Können Neuroleptika dumm machen?

Hier hinein gehören alle Fragen und Beiträge zum Thema Psychopharmaka, medikamentöse Therapie, Dosierung, Kombinationstherapie, Unverträglichkeiten, Wechselwirkungen etc.
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Kratz
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Beitragvon Kratz » Fr 23. Nov 2007, 22:49

Grüss Dich Rumpelstilzchen,

die von Dir beschriebenen Symptome lassen auf Haldol bzw hochpotentes Mittelchen schliessen, Akineton hätte da natürlich direkt mitgegeben werden sollen, um die beschriebenen üblichen Nebenwirkungen herabzusetzen.
Warum bist Du denn zwangsweise eingefahren - ich schliesse das mal daraus, weil Du ja offenbar mit hochpotenten Mitteln ruhggestellt wurdest.
Was hat alsozu der Einschätzung geführt, dass solche mittel anzusetzen sind.

Üblicherweise werdenMedikamentenumstellungen erst nach einer akuten Phase vollzogen.

Was für körperliche und psychische Schäden beklagst Du , die durch diese Medikation ausgelöst worden sind.

Da ich etliche jahre diverse Mittelchen genossen habe, und mich gelegentlich auch weiterhin dazu gezwungen sehe, würde es mich interessieren.

Das ein angestrengter Prozess auf Schadensersatz - und Schmerzensgeld entsprechend professionell von Anwälten geführt wird finde ich normal.
Auch geht es bei Gericht nicht darum menschliche Urteile zu fällen, der arzt ist ein schlechter mensch, sondern festzustellen ob ein Behandlungsfehler vorlag.

Deine persönlichen Gefühle spielen dabei eben eine Rolle, es sind vor Gericht Sachfragen.

Detlev
Des deutschen Bürgers ehrliches Sicherheitshirn vermag nicht den scheinbaren Sinn einer ausschließlich von der Nützlichkeit der Dinge bestimmten Wertung als Unsinn zu begreifen.

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Kratz
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Beitragvon Kratz » Fr 23. Nov 2007, 23:01

Ja Rumpelstilzchen,
meine Meinung in Ehren, nach dreissig Jahren darf ich sie haben.

Verschlechterung kognitiver Parameter ist nicht verblöden. Das eine kann man durch Gehirnjogging und
gute Theraphie, das heisst zB. nicht den ewigen Medikamentenhammer, das hatte ich gut zehn Jahre,
in den Griff kriegen - verblöden ein wohl nicht mehr umkehrbarar Prozess der Verdummung, weil kognitive Fähigkeiten verloren gehen.
Ebenso wird nicht ausgesagt dass die Qualität der kognitiven Leistungen betroffen ist. Verschlechterung ist zB auch Verlangsamung.

Gruss

Detlev
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Laura
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Beitragvon Laura » Sa 24. Nov 2007, 05:54

Hallo rumpelstilzchen!

Ich habe Deine Beschreibung dessen, was Du in der Psychiatrie an Fehlbehandlung über Dich ergehen lassen musstest und auch Deine Gerichtsodyssee noch ganz gut aus früheren Postings von Dir in Erinnerung. Da muss man klar sagen, dass Du da eine sehr harte und bittere Erfahrung machen musstest. Und kaum jemand, der Psychiatrie länger kennt, würde bestreiten, dass sich da mitunter ganz miese Schweine unter dem Personal tummeln und das autoritäre Gehabe vieler Ärzte einfach zum Kotzen ist. Nachdem mir etwas sehr Mieses in der Psychiatrie passiert war, verwandelte ich mich von einer kooperativen, angenehmen Patientin in eine renitente und vorwurfsvolle. Natürlich zog das weitere negative Erfahrungen nach sich, denn es ist eine heikle Sache,als Patient einen Arzt in seiner Eitelkeit zu kränken. Zunächst fügte ich mich und legte mehr Selbtbeherrschung an den Tag, weil mir Druck gemacht worden war. Wenn ich nicht wieder "lieb" bin, so wie früher, dann werde ich nicht mehr aufgenommen und dann kann mir nicht geholfen werden, ließ mich ein Oberarzt wissen, der eindeutig das Gefühl braucht, dass ein Arzt auf jeden Fall ein toller Mensch ist, der Bewunderung und Respekt nicht nur deswegen verdient, weil er unermüdlich im Einsatz ist, sondern weil er zu den "Auserwählten" gehört, denen was auch immer gebührt. Halt Alphatiere, die sowieso immer am Ende die Sieger sind und mit denen man sich nicht anlegen sollte.

