Können Neuroleptika dumm machen?

Hier hinein gehören alle Fragen und Beiträge zum Thema Psychopharmaka, medikamentöse Therapie, Dosierung, Kombinationstherapie, Unverträglichkeiten, Wechselwirkungen etc.
Benutzeravatar
Kratz
Beiträge: 1212
Registriert: Di 23. Mär 2004, 16:44

Beitragvon Kratz » Mi 5. Dez 2007, 20:16

Hallo Ana,

ich kann mich nach wie vor nur Lydias Meinung anschliessen.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, sage ich als Kunsthändler.

Bei Dir scheint das im Hinblick auf die hier angeschnittenen Fragen ähnlich zu sein, leider nicht in positiver Hinsicht.

Da Du auch die gemachten Aussagen vollkommen willkürlich desinterpretierst und so ins Gegenteil verkehrst ist eine vernünftige Diskussion kaum möglich.

Da sage ich dann boshaft, ich kann gerne darauf verzichten mich mit diesen ungerechtfertigten Interpretationen zu beschäftigen.

Für mich wirst Du auf diese Art und Weise zum zweiten Mal zum Opfer, nämlich zum Opfer deiner Selbst. Und da stellt sich mir dann boshaft - wirklich boshaft - die Frage inwieweit Du selbst daran Interesse hast diese Opferrolle einzunehmen; da benötigt man natürlich Feinndbilder.

Was die Kritik an Rumpelstielzchen angeht stand weniger die Frage der Spätdyskenesien im Vordergrund, sonder eher die Frage ob seine Feindbilder auch für andere gültig sein müssen.


Letztlich hat nie in Frage gestanden, dass es verheerende Spätfolgen bei einzelnen Patienten gegeben hat und weiterhin geben wird, solange sich Medikamente und Theraphie nicht verbessern.
Die Frage welche Bewertung man dem Ganzen geben muss fällt dabei eben recht unterschiedlich aus.

Und da erlebe ich sowohl Dich Ana als auch Rumpelstielzchen als Keulen schwingende Steinzeitmensche.

Darüber sind wir hinaus, es geht nicht um Verurteilung und Schuldzuweisung, sondern darum aufzuklären und durch offenen Austausch sich selbst auch weiterentwickeln zu können.
In gegenseitigem Austausch dazuzulernen und sich so verbessern zu können.
Den eigenen Vorurteilen frönen hat noch nie weiter geführt.

Aber, ich sag dass mal als echter Ver-rückter, und deshalb müsst ihr das ja auch nicht so ernst nehmen Ana.
Rumpelstielzchen weiss ja dass ein richtiger Psychotiker nicht so zu fassen ist und eigentlich nichts weiter ist als Spielball seiner Einbildungen und Ideen, halt jemand den man nicht ernst nehmen muss falls er anderer Meinung ist. Man weiss ja worans liegt.

Gruss

Detlev
Des deutschen Bürgers ehrliches Sicherheitshirn vermag nicht den scheinbaren Sinn einer ausschließlich von der Nützlichkeit der Dinge bestimmten Wertung als Unsinn zu begreifen.

Benutzeravatar
Kratz
Beiträge: 1212
Registriert: Di 23. Mär 2004, 16:44

Beitragvon Kratz » Mi 5. Dez 2007, 21:12

Also Roddik,

ich wische nicht nur vor meiner Türe - ich halte mir auch die Gehirnwindungen sauber.

Auf niemandem hacke ich bezüglich seiner Erkrankung oder Leidensgeschichte herum.

auch habe ich mich zur Frage der Fehlbehandlung lediglich dahingehend geäusssert, dass sowas gerichtlich zu klären ist und wie in anderen Fällen auch zu klären ist.

Streitpunkt ist die unterschiedliche Interpretation
der Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von verschiedenen Medikamenten. Wobei niemand die Existenz socher schädlichen nebenwirkungen in Abrede gestellt hat.

