seroquel

Hier hinein gehören alle Fragen und Beiträge zum Thema Psychopharmaka, medikamentöse Therapie, Dosierung, Kombinationstherapie, Unverträglichkeiten, Wechselwirkungen etc.
Diger_Diga
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Beitragvon Diger_Diga » Fr 21. Jul 2006, 02:21

???????? sag mal?
gehts noch du schiebst ja ihm alles in die schuhe?
will dich nicht angreifen aber das is wirklich nicht fair.
probleme sind MENSCHENGEMACHT dass heißt teilweise seid ihr als familie auch an sein leid schuld so würd ich das mal sehen... er gibt praktisch das wieder was ihm vielleicht mal wiederfahren ist.
bevor ich mir sagen lasse es kann nicht an der familie gelegen haben; vielleicht war es eine andere traumatisierung?
Probleme haben eine ursache und jemanden wegzusperren nur weil es der menschheit passt ist genau jenes bild welches ich ABSOLUT verabscheue...
minderheiten wegsperren... warst du auch für den holocaust?
ich denke eher ihr macht das problem nicht er. er hat zwar ein problem mit sich aber alles was rumherum geschieht (von wegen familie zerstören oder so das problem macht ihr und nicht er) ihr scheint nicht mit seiner situation klarzukommen... lasst ihn doch einfach in frieden...ich denke er brauch ruhe und zeit für sich

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Fr 21. Jul 2006, 10:28

Hallo Diger_Diga,

vielleicht hast du missverstanden, daß ich einen ironischen Ton angeschlagen habe. Ich bin natürlich nicht dafür, Kranke wegzusperren. Aber bei dieser ganzen Diskussion gegen die Zwangsbehandlung fehlt mir die Antwort darauf, was man mit solchen Erkrankten tun soll, die andere schädigen. Was tun mit einem, der mit dem Vorschlaghammer loszieht und auf Autos einschlägt, weil er in ihnen das Übel der Welt erkennt? Einfach lassen geht nicht, das macht wohl kaum jemand mit. Ihm per Zwangsmedikation zu versuchen den Wahn zu nehmen, so wie es geschieht, stösst ja auch Widerspruch. Dann bleibt eigentlich nur noch Wegsperren, oder?

Bei diesen Gedanken geht es nicht um meinen Bruder, der tut keinem was, und wird ja auch in Ruhe gelassen.

Gruß, Helene
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Diger_Diga
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Beitragvon Diger_Diga » Fr 21. Jul 2006, 10:38

gut :=)

wegsperren? naja ich würde ihn so behandeln wie andere auch erstmal festnehmen und dann wieder freilassen... vielleicht gibt sich das ja irgendwann...

danny
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Beitragvon danny » Fr 21. Jul 2006, 13:25

Wer als Arzt Psychopharmaka verordnet ohne über so Kleinigkeiten wie Diabetes-Risiko, Spätdyskinesien, Langzeitschäden im kognitiven Bereich aufzuklären begeht Körperverletzung. Macht aber nichts, sind ja nur ein paar arme Irre, die sowieso den Bezug zur Realität verloren haben.

Außerdem glaube ich auch nicht, dass sich deine Erfahrungen mit Psychiatrie verallgemeinern lassen, schließlich gehörst du zur gläubigen Prominenz und nirgendwo in deiner Akte steht Non-Compliance.

S.[/quote]

Hallo Schneewitchen,
mein Leben wäre auf Dauer ohne die Behandlung nicht mehr lebenswert gewesen und ich kann sagen, das es mir deutlich besser geht. Das Risiko von Schäden muß bei Medikamenten immer in Relation zum Nutzen gesehen werden. Chemotherapeutika bringen massive Schäden mit sich. Das stellt selten jemand in Frage, da ohne Behandlung der Tod absehbar ist. Bei psychischen und psychiatrischen Erkrankungen lese ich oft das es in Frage gestellt wird. Weshalb? Wird es von manchen nicht als schwere Erkrankung anerkannt? Wird das Leiden nicht gesehen, frei nach dem Motto, "stell Dich nicht so an", "reiß Dich zu sammen und bilde Dir das nicht ein". Ist Dir bewußt das zum Beispiel eine Depression eine lebensgefährliche Erkrankung ist? Weißt Du wie viele Depressive Suizid begehen?

Im übrigen, denkst Du das Du Deine Erfahrung mit Psychiatrie verallgemeinern kannst, wenn Du Helene schon deshalb angreifst? Helene hat ziemlich viel Erfahrung und das über einen sehr langen Zeitraum und zudem nur nicht auf sich selbst als Person bezogen.

Gruß
Danny

hannah
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Beitragvon hannah » Fr 21. Jul 2006, 14:40

Ich kann Helene und Danny beipflichten.

Es gibt aber dennoch Mängel bei psychiatrischen Behandlungen. Da wird oft eben nicht wegen Nebenwirkungen aufgeklärt und es wird alles auf die Psychose selber geschoben. Demgegenüber gibt es aber auch verantwortungsvolle Ärzte, die darüber aufklären und ein Kosten-Nutzen Risiko abwiegen. Letztendlich muss die derzeitige Lebensqualität jedes Einzelnen stimmen.

Ich bin froh, über die Möglichkeit gegen Psychosen und Depressionen Medikamente nehmen zu können. Lebensrettend waren sie in meinem Fall zumindest schon.

Finde den Vergleich mit der Chemotherapie auch gut. Psychische Erkrankungen führen in sehr vielen Fällen (auch Schizophrenie) zu Selbstmorden. Dadurch, dass solche Erkrankungen aber allgemein nicht anerkannt werden bzw. im schlimmsten Fall stigmatisiert werden, sind auch mögliche Behandlungsmethoden dafür nicht anerkannt. Die ganze Diskussion entsteht durch die Unaufgeklärtheit gegenüber psychischen Erkrankungen, durch Vorurteile und vielem mehr.
Es ist sowohl die Erkrankung als auch die Behandlung ein großes Tabuthema und sehr oft mit Unverständnis für Betroffene gespickt.

Diger_Diga
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Beitragvon Diger_Diga » Fr 21. Jul 2006, 16:02

so konnte gar nicht schnell genug zuende lesen...hehe...
also ich bin auf keinerleis seite um das erstmal klar zustellen.
ich hab nochmal über meine aussage eben nachgedacht.
also ich würde wenn jemand alles kurz und kleinschlägt (sachen anderer leute ihn festhalten damit er nicht weiter macht) aber dann wieder laufen lassen...
natürlich kann das nicht so weiter gehen und deshalb kommt meiner meinung nach immer mehr der gute alte mittelweg ins spiel...
extremas scheinen sich auf lang nicht wirklich durchzusetzen und deshalb glaube ich ist es bei allen krankheiten an der entscheidung des patienten ob er nun dazu in der lage ist (laut anderen) oder nicht...
wenn jemand keine medikamente nehmen möchte dann soll er es nicht tun. selbiges finde ich aber auch bei krebs oder ähnlichen krankheiten wichtig.
wenn der jenige lieber keine therapie möchte dann sollte das akzeptiert werden und da liegt das problem
in der heutigen gesellschaft wirst du dazu verpflichtet eine therapie zu machen... also im falle von krebs chemo oder ähnliches... wenn du dich weigerst wirst du gezwungen. und das finde ich schlimm... es ist jedermanns eigene entscheidung ob jemand sterben will oder nicht... andere leute damit reinzuziehen finde ich erstmal schlimm und sowieso ist das nur menschengemacht das problem.
ich denke jeder weiß worauf ich hinaus will oda?

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Beitragvon Diger_Diga » Fr 21. Jul 2006, 16:39

Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander
Die Harvard-Professorin Shelley Carson untersuchte die Arbeitsweise von Gehirnen besonders kreativer Menschen. Dabei entdeckte sie große Gemeinsamkeiten mit den Gehirnen schizophrener Menschen.
Ebenso wie bei Schizophrenie-Patienten liegt die latente Hemmung des Gehirnes deutlich unter der eines durchschnittlichen Bürgers. Dadurch filtert das Gehirn weniger Informationen heraus, was dazu führt, dass mehr Verknüpfungen gezogen werden können.
Im Gegensatz zum Genie kann der Schizophrenie-Patient die Reizüberflutung jedoch nicht mehr positiv bewerten, was zu den Krankheitssymptomen wie Halluzinationen führt und eine Überlastung auslöst.
Quelle: www.br-online.de

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deepnight
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Beitragvon deepnight » Fr 21. Jul 2006, 16:39

Hallo Schneewittchen,

was in meiner Akte steht, kannst du nicht beurteilen, auch meine Gläubigkeit oder Ungläubigkeit (von was eigentlich?) möchte ich nicht zur Diskussion stellen.

Mein Bruder sieht schon, daß es mir trotz körperlicher und auch seelischer Probleme, die ich den NL verdanke immer noch sehr viel besser geht, als ihm. Aber er sieht Medikamente als Drogen an und den einzigen "sauberen" Weg, psychische Probleme zu lösen in nichtmedikamentösen Strategien. Wenn es denn nicht klappt, dann ist er zumindest "moralisch sauber" geblieben und hat nicht durch "Fremdhilfe" einen Zustand erreicht, der ihm ja eigentlich gar nicht zusteht, weil er ihn nícht aus eigener Kraft hergestellt hat.

Hier werden psychische Leidenszustände grundsätzlich anders bewertet, als körperliche. Bei einer körperlichen Krankheit sieht er es nicht als unmoralisch an, dem Körper Stoffe zuzuführen, die dieser aus eigener Kraft nicht herstellen kann.

Wenn ein Arzt nicht über die Gefahren der Neuroleptikatherapie aufklärt, finde ich das genauso schlimm, wie du. Ich kann mich nicht erinnern, jemals billigend in Kauf genommen zu haben, daß ich mich verdopple, insulinpflichtigen Diabetes bekomme, Herzrhythmusprobleme und über Jahre nicht mehr künstlerisch tätig sein konnte. Ich empfinde einen ziemlichen Hass, wenn ich daran denke, wie mir Taxilan mit den Worten : "das ist ein ganz harmloses pflanzliches Medikament in homöopathischer Dosis"
angedreht wurde. Diese ganze Lügerei und Verharmlosung finde ich absolut schlimm und ich sezte mich wo ich kann dafür ein, daß dem ein Riegel vorgeschoben wird.

Jeder weiß, daß eine Chemotherapie mit Zellgiften arbeitet, nicht harmlos ist und quälende Nebenwirkungen in Kauf genommen werden müssen. Das hält die Patienten in der Regel nicht ab, sie mitzumachen. Ich meine, daß psychiatrische Patienten genauso ehrlich aufgeklärt gehören und glaube auch, daß die meisten trotzdem eine Behandlung wünschen werden, weil es für die meisten einfach keine Alternative ist, psychotisch zu bleiben.

Übrigens lehne ich es genauso wie du ab, wenn die Familie mit Hilfe einer Lüge eine Einweisung bewirkt.

Gruß, Helene
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Beitragvon Diger_Diga » Fr 21. Jul 2006, 18:29

ansich kann ich deinen bruder schon nachvollziehen mit seiner einstellung... demnach also....

komischer weise hängt psyche und kognitives denken wohl direkt miteinander zusammen. also wenn du dich behandeln lässt mit antipsychotika wirst du gleichzeitig dümmer...
und es sind die kreativen köpfe - die leute die einen an der rappel haben sag ich mal so - die uns weiterbringen und nicht die "normalos" deswegen find ich dieses jemand auf den normalen weg bringen auch verrückt.
schau dir einstein und newton an die beiden waren auch net mehr ganz normal im kopf für normalos betrachtet und was haben sie erreicht dadurch DASS sie so waren?

im übrigen hat man mir SOGAR erzählt die medikamente würden mich NOCH besser denken lassen, also meine kognitive leistungsfähigkeit noch steigern...... also man merkt schon die erzählen dir alles um ein weiteres versuchskaninchen für die pharmaindustrie zu bekommen...

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Beitragvon deepnight » Fr 21. Jul 2006, 20:45

Hi Diger_Diga,

also für mich zumindest ging es nie um den "normalen" Weg. Ich bin Künstlerin. Als ich 1987 psychotisch wurde, brach eine Kreativität in mir auf, der ich nicht gewachsen war. Sie war nicht über die Jahre gewachsen, sondern brach wie eine Urgewalt über mich herein. Nicht ich malte die Bilder, sondern die Bilder benutzen mich, um gemalt zu werden, so empfand ich es. Diesen Preis der Zerstörung meiner Person wollte ich nicht zahlen und darum war und bin ich bereit, die Sache einzudämmen. Leider kippten die Medikamente zunächst das Kind mit dem Bade aus und ich brauchte Jahre, um Fähigkeiten, derer ich mir sicher gewesen war, wiederzuerlangen. Heute kann ich malen, ohne psychotisch zu sein, es ist erarbeitet und entwickelt sich zur Zeit auch sehr schnell weiter. Neuere Medikamente blockieren mich nicht mehr so, ich kann die Dosis sehr gering halten. Mir helfen die Medikamente, daß ich mit den Füßen auf dem Boden bleiben kann, bzw. daß die Entscheidung, wieviel Kreativität ich haben will bei mir bleibt.

Gruß, Helene
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Beitragvon Diger_Diga » Sa 22. Jul 2006, 00:53

wie lange hast du damals 1987 die medis denn genommen?also als du angefangen hast die medis zu nehmen...welches hast du genommen?
wann hast du aufgehört?
wie lange hat es gedauert genau bis sich alles regeneriert hat?
bzw hat sich überhaupt alles regeneriert?
wurdest du dann, wenn ich von der hypothese ausgehe, dass sich alles regeneriert hat, wieder psychotisch?
was hast du dann genommen?
wurdest du wieder unkreativer?-> dosis zu hoch?
wie hast du das eingestellt?

Norf
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naja verschiedene Psychosen

Beitragvon Norf » Sa 22. Jul 2006, 01:13

also es gibt schon verschiedene Psychosen, die ganz schlimmen mit Selbstmordgedanken und ausführung bin ich schon der Meinung, daß Sie mit Psychopharmaka behandelt werden müßten, es gibt ja leider in der unendlichen Psyche und Seele des Menschen soviele verschiedene "Erkrankungen". Ich schreibe das extra in Anführungszeichen, weil ich diese frage, ob alles vom Gehirn ausgeht nicht sicher beantworten kann. Ich z.B. habe mit Drogen viele Bereiche des Unbewußten geöffnet und ich hatte so das Gefühl, daß irgendeine Weltkraft dieses verbietet und mit z.B. stimmen bestraft, auch kenne ich aus der Drogenszene doch auch spirituell begabte Menschen, die dieses aber auch böse nutzen, halt Menschen in eine Psychose zu schicken o.ä.
Naja also das war mein Statement, Augen und Ohren offen halten,

Euer Norf

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Laura
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Beitragvon Laura » Sa 22. Jul 2006, 05:16

Hallo!

Das Thema "Medikamente nehmen oder nicht" wird in psychiatrischen Foren immer wieder durchgekaut. Die Medikamentengegner berufen sich dabei gerne auf die Geldgier der Pharmakonzerne. Sicher, die Pharma-Industrie gilt als Wachstumsindustrie und über unlautere Methoden von ihr hat schon der SPIEGEL berichtet. Dennoch sollte man sich mal überlegen, wie psychisch Kranke behandelt wurden, bevor es die Psychopharmaka gab....Elektroschocks, Insulinschocktherapie, Lobotomie, Betäubungsmittel, eiskalte Bäder und noch tollere Dinge in früheren Jahrhunderten, von der Euthanisierung in der NS-Zeit mal ganz zu schweigen. Steht man dazu, dass man die Psychopharmaka sinnvoll findet, wird man von nicht wenigen Medikamentengegnern als "blöd" hingestellt, a) weil man sie überhaupt nimmt, b) weil einen die Medikamente angeblich noch dümmer machen. Ich denke, wer eine wirklich lebensgefährliche Psychose oder Depression hinter sich hat, ist eher froh über die Psychopharmaka. Wer das noch nicht selbst erlebt hat, hat leicht reden.

Und @Diger-Diga: Ich war auch mal leistungsfähiger als heute, aber ich schiebe das nicht allein auf die Medikamente oder die Krankheit. Es ist der Lauf der Welt, dass man ab schätzungsweise 30 anfängt abzubauen. Die Medikamente schützen mich nicht unbedingt vor Rückfällen, machen diese aber harmloser und erträglicher und ich erhole mich rascher von ihnen. Sicher sind die Nebenwirkungen ernstzunehmen, die Krankheit an sich aber auch!

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Beitragvon Diger_Diga » Sa 22. Jul 2006, 10:20

ich weiß nicht wieso du in der beziehung so ein positivist bist?
ich bin 21 und da sollte man noch nicht von geistigem abbau im natürlichen sinne reden ok?
wenn dir deine intelligenz nicht hoch und heilig ist hast du natürlich leicht reden um zu sagen ja medikamente sind was tolles...
in der zeit als ich medikamente genommen habe hat mich das auch alles nicht so massivst gestört... ich hab gesagt ach dann machen die medis halt dumm aber mir gehts doch viel besser.... irgendwann fing ich langsam an aufzuwachen und hab gemerkt was sie angerichtet haben...folglich habe ich sie abgesetzt... aber ich bin jetzt ein wenig wacher und seh die dinge mehr mit klaren augen.
folglich war ich damals noch viel "dümmer" als jetzt (wenn auch noch nicht so wie früher) und mir ist klar dass ich weil ich so "dumm" war die medis einfach hinnehme...das wollen die leute ja erreichen...
ich habe übrigens damals von seroquel 15kilo zugenommen... auch keine tolle nebenwirkung.... aber man wird so weggeschossen dass es einem nicht mehr soviel ausmacht.
DAS NENNST DU WIRKUNG? DAS NENN ICH UNVERSCHÄMTHEIT - außer kraftsetzung einer menschlichen person es gibt da keine rechtfertigung für mich... sorry

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Laura
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Beitragvon Laura » Sa 22. Jul 2006, 10:58

Hallo Diger-Diga!

Ich nehme erst seit meiner vierten Psychose dauerhaft die Medikamente, bei der wäre ich nämlich fast aus dem zweiten Stock gesprungen, ich saß schon auf dem Sims, zum Glück kamen Freunde von mir vorbei und ich wollte denen nicht vor die Füße springen. Bei meiner dritten Psychose hatte ich mir Rasierklingen besorgt, um mich aufgrund meiner Wahnvorstellungen umzubringen. Also, mir ist vor allem mein Leben hoch und heilig. Was meine Intelligenz angeht, so kann ich damit leben, nicht den Nobelpreis für irgendwas zu bekommen. Den hätte ich aber sicher auch nicht ohne die Krankheit und die Medikamente bekommen. Mir genügen meine guten Zeugnisse. Jedenfalls war ich in keiner Psychose mehr suizidgefährdet, seit ich die Medis regelmäßig nehme.

Vielleicht vertrage ich die Medikamente auch nur besser als Du. Aber wozu ist Dir Intelligenz hoch und heilig? Zu Deinem eigenen Vergnügen oder um Anderen zu imponieren? Es gibt ja auch die so genannte emotionale Intelligenz, ohne diese nutzen einem Lorbeeren nicht viel.

Wenn Du die Medikamente abgesetzt hast, so will ich Dir da gar nicht dreinreden, ich habe auch schon Absetzversuche hinter mir. Vielleicht klappt es ja bei Dir und nach einer weiteren Weile bist Du auch wieder auf Deinem alten Niveau. Aber bitte rede mir auch nicht drein oder deute an, ich sei dumm, nur weil ich nun mal chronisch krank bin und eine Dauermedikation im Gegensatz zu stressigen bis tödlichen Psychosen bevorzuge.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


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