wie siehst du es, wenn Patienten aber jahrelang eine Prophylaxe nehmen sollen, eben zur Vorbeugung, ohne dass sie akut krank sind?
Es gibt da ja die Standardregeln in der Psychiatrie-
nach der ersten Psychose zwei Jahre lang,
nach der 2 . fünf Jahre lang
und nach der 3. lebenslänglich.

Bist du dann eher dafür, dass die Medikamente abgesetzt werden, damit man die Psychotherapie durchführen kann?
Nur stagniert dann die Heilung denn wenn die Medizin selbst das größte Übel ist wird es eher immer Schlimmer.
Deshalb sollte Medizin als Kampf gegen die schmerzliche Erkrankung stets mit Hoffnung und positiv gesehen werden,
dann gibt es keine schwer Beeinträchtigten unter hoher Dosis NL, dann wirkt jedes NL heilsam und förderlich.
Was kann der Patient tun, wenn ihn der Therapeut wegen seines NL- Konsums ablehnt?

Irgendwie beisst sich die Katze in den Schwanz....

Ich habe es so gemacht, dass ich erst die Medikamente weggelassen und dann die Therapie gemacht habe. Ich glaube, nur so kann ich mit dem Therapeuten arbeiten. Vorher habe ich ca. 16 Stunden täglich geschlafen, da ging nichts.

liebe Grüße Remedias

Benutzeravatar
Remedias
Beiträge: 4096
Registriert: Fr 22. Dez 2006, 17:46
Kontaktdaten:

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Remedias » Fr 24. Nov 2017, 19:18

Deshalb sollte Medizin als Kampf gegen die schmerzliche Erkrankung stets mit Hoffnung und positiv gesehen werden,
dann gibt es keine schwer Beeinträchtigten unter hoher Dosis NL, dann wirkt jedes NL heilsam und förderlich.
Polymedikation: Ein tödliches Durcheinander....
Top Ten der FDA
Nach Daten der Pharmakovigilanz der FDA sind folgende Substanzen besonders häufig in Arzneimittelinteraktionen bei Polypharmazie betroffen, wobei die Häufigkeit von oben nach unten abnimmt:
......
Quetiapin, ein Neuroleptikum
Pregabalin, ein Antikonvulsivum
......
http://news.doccheck.com/de/newsletter/ ... ment-70939

Fehlt es da den Patienten nur an der richtigen Einstellung? Tödliche Arzneimittelinteraktionen statt förfderlich und heilsam? Oder irrt die Statistik?

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon fluuu » So 26. Nov 2017, 14:36

Mit Deinen Kommentierungen verkennst Du bewusst die Lage der menschlichen Biologie.
Die Katze beißt sich nicht in den Schwanz wenn man Bewusstsein und Heilung möchte, dann ist man sich
der eigenen Störung bewusst und findet die hilfreichen Dinge die zu einem passen, das ist natürlich nicht alles
was es gibt, sondern es sind nur ausgewählte kleine Nischen. Heilung ist weniger, jemand gibt mir etwas
und ich habe dann mehr, sondern Heilung ist ich kann sein auf der Welt mit so wenig innerer Störung wie möglich.
Schwere Psychose und Psychotherapie lässt sich nicht vereinbaren, da ist Geduld gefragt bis das
dran ist was Sinn macht und nicht das was ich jetzt sofort unbedingt haben möchte.
Wie gesagt, ich bin hier zur Aufklärung nicht verpflichtet und deshalb reicht es wenn mir die Aufklärung nutzt,
mir hilft es, mein Leidensdruck hat sich auf ein kleines Maß, das sich gut aushalten lässt, reduziert und
ich übe und trainieren weiter damit es so bleibt.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Llllleona 5x.2
Beiträge: 114
Registriert: Mi 27. Jun 2012, 10:59

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Llllleona 5x.2 » So 26. Nov 2017, 16:05

https://www.arznei-telegramm.de/html/20 ... 22_02.html

Nebenwirkung: Plötzlicher Herztod.
Pech!

so?
(sieht für mich nicht nach einer gelungenen Therapie aus)
Manchmal ist mein Glas halbvoll,
manchmal ist mein Glas halbleer,
manchmal ist das Leben toll,
manchmal ist das Leben so besch*** wie ein verschissenes Katzenkisterl...

mamschgerl
Beiträge: 1082
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon mamschgerl » So 26. Nov 2017, 16:08

