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Cipralex 10. Tag

Verfasst: Mo 14. Mär 2016, 20:11
von Ani2286
Hallo zusammen, ich leide wie so viele an Angst und Panikattacken mit Agoraphobie. Es fing alles sehr schleichend an was hier sicher der ein oder andere bestätigen kann. Es ist mittlerweile für mich sehr schlimm da ich Angst habe mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Ganz furchtbar für mich ist die S-Bahn da ich aber jeden Tag damit zur Arbeit muss umgehe ich das ganze gerade in dem ich Taxi fahre. Ich Ärger mich darüber sehr aber ich schaffe den Schritt nicht in die Bahn :-(
Seit 10 Tagen nehme ich Cipralex und schleiche es langsam ein. Muss heute Tropfen 10 nehmen sprich 10mg. Mir ist heute schon den ganzen Tag übel sodass ich immer kurz vor'm brechen bin. Ich will das es alles aufhört und habe gerade Angst Tropfen 10 zu nehmen aus Angst das es noch schlimmer wird. Hat auch jemand das Gefühl gehabt als würde jemand auf dem Kehlkopf sitzen? Das ist ebenfalls sehr unangenehm. Vielleicht kann mir jemand helfen?! Ich freue mich auf eure Antworten.

Re: Cipralex 10. Tag

Verfasst: Mi 16. Mär 2016, 11:41
von fluuu
Hallo,
der Druck auf Kehlkopf, Brust, Herz oder Magen sind Angstsymptome, Angst drückt einem die Luft ab und bei krankhafter Angst
ist es eine Verhinderung der Lebensenergie ohne akuten Grund. Jedoch warum Du an Ängsten leidest hat Gründe und die
liegen in Deiner Geschichte. Um das zu ergründen und aufzuarbeiten hilft eine Therapie. Medikamenten können den akuten
Zustand lösen im Stoffwechsel und somit Erleichterung bringen aber sie können nicht die Ursachen klären. Es gibt Angstlöser,
teilweise machen sie abhängig und sind nur für den Notfall zu verwenden aber wie gesagt, um das Aufarbeiten der eigenen
Geschichte kommt man bei Angst- und Panikstörung nicht drumrum denn es gibt Ursachen dafür in der Biographie.
Wer akut solche Störungen hat sollte sich die Zeit nehmen und sich darum kümmern um so gut für sich zu sorgen.
Nicht mehr mit der Bahn fahren und auf eine Taxi ausweichen geht schon in Richtung chronische Erkrankung denn
jedes Verhalten der Vermeidung geht tiefer in die Krankheit hinein und löst den Konflikt nicht.
Manchmal ist ein stationäre Behandlung der Erkrankung unausweichlich um sich ausschließlich auf die Heilung zu konzentrieren
und gerade im Bereich Ängste ist das Angebot breit aufgestellt und es gibt viele Möglichkeiten.