Blutbild gibt unregelmäßige/keine Einnahme von Venlafaxin wider

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Fistus
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Blutbild gibt unregelmäßige/keine Einnahme von Venlafaxin wider

Beitragvon Fistus » Di 28. Jun 2016, 11:40

Hallo,

ich bin neu im Forum, grüße Euch und erhoffe mir Eure Hilfe.
Oberarzt der Tagesklinik ließ bei mir ein Blutbild erstellen, welches seiner Meinung nach besagt, dass ich das Medikament entgegen der Absprache vor der Blutentnahme genommen habe und dass ich es unregelmäßig oder gar nicht eingenommen habe. Ich habe es aber immer nach den Vorgaben eingenommen.

Ich nehme Venlafaxin in Kapselform 300 mg seit 2 Wochen, davor 225mg in retard Form.

Gibt es noch ander Erklärungen für solch ein Blutbild?

Vielen Dank und liebe Gruesse

Fistus

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Laura
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Re: Blutbild gibt unregelmäßige/keine Einnahme von Venlafaxin wider

Beitragvon Laura » Mi 29. Jun 2016, 13:37

Hallo Fistus!

Was medizinisch betrachtet so alles das Blutbild verfälschen kann (z. B. ob es so sehr ins Gewicht fallen würde, wenn man die Tabletten immer mit Milch oder einer anderen Flüssigkeit einnähme, welche die Wirkung abschwächt), weiß ich nicht, auch nicht, ob man vom Umstellen von der unretardierten Variante auf die Retard-Variante oder umgekehrt grundsätzlich einen neuen Spiegel aufbauen muss und wie lange es dauern würde, bis dieser Spiegel dann auch aufgebaut ist.

Du stehst im Moment vor diesem Oberarzt als non-complianter Lügner da, was natürlich eine unschöne Situation ist. Aber vielleicht wäre es möglich, dass Dir die Medikamenteneinnahme für einen weiteren Kontrollzeitraum von sachverständigen Leuten protokolliert wird und Du darüber hinaus noch Belege hättest, dass Du Dich anderen Blutentnahmen auch immer als complianter Patient erwiesen hast.

Dass Labor-Angestellte, Labor-Zulieferer oder Angestellte, die die Labordaten irgendwo aufschreiben müssen, nicht immer hellwach und konzentriert arbeiten, kann man sich auch noch denken (bzw. weiß ich aus Insiderkreisen, dass so etwas auch vorkommt!), man kann sich aber als Patient sehr unbeliebt machen, so etwas auch nur anzudeuten. Wenn etwas auch nur annähernd nach Kündigungsgrund riecht, wird schnellstens vertuscht und möglichst viel "Schuld" auf den Patienten abgeschoben. Das habe ich bei anderen "geringfügigen" Anlässen jedenfalls schon an mir erlebt und bin im Zuge dessen von einer ehemals sehr complianten Patientin zu einer äußerst misstrauischen Patientin mutiert.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


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