Lithium

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Remedias
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Lithium

Beitragvon Remedias » Fr 25. Apr 2008, 16:02

Mir wurde Lithium als Medikament vorgeschlagen; ich habe es schon gegoogelt, aber mich interessieren außer nützlichen links auch, wie andere Patienten mit Lithium klarkommen und welche möglichen Nebenwirkungen sie haben.
Danke im voraus
lieber Gruß Remedias

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Beitragvon SuMu » Fr 25. Apr 2008, 18:12

hi
ich würde lithium nie mehr nehmen, ABER ich habe es natürlich ausprobiert, das kannst du auch nur machen, einigen hilft es gut, mit kaum nebenwirkungen, anderen eben nicht. so wie das mit allen pillen ist.

http://psychomuell.de/weblog/564/lithiu ... nwirkungen
viele Grüße
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Beitragvon Remedias » Fr 25. Apr 2008, 18:50

Hallo @trulla und SuMu,
danke für eure raschen Antworten, das hilft mir schon weiter.
lieber Gruß remedias

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Beitragvon SuMu » Sa 26. Apr 2008, 06:51

hi
eine alternative wäre lamotrigin, muss langsam eingeschlichen werden, wegen sonst auftretener Hautreaktionen, ich hatte davon nur anfangs 3 tage kopfschmerzen.
viele Grüße
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Beitragvon fluuu » Mo 28. Apr 2008, 14:04

Hallo,
meine Erfahrung mit Lithiumcarbonat wie der Wirkstoff heißt, das Präparat nennt sich Quilonum retard, ist nicht von Bekannten oder anderen Dritten, sondern ein jahrelanger Selbstversuch als bipolarer Künstler.
Beim Ansetzen von Lithium wird nicht nur der Spiegel regelmäßig im Blut kontrolliert, sondern auch der Halsumfang gemessen da ein Anschwillen der Schilddrüse möglich ist.
Lithium ist ein körpereigener Stoff der für den Ausgleich der Stimmungen sorgt und bei Menschen mit bipolarer Störung eine erhöhte therapeutische Dosis braucht die genau festgelegt und messbar ist.

Im Beipackzettel sind alle eventuellen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen beschrieben, darauf sollte man achten und seinen Lebenswandel einstellen, dann gibt es keine Nebenwirkungen mehr und das Präparat ist auf lange Sicht ein guter Schutz und leicht verträglich.
Allerdings ist bei der Einnahme von Lithium mit einer bipolaren Störung das Lernen einer gesunden Lebenseinstellung und sich bewusst machen der Defizite das Entscheidende für einen stabilen Lebenswandel. Lithium ist eine Krücke im Alltag aber laufen, agil sein und für die passende Stimmung sorgen muss man selbst.

gruß fluuu
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Beitragvon SuMu » Mo 28. Apr 2008, 16:27

es kann nebenwirkungen geben, was schreibst du für einen mist?

die nebenwirkungen hat man oder hat man nicht.
viele Grüße
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Beitragvon Remedias » Mo 28. Apr 2008, 17:29

Auch dir danke, @fluuu, für deine Info. Ich habe mittlerweile auch zwei Mitpatienten befragt, und ihre Erfahrungen sind genauso wie deine oder @SuMus, will sagen, zwischen keinen Nebenwirkungen und ziemlichen Nebenwirkungen gibt es alles.
Ich habe jetzt auch gehört, dass Lithium kein einfaches Medikament ist, weil man sich ziemlich schnell damit vergiften kann. Auch führt es zur Gewichtszunahme, teils auch durch eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion.
Hattest du damit kein Problem? Was bedeutet "Lebenswandel umstellen!?
Darf man bestimmte Sachen nicht mehr essen und trinken?
Ich muss dazu sagen, dass ich keinen Beipackzettel besitze, weil ich mir das Ganze erst noch überlegen soll.
Ich bin aber nicht bipolar erkrankt ( nehme ich jetzt einfach mal an, zumindest war ich bisher noch nie manisch;).
liebe Grüße Remedias

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Beitragvon Remedias » Di 29. Apr 2008, 18:35

Danke, @MelaNite für deine Infos. lieber Gruß Remedias

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Beitragvon PIA » Mi 30. Apr 2008, 23:24

Hey!

