seroquel

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Diger_Diga
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Beitragvon Diger_Diga » Sa 22. Jul 2006, 11:52

tut mir leid... ich geh innerlich immer hoch wenn ich so sachen ´lese wollte dich damit absolut nicht treffen...ich versteh dich schon aber ich brauche die intelligenz um meinen ungeheuren wissensdurst zu stillen...
ohne ihn nimmt der wissensdurst ab und wenn er mal ab und zu durchkommt versteh ich manche dinge nicht mehr so wie früher ...
das nimmt mich extrem mit... ich kann 10stunden am tagen lexikas auswenig lernen mathe lernen physik was mir gerade spaß macht und es fällt mir MIT medikamenten ungeheim schwer das zu erreichen...ich bin an einem punkt an dem ich was erreichen will koste es was es wolle...deshalb hab ich sie auch abgesetzt damit ich das was ich früher nicht wertgeschätzt habe wiedererlange...früher waren mir andere dinge so wichtig dass mir dieser ungeheure wissensdurst oft nur "lästig" war weil es uncool war bei anderen...unbewusst wollte ich immer mehr wie andere sein (ist mir übrigens erst später klar geworden weil in den augenblicken habe ich das nie gemerkt ich habe früher andere leute nicht wahrgenommen in meinem wissendurst... ich habe andere leute nicht mehr als anwesend realisiert in meinen fesseln etwas zu lernen und es also nicht wichtig empfunden, dass ich mich damit unbeliebt mache aber irgendwie ist das gegenteil durchgeschossen und ich brauchte das was andere haben (leben, liebe, freunde feiern))
schlussendlich habe ich das alles gehabt unter den neuroleptika und es war eine erfahrung wert aber jetzt ist die phase vorbei und ich bin wieder bei meinem wissensdurst nur dass ich jetzt dahinterstehe und nicht mehr nach dem anderen teil träume

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Laura
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Beitragvon Laura » Di 25. Jul 2006, 15:23

Hallo Schneewittchen!

Wenn Du die Wahl hättest zwischen EKT, Insulinschocktherapie, Lobotomie, etc. oder einem Neuroleptikum: Was würdest Du dann wählen? Ach so ja, Du bist wahrscheinlich gar nicht auf Psychose-Behandlung angewiesen oder würdest es Dir aussuchen, dauerhaft in der Psychose zu bleiben. Letzteres kann aber wesentlich schneller tödlich enden.
Unhaltbare Zustände damit zu entschuldigen, dass es im letzten Jahrhundert noch schlimmer war, ...
Aber verbesserte Methoden, die aber nicht nebenwirkungsfrei sind, mit früheren weit harscheren Methoden gleichzusetzen, ist die bessere Argumentation?

Schneewittchen, sag doch mal, hattest Du schon mal eine Psychose oder Depression oder hast Du ein rein theoretisches Interesse an dem Thema und kannst eigentlich nicht so richtig mitreden?

Grüße

Laura
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Diger_Diga
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Beitragvon Diger_Diga » Di 25. Jul 2006, 16:06

warum regst du dich so auf sie hat ihre meinung! ich hab selber die erfahrung gemacht und kann mitreden und finde es schon en ding was die dinger machen aber rein theoretisch hab ich das thema letztens rein kognitiv nochmal durchgekaut und bin zum entschluss gekommen "es kann reversibel sein" weil die ersten nerven impulse nicht gedämpft bzw abgeschaltet werden und weitere dendritischen dornen wachsen lassen sobald das medikament abgesetzt wird, weil der nervenimpuls da ist, man kann aber neu erlernen welche nerven impulse man durch den synaptischen spalt lässt und welche nicht...
letzteres kann aber einige zeit dauern, bis sich das regeneriert hat

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Laura
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Beitragvon Laura » Di 25. Jul 2006, 16:20

Hallo Diger-Diga!

Ich habe mich gar nicht aufgeregt. :cool:

Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Elise
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Re: seroquel

Beitragvon Elise » Di 13. Sep 2011, 20:38

Ich finde Deinen Beitrag zu Seroquel interessant. Ich hatte jahrelang Solian (die letzten Jahre nur 50 mg) eingenommen. Es ging mir gut damit. Wegen der Nebenwirkungen (Herzrythmusstörungen, Extrem hoher Prolaktinspiegel)und hinzugekommener Depression, sollte ich auf Seroquel umgestellt werden, da dies auch antidepressiv wirken soll. Ich fing mit 50 mg an und steigerte auf 150 mg. Das Solian wurde ausgeschlichen. Auch bemerkte eine Abnahme meiner geistigen FähigkeitenChauvi ein gewisses von sich abgespalten sein konnte ich feststellen. Ich konnte nicht mehr denken und mich konzentrieren, habe auf Arbeit nichts mehr auf die Reihe bekommen, was mir sonst sehr leicht viel. Ich habe es ein paar Wochen genommen und wieder abgesetzt. Leider merke ich, dass der Verlust der Fähigkeiten anhält, auch Wochen nach dem Absetzen und ich habe Angst, dass es so bleibt und in meinem Gehirn irgendwas zerstört wurde. Ich habe gelesen, dass Seroquel den geistigen Verfall bei Alzheimer beschleunigen soll. Offensichtlich kann es sich auch bei Menschen die nicht an Alzheimer erkrankt sind negativ auswirken. Ich bin mittlerweile ziemlich resigniert. Als Betroffener ist man doch irgendwie dem ganzen hilflos ausgeliefert und letztendlich immer der, der sich alles nur einbildet was nicht sein kann und darf. Was soll man eigentlich machen? Sich weigern Medikamente zu nehmen und ins soziales Aus abrutschen, weil man nicht mehr arbeiten kann? Oder seine Gesundheit mit Medikamenten ruinieren? Ich finde jedenfalls, dass man als Betroffener schnell in eine ausweglose Situation kommt.

Diger_Diga
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Re: seroquel

Beitragvon Diger_Diga » Di 13. Sep 2011, 21:48

ich glaube auch die pharmalobby/psychiatrie drückt einen da stigmatisiert wohlüberlegt hinein. auswege gibt es nicht... warum auch? den pharmakonzernen geht es besser als eh und je...wie lange hast du seroquel genommen; also die 150mg? oder hast auch mal mehr genommen?

Mirjam
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Re: seroquel

Beitragvon Mirjam » Mi 14. Sep 2011, 12:02

Eine antidepressive Wirkung wird dem Zeugs ab 300 mg pro Tag nachgesagt, bzw wurde wohl so erforscht.
LG
Mirjam

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Remedias
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Re: seroquel

Beitragvon Remedias » Mi 14. Sep 2011, 13:17

Huhu, ich nehme Seroquel prolong 800 mgr und mir geht es bis der ewigen Müdigkeit eigentlich fganz gut damit.
liebe grüße Remedias


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