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Beratung Antidepressiva

Verfasst: Fr 5. Aug 2016, 10:28
von dalisich
Hallo Zusammen

Ich bin neu hier und habe mich angemeldet um Hilfestellung / Tipps bezüglich Antidepressiva zu erhalten.

Ich nehme seit Jahren 75mg Effexor.

Vor 4 Monaten hat mich nun meine Frau nach 21 Jahren Ehe quasi von einem Tag auf den anderen verlassen und nun lebe ich mit meinen Kindern allein.

Mein Problem nun:
Mich nimmt das ganze psychisch sehr mit. Ich bin in Behandlung bei einem Psychologen. Was ich feststelle ist, dass keiner wirklich eine Ahnung bezüglich Antidepressiva und deren Wirkungsweise hat.
Ich habe nun das Symptom dass ich an meinen Händen und Beinen ziemlich zittere, was ich auf die psychische Belastung zurückführe. Ich bin nun nicht sicher ob ich das richtig Medikament nehme und dieses korrekt dosiert ist. Die Aerzte können mich diesbezüdlich auch nicht beraten, dort heisst es lediglich so nach dem Motto; dann probieren Sie halt mal was anderes aus..

Kann mir jemand einen Medikamenten-Tipp geben?

Ich weiss, meine Frage ist etwas vage, aber vielleicht hat jemand ja ähnliche Erfahrungen gemacht (bezüglich dem Zittern)

Vielen Dank

Re: Beratung Antidepressiva

Verfasst: So 7. Aug 2016, 20:07
von mamschgerl
hallo dalisich,
das ist heftig, daß du jetzt mit deinem psychischen problem alleine dastehst und dich um die kinder kümmern musst.
aber vorab, die sind jetzt das wichtigste, versuche, dich auf sie zu konzentrieren, das lenkt vielleicht schon mal ein bischen ab.
was die medikamente betrifft, so wissen die ärzte wirklich nicht, ob die jeweiligen, die sie dir verschreiben, die richtigen für dich sind, da diese bei jedem anders wirken.
sogar die hersteller können nicht mit sicherheit sagen, was genau sich dann im hirn abspielt und ob das, was die medikamente hervorrufen, auch tatsächlich zur besserung beiträgt oder an nebenwirkungen nicht zu überbieten ist.
weiter sagst du, daß du seit jahren schon ein medikament nimmst.
wurde das jetzt gewechselt oder neu dosiert?
denn nach jahren der einnahme sollte sich wohl nicht mehr viel tun, oder?
und weswegen wurde dir dieses medikament verschrieben?
das zittern kann natürlich auf den neuerlichen streß zurückzuführen sein, vielleicht hast du kleine panikattacken, weil du dich momentan überrollt fühlst, also einfach überfordert, was ja auch irgendwie verständlich ist.

l.g. mamschgerl

Re: Beratung Antidepressiva

Verfasst: Fr 12. Aug 2016, 21:16
von Feuerchen
Hallo dalisich,

Ich möchte Dir gerne helfen, kann es aber leider nicht.

Nur finde ich es immer schade, wenn man keine Antwort auf seine Fragen bekommt.
Ich kenne das Medikament leider nicht und es ist schon sehr speziell, wenn Du gerade jemanden finden willst, der das auch nimmt. Aber selbst wenn er das nimmt, ist es ja eine andere Person, und mag ganz anders auf das Medikament reagieren. Deshalb glaube ich, dass man Dir da nicht gut weiter helfen kann.

Ich hätte da die Frage: Wäre es denn sehr schlimm, ein Neues Medikament auszuprobieren?

Oder bist Du schon mit der Dosis hoch gegangen? Wenn ja, wie hat sich die Dosissteigerung denn ausgewirkt?

Und die Belastung ist ja da... Ich weiß jetzt nicht wie alt Deine Kinder sind. Aber als Alleinerzieher Haushalt und Kinder unter einen Hut zu bringen, das kostet schon Kraft. Und dann kommt ja das Psychische - den Verlust des Partners noch dazu.

Ich hatte vor vielen Jahren ähnliches zu verkraften. Und mir haben die Medis mein Zittern und die Belastung nicht genommen. Im Laufe vieler Jahre, lernte ich damit umgehen.

Wollte Dir sagen, dass ich Dich gelesen habe.
Wünsche Dir viel Glück, bei der weiteren Dosierung.

Liebe Grüße
Feuerchen

Re: Beratung Antidepressiva

Verfasst: Mi 17. Aug 2016, 10:35
von fluuu
Wenn einem als Mann die Frau weg läuft könnte es für die Psyche hilfreich sein ein Einsehen darin zu haben, selbst beteiligt zu sein.
So eine Haltung der Reflexion könnte das Zittern und andere Symptome lindern.
Diesen Tipp gebe ich als Mann dem natürlich auch schon mal eine Frau weggelaufen ist und als Therapeut ohne Symptome.

Re: Beratung Antidepressiva

Verfasst: Mi 17. Aug 2016, 22:38
von mamschgerl
...das stimmt aber auch nur zum teil, fluu.
schließlich ( sofern es auch so stimmt wie beschrieben ) ist die frau ja auch den kindern weggelaufen.
wenn das so ist, dann ist es schon ziemlich heftig, wenn der mann vorher schon psychische probleme hatte und absolut nicht verwunderlich, daß er jetzt attacken hat.
wenn seine frau das nicht mehr verkraftet hat, ist das eine sache, aber wie ist das mit den kindern?
da müsste man schon genauer informiert sein, warum, wieso, weshalb...
und noch was: der/die verlassene erfährt immer zuletzt, daß der/die andere nicht mehr will oder kann.
meistens gelingt es demjenigen, der den partner verlassen will nicht, rechtzeitig diesen gedanken in worte zu fassen, meistens, weil er den menschen nicht verletzen will oder schlicht und ergreifend zu feige ist.
es gibt dann nur diesen weg, von heute auf morgen verschwinden.
der verlassene hatte keine ahnung, daß da etwas schief läuft und keine chance, etwas zu ändern oder die möglichkeit, sich auf die trennung vorzubereiten, die trennung geschah einfach.
aber, wie gesagt, da fehlt so manches an information, da kann man nur spekulieren.
letztendlich ist es auch wurscht, denn es geht um die medikamente und die panikattacken, die sind nun mal da, warum, spielt eigentlich erstmal eine untergeordnete rolle.
sich mit dem warum auseinanderzusetzen, hat solange zeit, bis man sich etwas mit der tatsache angefreundet hat, daß es nun mal so ist, wie`s ist.
Ich weiß genau, von was ich rede, schließlich bergreif ich selbst auch noch nicht, daß manches so ist, wie`s ist, das ist nämlich gar nicht so einfach, wie es sich anhört... :silly:

mamschgerl