Ich finde, daß hier Hopfen und Malz verloren ist, wie man so schön sagt.
Mit einer Parkuhr kann man einen besseren Dialog führen als mit unserem Aufklärer, der noch nicht mal weiß, von was er spricht. Und wieder einmal wird Wert darauf gelegt, anzuerkennen, wie selbstlos uns diese Aufklärung zuteil wird, zumal doch überhaupt keine Verpflichtung besteht.
Wenn es wenigstens nachvollziehbare Argumente gäbe, aber nein, es ist und bleibt im Kern eine absolute Fürsprache für Medikamente, die trotz ihrer Wirkungen bzw Nebenwirkungen geschluckt werden sollten, weil irgendein Arzt meint, damit herumexperimentieren zu müssen, weil der Arzt natürlich selbstredend den totalen Durchblick hat.
Am Ende trägt für das Scheitern der medikamentösen Behandlung immer der Patient die Schuld, sei es aufgrund der negativen Einstellung gegenüber Psychopharmaka oder eben aber aufgrund der Unverschämtheit, ohne Medis die Krankheit in den Griff bekommen zu wollen. Wo kämen wir denn da hin, wenn alle Patienten plötzlich ein Wörtchen mitreden wollten?

mamschgerl
Beiträge: 1082
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon mamschgerl » So 26. Nov 2017, 16:20

Hallo Leona,
gutes Beispiel und eines unter vielen, vielen anderen mehr.
Eli Lilly hat nicht als einziger Pharmakonzern nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal viel Geld fließen lassen, um noch teureren Prozessen zu entgehen.
Die direkte Verbindung einiger Medis zu Amokläufen, Selbstverletzungen, Suiziden und einigem mehr ist schon öfters bewiesen worden, aber das entsprechende Mittel wird dann halt einfach neu eingefärbt und mit anderem Namen vertrieben, am besten zur Heilung einer anderen, ominösen psychischen Störung, von der die Welt noch nicht gehört hat, aber jetzt zum Glück durch die Pharmaindustrie aufgeklärt wird.
Aber wir sollten uns laut unserem hauseigenen ForumsAufklärer nicht verunsichern lassen, sondern positiv der Medikamenteneinnahme gegenüberstehen. Nach seinen Worten hat man mir ja ins Hirn gefurzt, weil ich so einen Schwachsinn glaube.

Benutzeravatar
Remedias
Beiträge: 4096
Registriert: Fr 22. Dez 2006, 17:46
Kontaktdaten:

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Remedias » So 26. Nov 2017, 17:17

Mit Deinen Kommentierungen verkennst Du bewusst die Lage der menschlichen Biologie.
.
Also jetzt mal ehrlich,
deine Kenntnisse der Biologie
schätze ich ungefähr so ein wie meine Kenntnisse in Astrophysik: null, niente, nada.....

Biologische Informationen über Neurotransmitter, das ZNS etc. ignorierst du und willst du auch nicht wissen.
Du hast deine eigene Esoterik entwickelt , wie man heutzutage gerne sagt: Mit alternativen Fakten.
Schwere Psychose und Psychotherapie lässt sich nicht vereinbaren, da ist Geduld gefragt bis das
dran ist was Sinn macht und nicht das was ich jetzt sofort unbedingt haben möchte.
ja. Wie siehst du es, wenn Patienten aber jahrelang eine Prophylaxe nehmen sollen, eben zur Vorbeugung, ohne dass sie akut krank sind?
Es gibt da ja die Standardregeln in der Psychiatrie-
nach der ersten Psychose zwei Jahre lang,
nach der 2 . fünf Jahre lang
und nach der 3. lebenslänglich.

Bist du dann eher dafür, dass die Medikamente abgesetzt werden, damit man die Psychotherapie durchführen kann?
Habe ich etwas von jemanden in einer schweren Psychose geschrieben?

Gruß Remedias

Benutzeravatar
fluuu
Beiträge: 2544
Registriert: Di 13. Sep 2005, 13:32
Kontaktdaten:

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon fluuu » Do 30. Nov 2017, 10:35

Bitte schön, plötzlicher Herztod durch Medikamente, wer sich daran halten will,
jeder kann aus dem Leben scheiden und zwar sofort, auch das macht die Biologie möglich.
Ich halte mich daran, dass die Hilfe von außen mir nutzt, auch bei Medizin,
weil ich will, dass die Gabe den Mangel abdeckt und ich dadurch die Selbstheilungskräfte
aktivieren kann und somit eine selbstständige Lebensqualität erfahre.
Alle anderen Gedanken sind SVV und führen zur Verstärkung des Leids.
Auch jede Depression verstärkt das Unwohlsein und nimmt den Sinn des Lebens.
Wer bei schwerer Krankheit die Medizin und den Fokus auf die Störung verweigert,
muss mit plötzlichem Herztod rechnen, eine ganz simple Sache.
Eine Krankheit ist pathologisch wie der Begriff benennt und das heißt Störung,
wer sie überwindet erfährt Verbesserung in der Lebensqualität aber wer nicht stirbt.
Wer nicht mehr leben will oder kann, da bleibt das Herz stehen gesteuert von den Nerven
des Gehirns bzw. der Seele. Auf den meisten Totenscheinen vom Arzt aufgefüllt steht
Herzstillstand. Das ist der normalste Tod der Welt, ich sehe da kein so großes Problem.
Deshalb macht meiner Ansicht nach die prophylaktische Medizin bei jemanden mit
Störung im Gehirnstoffwechsel so viel Sinn, es beugt dem plötzlichen Tod vor allein
durch das Gefühl ich habe ein Hilfsmittel gegen mein Problem um durchs Leben zu kommen.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

mamschgerl
Beiträge: 1082
Registriert: Mi 27. Apr 2016, 06:53

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon mamschgerl » Do 30. Nov 2017, 12:14

@remedias
Beängstigend empfinde ich nach wie vor die Tatsache, daß Psychopharmaka gezielt durch manipulierte Studien vermarktet wird und unliebsame, verkaufshinderliche Gegenstudien gerne unter den Teppich gekehrt werden.
Sehr clever werden auch die Nebenwirkungen verharmlost, alle zusammengenommen ergeben sie durchaus ernstzunehmende Begleiterscheinungen, aber jede für sich genommen und einzeln aufgeführt ergeben sie natürlich selten auftretende Abweichungen. So wird gerne die geballte Ladung verschleiert, die man als Patient bei der Einnahme hinnehmen muß, um dann ( mit viel Glück ) in den Genuss einer Wirkung zu kommen, die eventuell die Wahrnehmung so beeinflusst, daß man mit weniger Angst durchs Leben gehen kann.
Derart chemisch manipuliert und von unliebsamen Symptomen, wenn auch nur mehr schlecht als recht befreit, fällt es dem Hirn immer schwerer, auf diese Hilfsmittel zu verzichten, irgendwann stellt sich diese Frage auch nicht mehr, denn wozu sollte man sich freiwillig der Realität des Lebens aussetzen?
Prophylaktisch Psychopharmaka zu schlucken, um einer eventuell auftretenden Störung entgegenzutreten, halte ich persönlich für sehr gefährlich, zumal Langzeiteinnahme von Medikamenten ohnehin einen Gewöhnungseffekt hervorruft ( die Dosis muß zwangsläufig irgendwann erhöht werden oder man wechselt mal wieder das Medikament ) und zum anderen einem gesunden Geist erheblichen Schaden zufügen und unter Umständen andere Störungen hervorrufen kann.
Ich denke, daß man zwar den Körper gesund ernähren und dessen Immunabwehr mit vorbeugenden Maßnahmen stärken kann, doch das Gehirn ist eine völlig andere Sache.
Hier spielt es keine Rolle, ob dick oder dünn, ob sportlich oder faul, Depressionen, Psychosen, Traumas etc etc können jeden treffen. Soll man also allein aufgrund dieser Tatsache rein prophylaktisch ADs und NLs schlucken?
Soll man also rein prophylaktisch mal eben auf Dauer sein Gehirn mit chemischen Psychodrogen einweichen?
Das ist das erklärte Ziel der Pharmakonzerne, nichts anderes.
Es ist ebenso erschreckend, wie wenige eigentlich dahinterblicken wollen und keine Fragen stellen, aber wenn man wirklich gute Werbung und Strategien erleben will, muß man nur in die Pharmaindustrie.
L.G. mamschgerl

Benutzeravatar
Remedias
Beiträge: 4096
Registriert: Fr 22. Dez 2006, 17:46
Kontaktdaten:

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Remedias » Do 30. Nov 2017, 17:36

Hallo liebe Mamschgerl,

zumal sich die Studien bei der Prophylaxe sooo widersprechen. Es gibt eine Studie, da war es so, dass innerhalb der ersten zwei Jahre die Patienten MIT Nl wirklich weniger Psychosen hatten. Aber in Langzeitstudien, also nach 5 - 8 Jahren sah es ganz anders aus, den NL- Nehmern ging es sehr viel schlechter, sie schnitten in Tests schlechter ab und waren auch seltener berufstätig.
Selbstverständlich kann ich dir die Studien verlinken, im Gegensatz zu unserem Forums- Herzspezialisten treffe ich keine allgemeinen Aussagen, die ich nicht belegen kann.

liebe Grüße Remedias


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnis!
Ein Herzstillstand ist immer freiwillig….

