Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

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Iltis05
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Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Iltis05 » Mi 3. Nov 2010, 22:20

Hallo Forum,

meine liebe Freundin hatte letztes Jahr im September wieder eine Psychose. Danach bekam sie dann Amisulprid in Kombination mit Citalopram.
Zum Glück ist die Psychose damit auch wieder in den Griff bekommen wurden, doch jetzt tritt ein neues Problem ein: Sie ist völlig antriebslos, hat keine Lebensfreude und kein Selbstbewusstsein mehr.
Ein paar Mal hat sie wieder probiert, eine Arbeit zu beginnen, doch sie konnte es einfach nicht. Wo sie früher total selbstsicher und motiviert aufgetreten ist, ist es heute nur noch eine Belastung der sie nicht standhält.

Sie sagt immer, sie fühle sich total blockiert, kann nicht aus sich herauskommen. Irgendwie sei ihr Selbstbewusstsein total weg.
Ferner hat sie überhaupt keine Lust mehr, irgendwas zu tun, auch nicht für sich selber. Ihr ist einfach alles nur egal....

Bei der Ärztin haben wir erst in 3 Wochen einen Termin. Am Telefon meinte sie, sie solle die Tabletten erhöhen und meinte, sie sei kurz vor einer neuen Psychose.
Das kann ich absolut nicht bestätigen, denn ich kenne sie genau! Wie es abläuft, wenn sie kurz davor ist, hab ich in den letzten Jahren oft genug mit erleben müssen.
Nein, das ist es nicht. Sie erkannte das Problem nicht richtig.

Bin der Meinung, sie braucht jetzt ein Zusatzmedikament um wieder Antrieb zu bekommen oder ein anderes Hauptmedikament.

Was meint ihr dazu? Kann es sein, daß es am Amisulprid liegt? Eigentlich kommt sie damit sehr gut klar im Alltag, aber diese Antriebslosigkeit macht ihr total zu schaffen.

Ich wäre für jeden Rat dankbar, wie man ihr vielleicht besser helfen könnte und welche ERfahrungen ihr gemacht habt.

Gruß Tim

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Mozkita
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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Mozkita » Do 4. Nov 2010, 09:43

Ich nehme auch Amisulprid und Cipralex.

Kann das, was du zur Zeit bei ihr erlebst nicht auch für eine postpsychotische Depression sprechen? Immerhin hat es bei mir damals (unter Risperidon und Atosil) 2 Jahre gedauert, bis diese mal leicht abgeklungen sind.

Unter Amisulprid gehts mir persönlich besser als unter Risperdal, Zeldox oder anderem Zeug. Die Nebenwirkungen belasten mich zwar sehr (mittlerweile nicht mehr, da nur noch 25mg Erhaltungsdosis nach 6 Jahren NL-Therapie) aber ich hab sie als Stimmungsaufhellend empfunden.

Wichtig ist, dass der Prolaktinspiegel regelmäßig kontrolliert wird (auch im Hinblick auf ein unwahrscheinliches, aber mögliches Prolaktinom).

Wann nimmst die die Amisulprid? Morgens oder abends?
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Iltis05
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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Iltis05 » Do 4. Nov 2010, 18:27

Hallo,
sie nimmt es einmal morgens und einmal abends. 200mg. Dazu halt einmal am Tag das Citalopram.
Ja, es kann möglich sein, aber eigentlich ist es Aufgabe der Ärztin das rauszufinden. Leider ist der nächste Termin erst am 23.11., da hoffe ich etwas zu erfahren.
Sie nimmt Amisulprid seit Oktober 2009. Die Depression wurde stärker weshalb sie dann noch das Citalopram bekam. Aber ich habe hier in irgendeinem Beitrag auchmal gelesen, daß es noch ein anderes Medikament gibt, was dafür sorgen soll, wieder Antrieb zu bekommen, also kein Antidepressiva. Weisst du da etwas von?
Wie bist du aus dieser Depression rausgekommen? Kann eine Psychotherapie ergänzend helfen?

Achja, und wie verhält sich das mit dem Prolaktinspiegel?Wer misst den, wie oft und wie soll er liegen bzw.was bewirkt er?

Gruß Tim

silbo
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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon silbo » Fr 5. Nov 2010, 01:46

Nach meiner ersten Psychose brauchte ich ca 1 1/2 Jahre ehe ich aus der Depression raus war.