Rumpelstielzchen hat sich dann als Gesunder geoutet der in der Psychiatrie misshandelt wurde, Ana leidet ebenso unter Spätfolgen, niemand hier hat das auch nur im geringsten in Zweifel gezogen, geschweige denn in Frage gestellt.

Bei Dir scheint sich keine klare Diagnose abzuzeichnen, was bei Psychosen normal ist, oder bist Du auch ein Gesunder den die Psychiatrie krank theraphiert hat.

Bei beiden liegt aber eben, wenn die gemachten Aussagen stimmen, eine gänzlich andere Situation vor, als bei mir dem echten Verrückten.

Und wenn ich dann darauf hinweise dassich aufgrund dieser Situation eine andere Position habe , muss ich mich weder von rumpelstielzchen entmündigen lassen noch mich Anas Fehlinterpretationen meiner oder anderer Aussagen widmen.
Da ist der Blick allzu verstellt vom eigenen Vorurteil und da es sich auf produktion von Feindbildern beschränkt nicht weiterführend, ebenn altbacken.

Da ich einige üble Schäden davongetragen habe weiss ich um die Problematik des Geschädigten, besser als die meisten hier.
Prügel, Machtmissbrauch - die ganze Palette von Macht und Ohnmacht sind mir ebenso aus eigener Erfahrung geläufig.

Dagegen hilft nur Aufklärung, Gebrauch meiner Rechte , Weiterentwicklung - nicht das Schaffen von Grabenkämpfen.

Soweit, sogut
Roddik

Undne Tüte Schlaf macht den Blick gelassener und klarer.
Des deutschen Bürgers ehrliches Sicherheitshirn vermag nicht den scheinbaren Sinn einer ausschließlich von der Nützlichkeit der Dinge bestimmten Wertung als Unsinn zu begreifen.

Paula Strassmann
Beiträge: 13
Registriert: Sa 17. Nov 2007, 09:33
Wohnort: Horw, CH

Beitragvon Paula Strassmann » Mi 12. Dez 2007, 18:57

Medikamentenreduktion müssen immer langsam gemacht werden, das heisst nach ca. 6 Jahren Einnahme soll man sich ruhig ein Jahr Zeit lassen dafür, nach einem Jahr braucht es halt dann vielleicht nur 3 Monate. Wenn dann wieder psychotische Symptome kommen nimmt man halt wieder. Aber einen Versuch ist es auf jeden Fall Wert, da es ohne Medikamente viel schöner zu leben ist und man auch mehr Energie hat, um den Alltag zu meistern, sich durchzusetzen und ev. soziale Probleme zu bereinigen oder zu ertragen.Die Psyche muss sich halt einfach langsam wieder an den wacheren Zustand gewöhnen und damit lernen umzugehen. Viele Grüsse Paula
pst

EMU12
Beiträge: 198
Registriert: Mi 28. Feb 2007, 19:11
Wohnort: London
Kontaktdaten:

Hallo

Beitragvon EMU12 » Fr 21. Dez 2007, 16:27

Also, ich leide unter der Gedankenleere. Das Erinnerungsvermoegen ist besser geworden. Ich kann Gedichte und Lieder auswendig lernen, habe aber Schwierigkeiten eigene Gedichte und Lieder zu schreiben. Mir faellt einfach nichts ein, waehrend vor einem Jahr als ich noch nicht Risperidal genommen hatte, konnte ich Lieder schreiben was das Zeug hielt. Ich mache meine eigene Musik und will neue Aufnahmen machen, ich habe ein Mikrofon und einen Komputer, nur haperts jetzt mit den Ideen.
Was mach ich da. Ich hab mir die Zeitschrift Kosmopolitan gekauft um Ideen zu bekommen, nur steht da nichts interesantes drin. Kunst zu machen tut weh, seit ich Risperidal nehme. Das singen faellt mir schwer. Es ist anstrengend. Selbst Kirchenlieder zu singen ist eine Qual.


Zurück zu „Psychopharmaka und Psychopharmakotherapie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste