Absetzen von Leponex + Tegretal

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Remedias
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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon Remedias » Di 13. Mär 2012, 14:24

Eine Testmöglichkeit ist die Vorstellung der Arzt würde einem die Hand auflegen,
hätte das eine positive Wirkung? Wenn nicht unbedingt den Arzt wechseln.
Das ist wirklich ein interessanter Test. :)

Wobei man sagen muss, die Ärzte, die einen am wenigsten berühren, sind Psychiater; Hausärzte hören einen für gewöhnlich ab,
messen Puls oder Blutdruck - schon möglich, dass allein die ärztlichen Rituale schon beruhigend sind.
Es wäre vielleicht ganz gut, wenn die Psychiater Ähnliches hätten.....

liebe grüße remedias

phammelrath
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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon phammelrath » Di 13. Mär 2012, 16:48

Hallo Fluuu,

hab mir das gerade mal vorgestellt. Daß mein Neurologe, Prof. Dr. ....., mir die Hand auflegen würde. Negativ.

Jedesmal, wenn ich zu ihm gegangen bin, hatte ich Angst, dass er mich wieder anschreit.

Daraufhin bin ich zu einer Ärztin gewechselt. Wenn ich Anfang April meinen ersten Termin bei ihr habe, werde ich das mal in Echt ausprobieren. Werde dann wieder hier berichten.

Liebe Grüße
Petra

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Remedias
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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon Remedias » Di 13. Mär 2012, 17:50

Hallo Petra
Jedesmal, wenn ich zu ihm gegangen bin, hatte ich Angst, dass er mich wieder anschreit.
das kenne ich auch; und auch Drohungen.

liebe grüße Remedias

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Feuerchen
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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon Feuerchen » Di 13. Mär 2012, 23:16

Anschreien von einem Psychiater ?.... Das geht ja gar nicht!!!

Da würde ich sofort "Stop" sagen. - "Ich rede mit Ihnen normal, dann können Sie mit mir auch normal reden!"

In all den Jahren, die ich bei meinem Arzt bin/war, hat er zwar mit mir schon mal geschimpft. Das hat er aber in einem ernsten und ermahnenden Ton getan... Mich hat mein Arzt noch nie angeschrieen... Da wär ich nämlich sofort weg!

Liebe Grüße
Feuerchen

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fluuu
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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon fluuu » Mi 14. Mär 2012, 11:54

Hallo,
Anschreien von Klienten ist mir auch fremd aber als aktiver und aggressiver Mann
kann es privat passieren, dass das Gegenüber angeschrien wird wenn es entweder
stärker ist und man selbst in die Ecke gedrängt fühlt oder bei einer Frau z.B. trotz
erklären, begründen und beweisen der Situation das Gegenteil getan wird.
Es gibt Frauen die aus Trotz nicht das machen was richtig ist in der Situation und
das Risiko eingehen sich selber zu schaden mit dem Wissen, irgendwer kommt und rettet.
So ein Verhalten treibt den Mann der Verantwortung hat zur Weißglut, er ist hilflos
und fängt an zu schreien in seiner Not. Ein Mann kann sich nicht auf den rettenden Prinz
verlassen, er ist es ja selbst, er kann sich nur auf die Prinzessin verlassen aber wenn
sie gerade ihre Laune hat und nichts gebacken bekommt wird es schwierig.

Auf jeden Fall ist ein Mensch der durch Hand auflegen einen anderen Menschen positiv
beeinflussen kann ein guter Mensch.
gruß fluuu

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Klaus W
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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon Klaus W » Do 15. Mär 2012, 08:30

Wütend werden bei Fehlern, das passiert jedem. Nur fremde Fehler als Rechtfertigung für eigenes Fehlverhalten heranzuziehen wäre falsch. Schafft man es auch über seiner Wut zu stehen und den Anderen ihre Fehler zuzugestehen.

Das heißt dann auch zu entscheiden was tut mir gut und was nicht. Das heißt zu akzeptieren, aha, die Person ist so, ändert sich nicht, und zu gehen wenn es nicht passt.
Mit den richtigen Worten kann man alles sagen, mit den falschen Worten nichts.