So schnell ging mein Hass gerade auf diesen Oberarzt dann natürlich auch nicht weg und er ist auch jetzt noch nicht ganz weg. Es ist nun sieben Jahre her, dass ich anfing, einen Psychiaterhass zu entwickeln, und erst seit meiner Teilnahme an diesem Forum lässt er ganz allmählich wieder nach. Eine wirkungsvolle Erfahrung war dabei - das will ich nicht unerwähnt lassen - dass ich diesen Hass leider erstmal an FE abreagierte, als ich hier noch ganz neu war. FE sagte mir sinngemäß "Stopp, so nicht, Fräulein", war dann aber nicht weiter eingeschnappt, als ich mich entschuldigte.

Vielleicht kann man brauchbare Psychiater wirklich mit der Lupe suchen, aber deswegen kann man ja die mittelmäßigen dennoch einfach mittelmäßig sein lassen und die schwarzen Schafe halt die schwarzen Schafe. Ich fühle mich jetzt wohler damit, dass mein Hass ein gutes Stück nachgelassen hat. Und mit meinen ganzen positiven wie negativen Erfahrungen, die ich in der Psychiatrie gemacht habe, wird mir erst richtig klar, dass es nun mal keine perfekten Menschen gibt und dass ich mich auch über Ärzte, die mir dennoch vorgaukeln wollen, sie kämen einem perfekten Menschen sehr nahe, nicht weiter aufregen muss. Was bringt es mir, wenn ich mich aufrege? Ich fühle mich nur schlecht dadurch. Vor allen Dingen lerne ich jetzt erst richtig, selbst in boshaften Bemerkung nicht gleich eine böse Absicht zu vermuten. Ich glaube Menschen, die es darauf anlegen, andere Menschen willentlich und wissend vollends zu zerstören, sind absolute Ausnahmen. Und so finde ich Psychiater dann lieber einfach gestrickt als dass ich denken möchte, dass sie sich ins Fäustchen lachen, wenn sie einen Patienten kaputt therapiert haben. Das wäre doch am ehesten dann der Fall, wenn sie Angst vor diesem Patienten gehabt hätten. Und tatsächlich kann ich mir vorstellen, dass sich Psychiater gerade von den intelligenteren, intakteren und gebildeteren Patienten eher in Frage gestellt fühlen, wenn diese aufmucken als wenn ein schwerkranker Patient sowieso jeden zweiten Passanten mit einem ordinären Schimpfwort belegt. Letzteres können Klinikangestellte besser an sich abprallen lassen und es der Krankheit und der eventuellen Retardierung des Schwerkranken zuschreiben.

Nun habe ich weit ausgeholt und wollte Dir aus meiner Sicht eigentlich nur sagen, dass Hass einem auf Dauer selbst nicht gut tut, dass es ein unangenehmes Gefühl ist und dass man sich immer tiefer in verzerrtes Denken hineinsteigern kann und somit immer mehr Gründe für seinen Hass entdecken kann. Das ist eine Spirale, mit der man sich nur selbst schadet. Dass Du die Ärzte, die Dich damals fehlbehandelt haben, angezeigt hast, war sehr mutig von Dir und dass Du den Prozess gewonnen hast, ein toller Erfolg, der auch mir Mut macht, dass man als Psychiatriepatient nicht von vorneherein unglaubwürdig und entrechtet ist.

Aber wie lange willst Du diesen Hass noch leben? Was suchst Du in Deinem Kampf? Es kommt mir so vor, als würdest Du den Ärzten, die Dich damals fehlbehandelt haben, eine Intention dabei unterstellen, Deiner Gesundheit geschadet zu haben. Anders kann ich mir Deinen Hass nicht erklären. Ein Arzt, der unkonzentriert ist und Kunstfehler begeht oder meinetwegen abgebrüht, gleichgültig und betriebsblind ist, ist sicher nicht das, was man sich bei einer Behandlung wünscht und schon unangenehm und gefährlich genug, aber ist er deswegen gleich ein böser Mensch, dem es Spaß macht, Anderen zu schaden? Aufgrund eines gescheiterten Aufenthalts in der Psychiatrie verteufelst Du nun alles, was mit Psychiatrie zu tun hat und setzt immer wieder links und Beiträge ins Forum, mit denen Du auch andere zu Deiner Überzeugung bringen möchtest, dass die Psychiatrie nicht hilft, sondern nur schadet. Was, wenn Du damit aber in Kauf nimmst, dass jemand, dem in der Psychiatrie und auch druch Medikamente geholfen werden könnte, durch Deine einseitige Einflussnahme den Mut nimmst, sich in psychiatrische Behandlung zu begeben? Hast Du schon mal bedacht, dass auch Du nicht davor gefeit bist, mit Deinen Äußerungen Schaden anzurichten, auch wenn Du eigentlich die Absicht hast, Unwissende oder vermeintlich Unwissende vor Schaden zu bewahren?

Dies nur ein paar Gedanken von mir.

Viele Grüße

Laura
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das ist mir schon klar

Beitragvon paine 22 » Sa 24. Nov 2007, 11:17

ja, das ist mir schon klar, um was sich dieser artikel dreht. es geht mir nur im wesentlichen darum, dass ich für mich eine richtige wohltuende kombi von medis und psychotherapheutischer behandlung finde.

ach, übrigens bei dem thema psychatrie wird mir richtig schlecht. ich hatte einen scheiss pfleger mit 16 jahren, der das ausgenutzt hat, dass ich unter seiner obhut war und der psychologe hat auch nur gemacht, was er wollte und mir ging es dadurch nicht langfristig besser.

was kann man dagegen tuen, wenn man wieder mal so in eine situation geraten sollte?

ich habe mal was von blankoüberweisung gehört, um dem ganzen entgegenwirken zu können..

????

bitte nicht so hart mit mir umgehen.. :oops: :oops: :twisted: :twisted: :twisted:

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@rumpelstilzchen

Beitragvon paine 22 » Sa 24. Nov 2007, 18:36

du bist ganz schön krass, aber es ist die traurige realität. mir tut das sehr leid, was dir passiert ist.. :oops: :oops:

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Laura
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Beitragvon Laura » Sa 24. Nov 2007, 19:27

Hallo rumpelstilzchen!

Dass Du als "Hobbyneurologe" bezeichnet wurdest, geht nicht auf mich zurück. Ich glaube, du verwechselst mich da mit einer anderen Userin und ich möchte Dich bitten, das richtigzustellen. Sollte ich mich irren und Dich irgendwann doch mal so genannt haben, dann bitte ich Dich, mir diese Stelle zu zeigen.

Deine Antwort auf mich ist mir heute einen großen Teil des Tages nachgegangen. Nun gut, Du fühlst Dich berufen, die Psychiatrie zu verbessern, was ja an sich ein lobenswertes Anliegen ist. Dass ich Deine Methoden der Polemisierung und Schwarzmalerei nicht in Ordnung finde, ist wohl meine eigene Angelegenheit. Aber nur mal als wohlmeinenden Tipp: Du wirst mit einer destruktiven, einseitigen Haltung wahrscheinlich nicht weit kommen und wenn Du dann noch Nazi-Vergleiche wagst, wirst Du oft genug entweder grob anecken oder nicht ernst genommen werden. Hass- und Rachegefühle haben noch nie zu einer echten politischen oder privaten Lösung geführt. Man kann diese Gefühle nicht unbedingt verhindern, aber wenn man auf ihnen hocken bleibt, verbaut man sich seine Ziele weit eher, als dass man sich diesen nähert. Ein "enfant terrible" kann sicher für Öffentlichkeit sorgen, aber überzeugender wirken auf viele Menschen dann doch eher gemäßigte Menschen, die keine strikte "Freund-oder-Feind"-Mentalität aufweisen.

