eingeschränkte Handmotorik

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emigmnaope
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eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon emigmnaope » Di 7. Jun 2011, 13:14

Ich nehme 200 mg Solian und eine der Nebenwirkungen ist, dass die Handmotorik meiner rechten Hand eingeschränkt ist. Vielleicht könnte ich einen Tipp bekommen, was ich dagegen tuhen kann. Ich danke im Voraus !!!

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Remedias
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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon Remedias » Di 7. Jun 2011, 13:29

hallo emigmnaope,
bist du dir sicher, dass Solian das macht?
Sonst gibt es nur, Solian zu reduzieren und schauen, ob es dir besser geht.
oder ausprobieren, zum Solian Akineton dazu nehmen und schauen.

liebe Grüße Remedias

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fluuu
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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon fluuu » Fr 10. Jun 2011, 10:01

Hallo,
eine eingeschränkte Handmotorik in der rechten Hand ist nervlich bedingt und wird durch die linke Gehirnhälfte gesteuert.
Dort bei den Synapsen findet die Störung statt, populär ausgedrückt, es feuert nicht richtig.
Die rechte Hand ist wie bei den meisten Menschen als Rechtshändler die hauptsächlich Arbeit verrichtende Hand.
Diese Verrichtung ist blockiert aus Gründen die Du wahrscheinlich selber am besten weist.
Zu Glauben Solian macht diese Einschränkungen ist nicht klug denn Du hast es sicherlich wegen diesen Gründen die da blockieren
verschrieben bekommen.
Dieses atypische Neuroleptikum mit dem Wirkstoff Amisulprid das aktivierend und stimmungsaufhellend wirkt sollte Aktivitäten
nicht behindern.
200 mg ist eine noch relativ geringe Dosis und Du bist gut beraten Dich nicht in die Nebenwirkungen zu verkopfen
sondern das Antrieb fördernde zu nutzen und Deiner rechten Hand eine Aufgabe geben die produktiv und sinnvoll ist.
gruß fluuu

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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon Remedias » Fr 10. Jun 2011, 13:32

Fluuu,
Neuroleptika können die merkwürdigsten Nebenwirkungen verursachen. Wie kommst du darauf, dass der Threadsteller sie just wegen den Problemen verordnet bekommen hat, die seine Hand beeinflussen?

liebe Grüße Remedias

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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon fluuu » Do 16. Jun 2011, 13:39

Hallo,
nicht nur Neuroleptika, jeder Gedanke, jeder Stoffwechsel im Gehirn, jeder Austausch über Synapsen
kann zu Wirkungen führen die falsch gesteuert wurden.
Neuroleptika allein als Schuldigen darzustellen ist zu einseitig und deshalb ist meine Vermutung,
dass die veränderte Handmotorik ein Symptom der Störung ist und eher nicht vom Solian kommt.
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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon bernd12 » Di 21. Jun 2011, 18:42

Hallo,
habe das gleiche Problem das ab und zu die Hände unter NL zittern, mir fallen auch häufiger Gegenstände aus den Händen.
Ich habe auch Akineton bekommen habe es aber nicht probiert, weil das nur zeitweise auftritt.
Mir wurde gesagt das dass zittern vom Kreislauf kommt, dazu würde aber das Akineton nicht passen.
Das sind Extrapyramidale Bewegungs-Störungen die zurück gehen wenn die NL Therapie eingestellt wird.
gute Besserung
mfg

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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon Laura » Mi 22. Jun 2011, 00:17

Hallo fluuu!
Neuroleptika allein als Schuldigen darzustellen ist zu einseitig und deshalb ist meine Vermutung,
dass die veränderte Handmotorik ein Symptom der Störung ist und eher nicht vom Solian kommt.
Extrapyramidale Störungen, also mehr oder weniger Auswirkungen auf die Muskeltätigkeit, sind bei Solian/Amisulprid unter den häufigsten Nebenwirkungen aufgelistet (nämlich unter "sehr häufig", was im Beipackzettel damit beziffert wird, dass es mehr als einen von zehn (!) Verbrauchern trifft). Ich finde, Du siehst manches viel zu psychosomatisch. Es gibt Gründe, sich über Nebenwirkungen von Neuroleptika zu beklagen und etwas dagegen tun zu wollen. Das heißt noch lange nicht, dass man es sich damit bequem machen und "alle Lebensprobleme" den Neuroleptika in die Schuhe schieben will, um der "geistigen Auseinandersetzung" aus dem Weg gehen zu können. Was die NL an den Synapsen bewirken und befeuern, wirkt sich eben nicht nur psychisch, sondern durchaus auch körperlich aus, und zwar so, dass das schon nichts mehr mit der "eigentlichen" psychischen Störung zu tun hat.

VG

Laura
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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon fluuu » Fr 24. Jun 2011, 19:58

Hallo fluuu!
Was die NL an den Synapsen bewirken und befeuern, wirkt sich eben nicht nur psychisch, sondern durchaus auch körperlich aus, und zwar so, dass das schon nichts mehr mit der "eigentlichen" psychischen Störung zu tun hat.
Hallo,
es ist immer wieder zu hören aber es lässt sich nicht Trennen, Körper und Psyche haben ein enges Geflecht des Zusammenspiels.
Wenn es eine nervliche Störung gibt, die Nerven transportieren die Gefühle die in der Psyche ausgewertet werden,
dann wirkt es sich somit auf die Muskeln und den Körper aus und umgekehrt.
Wenn im Beipackzettel von Solian vermehrte Muskelaktivität als Nebenwirkung steht, wem nutzt es wenn man an sich selber
beweist das es Stimmt und klagt über unkontrollierte Bewegungen?
Das ist ein falscher Denkvorgang denn es gilt Nebenwirkungen zu vermeiden so gut es geht und wenn man unter Solian nicht an
das Entstehen dieser Nebenwirkungen denkt und es so abmildert hat man gute Chancen sie in den Griff zu kriegen.
Außer man braucht eine Arbeitsbefreihung und will sie aus der Einnahme von Neuroleptika herausschlagen, dann führen
Nebenwirkungen zur starken Beeinträchtigungen und dienen als Entschuldigung für die Defizite und haben so nichts mit der
eigentlichen Erkrankung zu tun.
Jeder Mensch der nach Vernunft strebt ließt nicht den Beipackzettel sondern lässt sich das Medikament von einem menschlichen
Gegenüber als Vertrauensperson erläutern und bekommt so ein positives Gefühl oder auch nicht.
Gibt es Menschen die Neuroleptika schlucken um zu beweisen wie schlecht die Welt ist?
gruß fluuu

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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon Laura » Fr 24. Jun 2011, 20:43

Ach, fluuu, was Du mal wieder so alles in anderer Leuts Beiträge reininterpretierst...läuft ja doch immer wieder darauf hinaus, dass andere Betroffene ja nur zu bequem und zu unvernünftig sind und nur (von Dir) mal so richtig darauf hingewiesen werden müssen...

Meine Mutter wusste übrigens null über die genauen Nebenwirkungen von Zyprexa, als sie darauf umgestellt wurde. Auf einmal wurde bei ihr Diabetes im Frühstadium festgestellt. Ich weise sie eindringlich darauf hin, dass es vom Zyprexa kommen könnte, sie muss ihrem Arzt ein bisschen Stress machen, damit er wenigstens in sein schlaues Pillenbuch guckt, um sich vergewissern zu können, man stellt mein Mammchen von Zyprexa auf Quetiapin um und auf einmal stimmen die Zuckerwerte wieder.

Ist "Mens sana in corpore sano" Dein großes Motto? Wenn ja, dieser antik-römische Ausspruch war ursprünglich ironisch gemeint! Wer psychisch gesund ist, dem kann Deiner Meinung nach körperlich höchstens etwas durch einen Unfall passieren? Und wer psychisch krank ist, soll erstmal psychisch gesund werden, dann bleibt er auch körperlich gesund? "Schmerzen sind Einbildung", wie's beim Bund gelehrt wird?

VG

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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon fluuu » Fr 24. Jun 2011, 22:36

Hallo,
woher kommt diese Verbitterung, dass nicht das Denken die Qualität entscheiden darf im Leben
sondern irgendwelche äußeren Umstände? Hast Du formale Denkstörungen die das Innere verunsichern?
gruß fluuu

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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon Laura » Fr 24. Jun 2011, 23:43

@fluuu:

Ob ich so krank bin, weil ich dumm bin oder ob ich so dumm bin, weil ich krank bin, kannste Dir aussuchen. Auch was Du sonst so über mich spekulieren möchtest, bleibt Deiner Fantasie überlassen! Das hat aber nichts mit dem Thema dieses threads zu tun, oder? Wenn Dir die Argumente ausgehen, weichst Du auf therapeutisch verkleidete Sticheleien aus, um überhaupt noch reagieren zu können. Man gewöhnt sich an allem, auch an dem Dativ.

