Guter Psychiater gesucht

Hier hinein gehören alle Fragen und Beiträge zum Thema Psychopharmaka, medikamentöse Therapie, Dosierung, Kombinationstherapie, Unverträglichkeiten, Wechselwirkungen etc.
Rommie
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Guter Psychiater gesucht

Beitragvon Rommie » Sa 15. Mai 2004, 12:48

Sehr geehrter Herr Engels,

ich hätte zwei Fragen & ich hoffe, dass Sie auf beide möglicherweise eine Antwort haben, die mir weiterhelfen könnte.

1. Ich nehme seit. ca. drei Jahren das Antidepressivum Fluoxetin. Anfangs hat es mir sehr geholfen, inzwischen aber kehren viele mir wohl bekannte depressive Züge zurück. Meine Frage: Ist es tatsächlich möglich, dass das AD nicht mehr so gut anschlägt (und v.a. würde mich auch interessieren, ob das ein häufig eintretendes Phänomen ist)? Oder könnte es auch daran liegen, dass ich seit geraumer ein Generikum nehme und nicht mehr das Originalprodukt von El Lilly? Was raten Sie mir? Sollte ich versuchen, auf ein anderes AD umzusteigen?

2. Ich bin auf der Suche nach einem fähigen, guten Psychiater in Köln. Haben sie möglicherweise eine Empfehlung für mich od. können mir einen Top geben, wie ich einen solchen finden kann?

Mit freundlichen Grüßen!

SuMu
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Beitragvon SuMu » So 16. Mai 2004, 06:45

hallo ich bin zwar nicht herr engels, schreib dir trotzdem etwas.

beim psychiater suchen, hilft dir nur, einfach irgendeinen anrufen und testen, ob du mit ihm zurecht kommst.

es ist nicht einfach, heute einen motivierten psychiater zu finden.
viele Grüße
SuMu / http://psychomuell.de - http://blogzicke.de - http://su-mu.de/

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Franz Engels
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Beitragvon Franz Engels » So 16. Mai 2004, 09:31

Hallo Rommie,

leider kenne ich niemanden in Köln, da hilft also wohl nur selber suchen...

Was die Wirkung von Antidepressiva anbetrifft kommt es tatsächlich vor, daß sie mit der Zeit an Wirkung verlieren können. Das trifft aber nach meiner Erfahrung v.a. für langjährige Therapien zu, und man vermutet Änderungen der Rezeptoren als Ursache.

Ansonsten haben "Wirkungsverluste" von Medikamenten häufig auch damit zu tun, daß zugrunde liegende innere Konflikte und Ambivalenzen sowie ungünstige Lebenssituationen noch nicht bearbeitet, korrigiert bzw. einer Lösung zugeführt wurden/werden konnten. Dagegen können Medikamente naturgemäß nichts ausrichten. Nach einer ersten "biologischen" Stabilisierungshilfe läßt dann die Wirkung nach,weil die Ursache und der Motor der Depression nicht im Biologischen sondern in zwischenmenschlichen Konflikten oder eigenen inneren Konflikten zu suchen ist.
Eine psychotherapeutische Begleitung kann also möglicherweise mehr helfen als eine Umstellung der Medikation. Sollte es doch zu einer Umstellung kommen (notwendig z.B. bei krisenhaften gefährlichen Zuspitzungen, fehlendem Ansprechen einer Psychotherapie trotz guter therapeutischer Beziehung), dann sollte eine andere Wirkgruppe als die bisherige verwendet werden. Bevor "umgestellt" oder ein zweites Antidepressivum dazu verordnet wird sollte auch geprüft werden, ob die bestehende Dosis ausreichend hoch ist, denn eine zu niedrige Dosierung ist ein häufiger Fehler...

Freundliche Grüße

Franz Engels (Webmaster)
Das Gegenteil ist nur die Rückseite derselben Medaille.


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