Viele Grüße

Laura
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Kratz
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Beitragvon Kratz » Sa 24. Nov 2007, 19:57

Grüss Euch,

ohne boshaft sein zu wollen Rumpelstilzchen, ich finde Du bauscht das ganze Geschehen ziemlich auf.

Was in meinen Augen zu einer Schräglage in der Betrachtung führt.

Einen Zusammenhang zwischen einer schlechten Behandlung und bewusster Folter herzustellen erscheint mir ein wenig zu weit hergeholt. Jedenfalls so wie Du den Begriff verwendest.
Daraus dann das Grundgesetz in Frage zu stellen - führt doch das ganze ad absurdum.

Abgesehen davon, dass du auf Misshandlungen und Behandlungsfehler hinweist, die es zweifelsohne zu Hauf gibt, und daraus meinst ableiten zu müssen, dass die Psychiatrie abzuschaffen ist, fehlt jeder Anatz der sich mit der Frage beschäftigt - was kommt denn dann danach und was würde das für meine GRunderkrankung bedeuten.

Ich habe bisher auch nicht gehört warum du letztlich auf der Geschlossenen gelandet bist und in der üblichen Weise behandelt wurdest. Du sprichst zwar davon, was diese Behandlung verursacht haben soll, aber nicht was zu dieser Behandlung geführt hat.

Ich habe genug Elend in der Psychiatrie gesehen, um zu wissen, dass einiges der Änderung und Verbesserung bedarf.
Aber das hat mich nicht vom meinem Grundproblem - nämlich der Psychose befreien können.

Da ich zu den Gründungsmitgliedern des BPE zähle darf ich sagen, dass meine Erwartungen an den BPE in keinster Weise erfüllt wurden, so dass ich mich wiegesagt zurückgezogen habe, weil Sie dort ebenso anstatt ein Leuchtturm im Dunkeln zu werden, sich der sinnlosen Antipsychiatrie untergeordnet haben.

Gegen Misstände in der Psychiatrie kann ich mich adäqut zur Wehr setzen, dazu bieten mir die vorhandenen Gesetze ausreichend Hilfestellung.
Abgesehen davon hat sich ebenso im Laufe der letzten dreissig Jahre, dass ist der Zeitraum den ich überschauen kann, einiges geändert und vieles verbessert.

Mir ist nicht wichtig gegen Windmühlen zu kämpfen wie Don Quichotte de la Mancha sondern hier aufzuzeigen, dass es Mittel und Wege gibt a die Krankheit in den Griff zu kriegen und b sich auch mit einer schweren Erkrankung ein lebenswertes Leben aufzubauen, und Wege aufzuzeigen wie das gehen kann.

Die Erkrankungen sind individuell wie ein Fingerabdruck und jeder muss seinen eigenen Weg finden damit umzugehen.

Und von diesem Weg sehe ich nicht den geringsten Ansatz bei Dir Rumpelstielzchen.

Ich sehe dass Du sehr leidest und ich kann verstehen warum, schliesslich sind genügend meiner alten Freunde verreckt, einschliesslich meines Bruders den ich ebenso als Psychiatrieopfer betrachte, doch trotzdem sehe ich nicht dass Hass,Wut und Polemik gute Ratgeber sind das in den Griff zukriegen.

Für mich steht die Frage im Vordergrund - wie kann man andere Wege gehen und erschliessen.
Zeig mir Alternativen, was hat bei Dir positive Wirkung gehabt.

Hier einen Leuchtturm zu bilden ist die Aufgabe, nicht Angst und Hass zu schüren.

Das stellt berechtigte kritik nicht in abrede, das sei ebenso klar gesagt.

