Leponex

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chris83
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Re: Leponex

Beitragvon chris83 » Mi 28. Apr 2010, 23:44

Hey! Ich kann dich beruhigen: NEIN. Leponex macht kein EPMS oder Spätdyskineien!

Nehme schon seit 7 Jahren Leponex. Hab auch Borderline und nahm am Anfang satte 300 mg.
Aktuell seit 2 Jahren bin ich auf 50 mg runter und mir gehts sehr gut, da ich eine Therapie mache.

Ich habe keine Spätdyskinisien oder ähnliches. Keine einzelne unwillkürliche Musekelzuckung oder Tics.

200 mg ist eher eine Mitteleinstellung aber auch nicht gerade wenig.

Aber wie geht es dir damit? Hast du auch psychotische Symptome oder nimmst du es gegen die Stimmungsschwankungen?

konrad20175
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Re: Leponex

Beitragvon konrad20175 » Fr 11. Mär 2011, 19:14

nun das clozapin ist schon nicht ganz ungefährlich. Als es in den Laboren der WANDER in Bern entdeckt wurde hat man es nicht auf den Markt gebracht weil zu oft Blutbildveränderungen eintraten. Es war aber damals das beste wirksame Mittel bei psychosen und schizophrenien. So haben dann später andere Firmen das Leponex auf den Markt gebracht mit dem Clozapin als Wirkstoff.

Die Lilly hats dann chemisch noch verändert mit einem trick wo man weiss das das die funktion nicht ändert.

Es ist aber Pharmakologisch gesehen das gleiche, es ist Olanzapin und wird unter dem namen Zyprexa verkauft.

Beide Stoffe können Blutbildveränderungen erzeugen. Darum sollte man das auch von zeit zu zeit beobachten. was beide auch haben als nebenwirkung ist ständiger Appetit, ich hatte zyprexa und habe ständig hunger gehabt, in 2 wochen 10kg zugenommen.

Zyprexa soll etwas weniger schlimm sein als Leponex in diesem Effekt.

Ich empfehle aber auf jeden fall Vitamin B12 und Eisen werte zu überprüfen. B12 Werte unter 200 entsprechend zu behandeln aber nicht mit hydroxycobalamin da dieses nicht von allen menschen verstoffwechselt werden kann. so entsteht dann der eindruck die ursache sei nicht ein b12 mangel gewesen.

Und sollte das dann noch nicht reichen, in der ernährung darauf schauen dass vitalstoffreiche lebensmittel miteinbezogen werden. so dass das gehirn sicher kriegt was es braucht um all die neurotransmittergleichgewichte aufrechtzuerhalten. denn neuroleptika sind nichts anderes als künstliche neurotransmitter die dazu da sind dieses gleichgewicht herzustellen. doch so wird die ursache nicht behoben. es kann dann gut so sein dass die krankheit im hintergrund im falle eines vitalstoffmangels fortschreitet.

ich wurde 3 jahre mit zyprexa behandelt. erst spät bin ich auf einen b12 mangel aufmerksam geworden. jedoch dabei entdeckt die analogie zum zeitpunkt des ausbruchs schizophrenie. so wurde mir auch klar warum mein gehirn so stark degenerierte in der zeit wo ich zyprexa nahm.

entsprechende ernährungsumstellung und beseitigung von anderen faktoren, wie impfschaden von hepatitis b impfung die berüchtigt ist für nervenschädigungen durch vermutete ausgelöste autoimmunreaktionen, haben geholfen die degeneration des nervensystems wieder rückgängig zu machen. Mein Neurotransmittergleichgewicht ist ganz in ordnung. Seit 5 Jahren Medikamentenfrei mit stetiger Besserung.

wie ein detektiv habe ich in meinem leben alles aussortiert was meinem organismus schaden könnte, und bin dann auf all diese dinge gestossen.

ich hoff es hilft auch euch auf der suche nach den ursachen eurer erscheinungen.

Alles liebe und gesundheit

Konrad
Hier findet ihr meine Geschichte, wie ich meine Schizophrenie besiegte
Keine Angst vor Schizophrenie, Heilungsweg gefunden


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