Natürlich hast Du das Recht, Dein Denken so zu gestalten, dass Du einfach sowieso super bist, um die Qualität Deines Lebens zu verbessern, wenn die Umstände schon so dürftig sind. Ich muss Deine hohe Meinung über Dich selbst aber nicht teilen, damit ich im Leben vorankommen kann! Verbittert bin ich, das habe ich hier ja schon mehrfach kund getan. Diese Verbitterung und auch andere Probleme bespreche ich mit meinem Betreuer. Kein Handlungsbedarf hier für Dich! Was Du im Forum sonst noch so über mich mitbekommst, kannst Du durch den Dreck ziehen, wie es Dir beliebt. Mich interessieren Deine Probleme noch nicht einmal!

VG

Laura
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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon Remedias » Sa 25. Jun 2011, 15:07

hallo, Fluuu,
mir gefällt es auch nicht so recht, dass du Nebenwirkungen von Neuroleptika auf die Psychoschiene schiebst und es nur "Vertrauenssache" ist, wie die Wirkung der NL empfunden wird.
Mich hatte keiner auf die Gewichtszunahme 8kg in 2 Wochen vorbereitet; erst später habe ich mitbekommen, dass so etwas NL, hier auch Zyprexa wie bei @Lauras Mutter , machen.
Und das Übergewicht, mittlerweile 30 kg, ist leider real und nix, was ich bei positivem Denken, vermeiden könnte.
Okay. Neuroleptika sind wirksame Medikamente. Und sie sind ein Teufelszeug. Dazu brauche ich nicht mal den Beipackzettel.

Ach ja, ich hatte bis vor kurzem Panikattacken. Ich hatte das Gefühl, sie kommen von Risperdal und habe Risperdal jetzt seit 3 Wochen erfolgreich ausgeschlichen. Die Panikattacken sind verschwunden. Im Beipackzettel steht als häufige Nebenwirkung "Angstzustände". Trotzdem hat mir meine Ärztin nicht geglaubt und ich habe sie gegen ihren Willen abgesetzt.

liebe Grüße Remedias

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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon fluuu » Di 28. Jun 2011, 19:52

Hallo,
in dem Fall was Nebenwirkungen des Psychopharmaka und atypischen Neuroleptikum Solian angeht
mit dem Wirkstoff Amisulprid schreibe ich aus ganz persönlichen Erfahrungen.
Oute mich, habe es in einer Krisenzeit bekommen und ausführlich mit dem Psychiater besprochen.
Er erzählte mir genau welcher Stoffwechsel im Gehirn statt findet und welche Rezeptoren dabei
wie stimuliert werden. Auch die bisher beobachteten Nebenwirkungen bei Amisulprid
kamen zur Sprache und wurden benannt.
So war es nicht nötig den Beipackzettel zu lesen um informiert zu sein.
Das Solian hatte sehr geholfen und brauche es wohl kaum noch erwähnen, keine Nebenwirkungen.

Aus dieser selbst gemachten Erfahrung leite ich ab, wenn es eine gute und positive Information
zum Medikament gibt und so eine Einstellung entsteht, dass es genau an der Stelle wirkt wo
das bewusst gewordene Problem auftaucht, dann sind eventuelle andere Störungen keine
Nebenwirkungen sondern ursächlich begründet.

Natürlich lässt sich auch diese Selbsterfahrung hinterfragen und ins Absurde führen, das macht nichts.
gruß fluuu

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Re: eingeschränkte Handmotorik

Beitragvon Remedias » Di 28. Jun 2011, 21:50

hallo fluuu,
es macht mich betroffen, dass du das ausgerechnet von Solian so schreiben kannst.
Ich hatte dieses Medikament anderthalb Jahre lang, dann wollte ich es - gegen den Willen meines Arztes - absetzen, denn es machte mich lethargisch, fett und schwer von Begriff.
10 tage nach dem Absetzen begann für mich die Hölle: Panikattacken, die stundenlang anhielten, optische Halluzinationen, Dissoziationen,
schließlich stuporöse Zustände. Eine Absetzpsychose vom feinsten. Das Ganze endete dann auch in einer psychiatrischen Klinik.
Und bis dahin hatte ich noch keinen Beipackzettel angeschaut.
Ich hinterfrage deine Erfahrung nicht und finde sie auch nicht absurd.
Aber ich möchte dich darauf hinweisen, wie verschieden die Erfahrungen aussehen können und dass sich Nebenwirkungen gerade dadurch auszeichnen, dass sie nicht jeden treffen. Die Veränderung des Monatszyklus durch Solian hast du wahrscheinlich auch nicht mitgekriegt :wink:
Wie bist du übrigens Solian wieder los geworden?

liebe Grüße Remedias


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