Und deshalb bleibt meine Antwort auf die Frage machen Pillen doof - nein, wenn man weiss vernünftig damit umzugehen.
Gruss
Detlev
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Beitragvon Laura » Sa 24. Nov 2007, 22:43

Hallo rumpelstilzchen!
rumpelstilzchen hat geschrieben:Und glaub mir Laura: Ich hätte für meinen Fall auch lieber eine gütige Einigung gehabt, als diesen elenden, zermürbenden Kampf. Aber von der Gegenseite kam ja nichts konstruktives rüber, obwohl ich mich wirklich bemüht habe, die Sache friedlich zu lösen.
Statt dessen kam man mir mit dieser typischen, narzistischen Überheblichkeitsmentalität, Beleidugungen, Einschüchterungsversuchen und subtilen Drohungen.
Wenn man ungerecht behandelt worden ist, kann man immer noch achtgeben, dass man nicht selbst anfängt, ungerecht zu werden.

Viele Grüße

Laura
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Beitragvon Laura » Sa 24. Nov 2007, 23:02

Hallo Roddick!

Wir haben sicher unterschiedliche Auffassungen davon, was ein Angriff ist und was nicht. Von meiner Seite aus waren meine Posts an rumpelstilzchen nicht als Angriff gemeint. Ich würde ihm nur wünschen, dass er von seinem Psychiatriehass runterkommt und dass in diesem Forum weniger Panikmache vor der Psychiatrie stattfindet. Wenn rumpelstilzchen sich von mir angegriffen gefühlt haben sollte, kann er mir das sicher selbst sagen und dann werde ich das mit ihmbereinigen und nicht mit Dritten.

Gruß

Laura
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Kratz
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Beitragvon Kratz » Sa 24. Nov 2007, 23:41

Also Rumpelstilzchen,

zuerst eins, meine Freunde sind an den Folgen einer zerstörerischen Krankheit gessstorben bzw haben den Kampf dagegen aufgegeben und sich umgebracht. Nicht weil sie viel schlechtes erlebt haben sondern weil sie mit ihrer Erkrankung nicht weiterleben wollten.
Auch haben sie nicht irgendwelche Weisskittel oder Engelsmacher in den Tod getrieben. Bei einigen lags eher daran auf die falschen Propheten gehört zu haben.

Psychiatrische Behandlung als Folter zu bezeichnen ebenso irreführend und geht am Kern des Problems vorbei. Die vorsätzliche Behandlung wird von Dir a priori unterstellt,ebenso falsch. Selbst in den dunkelsten psychiatrischen Kliniken, und ich kenne einen Haufen Drecklöcher, wird nicht ohne Indikation behandelt.
Was hat also die Leute dazu getrieben Dich einer Zwangsbehandlung zu unterziehen, sicherlich nicht die Lust andere Menschen zu erniedriegen und zu foltern sondern zuerst einmal eine Krakheit zu stoppen, die diagnostizierte Psychose.
Selbst bei meinen übelsten Einweisungen in den schlimmsten Häusern hat es ärztliche Anhörungen gegeben, auch bei Notaufnahmen in Handschellen und Polizeibewachung. Das kann ich nicht leugnen.

Die gesamte Palette derNebenwirkungen hochpotenter Medikamente ist mir bekannt, weil ich etliche Jahre darunter gelitten habe, abgesehen davon dass ich einige langfristige Schäden davongetragen habe.

Des weiteren ist es eben keine Illusion sdass man sich heute ganz anders auseinandersetzen kann als dies noch vor Jahren der Fall war. Natürlich kann man sich gegen jede Zwangsbehandlung adäqat zur Wehr setzsen. Es gilt eben sich entssprechend einzustellen und sich seiner Rechte bewusst zu sein und die Möglichkeiten zu nutzen.

Was mir schlichtweg auf den Sack geht Rumpelstielzchen ist das Fehlen jeglicher selbstreflektion und Hinterfragung der eigenen Geschichte.
Du bist zwei Monate eingefahren und hast die psychiatrie sehr negativ erfahren, wie hat sich die Situation seitdem entwickelt. ´

Vera Stein und auch das Urteil des europäischen Gerichthofes sind mir bekannt. Und was bedeutet dass, es hat eine Fehlbehandlung gegeben und man hat sichgesträubt das zuzugeben. Geht bei jedem Versicherungssschaden so, im medizinischen Bereich besonders.

