Benzo-Entzug einfach grausam

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Benzofee
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Benzo-Entzug einfach grausam

Beitragvon Benzofee » Di 26. Aug 2014, 16:37

Hallo liebe Gemeinde

Gerne schreibe ich Euch mein Leid von der Seele. Aufgrund von jahrelanger Falschbehandlung bin ich in eine Temesta-Abhängigkeit gerutscht. Vor fünf Jahren kam mein Sohn per Kaiserschnitt zur Welt. Nach der Geburt musste meine Gebärmutter entfernt werden, da die Plazenta daran angewachsen war. Bei der Operation verlor ich viel Blut und es stellte sich schnell ein Eisen- und Vitamin B12-Mangel ein. Wenn dieser lange unbehandelt bleibt, dann treten mit der Zeit Schlafstörungen auf. Als ich den Ärzten immer wieder erklären wollte, dass meinem Körper seit der Geburt etwas fehle, stellten sie die umöglichsten Diagnosen, die es überhaupt gibt und meinten immer, dass es auf der psychischen Schiene sei. Sie wollten die Symptome bekämpfen und nicht die Ursache. So rutschte ich in die Benzoabhänigkeit und ich wusste gar nichts davon. Bis ich nach gut zwei Jahren Einnahme eine Ärztin gefunden habe, die mich auf die Risiken von Temesta und auf den Mangel hinwies. Der Mangel wurde inzwischen behoben, doch der Entzug von Temesta dauert an. Ich nehme seit zehn Monaten kein Temesta mehr und die Entzugserscheinungen sind grauenvoll. Nach drei Wochen wurde absetzen musste ich für zwei Wochen ins Spital und dann war ich für fünf Monate in der Klinik. Die Ärzte waren ratlos und schockiert, was dies Medikament anrichten kann. Ich war nicht mehr fähig, ein normales Leben zu führen und auf meine Kinder aufzupassen. Es war fürchterlich und es immer noch grausam. Ich weiss langsam nicht mehr weiter und Ende ist nicht abzusehen. Ich bin am Verzweifeln und frage mich, wie lange dies noch dauern kann. Ich habe höchstens 2 mg pro Tag genommen über ca. 22 Monate. Habe auch nicht kalt entzogen, sondern langsam abgesetzt. Weiss jemand Rat oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
LG Benzofee

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fluuu
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Re: Benzo-Entzug einfach grausam

Beitragvon fluuu » Mi 27. Aug 2014, 10:11

Nach diesen Ausführungen ist Gott und die Welt Schuld warum es Dir nicht gut geht nur Deine Persönlichkeit die sich entwickelt hat
aus ganz bestimmten Gründen ist mit keiner Silbe erwähnt.
Würdest Du mit so einem Vers in die Praxis kommen um eine Therapie zu beginnen würde ich Dich wieder weg schicken weil eine
seelische Behandlung der persönlichen Empfindungen mit so einer Sicht auf den Leidensweg unmöglich wäre.
Ein Entzug von etwas ist immer schmerzhaft denn es gilt einen Stoff zu lassen der lange Zeit zwingend notwendig war.
Die Frage ist wie kam es zu der Situation der Abhängigkeit, warum war das sich daran hängen notwendig?
Häufig hört man bei Frauen das ein Kind bekommen die Ursache all dieser psychischen Probleme wäre aber das kann nicht sein weil
Kinder bekommen ist ein völlig natürlicher evolutionärer Vorgang mit allen Nebeneffekten und Schmerzen.
Es muss also schon vorher eine psychische Störung gegeben haben die durch Kind bekommen mit allen Hormonen und
Umstellungen ausgelöst wird, Kind bekommen als solches ist keine seelische Störung im Gegenteil, das Leben blüht auf.
Warum eine entbundene Mutter einen Mangel haben soll ist mir nicht einleuchtend, das Kind liegt auf dem Bauch und
hängt an der Brust, Blutverlust der nicht zum Tod führt gleicht der Körper in kurzer Zeit aus durch Regeneration
und der Verlust der Gebärmutter nach der Entbindung ist eindeutig ein wahrgenommener psychischer Verlust denn physisch
hat das keine Auswirkungen, bei vielen Frauen wird die Gebärmutter entfernt um Krebs vorzubeugen.
Die Benzo-Sucht ist durch ein Mangelgefühl entstanden das nur durch psychische Störung hervorgerufen ist.
In dem Bereich ist zu arbeiten, an den seelischen Empfindungen der Persönlichkeit ganz individuell und da heißt es
ich habe in meinen Empfindungen ein Problem und nicht die Umwelt macht mir das Leben schwer.
An der eigenen Persönlichkeit lässt sich etwas ändern, an der Umwelt kaum.
gruß fluuu

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fluuu
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Re: Benzo-Entzug einfach grausam

Beitragvon fluuu » Mi 27. Aug 2014, 10:17

Doppelposting
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Remedias
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Re: Benzo-Entzug einfach grausam

Beitragvon Remedias » Do 28. Aug 2014, 19:41

Hi, Benzofee,
Die Ärzte waren ratlos und schockiert, was dies Medikament anrichten kann. Ich war nicht mehr fähig, ein normales Leben zu führen und auf meine Kinder aufzupassen. Es war fürchterlich und es immer noch grausam. Ich weiss langsam nicht mehr weiter und Ende ist nicht abzusehen. Ich bin am Verzweifeln und frage mich, wie lange dies noch dauern kann.
welche Symptome hast du genau?

Mit freundlichen Grüßen Remedias

cocolores69
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Re: Benzo-Entzug einfach grausam

Beitragvon cocolores69 » Sa 21. Feb 2015, 15:24

hallo. ich habe das schon mehrfach hinter mir. grausame depressionen und innere unruhe....


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