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Mozkita
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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Mozkita » Fr 5. Nov 2010, 01:58

Hmm, schwer zu sagen. Ich nehme das Amisulprid nur abends. Bei mir wirkts abends sedierend und über den Tag stimmungsaufhellend. Naja, zumindest war es so angedacht, mittlerweile mach ich die Nacht zum Tag, unabhängig von Medis ;)

Klar ist es Aufgabe der Ärzte, eine postpsychotische Depression festzustellen. Das ist, soweit ich weiß, nach psychotischen Schüben erstmal die "normale" Reaktion. Ich hab damals eine begleitende Traumatherapie und 3 Jahre später eine Verhaltenstherapie gemacht. Die Verhaltenstherapie kann ich bei Depressionen sehr empfehlen, mir hat die sehr gut getan. Normale Gesprächstherapie halte ich eher für unsinnvoll, weil da in den meisten Fällen kein klares Ziel festgelegt wird (was will ich erreichen? wie komme ich dahin? was sind meine Kapazitäten?).

Das andere NL was du meinst... Abilify? Kann das sein? Hmm, ich hätte es damals mit 17 bekommen sollen, aber am Ende wurde ich zurück auf Amisulprid umgestellt. Keine ausreichenden Erfahrungen ber die Spätfolgen war die Bergündung. Aber in den vergangenen 5 Jahren ist sicher einiges geforscht worden.
Außerdem ist gerade in instabilen Phasen große Vorsicht bem Umstellen geboten!! Das sollte am besten stationär gemacht werden für den Fall von Wechselwirkungen oder Rückfällen.

Prolaktin ist ein Hormon, was vor allem nach der Schwangerschaft ausgeschüttet wird, während der Stillzeit. Sorgt u.A. für Milchfluss (Galaktorrhoe), stark verminderte Libido bishin zur sexuellen Funktionsstörung und kann eben im Gehirn ein Prolaktinom bilden.
Ich habe mir unter 400mg - 200mg Amisulprid alle 4 Wochen den Prolaktinspiegel bestimmen lassen. Fragt am besten mal ihren Hausarzt. In den meisten Fällen müssen die Blutproben eingeschickt werden in Speziallabors. Mein Spiegel war um ein 18-faches vom Normalwert erhöht, was sehr hoch ist. Darum musste ich innerhalb von 5 Jahren 2x ins MRT um nach dem Rechtem im Kopf schauen zu lassen. Mittlerweile (25mg Erhaltungsdosis) ist der Spiegel nur noch um ein 3,5-faches erhöht und ich merke kaum noch Nebenwirkungen.

(Ich bin keine Ärztin, ich kann nur Informationen weitergeben, die ich im Laufe meiner Behandlung gesammelt habe aus verschiedenen Quellen und spreche aus EIGENEN Erfahrungen!!! Wenn also was nich 100% richtig erklärt ist, nich hauen :sad: )

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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Remedias » Fr 5. Nov 2010, 16:46

Hallo,
ich habe vor 3 jahren auch Solian bekommen. Es hat mich abgestumpft und meine mitschwingungsfähigkeit reduziert, ich konnte beispielsweise nicht mehr lachen. Aus Verzweiflung habe ich es dann eigenmächtig abgesetzt und bin in eine schlimme Absetzpsychose gekommen.
Also ich glaube, dass das bei deiner Freundin das Solian sein kann. Vielleicht gibt es Alternativen.
Aber ich muss auch sagen, dass mein Selbstwertgefühl einfach durch die Krankheit, die einen Einbruch in die eigene Persönlichkeit bedeutet, auch im Keller ist.
liebe Grüße Remedias

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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Iltis05 » Sa 6. Nov 2010, 20:15