Dass was ich bei Dir sehe ist einfach die Suche nach Schuldigen, da Du ja sagst nicht erkrankt zu sein und das auch entsprechend nachweisen zu können alsssso eine gerichtliche Frage.

Aber woher kann denn jemand der gar nicht krank ist snund dessen Behandlung deshalb falsch war behaupten diese Behandlung sei deshalb auch für menschen schlecht die erkrankt sind.

Und das ist jawohl dann die Frage, das kannst du ja eben dann gar nicht beurteilen, ob die Medikamente gut oder schlecht sind, ob die angewanten Methoden und Theraphien helfen oder nicht, denn du bist ja gesund.

Und wenn das so ist sind deine Beiträge wenig hilfreich für erkrankte menschen, denn Du kannst ja gar niht versthen worum es sich dreht weil du die Geister gar nicht kennst und Zarathrussta nie geschaut hast.

Und da ich die Englein oft genug singen gehört habe, weiss ich eben worum es sich dreht und worum nicht.


Gruss
Detlev
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Beitragvon Kratz » So 25. Nov 2007, 00:15

Hallo Roddik,

ich verteh Dich schon ganz richtig und ich hoffe Du mich auch.

Ich betrachte die Behandlung mit Neuroleptika äusserst kritisch und bin ebenso der Meinung das kann nur ultima ratio sein, und muss eingeschränkt sein. Überdosierungen sind gefährlich.

Missberstehe meine bildliche Sprache nicht, die Geister die mich jagen kenne ich gut und weiss sie zu händeln.

Ebenso bin ich was rechtliche Dinge angeht so bewandert dass ich auch ebensogut abgesichert bin.

Was Rumpelstilzchen angeht geht es mir nur darum klarzustellen worum es geht, bzw was Rumpelstilzchen treibt.

Ist Rumpelstilzchen einer falschbehandlung unterzogen worden ist das ein rechtliches Problem und eben vor Gericht zu klären. Alle anderen Ableitungen sind dann irrelevant und verzerrt.

Ein Gesunder kann doch nu wirklich nicht beurteilen was einem hochgradig psychisch Kranken im akuten Schub hilft und Beurteilen ob die angewandten Medikamente passen. Schliesslich sind es für Ihn Gifte.

Auch bei organischen Erkrankungen gibt es Behandlungsfehler und weren Medikamente eingesetzt die gesunde menschen schädigen können und auch bei Kranken Schäden verursachen.

Aber das habe ich schon weiter oben ausreichend ausgeführt.

Ich habe deine beiträge verfolgt Roddik, da ich zuwenig Zeit habe noch nichts weiter geschrieben. Du hast noch viele Fragen und ein wenig Gelassenheit schadet auch nicht.

Mir geht es im wesentlichen um die Frage wie kann man sich auf seine Erkrankung entsprechend einrichtenund damit umgehen.
Hier gilt es eben Erfahrungen auszutauschen.

sAlles andere sind erstmal Nebenkriegsschauplätze, die ich beherrsche sobald ich mich in meinen Metamorphosen zurectfinde.

Das heisst wie bin ich auch gerüstet damit ich nicht alles mit mir machen lassen muss.
es gilt sich eben dieses Rüstzeug als Kranker zuzulegen.

ich will Rumpelstilzchen auch garnichts, mir geht es nicht darum jemanden niederzuringen. Die Ausführungen sind ja nu auh nicht von der hand zu weisen, aber was ann araus gestrickt wird hinkt eben alzusehr, wie teufelchens klumpfuss.

Nichts weiter.

Lass es Dir gutgehn Roddik

Und Gruss auch an Rumpelstilzchen, Augenzwinkernd, denn wir sind nicht im Kampf Roddik.

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Beitragvon Kratz » So 25. Nov 2007, 00:21

Ja Rumpelstilzchen,

dannist doch alles in bester Ordnung.

Du bist gesund, wie die anderen nachgewiesenermassen auch, und kannst gerichtliche Schritte entsprechend einleiten.

Dann aber passen deine Auslassungen zur psychiatrischen Behandlung im Allgemeinen eben ncht weil - wieweiter oben erwähnt - die Grundlage der Beuerteilung fehlt.

Das hat ebensowenig damit zu tun das zu Kaisers Zeiten Homos als krank betrachtet wurden. Nun gut, den Kaiser gibts auch nicht mehr.
Also scheint man ja dazuzulernen.

Gruss

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Beitragvon Kratz » So 25. Nov 2007, 00:38

Tja,
und am besten ist es wohl sich das Gehirn nicht aufweichen zu lassen und seiner Geister Herr zu werden.

Deshalb würde ich jede Behandlung mit Medikamenten kurz halten, soweit sie nicht lebenswichtig sind.
Und was kann man tun um die bekannten Nebenwirkungen entsprechend einzuschränken, wie kann man das bekannte Risiko von Schädigungen herabsetzen.

Niemand bestreitet gefährliche Nebenwirkungen, diese sind bei neueren Medikamenten ebenso gefährlich wie früher aber nicht mehr so heftig und leichter zu ertragen.

Wer seine Englein beherrschen möchte muss dies eben nicht mit einem degenerierten Gehirn bezahlen.

Detlev


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Beitragvon Kratz » So 25. Nov 2007, 01:17

Klar Rumpelstilzchen,

wenn man richtig ausrastet ist es entsetzlich, und wenn man normal in die Mühlen gerät ebenso.

Natürlich suche ich nach Alternativen zu Zwangsbehandlung und Unterdrückung, diese habe ich auch gefunden bzw. aufgebaut.

Meine Herzpillen muss ich auch ein Leben lang nehmen, das freut die Hersteller auch.

Ich bin eben der Meinung das bei guter Theraphie die Medikamente nicht ein Leben genommen werden müssen.
Gerade darum gehts mir ja.

Trotzdem kann ich einiges auf den Kopf stellen wenn ich richtig ausraste und das beschränkt sich leider nicht auf ungefährliche Symptome, sondern ich bin Meister im Chaosstiften. Und wenn ich dran denke was ich früher so angestellt habe wunderts mich dass ich da rausgefunden habe.

Ich behaupte ja eben nicht das nicht andere Wege gefunden werden müssen um diese Erkrankungen zu händeln Rumpelstilzchen.

Was Dir mit dem nächtlichen Anruf passiert ist finde ich ganz lehrreich, ich hab zuviele Zwangseinweisungen selbst vornehmen müssen.
Im letzten Jahr hat ein langjährig bis dahin völlig unbedarfter Freund eine Psychose entwickelt und meine Bude in Kleinholz zerlegt. Hätt ich nicht gedacht, dass er jemals so auusrastet.

Es sind schlimme erkrankungen die man oft nicht recht in den Griff kriegt und an denen einige zugrunde gehen.
Das zu verbessern ist mir wichtig.

Dazu dient der hier stattfindende gegenseitige Austausch von positiven und negativen Erfahrungen.
Je mehr man für Aufklärung sorgen kann desto besser kann man die dunklen Geister vertreiben.

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Beitragvon Kratz » Mo 26. Nov 2007, 09:52

Grüss Dich Rumpelstilzchen,

nun denn, diese polemischen Ausbrüche helfen wenig und stehen weder in Zusammenhang mit der Ursprungsfrage noch ist es hilfreich.

Freies Assoziieren können wir doch woanders.

Wenn Du Roddick unterstellst er solle sein Gehirn einschalten bevor er die Tastatur benuzt gilt das gleiche für Dich.

Deine Beschimpfungen und Polemisierungen sind nichts weiter als Reaktionen darauf, dass man deine Meinung nicht teilt und andere Ansichten zu den Dingen hat, was Du anscheinend nicht recht vertragen kannst.

Wenn Du erwartest ernstgenommen zu werden solltest Du Dich entsprechend verhalten.

Gruss Detlev
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