Ich habe auch ne zeitlang Lithium genommen. Mir hat es glaube ich nicht wirklich was geholfen. Als Nebenwirkung hatte ich ständig Durst und ne Schilddrüsenunterfunktion bekommen, weshalb ich jetzt immer noch Schilddrüsenhormone einnehmen muss...
Das war aber nur meine Erfahrung...
Ein Vorteilan Lithium ist, dass es ein schon sehr "altes" bekanntes Medikament ist, das man sehr gut einstellen kann. - Und dessen Einsatz auf jahrzentelanger Erfahrung aufbaut.

lg

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Beitragvon Remedias » Do 1. Mai 2008, 13:11

Danke, @Pia und Triangel, für eure Erfahrungen. Ein Medikament, das mich alles durch einen Schleier erleben lässt, will ich eben nicht, das hatte ich schon genug mit den NL in den letzten zwei Jahren. Dies ist eine Nebenwirkung, von der mir die Ärzte nix gesagt haben.
liebe Grüße Remedias

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Beitragvon PIA » Do 1. Mai 2008, 13:58

Moment! Die Person mit "dem Schleier" nimmt zusätzlich Haloperidol!!! Das macht, v.a. das man nicht ganz da ist.
Das hat mit dem Lithium nichts zu tun!!!

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Beitragvon Remedias » Do 1. Mai 2008, 14:03

Wie laNge hast du lithium bekommen, @Pia? Mir sagte man, dass ich es evtl. lebnslänglich nehmen muss :???:
lieber Gruß Remedias

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Beitragvon SuMu » Do 1. Mai 2008, 15:22

hi Remedias,

da psychiater auch keine Propheten sind ;-) und in die Zukunft schauen können ...

Teste einfach Lithium und entscheide dich so nach 6 Monaten, ob DU meinst, das es dir hilft, dann teste einfach Lamotrigin :cool: .

Ich würde bei Depris immer mal wissen und testen wollen, ob ich nicht nach Monaten ohne Medis leben könnte.
viele Grüße
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Beitragvon PIA » Do 1. Mai 2008, 18:27

Naja, wie gesagt, ich glaube ja, dass es mir nicht geholfen hat (aber ich habe auch keine Depression/bipolare Störung).
Ich habe es glaub ich so 4,5 Monate genommen.
Aber es ist richtig, dass Lithium ein Dauermedikament ist. Häufig spielt sich die richtige Wirkung erst nach 1 bis 2 JAHREN ein.
Aber ich würde diese Aussage der Ärzte (von wegen Lebenslang und so) nicht als Grund nehmen, es nicht zu probieren. Absetzen kanst du es ja dann immer noch. Nach einem Tag, einer Woche, einem Monat, einem Jahr, einem Jahrzent oder einem Leben....

lg
PIA

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Lithium Nebenwirkungen

Beitragvon Honestly » Mo 5. Mai 2008, 19:46

Hallo liebe Leute,

auch ich nehme seit dem letzten Herbst Lithium in Kombination mit Fluoxetin. Anfangs war ich sehr müde, dann lief es ganz gut. Gewichtszunahme oder anderes habe ich nicht bemerkt.

Seit einiger Zeit allerdings beobachte ich, daß ich zittrige Hände und Beine habe. Beim Herabsteigen unserer Kellertreppe wackeln mir manchmal regelrecht die Beine, ganz schlimm ist es, wenn ich zu wenig geschlafen habe und/oder auch noch Alkohol getrunken habe. Meine Neurologin meint, daß dies durchaus zu den Nebenwirkungen zählen kann. Ich will mir das Ganze jetzt noch ein Weilchen ansehen, dann aber evtl. das Präparat wechseln.

Wer hat soche Erfahrungen auch gemacht? Gibt es nach der zeit eine Linderung? Und - weil ich ganz gerne mal ein Bierchen trinke - wer hat Erfahrung mit der Einnahme von Psychopharmaka und Alkohol?

Lg,

Honestly


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