Hallo,

ja sicher, es ist alles sehr komplex. Sie hat in den letzen 7 Jahren sehr oft Psychosen bekommen, am Anfang war es ganz schlimm, dann waren sie schon weniger stark.
Aber trotzdem hat es sie immer wieder runter gerissen.
HAben jetzt eine Psychotherapeutin ausgemacht und werden demnächst da mal hinfahren wenn sie einen erstem Termin frei hat.
Ich denke auch, daß eine Therapie noch notwendig ist, dachte auch an eine Verhaltenstherapie.
Könnt ihr mir dazu mehr sagen, wie das abläuft?
Sie muss jedenfalls aus ihrer jetzigen Situation dringend raus und wieder Antrieb bekommen, vor allem Selbstwertgefühl. Sie ist total blockiert und kommt nicht richtig aus sich raus, ist so unsicher wo sie früher total sicher war...
Ihre Ärztin meinte am Telefon, sie soll Amisulprid erhöhen weil sie kurz vor einer neuen Psychose sei. Das kann ich absolut nicht teilen. Begleite sie seit Ausbruch ihrer Krankheit und ich kann heute ganz genau sagen wie sie reagiert wenn sie kurz davor ist.
Nein, das ist es nicht.Es ist alles ganz normal, nur der Antrieb und die Lebenslust fehlen komplett. Es fällt mir auch schwer, sie aufzumuntern und da raus zu holen. Was kann ich mehr tun für sie als das was ich jetzt schon mache?

Sei es wie es sei, nur mit Medikamenten kann man denke ich nicht alles lösen. Sie hat auch Redebedarf und muss einiges aufarbeiten. Gerade im letzten Jahr hat sie viel Schlimmes erlebt. Das verkraftet schon ein Gesunder nicht so ohneweiteres...

Achja, und Abilify, genauso heisst das Medikament, was ich meine.
Ist hier noch irgendwer der mir hierzu Erfahrungen mitteilen kann?

Gruß Tim

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Feuerchen
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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Feuerchen » Sa 6. Nov 2010, 22:26

Hallo Iltis...

Abilify wird oft als Alternative zum Amisulprid gegeben, weil es nicht so auf den Prolaktinspiegel geht. Es wirkt meist Antriebssteigernd, aber nicht jeder verträgt es. Manche werden davon unruhig, und manche hilft es nicht gegen Stimmen und Psychoseerscheinungen... Das muß man dann ausprobieren.

Liebe Grüße
Feuerchen

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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Remedias » So 7. Nov 2010, 13:43

ich habe nach Solian auch Abilify bekommen. Es wirkte schlafmindernd, machte mich unruhig. Abnehmen konnte ich unter Abilify prima. Aber ich hatte trotz Abilify zwei Psychosen. Es wirkte bei mir scheinbar nicht so antipsychotisch wie andere NL.
liebe Grüße Remedias

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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Iltis05 » So 7. Nov 2010, 13:48

Hallo,

ja, also abnehmen würde sie auch sehr gerne. Denn sie hat irgendwie zugenommen seit sie die Medikamente nimmt. Das macht ihr natürlich auch sehr zu schaffen.

Daß es schlafmindernd wirkt wäre einerseits gut, denn sie schläft im Moment sehr viel. Aber andererseits hab ich dann Bedenken, daß sie wieder die NAcht zum Tag macht und sich dadurch wieder eine Psychose aufbaut. Bisher war es immer so, daß sie vor dem neuen Ausbruch immer durchgemacht und kaum geschlafen hat. Zum GLück ist es im Moment umgekehrt.
Werde mal am 23.die Ärztin fragen was sie davon hält.

Trotzdem erhoffe ich mir etwas von einer Therapie, in welcher Form auch immer. Sonst wird sie nie wieder auf eigenen Beinen stehen können.

Gruß Tim

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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Remedias » So 7. Nov 2010, 19:27

Hallo Doris,
dein Modell der Selbstkontrolle finde ich gut. Schlaflose Nächte sind bei mir auch gefährlich, gibt es aber nicht dank Seroquel. Sonst habe ich Atosil als Bedarf.
Meine Ärzte haben mich gleich nach der ersten Psychose zu 2 Jahren NL "verdonnert".
Ich hatte über ein Jahr lang Solian und mir ging es wie der Freundin der Thread-Eröffnerin: war völlig lethargisch.
Das mangelnde Selbstwertgefühl ist aber auch nach psychotisch, danach hatte ich ein ausgesprochenes "Verunsicherungssyndrom".
Versucht es mal mit Abilify! Wem es hilft, der hat m.M. nach das große Los gezogen. Ich wäre froh gewesen, hätte es mir geholfen.
liebe Grüße Remedias

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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Iltis05 » So 7. Nov 2010, 23:03

Hallo,

ja, wenn es so war war es dann meistens schon soweit daß sie eh wieder stationär behandelt werden musste.

Aber ich lese hier heraus, daß die Wahrscheinlichkeit wohl groß ist, daß das Amisulprid sie in dieser Hinsicht negativ beeinflusst, daß aber auch ein Wechsel zu Abilify nicht risikolos ist.
Aber das werden wir mal mit der Ärztin besprechen, denn die muss es verantworten und beurteilen können.

Es ist jedenfalls sehr interessant, hier die verschiedenen Erfahrungen zu lesen. Vielleicht kann man ja daraus ableiten, wie man ihr besser helfen kann.

Gruß Tim

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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Mozkita » Mo 8. Nov 2010, 01:40

Ganz großen Respekt an dich, Tim, dass du deiner Freundin so sehr beistehst!
Das schaffen nicht viele Partner und nicht wenige Beziehungen zerbrechen dran.

Hut ab!!!
Ich wünsche dir und auch deiner Freundin viiiiiiel Kraft!

Wenn du noch Fragen zum Amisulprid hast, kannst du dich auch gerne per PN an mich wenden.

Liebste Grüße

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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Iltis05 » Mo 8. Nov 2010, 19:08

Hallo,

ja, ich stehe ihr bei, was immer auch kommt. Ich lasse sie niemals alleine. Ich weiss mittlerweile mit der Krankheit umzugehen und hab mich viel damit beschäftigt, daher weiss ich nun auch wie ich zu reagieren habe wenn wieder was ist.
Aber wenn man den Menschen den man so liebt so leiden sieht, dann läuft man zur Höchstform auf und will nur alles dransetzen, ihn aus dieser Situation wieder rauszuholen.
Es ist schwer, es kostet Kraft und Nerven, aber wenn aus dem depressiven Mensch dann wieder ein strahlender, lachender Mensch wird, der neuen Lebensmut hat, dann ist das das schönste Geschenk was man bekommen kann und die Frucht meiner Arbeit!

Es gibt sicher nicht viele Menschen, die das so durchziehen. Aber ohne jemanden wie mich wären diese armen Menschen doch verloren....
Ich steige jedes Mal wieder hinab ins Tal der Tränen, nehme sie an die Hand und führe sie da heraus. Ist meine Lebensaufgabe. Dafür kämpfe ich.

Darum ist es so wertvoll für mich, eure Erfahrungen zu sammeln um dazu zu lernen.

Gruß Tim

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Re: Keine Lebenslust mehr - liegt es an Amisulprid?

Beitragvon Iltis05 » So 14. Nov 2010, 14:58

Hallo Inka,

das ist ein sehr schwieriges Thema....
Meine liebe Freundin ist meine große Liebe und das schon seit vielen Jahren. Sie ist mein Ein und Alles und die wunderbarste Freundin die ich je hatte. Nur leider sieht sie mich nur als den "besten Freund" an, ja, sie meint, ich sei für sie wie ein Bruder...

Aber sie ist mein Schützling, ich weiche ihr nicht von der Seite in dieser schweren Zeit und werde immer für sie da sein.

Ich bin für sie die einzige Vertrauensperson die sie hat. Kennen uns beide glaub ich fast besser als die eigenen Eltern mit allen Höhen und Tiefen. Es ist ein ganz besonderes Verhältnis was auf tiefem Vertrauen basiert.

Das Einzige, was uns eigentlich noch vom " zusammensein" trennt ist die körperliche Liebe.

Aber ansonsten ist unser Verhältnis sehr innig und tiefgründig.

Ja, ich kann dich verstehen. Ich hab das alles mit ihr durch, sie hat sich so oft so gefühlt, so leer, antriebs - und teilnahmslos....darum ist es mir so wichtig, daß ich an ihrer Seite bin und ihr helfe wo es nur geht.

Ich bin gespannt was die Ärztin sagen wird zur Gesamtsituation. Ich hoffe sie findet eine adäquate Lösung und daß es mit einer Therapie klappt. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen.

Das nächste Problem ist, daß sie gerne abnehmen möchte weil die Medikamente zu einer Zunahme geführt haben. Sie hat sich schon informiert und ich hoffe sie bleibt konsequent und arbeitet da diszipliniert dran, damit sie sich irgendwann einfach wieder wohler fühlt und Antrieb bekommt.

Ich unterstütze sie wo es nur geht.

LG Tim


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