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fluuu
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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon fluuu » Do 15. Mär 2012, 09:46

Das heißt zu akzeptieren, aha, die Person ist so, ändert sich nicht, und zu gehen wenn es nicht passt.
Dann ist man mit gehen beschäftigt denn zu erwarten, dass sich der Andere ändert führt ins Leere, nur man selbst kann sich
ändern im Umgang zu der anderen Person. Wenn das veränderte Verhalten gehen heißt ist es besser als Stillstand bei negativem
Gefühl aber auch das Ende des Miteinander. Wenn man immer geht weil der Andere sich nicht so ändert wie man es braucht
kommt man nicht mehr zur Ruhe und ist nur noch mit gehen beschäftigt. Ein häufiges Symptom bei Betroffenen, Unruhe in den Beinen.
Helfen kann nur die eigene Haltung zu der Person die negative Gefühle macht zu ändern wenn man nicht weglaufen will.
Z.B. man sucht sich ein Detail an dem Menschen raus das einem gefällt und man sympathisch finden kann um es anzuschauen
und schon kann man die Situation eine Weile aushalten ohne aufkommende bedrohliche Gefühle zu empfinden.
gruß fluuu

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Remedias
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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon Remedias » Do 15. Mär 2012, 09:52

Helfen kann nur die eigene Haltung zu der Person die negative Gefühle macht zu ändern wenn man nicht weglaufen will.
Z.B. man sucht sich ein Detail an dem Menschen raus das einem gefällt und man sympathisch finden kann um es anzuschauen
und schon kann man die Situation eine Weile aushalten ohne aufkommende bedrohliche Gefühle zu empfinden
Sprecht ihr jetzt von Privatpersonen oder immer noch von Ärzten?

Bei Ärzten hilft in der Tat nur noch der Wechsel.
Ich finde es unprofessionell, sich mit einem Patienten in einen Konflikt reinzusteigern, zumal ein Psychiater solch einen Konflikt mit einer Zwangseinweisung beenden kann - ich möchte nicht wissen, wie oft so was tatsächlich vorkommt - also per se am längeren Hebel sitzt.
Der gedankliche Test mit dem Handauflegen ist ein guter Parameter für die Antwort auf die Frage: Soll ich besser gehen oder bei dem behandelnden Arzt bleiben?

liebe grüße Remedias

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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon fluuu » Fr 16. Mär 2012, 21:58

Der Arzt muss am längeren Hebel sitzen denn er muss auch die richtigen Entscheidungen
treffen für den Patienten wenn er mehr tot als lebendig ist und das völlig selbstständig.
So kann die Macht des Arztes in zwei Richtungen angewendet werden wie bei allem im Leben,
je nach Haltung, Gesinnung und Lebensphilosophie.

Ansonsten ging es mir um die allgemeine Haltung zu anderen Menschen, es lässt sich das
Gegenüber kaum verändern bei erwachsenen Leuten, höchstens Manipulieren,
nur man selbst kann die eigene Einstellung oder die Sicht auf die Dinge ändern.
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felix
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Re: Absetzen von Leponex + Tegretal

Beitragvon felix » Di 20. Mär 2012, 09:26

Ich denke der Patient soll die Entscheidung treffen und der Arzt soll ihn mit seinem Wissen bei der Entscheidungsfindung helfen.
Ob das bei einem akuten extremen psychotischen Schub auch so ist, lasse ich mal als Ausnahmefall unbeachtet.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das es in der Psychiatrie doch einige schlechte Ärzte gibt und ich vermute auch viele, die schnell gerne hochwirksame Medikamente verschreiben, obwohl mildere Mittel angemessener wären. Das schlimme ist, das die sich oft wie Götter in Weiß aufführen, einen für dumm verkaufen und nicht in der Lage sind, fundiert aufzuklären.

So sollte ich bei einer wahrscheinlichen Depression Neuroleptika gegen eine Schizophrenie nehmen, nur vorbeugend, obwohl ich keine Wahnsymptome zeigte. Der oben geschilderte Missbrauch ist typisch, Patienten wird nie etwas geglaubt. Es muss zwar eingeräumt werden, das solche Schilderungen häufig Produkte von Wahnvorstellungen sind, aber das muss andererseits auch nicht sein, was die Erfahrung zeigt, die ich gesammelt hatte, als ich in der Betreuung tätig war.

Blindes Vertrauen in Ärzte halte ich genauso falsch, wie Beratungsresistenz und generelles Misstrauen. Da ein angemessenen Mittelweg zu finden, halte ich für sehr schwierig. Nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei einem Seelenklempner.
Schaun wir mal, was der meint.


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