Neuste Meldungen berichten, dass Wiederbelebungsmaßnahmen und Betablocker zukünftig völlig unnötig sind. Denn : Der Herzkranke will unbedingt freiwillig aus dem Leben scheiden. Sein Todeswunsch ist derartig abnorm, dass er selbst sogar eine QT- Verlängerung erzeugt, um endlich zu sterben. ...........
.........
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Llllleona 5x.2
Beiträge: 114
Registriert: Mi 27. Jun 2012, 10:59

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Llllleona 5x.2 » So 3. Dez 2017, 16:27

@ Mamschgerl: Das ist ja schon so dreist, als wäre es Satire! es ist entsetzlich, was sich Pharmaphirmen erlauben! Gibt doch sicher auch andere Bereiche, in denen man gut Geld verdienen kann. Aber okay, geht nun mal um die Manipulation des menschlichen Gehirns... Ich kenne trotzdem keinen Job (außer natürlich manche Politiker, die höchsten Manager von Banken und alle anderen, die das arm-reich-Gefälle - auf Personen-, Länder-, Kontinentalebene - aufrechterhalten), ich meine, für "normal Sterbliche", der mit so viel Verantwortungslosigkeit und Dreistheit einhergeht. Wär ich so verantwortungslos als Buchhalterin, Lehrerin, Kassiererin, oder was es da für zahlreiche Jobs gibt, ich würde sofort gekündigt werden...

Was ich grad gefunden hab - aber okay, solche Sachen gibt es bestimmt zu Hauf... http://austrianbusinesswoman.at/index.p ... esterreich

Ist es eine bestimmte psychische Erkrankung, die Ely Lilly sozusagen neu auf den Markt gebracht hat?

@ Remedias: gut auf den Punkt gebracht (ad bahnbrechende Erkenntnis)

@ fluuu: Weißt du was - nach deinen Argumenten kann ich auch mit einem Hammer auf der Straße auf Leute losgehen und diese erschlagen - wären ja sowieso irgendwann aus dem Leben geschieden. Ob jetzt oder in 60 Jahren macht auch keinen so großen Unterschied. Bei so vielen Menschen nicht und im Verlauf der Zeitgeschichte des Universums sowieso nicht! Nimmst du eigentlich Psychopharmaka? Wenn nein, wieso nicht? Wir Menschen haben doch alle eine Anlage zu einer breiten Palette an psychischen Krankheiten, die ausbrechen können, wenn ungünstige Faktoren eintreten! Oder hast du deine Gene ausgetrickst?


Grüße
Leona
Manchmal ist mein Glas halbvoll,
manchmal ist mein Glas halbleer,
manchmal ist das Leben toll,
manchmal ist das Leben so besch*** wie ein verschissenes Katzenkisterl...

Llllleona 5x.2
Beiträge: 114
Registriert: Mi 27. Jun 2012, 10:59

Re: Absetzen von Antidepressiva

Beitragvon Llllleona 5x.2 » So 3. Dez 2017, 16:58

Und was ich auch nicht verstehe, ist, dass PsychiaterInnen sich in diesem über Folgen bzw. Folgeschäden von Psychopharmaka und den schwierigen Prozess des Absetzens nach langer Einnahme dieser sich überhaupt nicht auskennen. Obwohl eigentlich anscheinend immer mehr informiert sind bzw. sich informieren über die Schieflage der Pharmakonzerne (ich meine: Zurückhalten von Studienergebnissen, das Erkaufen dessen, das keine negativen Konsequenzen in Studien veröffentlicht werden u.v.a.m, was eigentlich schon gewissermaßen im Internet herumkursiert (u.a. in diesem Forum, was ich weiter oben verlinkt habe).

Grüße
Leona
Manchmal ist mein Glas halbvoll,
manchmal ist mein Glas halbleer,
manchmal ist das Leben toll,
manchmal ist das Leben so besch*** wie ein verschissenes Katzenkisterl...


Zurück zu „Psychopharmaka und Psychopharmakotherapie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast